Erkläre den Zusammenhang zwischen Software und Urheberrecht.
Software ist urheberrechtlich geschützt
Nur der Rechtsinhaber (z. B. Entwickler oder Unternehmen) darf:
die Software vervielfältigen
verbreiten
verändern
öffentlich zugänglich machen
➡️ Andere dürfen das nicht automatisch
Erkläre was Nutzungsrechte/Lizenzen in Bezug zu Software dem Nutzer erlauben und was diese festlegen?
Der Rechtsinhaber kann anderen erlauben, die Software zu nutzen
Diese Erlaubnis heißt Nutzungsrecht oder Lizenz
Der Nutzer heißt Lizenznehmer
Der Rechteinhaber heißt Lizenzgeber
📌 Die Lizenz legt fest:
was man mit der Software tun darf
wann man sie nutzen darf
wo (z. B. Land, Region)
wie lange
Benenne welche Ziele ein Softwareinhaber mit Nutzungsrechten / Lizenzen erreichen könnte.
💰 wirtschaftlicher Gewinn
📈 schnelle Verbreitung (Marktdurchdringung)
🌍 hoher Bekanntheitsgrad
🎯 ideelle Ziele (z. B. Open Source)
➡️ Je nach Ziel werden unterschiedliche Lizenzbedingungen festgelegt.
Erkläre den Begriff Marktdurchdringung.
Warum ist diese so wichtig?
Marktdurchdringung beschreibt:
wie weit verbreitet eine Software ist
📌 Bedeutung:
Anteil der Nutzer im Vergleich zu allen möglichen Nutzern
oft als Prozentsatz
Wenn 60 von 100 möglichen Unternehmen eine Software nutzen ➡️ Marktdurchdringung = 60 %
zeigt den Erfolg einer Software
hilft beim Vergleich mit Konkurrenzprodukten
beeinflusst Lizenzmodelle (z. B. kostenlose Basisversion)
Was sind laut Urheberrechtsgesetz Computerprogramme?
Programme in jeder Gestalt, einschließlich des Entwurfsmaterials
Wie nennt sich das Gesetz welches die Software vor unbefugtrer Nutzung schützt?
Was sind die Vorraussetzungen dafür?
Software ist urheberrechtlich geschützt (§ 69a UrhG)
Geschützt sind alle Ausdrucksformen eines Computerprogramms
Voraussetzung:
Die Software ist eine eigene geistige Schöpfung
Qualität oder Schönheit der Software sind egal
➡️ Ist die Software geschützt, darf nur der Rechtsinhaber bestimmte Handlungen vornehmen.
Benenne 4 Handlungen welche durch den Inhaber Zustimmungsbedürftig sind.
Nur der Rechtsinhaber darf folgende Handlungen erlauben:
Kopieren der Software
auch:
Installieren
Laden
Speichern
Übertragen
Übersetzen
Verändern
Weiterentwickeln
Weitergabe
Verkauf
Vermietung
Ausnahme:
Nach dem ersten Verkauf in der EU ist der Weiterverkauf erlaubt (Erschöpfungsgrundsatz)
Vermietung bleibt verboten
Öffentliches Zugänglichmachen
z. B. Bereitstellung im Internet oder in der Cloud
Kann das Urheberrecht übertragen werden?
Wer ist der Lizenzgeber?
📌 Wichtig:
Urheberrecht kann nicht übertragen werden
Der Urheber bleibt immer Urheber
Der Lizenzgeber kann sein:
der Urheber selbst
oder jemand, der die wirtschaftlichen Rechte an der Software besitzt
Kann eine juristische person (Unternehmen oder Vereine) Urheberrechte haben?
Wenn nein wie können diese Rechte an den Werken erhalten?
Urheberprinzip und juristische Personen
Schöpferprinzip: Das Urheberrecht entsteht automatisch bei der Schaffung eines Werkes in der Person des Schöpfers (natürliche Person).
Keine Urheberschaft: Unternehmen, Behörden oder Maschinen können niemals selbst Urheber sein.
Nutzungsrechte: Juristische Personen erhalten Rechte an Werken durch Verträge (z.B. Lizenz- oder Arbeitsverträge) vom tatsächlichen Urheber, sind aber nicht selbst der Urheber.
Benenne 4 verschiedene Arbeitsverhältnisse bei der eine Urheberschaft vorhanden ist.
Entwickler ist Urheber
behält alle Rechte
gemeinsame Urheberschaft (§ 8 UrhG)
wirtschaftliche Rechte können an eine Firma übertragen werden
Mitarbeiter ist Urheber
Arbeitgeber erhält automatisch alle wirtschaftlichen Rechte
ohne zeitliche, räumliche oder sachliche Begrenzung
Externer ist Urheber
wirtschaftliche Rechte nur durch Vertrag übertragbar
Benenne die beiden Arten von Nutzungsrechten
Nutzung erlaubt
andere dürfen die Software auch nutzen
nur der Lizenznehmer darf nutzen
Lizenznehmer darf weitere Lizenzen vergeben
Urheber kann ausgeschlossen werden
Lizenzen können bei der Vergabe beschränkt sein.
Benenne drei Beschränkungen.
Lizenzen können beschränkt sein:
zeitlich (z. B. 12 Monate)
räumlich (z. B. nur Deutschland)
inhaltlich (z. B. nur Nutzung, keine Bearbeitung)
Bennen vier häufige Lizenzformen
Nutzung auf einem Computer
typisch für Einzelpersonen
Nutzung auf mehreren Computern
typisch für Unternehmen
Nutzung nur durch bestimmte Personen
egal auf wie vielen Geräten
begrenzte Anzahl gleichzeitiger Nutzer
Installation auf vielen Geräten möglich
Software ist immer urheberrechtlich geschützt
Urheber bleibt immer Urheber
Nutzung nur mit Lizenz
Einfach = mehrere Nutzer möglich
Ausschließlich = nur einer
Named User = Person
Concurrent User = gleichzeitige Nutzung
Eine CPU-Klausel koppelt das Nutzungsrecht der Software an bestimmte Hardware
Die Software darf nur auf bestimmten Prozessoren (CPUs) genutzt werden
Arten der CPU-Klausel
Benenne beide Arten von CPU-Klauseln.
🔹Echte CPU-Klausel
Nutzung nur auf einer ganz bestimmten CPU
Auch gleiche CPU-Modelle sind nicht erlaubt
Sehr strenge Beschränkung
🔹 Unechte CPU-Klausel
Nutzung auf allen CPUs eines bestimmten Typs oder einer Leistungsklasse
Weniger streng als die echte CPU-Klausel
Unter welchen Umständen kann eine CPU-Klausel vereinbart werden und unter welchen nicht?
❌ Kaufvertrag:
CPU-Klausel nicht zulässig (herrschende Meinung)
✅ Miet- oder Leasingvertrag:
CPU-Klausel zulässig
CPU-Klauseln binden Software an Hardware erlaubt meist nur bei Miete oder Leasing.
Netzwerkklausel
Regelt, ob und wie Software im Netzwerk genutzt werden darf
Typisch:
Software läuft auf einem Server
Mehrere Arbeitsplätze greifen darauf zu
Welche Besonderheit hat beim Netzwerkbetrieb die Netzwerkklausel wenn zum Beispiel eine Kopie auf die Arbetisstation geladen wird?
Jede Nutzung im Netzwerk bedeutet:
Laden einer Kopie auf die Arbeitsstation
→ urheberrechtlich relevant
Was ist Application Service Providing (ASP)?
ASP ist eine Form des IT-Outsourcings
Die Software läuft nicht beim Nutzer, sondern auf den Servern des Providers
Der Nutzer greift über das Internet auf die Software zu
➡️ Man unterscheidet echtes und unechtes ASP
Es gibt zwei Arten von ASP. Benenne beide.
Echtes Application Service Providing
Unechtes Application Service Providing
Was ist Echtes Application Service Providing? Erkläre Merkmale sowie Vertragsart
Provider stellt:
✅ Hardware
✅ Software
Software läuft im Rechenzentrum des Providers
Nutzer greift online darauf zu
Provider ist verantwortlich für:
Wartung
Updates
Sicherheit
Mietvertrag
Begründung:
Software wird zeitlich überlassen
Nutzer erhält Zugang zur Software
Zugang ist Teil der Miete, keine extra Dienstleistung
Was ist Unechtes Application Service Providing. Erkläre Merkmale sowie Vertragsart
Software gehört dem Nutzer
❌ keine Software
✅ nur Hardware + Betrieb
Provider installiert fremde Software des Nutzers
Provider wartet und betreibt das System
Dienstleistungsvertrag
Provider vermietet keine Software
Er ermöglicht nur den Zugang zur fremden Software
Stellt der Provider die Software → Miete (echtes ASP). Stellt er nur den Betrieb → Dienstleistung (unechtes ASP).
Urheberrechtliche Einordnung von ASP.
Findet Urheberrechtlich eine Vermietung bei ASP statt?
Vertragsart ≠ Urheberrecht
Auch wenn echtes ASP ein Mietvertrag ist:
Urheberrechtlich keine Vermietung
Urheberrechtliche Vermietung (§ 17 Abs. 3 UrhG) verlangt:
körperliche Überlassung
Bei ASP:
Software bleibt auf dem Server
Nur der Bildschirminhalt wird übertragen
➡️ Urheberrechtlich liegt vor:
Öffentliche Zugänglichmachung
(§ 69c Nr. 4 UrhG)
Findet beim ASP eine Erschöpfung des Verbreigungsrechts statt?
Beim ASP wird kein Software-Exemplar verkauft
Deshalb:
❌ keine Erschöpfung (§ 69c Abs. 3 S. 2 UrhG)
Folge:
Software darf nicht weiterverkauft werden
Urheber behält volle Kontrolle
Wer ist Urheber beim ASP?
Möglich:
Provider ist selbst Urheber der Software
Dann:
Kein Verkauf an Provider oder Nutzer nötig
Software bleibt vollständig unter Kontrolle des Urhebers
Beim Vertragsschluss eine Lizenzvertrages gibt es 2 besondere Arten von Lizenzverträgen.
Benenne beide und erkläre diese.
Zustimmung durch Öffnen der Verpackung
❌ Unwirksam, wenn:
Lizenzbedingungen nur in der Verpackung stehen
✔️ Nur wirksam bei:
klarer Hinweis vor dem Kauf
Nutzer muss aktiv zustimmen:
z. B. Button „Ich stimme zu“
Häufig bei:
Software-Downloads
Installationen
Online-Diensten
✔️ Wirksam, wenn:
AGB ordnungsgemäß einbezogen werden
Bitte kreuze die richtigen Antworten an.
In welche 2 Bereiche werden Verträge inhaltlich gestaltet?
Diese erfolgt:
durch Individualvereinbarungen oder
durch Standardklauseln
Was sind IT-spezifische Standardklauseln?
Typische Regelungen für:
Kauf
Miete
Entwicklung von Hard- oder Software
Sie werden:
nicht neu verhandelt
von einer Vertragspartei vorgegeben
in vielen Verträgen wiederverwendet
➡️ IT-spezifische Standardklauseln sind AGB
Was sind AGB? (§ 305 Abs. 1 BGB)
Unter welchen Umständen liegt keine AGB vor?
AGB = vorformulierte Vertragsbedingungen
Werden von einer Partei gestellt
Gelten für viele Verträge
Keine AGB, wenn:
die Regelungen im Einzelnen ausgehandelt wurden
Verträge können:
schneller
günstiger
einheitlich abgeschlossen werden
Abweichung von gesetzlichen Regelungen
Reduzierung von Risiken
Haftungsbeschränkungen
Haftungsfreistellungen
Zahlungsbedingungen
Eigentumsvorbehalt
Urheberrechtsvorbehalt
Vertragsstrafen
Laufzeiten und Kündigungsfristen
Nutzungsbedingungen
Geheimhaltungsvereinbarungen
Welche Besonderheiten und Probleme gilt es im B2B-Bereich zu beachten?
Nicht nur Anbieter stellen AGB
Auch Nachfrager können AGB vorgeben
Besonders, wenn sie wirtschaftlich stärker sind
Beide Seiten bringen eigene AGB ein
Oft mit Abwehrklauseln („fremde AGB gelten nicht“)
➡️ Folge:
Frage, ob überhaupt ein Vertrag zustande kam (§ 154 BGB)
Welche Besonderheiten gibt es im B2C-Bereich zu beachten?
Gegenüber Verbrauchern sind AGB streng geprüft
Unwirksam sind Klauseln, die:
unfair
intransparent
unverständlich
überraschend sind
Erkläre was IT-spezifische Standardklauseln sind.
Bei IT spezifischen Standardklauseln handelt es sich um typische Regelungsinhalte für
den Kauf,
die Miete oder
die Entwicklung von Hard- oder Software,
die nicht für jeden neuen Vertrag zwischen den Vertragsparteien neu verhandelt werden,
sondern von einer Vertragspartei vorgegeben werden und in einer Vielzahl von Verträgen Anwendung finden. Damit entsprechen IT spezifische Standardklauseln den AGB.
Mitwirkungspflichten/-obliegenheiten des Auftraggebers: Was liegt diese Klausel fest?
Auftraggeber muss aktiv mitarbeiten
z. B.:
Infos liefern
Zugänge bereitstellen
Testdaten liefern
Ziel: reibungsloser Projektablauf
Regelungen zum Quellcode bei Individualsoftware
Was liegt diese Klausel fest?
Regelung, ob der Auftraggeber den Quellcode erhält
Wichtig für:
Weiterentwicklung
Wartung durch Dritte
Bei Open Source: ggf. Pflicht zur Veröffentlichung von Änderungen
Escrow-Klausel
Was legt diese fest?
Sicherheitslösung für den Kunden
Quellcode wird bei neutralem Dritten hinterlegt
Herausgabe z. B. bei:
Insolvenz
Produkteinstellung
Ziel: Software bleibt nutzbar
Regelungen zu Schutzrechten aus dem Vertrag
Regelung, wem:
Patente
Marken
Designs gehören
Rechte am Entwicklungsergebnis
Wer darf die entwickelte Software nutzen?
Häufig:
Entwickler bleibt Urheber
Auftraggeber erhält umfassende Nutzungsrechte
Schutzrechte Dritter
Zusicherung:
keine fremden Rechte verletzt
Ziel: keine Rechtsstreitigkeiten
Regelungen zu Sachmängeln
Regelung zur Gewährleistung
Oft Verkürzung gesetzlicher Fristen (v. a. B2B)
Regelungen zu Rechtsmängeln
Software darf keine fremden Rechte verletzen
Entwickler soll Auftraggeber freistellen
Fehlerklassifizierung
Einteilung z. B.:
kritisch
hoch
mittel
niedrig
Ziel: Priorisierung der Fehlerbehebung
Hotline, Erreichbarkeit und Reaktionszeiten
Wann und wie schnell reagiert der Support?
Je nach Fehlerklasse unterschiedliche Fristen
Haftung/Schadensersatzansprüche
Haftung wird (zulässig) begrenzt
Unterschiede zwischen:
B2B (mehr Spielraum)
B2C (strenger)
Vertragsänderungen/-erweiterungen (Change Request)
Regelt nachträgliche Änderungen
Auswirkungen auf:
Preis
Zeit
Umfang
Meist schriftlich & nur durch befugte Personen
Geheimhaltung/Vertraulichkeit
Schutz von:
Geschäftsgeheimnissen
Kundendaten
Oft separate NDA vor Vertragsabschluss
Nutzungsrechte einer Software
Festlegung:
wie
wo
wie lange Software genutzt werden darf
Datenschutz
Einhaltung der DSGVO
Regelung:
Speicherort
Auftragsverarbeitung
Weitergabeverbote
Verbot der Weitergabe von Software
Besonders bei:
Mietsoftware
Keine Erschöpfung
Wann & wie wird bezahlt?
Spesen
Erstattung von:
Reise-
Übernachtungs-
Nebenkosten
Preisanpassungen
Anpassung an Inflation
Besonders wichtig bei Langzeitverträgen
Kündigungsvereinbarung
Fristen und Form
Oft abweichend vom Gesetz
Rückgabe und Löschung bei der Miete
Nach Vertragsende:
Software zurückgeben
Kopien löschen
Schriftformerfordernis
Bestimmte Erklärungen nur schriftlich gültig
Eigentum geht erst nach Zahlung über
Exportbeschränkungen
Einhaltung von Exportgesetzen
Erfüllungsort
Wo wird die Leistung erbracht?
Reisekosten
Organisation
Gerichtsstandsvereinbarungen
Welches Gericht ist zuständig?
Anwendbares Recht
Welches Landesrecht gilt?
Salvatorische Klausel
Vertrag bleibt trotz unwirksamer Klauseln gültig
Rechtlich eigentlich überflüssig (§ 306 BGB)
Was ist das Hauptziel des Digital Rights Management.
DRM dient dazu, unerlaubte Nutzung und Weitergabe digitaler Inhalte zu verhindern. Es schützt die Urheberrechte, indem es kontrolliert:
wer Inhalte nutzen darf,
wie sie genutzt werden,
ob sie kopiert oder weitergegeben werden dürfen.
Was istein Weiches DRM?
Nutzt digitale Wasserzeichen.
Wasserzeichen enthalten Infos über den Lizenznehmer.
Sie können sichtbar oder unsichtbar sein.
Ziel: illegale Kopien zurückverfolgen, nicht direkt verhindern.
Beispiel: Ein E-Book aus einer Bibliothek enthält ein unsichtbares Wasserzeichen mit den Daten des Nutzers.
➡️ Nutzung wird nicht blockiert, aber Missbrauch kann nachgewiesen werden.
Was istein Hartes DRM?
Nutzt technische Sperren.
Inhalte sind verschlüsselt.
Zugriff nur mit gültiger Lizenz.
Ein Lizenzserver prüft, ob der Nutzer berechtigt ist.
Inhalte können oft nur auf bestimmter Hardware genutzt werden (z. B. registrierter E-Book-Reader).
Abrechnung (Gebühren) erfolgt über das DRM-System.
➡️ Nutzung ist ohne Erlaubnis technisch unmöglich.
§ 95a UrhG schützt technische Schutzmaßnahmen wie DRM.
Ist es verboten DRM zu umgehen?
Es ist verboten, DRM zu:
umgehen,
entfernen,
oder entsprechende Umgehungshilfen herzustellen oder zu verkaufen.
Verboten sind z. B.:
Geräte oder Software zur DRM-Umgehung,
deren Verkauf, Vermietung oder Werbung,
gewerblicher Besitz solcher Mittel.
➡️ Entscheidend ist, ob ein Mittel hauptsächlich zur Umgehung von DRM gedacht ist.
Streitfrage: Gilt § 95a UrhG auch für Computerprogramme?
Rechtsprechung: Ja, § 95a UrhG gilt auch für Software.
Teil der Literatur: Nein, wegen Sonderregeln für Software.
Weiches DRM = Nachverfolgung
Hartes DRM = Zugriffssperre
DRM umgehen = grundsätzlich verboten
Backup von Software = erlaubt
Umgehungstools nur illegal, wenn sie nur dafür gedacht sind
Beschreibe was Open Source software ist.
Was ist dabei zu beachten?
Definition
Software darf kostenlos genutzt werden
Quellcode ist öffentlich
Jeder darf den Code einsehen, ändern und weitergeben
Urheberrecht bleibt beim Urheber
Wichtig
Nutzung nur nach den Lizenzbedingungen
Verstöße = Urheberrechtsverletzung
Durchsetzung meist per Abmahnung
Der Quellcode von OSS ist öffentlich zugänglich, was bedeutet, dass jeder ihn einsehen, ändern und weitergeben kann.
OSS-Nutzungsrechte unterscheiden sich unter anderem durch unterschiedliche Copyleft-Klauseln.
Was sind Copyleft-Klauseln und welche gibt es?
Copyleft-Klauseln
Regeln, wie Änderungen and der OSS weitergegeben werden dürfen
Arten von Copyleft
Strenges Copyleft
Beschränktes Copyleft
Kein Copyleft
welche Copyleft-Klauseln gibt es?
Beschreibe Strenges Copyleft
Änderungen nur unter gleicher Lizenz
Beispiel: GNU GPL (General Public License)
Bekannte Beispiele:
Linux
Mozilla Firefox
LibreOffice
Ca. 2/3 aller OSS stehen unter der GPL
Beschreibe Beschränktes Copyleft
Kombination mit eigener Software erlaubt
Eigene Software muss nicht Open Source sein
Beispiel: Mozilla Public License (MPL)
Beschreibe Kein Copyleft
Weiterentwicklung unter eigener Lizenz möglich
Beispiel: Apache License
Was ist Public Domain Software?
Kostenlose Nutzung
Erlaubt:
Kopieren
Verbreiten
Bearbeiten
Sehr weitgehende Nutzungsrechte
⚠️ Begriff nicht einheitlich geregelt → Lizenz prüfen
Was ist Freeware?
Dauerhaft kostenlos
Kein Quellcode-Zugriff
Keine Bearbeitung erlaubt
Erlaubt
Unveränderte Weitergabe
Beispiele
Adobe Acrobat Reader
Google Chrome
Was ist Shareware?
Kostenlos testen
zeitlich begrenzt oder
mit eingeschränkten Funktionen
Danach: kostenpflichtige Lizenz nötig
Eigenschaften
Kommerziell
Kein Quellcode
Norton Antivirus
Adobe Photoshop
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