Was sind Basisemotionen?
Basisemotionen sind Emotionen, die hinsichtlich des mimischen Ausdrucks universell sind, das heißt kulturübergreifend gezeigt und auch verstanden werden
Wie lässt sich der Begriff Stimmung beschreiben (in Abgrenzung zur Emotion)?
Stimmungen dauern länger an als Emotionen und sind weniger intensiv. Während Stimmungen der Hintergrund sind, vor dem sich Denken, aber auch Emotionen abspielen, sind Emotionen im-mer auf konkrete Objekte ausgerichtet und zeitlich begrenzt.
Benennen Sie die 7 Basisemotionen nach Ekman & Friesen
Freude, Traurigkeit, Überraschung, Ekel, Furcht, Wut und Verachtung
Welche drei Komponenten umfassen Emotionen?
Bei diesen Komponenten handelt es sich zum Ersten um die subjektive Komponente, zum Zweiten um die physiologische und zum Dritten um die Ausdrucks- beziehungsweise Verhaltenskomponente
Was wird im Zusammenhang mit Emotionen unter Stimmungskongruenz verstanden?
Übereinstimmung der Valenz einer Information und der gerade angeregten Emotion/Stimmung – erleichtert den Informationsabruf.
Was sind Emotionen, was sind Gefühle, was sind Stimmungen und welcher Unterschied besteht zwischen diesen Konzepten und Persönlichkeitseigenschaften?
Eine einheitliche Definition von „Emotion“ existiert nicht. Eine Emotion kann als eine Reaktion des ganzen Organismus, die 1. physiologische Erregung, 2. Ausdrucksverhalten und 3. bewusste Erfahrung beinhaltet, definiert werden. Der Begriff „Gefühl“ bezieht sich dabei lediglich auf die erlebnisbezogene beziehungsweise erfahrungsbezogene Komponente der Emotion. Hier steht das subjektive Erleben im Vordergrund. Ebenso sind Stimmungen von Emotionen abzugrenzen. Stimmungen dauern länger an als Emotionen und sind weniger intensiv. Während Stimmungen der Hintergrund sind, vor dem sich das Denken, aber auch Emotionen abspielen, sind Emotionen immer auf konkrete Objekte ausgerichtet und zeitlich begrenzt. Stimmungen und Gefühlen ist gemeinsam, dass sie Antworten des Organismus auf situative Umweltbedingungen darstellen. Emotionen sind von Persönlichkeitseigenschaften abzugrenzen. Im Alltag werden Menschen auch als „ängstlich“, „zornig“ oder „traurig“ beschrieben. Damit ist gemeint, dass diese Menschen (situationsübergreifend) eher dazu neigen als andere, die genannten Emotionen zu zeigen. Das wesentliche Unterscheidungsmerkmal zwischen Emotion und Eigenschaft ist aber der zeitliche Bezug. Emotionen sind als State im Gegensatz zur Eigenschaft als Trait nur von zeitlich begrenzter Dauer.
Was sind Basisemotionen und wurden diese empirisch untersucht?
Insgesamt wird davon ausgegangen, dass sich komplexe Emotionen aus Basisemotionen zusammensetzen. Zu diesen Basisemotionen werden „Freude“, „Traurigkeit“, „Überraschung“, „Ekel“, „Furcht“ und „Wut“, aber auch „Verachtung“ gezählt. Es wird darüber hinaus angenommen, dass Basisemotionen Emotionen sind, die hinsichtlich des mimischen Ausdrucks universell sind, das heißt kulturübergreifend gezeigt und auch verstanden werden. Ausgangspunkt für die empirische Zusammenstellung von Basisemotionen war die Untersuchung des beschränkten Spektrums kulturbergreifend gültiger und damit universeller Emotionsausdrücke. Ziel der Forschung um Ekman (1982) war es, die emotionalen Gesichtsausdrücke zu finden, die von Menschen weltweit und kulturunabhängig gleich interpretiert werden. Diese kulturübergreifende Gültigkeit wurde in zahlreichen Studien aufgezeigt, indem Menschen aus einer Vielzahl unterschiedlicher Kulturen standardisierte Fotografien von Gesichtern gezeigt wurden, die einen bestimmten emotionalen Ausdruck aufwiesen. Dabei kommt der emotionale Ausdruck auf den Fotografien in der Regel dadurch zustande, dass man die Person bittet, einen bestimmten Emotionsausdruck zu simulieren. So könnte die Instruktion beispielsweise lauten: „Stellen Sie sich vor, Sie würden sich ärgern.“ Die Fotografien werden Angehörigen verschiedener Kulturen gezeigt und diese werden dann gefragt, welche Emotion auf dem Bild zu sehen ist. Auf diese Weise konnte gezeigt werden, dass „Gesichtsmuskeln eine universelle Sprache sprechen“. Dabei ist die Trefferquote bei kulturübergreifenden Studien lediglich leicht erhöht, wenn Gesichtsausdrucke der eigenen Kultur beurteilt werden sollen.
Umreißen Sie die wesentlichen Komponenten von Emotionen.
Es herrscht weitgehend Übereinstimmung darin, dass Emotionen drei Komponenten umfassen, wobei nicht gefordert wird, dass Emotionen mit Veränderungen aller drei Komponenten einhergehen müssen. Bei diesen Komponenten handelt es sich zum Ersten um die subjektive Komponente, zum Zweiten um die physiologische und zum Dritten um die Ausdrucks- beziehungsweise Verhaltenskomponente. Die subjektive Komponente der Emotion meint, dass das Erleben von Emotionen stets subjektiv ist, da nur die Person selbst weiß, wie sie sich in einer gegebenen Situation fühlt. Dementsprechend ist das Emotionserleben auch nicht objektiv erfassbar. Personen müssen zu ihren Emotionen befragt werden. Die physiologische Komponente der Emotion umfasst alle mit dem Emotionserleben einhergehenden körperlichen Reaktionen. Dabei handelt es sich unter anderem um Reaktionen des neuronalen und des endokrinen Systems. Die physiologische Komponente ist im Gegensatz zur subjektiven Komponente recht gut objektivierbar. Die Verhaltenskomponente der Emotion umfasst alle mit dem Emotionserleben einhergehenden beobachtbaren Verhaltensweisen. Dies kann der Gesichtsausdruck oder eine bestimmte Körperhaltung sein. Die Verhaltenskomponente kann mit oder ohne bestimmte Messinstrumente erfasst werden.
Was ist die Funktion des emotionalen Ausdrucks?
Der sogenannte Emotionsausdruck zeigt sich in Gestik, Mimik und Stimme und hat wiederum vier Funktionen. Erstens informiert dieser Ausdruck andere über den aktuellen emotionalen oder motivationalen Zustand. Zweitens zeigt der Ausdruck anderen Intentionen für Verhaltensweisen an, die unmittelbar vor ihrer Ausführung stehen. Drittens übermittelt der Ausdruck anderen das Ergebnis der Bewertung einer Situation. Viertens informiert der Ausdruck andere über den Status beziehungsweise die Veränderung einer Beziehung. Die biologische Adaptivität von Emotionen liegt darin begründet, dass es für das Überleben in einer Gruppe vorteilhaft ist, wenn ein Mensch aufgrund seines Ausdrucks vom Rest der Gruppe verstanden wird, dieser aber auch den Ausdruck anderer verstehen kann. So warnt ein erschrockener Gesichtsausdruck alle anderen vor Gefahr und eine Drohgebärde zeigt an, dass eine möglicherweise gewaltsame Auseinandersetzung ansteht.
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