Zusammenhänge zwischen bestellmenge und Lagerkennzahlen
Arten Logistik
Lagerkosten
Festplatzlagerung vs. Freiplatzlagerung (chaotische Lagerhaltung)
Organisation nach dem Arbeitsfluss
Lagerzonen
Lagerarten
Nach Eigentum
× Eigenlager (unternehmensintern).
× Fremdlager (Dienstleister wie Speditionen/Logistikzentren).
Nach Standort
× Zentrallager: ein Lager für alle Bereiche → bessere Kontrolle, geringere Kosten.
× Dezentrallager: nahe beim Kunden → schnellere Lieferung.
× Gemsichte Lagerung
Nach Bauform
× Flachlager, Hochregallager, Silos, Tanklager, Blocklager, Regallager.
Nach Funktionsbereichen
× Beschaffungslager
o Eingangslager (zur Aufnahme der gelieferten Waren)
o Werkstoff-/Vorproduktlager (zur Einlagerung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Vorprodukten)
o Handelswarenlager (für Waren, die unbearbeitet weiterveräußert werden)
o Ersatzteillager (für Instandhaltungswerkzeuge und -material)
o Büromateriallager (für alle Materialien, die in der Verwaltung benötigt werden)
× Produktionslager / Zwischenlager
o Handlager (zur Aufnahme von Materialien, die an den einzelnen Arbeitsplätzen benötigt werden),
o Zwischenlager (zur Einlagerung von halbfertigen Erzeugnissen, die am nächsten Arbeitsplatz weiterverarbeitet werden) und
o Werkzeuglager (enthalten Werkzeuge, die am jeweiligen Arbeitsplatz gebraucht werden).
× Sonderlager (Kühl-, Gefahrstoff-, Ersatzteillager)
Absatz- bzw. Vertriebslager
o Fertigwarenlager (enthalten die fertigen, verkaufsfähigen Produkte)
o Versandlager (hier werden die fertigen Produkte einschließlich der dazu benötigten Versandpapiere und Verpackungen gelagert)
Nach Baulichkeit
× Freilager (offene Lager)
× Geschlossene Lager
- Eingeschossig
- Mehrgeschossig
- Stapellager
- Hochregallager (ca. 12m hoch)
Lagerfunktionen
Sicherungsfunktion
Puffer bei Lieferverzögerungen oder unerwartet hohem Verbrauch.
Überbrückungsfunktion
Ausgleich zwischen saisonaler Produktion und ganzjährigem Verbrauch (z. B. Getränke, Kleidung).
Spekulationsfunktion
Preisvorteile nutzen (Vorratskauf vor Preiserhöhung)
Veredelungsfunktion
Qualitätsverbesserung während der Lagerung (z. B. Käse, Holz)
Was ist Industrielle Logistik?
Industrielle Logistik bedeutet die systematische Planung, Steuerung, Kontrolle und Durchführung des Materialflusses sowie des dazugehörigen Informationsflusses von der Beschaffung über die Leistungserstellung (Produktion) und Leistungsverwertung (Distribution) bis zur Entsorgung.
was betrachtet Logistik?
× sowohl die Material- und Informationsströme innerhalb des leistungserstellenden Unternehmens (innerbetriebliche Logistik)
× als auch die Material- und Informationsströme zwischen Kunden, leistungserstellendem Unternehmen und Lieferanten (zwischenbetriebliche Logistik). Nachfolgend werden die Beschaffungslogistik, unterteilt in die Lager- und die Transportlogistik, sowie die Entsorgungslogistik genauer betrachtet.
Was ist Lagerhaltung?
Lagerhaltung ist das geplante – und ggf. auch ungeplante - Bilden von Materialbeständen.
× Zweck: Sicherstellung der Materialverfügbarkeit für Produktion/Vertrieb.
× Gegenstände der Lagerung: Rohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, Halb- und Fertigwaren.
× Einflussfaktoren auf den Lagerbestand: Lieferzeiten, Preise, Bedarfsunsicherheiten, Mindestbestände
Lagerarten nach Eigentum
Lagerarten nach Standort
Lagerarten nach Bauform
Flachlager
Hochregallager
Silos
Tanklager
Blocklager
Regallager
Lagerarten Nach Funktionsbereichen
Arten von Beschaffungslagern
Arten von Produktionslagern / Zwischenlagern
Lagerarten nach Absatz- bzw. Vertriebslager
Lagerarten nach Baulichkeit
Eingeschossig
Mehrgeschossig
Stapellager
Hochregallager (ca. 12m hoch)
Überlegungen beim organisieren vom Lager
Will man ein Lager zweckmäßig organisieren, sind zahlreiche Überlegungen anzustellen:
• Welche Lagerzonen soll es geben?
• Wie erfolgt die Lagerplatzzuordnung?
• Wie baut man eine effektive Lagernummernverwaltung auf?
wie erfolgt die Einlagerung?
Die Einlagerung der Materialien/Waren erfolgt nach einem Lagerplan, in dem die Lagerplatzzuordnung festgelegt wird. Der Lagerplan enthält eine Übersicht über die Anordnung der Lagerstellen sowie die Lagerwege.
Arten von Lagerordnungen
Lagerordnung
FIFO: First In – First Out (verderbliche/zeitkritische Ware).
LIFO: Last In – First Out (z. B. Schüttgut, Blocklager).
HIFO/NIFO: Highest/Next In – First Out (bewertungsrelevant).
Arten von Sicherheitsbeständen
Sicherheitsbestände
Mindestbestand, Meldebestand, Höchstbestand zur Lieferfähigkeit.
Wie findet man Lagergüter im Lager?
Das Auffinden der Lagergüter lässt sich allerdings nur dann gewährleisten, wenn die aktuelle Lagerplatzbelegung jederzeit per EDV überprüft werden kann. Wenn jedes Lagergut seinen eigenen Lagerplatz erhält, muss sichergestellt werden, dass dieser jederzeit eindeutig identifiziert werden kann. Dazu dienen Lagerplatznummern. Sie bestehen aus mindestens drei Angaben:
• Regalnummer
• Regaletage
• Stellplatz
Darüber hinaus müssen auch die Lagergüter eindeutig durch eine Nummer identifiziert und klassifiziert werden können.
Arten von Lagerrisiken
Qualitätsrisiken: Verderb, Beschädigung, Diebstahl, Schwund.
Preisrisiken: Preis fällt → Wertverlust.
Finanzielle Risiken: Kapitalbindung, Zinsverlust.
Überalterung: Modeartikel, Technik.
Kommissionierung
Definition: Bereitstellung von Artikeln nach Auftrag.
Eine besondere Form sind Konsignationslager. Dies sind Lager, die von Lieferanten bei ihren Kunden eingerichtet und mit Gütern versorgt werden. Die Ware stellt ein Kommissionsgut dar.
Kommissioniersysteme
Mann-zur-Ware: Mitarbeiter bewegt sich (Regallager).
Ware-zum-Mann: Automatisierte Systeme (Hochregallager, Shuttle).
Pick-by-…: Pick-by-light, Pick-by-voice etc.
Kommissioniermethoden
Serielle Kommissionierung: Auftrag wird der Reihe nach abgearbeitet.
Parallele Kommissionierung: Auftrag wird aufgeteilt → schneller.
Sammel-/Mehrfachkommissionierung: mehrere Aufträge gleichzeitig.
Lagerkennzahlen
Um die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Daten zu erhöhen, werden in der Praxis die folgenden Lagerkennzahlen verwendet:
• durchschnittlicher Lagerbestand
• durchschnittliche Lagerdauer
• Umschlagshäufigkeit
• Lagerzinssatz und Lagerzinsen
Pro und Contra Fremdlagerung
Vorteile der Fremdlagerung
Nachteile
× Geringe Investitionskosten Keine Kosten für Bau, Ausstattung oder Instandhaltung eines eigenen Lagers.
× Hohe Flexibilität Lagerkapazitäten können je nach Bedarf schnell angepasst werden.
× Kostentransparenz Klare, meist mengen- oder zeitabhängige Lagerkosten.
× Nutzung von Fachwissen Professionelle Logistikdienstleister verfügen über Know-how und moderne Lagertechnik.
× Entlastung des Unternehmens Unternehmen können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren.
× Schnelle Verfügbarkeit Fremdlager stehen oft kurzfristig zur Verfügung.
× Abhängigkeit vom Dienstleister Geringere Kontrolle über Lagerprozesse und Bestände.
× Längere Reaktionszeiten Verzögerungen bei kurzfristigen Änderungen oder Sonderwünschen möglich.
× Zusätzliche Transportkosten Häufige Transporte zwischen Unternehmen und Fremdlager.
× Datenschutz- und Sicherheitsrisiken Sensible Bestands- und Kundendaten liegen bei Dritten.
× Begrenzter Einfluss auf Qualität Lagerbedingungen und Servicequalität sind vom Anbieter abhängig.
× Vertragsbindung Langfristige Verträge können Flexibilität einschränken.
wozu dient der Kommissionierbeleg?
Der Kommissionierbeleg dient:
als Arbeitsanweisung für Lagermitarbeiter
zur Kontrolle von Artikel und Menge
als Nachweis der Warenentnahme
als Grundlage für Bestandsbuchung und Versand
Sequentielle Kommissionierung
Ein Auftrag wird vollständig nacheinander von einem Kommissionierer bearbeitet.
Vorteil: einfache Organisation Nachteil: längere Durchlaufzeit
Parallele Kommissionierung
Auftrag wird in Teilaufträge zerlegt und gleichzeitig von mehreren Mitarbeitern (z. B. nach Zonen) bearbeitet.
Vorteil: kürzere DurchlaufzeitNachteil: höherer Koordinationsaufwand
Wozu dient der Kommissionierbeleg?
Vorteile der Automatisierung in der Kommissionierung
Vorteile der Automatisierung in der Kommissionierung:
Automatisierung erhöht Geschwindigkeit und Genauigkeit und senkt Fehler und Kosten
Schnellere Auftragsabwicklung
Geringere Fehlerquote
Höhere Produktivität
Reduzierter Personaleinsatz
Bessere Transparenz und Nachverfolgbarkeit
Ergonomische Entlastung
Folgearbeiten nach der Kommissionierung durch die Versandabteilung
Folgearbeiten nach der Kommissionierung durch die Versandabteilung z. B.:
Verpacken der Ware
Erstellen der Versandpapiere (Lieferschein, Frachtbrief)
Kennzeichnen / Etikettieren
Wiegen und Vermessen
Verladen und Übergabe an den Frachtführer
Buchung des Warenausgangs
Zusammenhänge Bestellmenge und Lagerkennzahlen
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