Was bedeutet Heterogenität im Fahrschulunterricht ?
Heterogenität im Fahrschulunterricht ist ein
natürlicher Zustand, der von den Fahrschulen
und auch Fahrlehrern anerkannt und
berücksichtigt werden muss. Die
Berücksichtigung der individuellen
Lernbedürfnisse der Schüler ist entscheidend
für einen erfolgreichen und sicheren
Fahrschulunterricht.
Individualisierung
Die Berücksichtigung der individuellen Lernbedürfnisse ist für den Erfolg jedes Schülers entscheident
Förderung
Die gezielte Unterstützung von Schülern, die Schwierigkeiten haben, oder weiter gefördert werden sollen.
Binnendifferenzierung
Die Anpassung des Unterrichts an die verschiedenen Lernstile und Tempo der Schüler
Vielfalt
Heterogenität kann auch eine Bereicherung für den Unterricht sein, wenn die Schüler voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen können.
Herausforderungen der Heterogenität im Fahrschulunterricht
Zeit:
Die Anpassung des Unterrichts an die individuellen Bedürfnisse der Schüler kann Zeit in Anspruch nehmen. Das liegt aber auch sehr stark an der Eigeninitiative und Motivation des Fahrlehrers.
Geduld, Geduld, Geduld
Ressourcen
Nicht alle Fahrschulen verfügen über die Ressourcen, um Heterogenität umfassend zu berücksichtigen. Dennoch sollte dieser Umstand so gut wie möglich ausgeglichen werden.
Methoden
Der Einsatz geeigneter Unterrichtsmezhoden ist wichtig, um die Heterogenität zu berücksichtigen.
Differenzierte Unterrichtsplanung
Berücksichtigen, dass Schüler unterschiedlich schnell lernen und unterschieliche Lernstile haben.
Verschiedene Aufgabenstellungen und Materialien anbieten, um unterschiedliche Lernbedürfnisse zu bedienen
Individuelle Förderung
Auf individuelle Lernfortschritte achten
zusätzliche Unterstützung oder Herausforderung anbieten
Gruppenarbeit und Peer-Learning
Zusammenarbeit der Schüler fördern, damit sie voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen
offene Kommunikation
Lernumgebung schaffen, in der die Schüler offene Fragen stellen, Meinungen äußern, Erfahrungen teilen
kontinuierliche Evaluation
Lernprozess der Schüler beobachten
Unterricht entsprechend anpassen.
Besondere Lernvoraussetzungen
Schwierigkeiten mancher Schüler beachten, während andere schnell lernen
Unterricht entsprechend anpassen
Im Theorieunterricht…
Verschiedene Lernmaterialien anbieten, z.B. Videos, Präsentationen, Übungsaufgaben, Spiele..
Praxisunterricht..
Fahrstunden so gestalten, dass Schüler verschiedene Übungen und Situationen erleben.
Individuelles Feedback und Unterstützung anbieten.
Welche Faktoren spielen hierbei eine Rolle?
Alter
mit den altersbedingten Unterschieden im Lernen beschäftigen
Lernstile
früh/spät, draußen, drinnen, allein/in Gruppen, ruhige Musik/Stille..
Vorwissen und Erfahrungen
Vorbesitz (aktiv einbauen) Neu, auch ohne Vorerfahrung sollen die Schüler folgen können.
Interessen
einabuen. (Fahrphysik/Fußballmannschaftsbus)
Empathie
ist die Bereitschaft sich in die Gefühls-
und Gedankenwelt anderer hineinversetzen zu
können. Dies kann dem Fahrlehrer
beispielsweise helfen zu verstehen, warum sein
Fahrschüler in bestimmten Situationen
emotional reagiert. Empathie fördert eine
gemeinsame Kommunikationsbasis zwischn
Fahrlehrer und seinem Schüler.
Toleranz
ist die Bereitschaft auch gegensätz- liche
Meinungen oder Lebensauffassungen
hinzunehmen, sofern sie nicht der Fahrschul- lehre
oder unserer demokratischen Verfassung oder
dem allgemeinen gesellschaftlichen
Umgangsregeln entgegenstehen. Es darf aber
keinen Unterschied, im Sinne einer Benachteiligung
machen, ob ein Fahrschüler einen szene- oder
kulturspezifischen Lebensstil verfolgt, eine
Abneigung gegen Vorlieben des Fahrlehrers hegt
oder generell einfach,,ganz anders" ist als sein
Lehrer
Eigendistanz
ist die Fähigkeit sich selbst kritisch
hinterfragen zu können. Nur so lassen sich die
eigenen Wertvorstellungen und Über-
zeugungen ergründen. Der Fahrlehrer ist
schließlich auch Teil der heterogenen Ausbil-
dungsgruppe und bevor er versucht andere. zu
verstehen, sollte er sich selbst und seine
Handlungs- und Einstellungsmotive kennen.
Kommunikation
ist die Fähigkeit mit anderen
zu interagieren. Schlussendlich ist sie der
Schlüssel zur Einflussnahme des Fahrlehrers auf
seinen Schüler. Auch wenn für den
Fahrschulausbildungsbetrieb sprachliche
Kommunikation überwiegt und sicher auch
fremdsprachliche Kenntnisse vorteilhaft
werden, so ist vor allem die nonverbale
Kommunikation über Mimik und Gestik, die
Fahrlehrer interpretieren müssen
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