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von David K.

Mechanisches Verhalten von Polymeren (Polymerarten), Temperatureinfluss, Einfluss Prüfgeschwindigkeit

1. Polymerarten und ihr grundlegendes mechanisches Verhalten 

Polymere werden nach ihrem thermomechanischen Verhalten und ihrer Struktur klassifiziert: 

  • Thermoplaste (amorph oder teilkristallin): Zeigen ein temperaturabhängiges Verhalten. Sie sind unterhalb der Glasübergangstemperatur hart und spröde, oberhalb zäh-hart bis weich-elastisch. Sie sind schmelzbar

    • Amorph: Neigen zu sprödem Bruch unterhalb

    • Teilkristallin: Zeigen höhere Festigkeit, E-Modul und meist ausgeprägte Fließzonen (Einschnürung)

  • Elastomere: Weisen eine weite Vernetzung auf. Sie sind kautschukartig, elastisch verformbar und behalten ihre Eigenschaften über einen weiten Temperaturbereich

  • Duroplaste: Engmaschig vernetzt. Sie sind hart, spröde und nicht schmelzbar, sondern zersetzen sich bei hoher Hitze

2. Temperatureinfluss

  • Steigende Temperatur:

    • Abnahme von Steifigkeit (E-Modul) und Festigkeit

    • Zunahme der Duktilität (Verformbarkeit) und Zähigkeit

    • Polymere werden weicher und nachgiebiger

  • Sinkende Temperatur:

    • Polymere werden spröde und hart, Rissbildung ist wahrscheinlicher

    • Zunahme von E-Modul und Festigkeit

  • Thermische Zersetzung: Sehr hohe Temperaturen führen zu irreversiblen chemischen Veränderungen, Kettenabbau und Verlust der mechanischen Stabilität. 

3. Einfluss der Prüfgeschwindigkeit (Zeitabhängigkeit) 

  • Ein Polymer verhält sich bei niedriger Temperatur und hoher Geschwindigkeit spröde, während es bei hoher Temperatur und niedriger Geschwindigkeit duktil/weich reagiert


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David K.

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