Aluminium allgemein
Leichtmetall: Dichte 2,7kg/dm^3
weich, duktil, hohe Verformbarkeit
Schmelztemperatur: 660°C
Stabile Oxidschicht (gute Korrosionsbeständigkeit bei best. Legierungszusätzen)
gute elektrische Leitfähigkeit
Unterteilung Aluminiumlegierungen
Unterteilung in:
Knetlegierungen: plastische Verformbarkeit, geringere Anteile Legierungselement (meist 1-2%)
Verwendung: Strangguss (Barren und Bänder), Walz-, Press- und Ziehprodukte
Gusslegierungen: Gießbarkeit und Formfüllvermögen, höhere Anteile Legierungselement (10-12%)
Verwendung: Herstellung von Formgussstücken, Veredelung mit Na, Sr
weitere Unterteilung möglich:
—> aushärtbare Legierungen
—> nicht aushärtbare Legierungen
Wichtige Werkstoffzustände? (Aluminium)
Nicht aushärtbare Knetlegierungen:
—> F: Herstellungszustand
—> O: weichgeglüht —> um möglichst geringe Festigkeit zu erzielen
—> H: kaltverfestigt —> um festgelegte mech. Eigenschaften zu erreichen
—> W: Lösungsgeglüht
Aushärtbare Knetlegierungen: T1-T9
—> T1: Abgeschreckt von der Warmumformungstemperatur
—> T3: Lösungsgeglüht, kaltverfestigt und kaltausgelagert
—> T4: Lösungsgeglüht und kaltausgelagert
—> T6: Lösungsgeglüht, abgeschreckt, warmausgelagert (max. Festigkeit)
—> T7: Lösungsgeglüht, abgeschreckt, warmausgelagert, überaltert
Möglichkeiten zur Härtung von Aluminium / Aluminiumlegierungen
Die Aushärtung/Endfestigkeitwird durch Kaltauslagern (bei Raumtemperatur) oder
Warmauslagern (eine Ausscheidungsglühung) erreicht.
Eine erkennbare Aushärtungserscheinung ist schon nach mehreren Minuten bei Raumtemperatur vorhanden. Nach etwa 4 Tagen erreicht diese ihr Maximum.
Wie kann man noch Aluminium härten?
Ausscheidungshärtung
Mischkritallhärtung
Kaltverfestigung
Mechanismus Ausscheidungshärtung bei Aluminium am Beispiel Al-Cu System
Die Ausscheidungshärtung ist eine Wärmebehandlung zum Erhöhen der Härte und Festigkeit von Legierungen.
Funktionsprinzip:
Zu Beginn wird die Legierung durch das Lösungsglühen so weit erwärmt bis alle zur Aushärtung beitragenden Legierungselemente im Mischkristall gelöst sind.
Werkstoff -> Abgeschreckt sodass eine Diffusion verhindert wird. Und die Legierungsatome übersättigt im einphasigen Mischkristall gelöst bleiben.
Ausscheidungsglühen -> Werkstoff wird angelassen, um gesteuerte Diffusion zu erreichen.
So entstehen an den während des abschreckens entstandenen Keimen viele kleine Ausscheidungen.
AlSi Gusssystem
Höhere Legierungsanteil, dadurch viele Sekundärphasen (grob, spröde, eckig)
Geringe Festigkeit und Dehnung
Komplexe hinterschnittige Bauteile gießbar
EN-AC-46200 —>AlSi9Cu3—> sehr weit verbreitet
Anwendung:
dünnwandige, komplexe, druckdichte Bauteile
Wichtige Korrosionsarten
Flächenkorrosion
Lochkorrosion
Interkristalline Korrosion
Schichtkorrosion
Spannungsrisskorrosion
Schwingungsrisskorrosion
Filiformkorrosion
Bondline-Corrosion
Kontaktkorrosion
Entsteht bei Salzbelastung, aggressiven Atmosphären bei empfindlichen Legierungen tiefe Löcher mit Perforation bei unempfindlichen Legierungen nur kleine Pittings (ca 0,1mm tief), die sich repassivieren
Anodisieren erklären
Bei der Anodisierung wird das Metall als Anode in eine geeignete wässrige Lösung (beispielsweise von Schwefel-, Oxal- oder Chromsäure) getaucht
-> es wird eine Elektrolyse durchgeführt (=Aufspaltung einer chemischen Verbindung unter Einwirkung des elektrischen Stroms )
-> Durch den elektrischen Strom bildet sich auf der Anodenoberfläche eine Oxidschicht, während an der Kathode Wasser zersetzt wird, es wird zu Wasserstoff reduziert.
Vorteile von Anodisieren
Optimaler Verschleißschutz.
Hoher Korrosionsschutz.
Massive Bruchfestigkeit.
In Zwischenräumen können Farbstoffe angebracht werden
Nachteile von Anodisieren
teuer
Pflege erforderlich
Prozess von der Härtbarkeit von Stahl (niedrig legiert)
Erwärmen 800-950°C um Austenit Gefüge zu bilden
Abschrecken um Martensit zu bilden
Vergüten: wird erhitzt / Anlassen für 150-700°C
Reduziert Spannungen & Sprödigkeit
-> hart aber duktil
Arten des Härten von Stahl
Lufthärten
Ölhärten
Wasserhärten
Arten des Oberflächenhärtens
Einsatzhärten
Nitrieren
Diffusionsverfahren
Austenitbildner & Ferritbildner
Nickel (Ni) ⭐⭐⭐
Kohlenstoff (C)
Mangan (Mn)
Stickstoff (N)
Chrom (Cr) ⭐⭐⭐
Molybdän (Mo)
Silizium (Si)
Aluminium (Al)
Wolfram (W)
Einfluss Schweißen bei Niro und niedrig legierte Stähle
1️⃣ Interkristalline Korrosion
beim Schweißen: starke Erwärmung (≈ 450–850 °C)
Chromkarbide scheiden an Korngrenzen aus
Chromgehalt an Korngrenzen sinkt
Passivschicht kann sich dort nicht bilden
➡️ Korngrenzen korrodieren
2️⃣ Heißrissbildung
v. a. bei austenitischen Stählen
niedriger Schmelzpunkt an Korngrenzen
Spannungen beim Erstarren
3️⃣ Gefügeänderung
mögliches δ-Ferrit-Auftreten
beeinflusst Zähigkeit & Korrosionsverhalten
niedrig kohlenstoffhaltige Stähle (z. B. X5 → X2)
stabilisierte Stähle (Ti, Nb binden C)
richtige Schweißparameter
ggf. Lösungsglühen nach dem Schweißen
Wichtige Legierungselemente für Korrosionsbeständigkeit
C, Ni, Cr
Typen nichtrostende Stähle mit Anwendungsbeispiel
Ferritische Stähle
über das gesamte Temperaturgebiet ferritisch
keine Austenitisierung
-> (magnet. Nirostahlteile Küche z.B. Kühlschrank)
hoher Chrom Gehalt
z.B. 1.4016 (X6Cr17)
Austenitische Stähle
Austenitgebiet reicht bis unter Raumtemperatur (stabil)
duktil, gut verformbar, zäh
mäßige Festigkeit
Anwendung: Kochtopf
z.B. 1.4301 (X5CrNi18-10)
Martensititische Stähle
Austenitisch nur bei hohen Temperaturen
bei tiefen Temperaturen stabil ferritisch
aber sehr leicht martensitisch umwandelbar
Anwendung: Messer, Stanzwerkzeuge, Sicherungsringe
z.B. 1.4122 (X39CrMo17-1) oder 1.4313 (X4CrNi13-4)
Duplex Stähle
ferritisch-austenitisches Mischgefüge
hohe Legierungsgehalte
Anwendungsbereich:
-> Chemieanlagen
z.B. 1.4462 (X2CrNiMoN22-5-3)
Wichtige Korrosionsarten (Stahl)
Muldenkorrosion
Spaltkorrosion
Selektive Korrosion
Transpassivität
Elektropolieren: Prozess
Elektropolieren ist ein elektrochemisches Verfahren, das Metalloberflächen glättet, reinigt und poliert, indem es durch Gleichstrom in einem Elektrolytbad Material im Mikrobereich abträgt
Elektropolieren Vorteile
Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit plasmapolierter Oberflächen
Bearbeitung beliebiger Konturen ist möglich
minimaler Materialabtrag
Elektropolieren Nachteile
Maße der Becken müssen beachtet werden
nur nichtrostende Stähle
Hauptvalenz- und Nebenvalenzbindungen in Polymeren
Hauptvalenzbindungen
starke chemische Bindungen
verbinden die Atome innerhalb einer Polymerkette
kovalente Bindungen
Nebenvalenzbindungen
schwächere Bindungen
wirken zwischen den Polymerketten
Van-der-Waals-Kräfte
Dipol-Dipol-Wechselwirkungen
Wasserstoffbrücken
Polymerisationsarten
Kettenwachstumsreaktion (z.B. PE, Doppelbindung wird aufgemacht -> freie Elektronen)
Stufenwachstumsreaktion
Polyaddition ( z.B. Expozid, 2 verschiedene Monomere werden addiert -> Umlagerung von Wasserstoff)
Polykondensation ( z.B. PET, Nylon; 2 verschiedene Molekühle werden zusammengebaut -> Abspaltung, meistens Wasser)
Weitere Einteilungsmöglichkeiten
Nach Herkunft:
Natürliche Polymere: Zellulose, Stärke, Kautschuk, Proteine.
Synthetische Polymere: Aus Rohöl (PE, PVC, PET).
Halbsynthetische Polymere: Chemisch modifizierte Naturstoffe (z.B. Celluloseacetat).
Nach Morphologie (bei Thermoplasten):
Amorph: Ungeordnete Ketten, oft transparent (z.B. PS).
Teilkristallin: Geordnete Bereiche, oft opak/weißlich, höhere Festigkeit (z.B. PE, PA).
Einteilung der Polymere sowie daraus resultierende typische Eigenschaften
Polymertyp
Struktur
Schmelzbar
Festigkeit
Typische Beispiele
Thermoplaste
Linear/verzweigt
Ja (recyclingfähig)
Vielseitig (hart bis flexibel)
PET, PE, PVC, PP
Duroplaste
Stark vernetzt
Nein (zersetzen sich)
Hart, spröde, formstabil
Epoxidharz, Bakelit
Elastomere
Schwach vernetzt
Nein (gummielastisch)
Weich, elastisch
Gummi, Silikon
Bindungen bei Polymeren
starke Hauptvalenzbindungen
nur Nebenvalenzbindungen zwischen Ketten ➡️ schmelzbar
wenige kovalente Vernetzungen ➡️ elastisch
viele kovalente Vernetzungen ➡️ nicht schmelzbar
Je 1 Anwendungsbeispiel inkl. konkretem Beispiel für Polymer (Thermoplast, Elastomer, Duroplast)
1. Thermoplast (Formbar unter Hitze)
Anwendung: Verpackungen und Lebensmittelbehälter
Konkretes Beispiel: PET-Flaschen (Polyethylenterephthalat) für Getränke
Eigenschaft: Lassen sich durch Erwärmen schmelzen und formen, was sie gut recycelbar macht
2. Elastomer (Elastisch verformbar)
Anwendung: Fahrzeugbereifung und Dichtungen
Konkretes Beispiel: Autoreifen (aus vulkanisiertem Kautschuk)
Eigenschaft: Nehmen nach Verformung (Zug oder Druck) wieder ihre ursprüngliche Form an
3. Duroplast (Formstabil, hitzebeständig)
Anwendung: Griffe für Kochgeschirr und Elektroinstallationen
Konkretes Beispiel: Pfannengriffe (oft aus Phenolharz)
Eigenschaft: Sind engmaschig vernetzt, schmelzen nicht bei Hitze, sondern bleiben fest (unverformbar)
Mechanisches Verhalten von Polymeren (Polymerarten), Temperatureinfluss, Einfluss Prüfgeschwindigkeit
1. Polymerarten und ihr grundlegendes mechanisches Verhalten
Polymere werden nach ihrem thermomechanischen Verhalten und ihrer Struktur klassifiziert:
Thermoplaste (amorph oder teilkristallin): Zeigen ein temperaturabhängiges Verhalten. Sie sind unterhalb der Glasübergangstemperatur hart und spröde, oberhalb zäh-hart bis weich-elastisch. Sie sind schmelzbar
Amorph: Neigen zu sprödem Bruch unterhalb
Teilkristallin: Zeigen höhere Festigkeit, E-Modul und meist ausgeprägte Fließzonen (Einschnürung)
Elastomere: Weisen eine weite Vernetzung auf. Sie sind kautschukartig, elastisch verformbar und behalten ihre Eigenschaften über einen weiten Temperaturbereich
Duroplaste: Engmaschig vernetzt. Sie sind hart, spröde und nicht schmelzbar, sondern zersetzen sich bei hoher Hitze
2. Temperatureinfluss
Steigende Temperatur:
Abnahme von Steifigkeit (E-Modul) und Festigkeit
Zunahme der Duktilität (Verformbarkeit) und Zähigkeit
Polymere werden weicher und nachgiebiger
Sinkende Temperatur:
Polymere werden spröde und hart, Rissbildung ist wahrscheinlicher
Zunahme von E-Modul und Festigkeit
Thermische Zersetzung: Sehr hohe Temperaturen führen zu irreversiblen chemischen Veränderungen, Kettenabbau und Verlust der mechanischen Stabilität.
3. Einfluss der Prüfgeschwindigkeit (Zeitabhängigkeit)
Ein Polymer verhält sich bei niedriger Temperatur und hoher Geschwindigkeit spröde, während es bei hoher Temperatur und niedriger Geschwindigkeit duktil/weich reagiert
Elektrolyt
Ein Elektrolyt ist ein Stoff (wie Salze, Säuren, Basen), der in Wasser oder geschmolzenen Zustand in positiv geladene (Kationen) und negativ geladene (Anionen) Ionen zerfällt und dadurch elektrischen Strom leiten kann
Was sind Polymere?
Polymere sind große Moleküle, die aus vielen Monomeren bestehen.
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