- Symptomatik
- Verlauf depressiver Störung (+ Einfluss 1 spez Komorbidität)
o Onset: Schnitt 25 Jahre (aber Breite Spanne)
§ Frauen 2:1 (wenn rezidivierend 3:1)
· Differenzen erst nach Pubertät
o Dauer: 4 Monate (behandelt), 6-8 Monate (unbehandelt)
o Je 1 Drittel der Patienten
§ Remission ohne Weitere Episode
§ Rezidivierender Verlauf mit vollständiger Remission
§ Chronischer Verlauf, nur Teilremission
o Wahrscheinlichkeit einer Weiteren Episode erhöht sich nach jeder Episode (60 – 70 – 90 %)
o Bei Angststörung in der Kindheit (Vor 14 Jahren) -> höhere Depressionsinzidenz
Vergleich Burnout
- Phänomenologisch ähnlich zu Depression
o Keine Störung mit Krankheitswert (keine Diagnose ICD 10 „Ausgebranntsein/Zustand totaler Erschöpfung“ Z 73.0)
§ Aufgrund beruflicher Überlastung
Depression und Herzerkrankungen
- Depression und Koronare Herzerkrankungen erhöhen das Risiko für das jeweils andere
o Depression als Risiko und Einflussfaktor auf Verlauf von koronaren Erkrankungen
§ Wenn beide zeitgleich vorliegen = höhere Morbidität/Mortalitöt
- Mechanismen
o Depression als chronischer Stressor Überaktivität der Stressachsen(biological) und sedetary behavior (behavioral)
o Gemeinsame Ursache für beide ?
§ -hauptsächlich geteilte Umwelteinflüsse
§ Geteilte genetische Einflüsse (aber keine Kandidatengene gefunden) (wenn Familienmitglied CHD -> 20% höheres Depressionsrisiko)
Integratives Störungsmodell
Diathese Stress Modell
- (Vulnerabilität-Stress Modell ?)
o Dispositionen
o Stressoren
o Ressourccen
o Belastungsschwelle
Modell der dysfunktionalen Kognitionen und Schemata nach Beck
- Kausalattributionen / erlernte Hilfslosigkeit
o Ursachenzuschreibung (locus, spezifität, stabilität) kann ungünstig oder Selbstwertdienlich sein
§ Werden Negative Ereignisse wegen Kognitivem Stil als unkontrollierbar wahrgenommen = negative Erwartungshaltung/Hilflosigkeit -> Symptome
- Verstärker-Verlust Theorie
- Evaluation kognitiver Depressionsmodelle
o Querschnittsanalysen zeigen depressive Personen mehr:
§ Neg. Kausalattributionen/Einstellungen
§ Abruf neg. Gedächtnisinhalte
§ Aufmerksamkeit auf neg. Reizen
§ Realistische Einschätzung eigener Leistung (fehlender optimismus bias -> sadder but wiser)
o Nach Remission oft unauffällige Kognitionen (Korrelat oder Risiko ?)
Genetische Einflüsse
o Zwillingsstundien: Heritabilität 30-40% (Kinder 3-4 Fach höheres Risiko)
o GWAS Studien sehr gemischtes Bild (viele kleine assoziationen)
§ Effekte ggf kleiner als Erwartet
§ Äquifinalität (verschiedene Pfade zum outcome Depression)
o Probleme der Forschung: Heterogenität der Symptomkombination (227 Kombis möglich)
§ -> Spezifischer nach genetischen Ursachen für Subtypen suchen
- Belohnungsverarbeitung
o Verringerte Neuronale Reaktion (EEG und MRT) auf Belohnung bei Depression (mit Anhedonie, nicht wenn keine Anhedonie vorliegt)
§ Auch schon vor dem Onset der Depression (18 Monate vorher in Studie)
- Stress und Stressresponse
o Genvarianten eines Glucocorticoid Rezeptor Modulators (FKBP5) -> verringerte Sensitivität der Rezeptoren
§ Moduliert normalisierung der Kortisolregulation
o Keine Haupteffekt der Genvariation aber interaktion mit Trauma in Kindheit und Jugend (sensibler Entwicklungsphase)
Evidenzbasierte Behandlung
- Antidepressive Medikamente (Ab mittelgradiger Episode)
- Psychotherapie
o KVT, Interpersonell, (ggf GesprächsT, ACT und dritte Welle)
o Keine genügende Evidenz: Pychoanalyse, Systemische
- Weitere evidenzbasierte Methoden
o Elektrokrampftherapie
o Lichttherapie bei saisonalen Depression
o Wachtherapie
§ Kurzzeitige elektrische stimulation unter Narkose und Muskelrelaxanzien
· Cerebraler Krampfanfall
§ 6-12 Behandlungen, 2-3 mal pro Woche
§ 50-80 % zeigen Besserung
§ Nebenwirkung begrenzt
§ Indi: schwere/psychotische/therapieresistente Depression
§ Wirkmechanismus unklar:
· Reset Idee: starke Transmitterausschüttung, Nervenwachstum und Hormone Bildung neuer Nervenzellen angeregt
- KVT
o (Voraussetzungen: gute therapeutische Arbeitsbeziehung, Akzeptanz, beruhigende Versicherung, Vermittlung Therapierational)
o A
o Evidenzforschung:
§ Hedges g bei Depression = o.71 (Korrigiert für Publication Bias 0.53)
§ Verhaltensaktivierung führt bei High Severity in etwas schnellere Response (als reine KVT, oder Medikation)
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