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Kapitel 5 - PR Arbeit

HM
von Hanna M.

5.1 Grundlagen der PR- und Öffentlichkeitsarbeit

  • Public Relations (PR) bzw. Öffentlichkeitsarbeit haben das Ziel, Öffentlichkeit herzustellen und Beziehungen zu relevanten Bezugsgruppen aufzubauen, zu pflegen und langfristig zu sichern.

  • Eine besonders wichtige Rolle spielen dabei Multiplikatoren, vor allem die Medien. Erfolgreiche PR-Arbeit ist daher strategisch, langfristig angelegt und konsistent – kurzfristige Effekte stehen nicht im Vordergrund.

Eine einheitliche Definition von PR existiert nicht. Stattdessen unterscheiden sich die Zugänge kulturell:

  • US-amerikanischer Zugang → pragmatisch, handlungsorientiert → Leitfrage: „How does it work?“

  • Europäischer Zugang → normativ, philosophisch und ethisch geprägt → Leitfragen:

    • Wozu ist PR gut?

    • Was soll PR leisten?

    • Was darf PR?


Als „Vater der Public Relations“ gilt häufig Edward Bernays. Er definierte PR äußerst knapp als:

„Engineering of consent“ – Zustimmung erzeugen

Diese Definition macht deutlich, dass PR gezielt auf Meinungen, Einstellungen und Akzeptanz in der Öffentlichkeit abzielt.


Grundprinzipien der PR-Arbeit

PR ist nicht an einzelne Ressorts gebunden. Die grundlegenden Regeln gelten in:

  • Wirtschaft

  • Politik

  • Kultur

  • Sport

  • Non-Profit-Bereich


Unterschiede ergeben sich nicht aus dem Handwerkszeug, sondern aus den spezifischen Rahmenbedingungen der jeweiligen Organisation.

Zentrale Ziele der PR sind:

  • Aufbau von Vertrauen

  • Schaffung von Verständnis

  • Erreichen von Akzeptanz


Diese Ziele dienen letztlich dazu, die strategischen Ziele der Organisation zu ermöglichen oder abzusichern.

PR-Arbeit verfolgt dabei insbesondere:

  • den Aufbau und die Pflege eines positiven Images

  • die eindeutige Identifizierbarkeit der Organisation

  • eine starke und konsistente Präsenz bei relevanten Bezugsgruppen


Wichtig ist: Auch wenn Inhalte und Ziele je nach Organisation variieren, bleiben die Instrumente und Vorgehensweisen weitgehend gleich. Eine gut organisierte Pressekonferenz ist unabhängig davon professionell, ob sie:

  • von einem multinationalen Konzern

  • oder einem mittelständischen Unternehmen durchgeführt wird.


5.2 Varianten der Public Relations

Die wichtigsten Varianten sind:

Unternehmenskommunikation / Corporate Communication

  • Überbegriff für sämtliche Kommunikationsaktivitäten eines Unternehmens

  • Fokus liegt auf dem Unternehmen als Ganzem

  • richtet sich:

    • nach innen (z. B. Mitarbeitende)

    • nach außen (z. B. Partner, Medien, Öffentlichkeit)

Business to Business (B2B)

  • Kommunikation zwischen Unternehmen

  • Zielgruppen sind:

    • Geschäftspartner

    • Geschäftskunden

  • Inhalte sind häufig sachlich, fachlich und langfristig orientiert

Business to Consumer (B2C)

  • Kommunikation von Unternehmen an Endverbraucher

  • Unterscheidung nach Zielgruppen:

    • potenzielle Neukunden

    • bestehende (Stamm-)Kunden

    • verlorene Kunden

  • Jede Gruppe erfordert eine eigene PR-Strategie

Investor Relations / Finanzkommunikation

  • Kommunikation mit:

    • Investoren

    • Aktionären

    • Analysten

    • Wirtschaftsmedien

  • Ziel ist Transparenz, Vertrauen und Glaubwürdigkeit in finanziellen Fragen

Public Affairs / Lobbying

  • Kommunikation auf politischer Ebene

  • Adressaten sind:

    • Politiker

    • Verbände

    • Interessengruppen

  • Ziel ist die Beeinflussung politischer Entscheidungsprozesse

Messe-PR / Event-PR

  • PR-Arbeit im Zusammenhang mit Veranstaltungen

  • Unternehmen treten in direkten Kontakt mit Öffentlichkeit

  • besonders wichtig:

    • Fachmessen (z. B. Branchenmessen)

    • Verbrauchermessen

  • Ziel ist eine PR-wirksame Präsenz

PR für Non-Profit-Organisationen (NPOs)

  • PR für nicht gewinnorientierte Organisationen

  • kein direkter Verkaufsbezug

  • themen- und werteorientierte Kommunikation (z. B. Umwelt, Menschenrechte, humanitäre Hilfe)

Issue Management (Agenda Setting)

  • themenbezogene PR

  • Ziel ist es, bestimmte Themen in die öffentliche Agenda zu bringen

  • Unternehmen profitieren indirekt, z. B.:

    • durch Sensibilisierung für bestimmte Probleme

    • durch langfristige Meinungsbildung

Abgrenzung: PR ist keine Werbung

Ein zentraler Punkt ist die klare Trennung zwischen PR und Werbung.

Werbung:

  • der Werbetreibende entscheidet vollständig über:

    • Inhalt

    • Form

    • Zeitpunkt

  • Grundprinzip: „Wer zahlt, bestimmt die Musik“

Public Relations:

  • Unternehmen liefern Informationen

  • Medien entscheiden autonom, ob und wie sie berichten

  • Veröffentlichung ist nicht garantiert

Auch wenn Medien wirtschaftlich von Werbung abhängig sind, bleibt PR grundsätzlich kein kontrolliertes Veröffentlichungsinstrument. Genau hierin liegt:

  • ihre größere Glaubwürdigkeit

  • aber auch ihr höheres Risiko

Zentrale Merksätze für die Klausur

  • PR ist langfristig, strategisch und beziehungsorientiert

  • PR zielt auf Vertrauen, Verständnis und Akzeptanz

  • PR gestaltet Kommunikation, statt sie dem Zufall zu überlassen

  • PR ist keine Werbung, sondern abhängig von redaktionellen Entscheidungen


5.3 Inhalte und Ziele der PR-Arbeit

  • Zentrales Anliegen der Public Relations ist es, Informationen gezielt und geplant an relevante Dialoggruppen weiterzugeben.

  • Unter Dialoggruppen versteht man alle internen und externen Personen oder Personenkreise, die für eine Organisation bedeutsam sind und mit bestimmten Informationen versorgt werden sollen.

  • PR ist damit immer adressatenbezogene Kommunikation und kein beliebiges „Senden von Botschaften“.

Dialoggruppen der PR-Arbeit

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen internen und externen Dialoggruppen.

Interne Dialoggruppen eines Wirtschaftsunternehmens sind unter anderem:

  • aktuelle Mitarbeiter

  • potenzielle Mitarbeiter

  • Pensionäre

  • Familienangehörige der Beschäftigten

  • Arbeitnehmervertretungen (z. B. Betriebsrat)

  • Unternehmensvertreter

  • externe Berater

Diese Gruppen sind wichtig, weil sie das Unternehmen von innen heraus tragen, prägen und nach außen repräsentieren.

Externe Dialoggruppen umfassen Kommunikationspartner aus Bereichen wie:

  • Medien

  • Wirtschaft

  • Politik

  • Verwaltung

  • weitere gesellschaftliche Institutionen

Sie beeinflussen maßgeblich, wie das Unternehmen öffentlich wahrgenommen wird.


Kommunikative und psychologische Ziele der PR

PR verfolgt nicht nur das Ziel der reinen Informationsvermittlung, sondern auch weitergehende kommunikative Wirkungen. Neben sachlichen Informationen sollen sogenannte „weiche Faktoren“ vermittelt werden, insbesondere:

  • Wohlwollen

  • Verständnis

  • Vertrauen

  • Akzeptanz

Diese Faktoren sind langfristig entscheidend, da sie das Image und die Reputation einer Organisation prägen.

Wirtschaftliche Ziele der PR

Bei Wirtschaftsunternehmen stehen neben den kommunikativen Zielen auch ökonomische Zielsetzungen im Vordergrund. Dazu gehören insbesondere:

  • Absatzsteigerung

  • Umsatzsteigerung

  • langfristige Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs

-> PR kann somit gezielt zur Unterstützung ökonomischer Ziele eingesetzt werden.

-> Entscheidend ist dabei eine langfristig angelegte PR-Konzeption, die als integraler Bestandteil der Kommunikationspolitik verstanden wird und nicht als kurzfristige Einzelmaßnahme.


Zentrale Erfolgsfaktoren guter PR

Erfolgreiche PR-Arbeit basiert auf drei grundlegenden Faktoren:

  • Ehrlichkeit: Ehrliche, offene und transparente Kommunikation ist unverzichtbar. Nur so lassen sich Vertrauen aufbauen und Negativschlagzeilen vermeiden. Vertuschung oder Schönfärberei wirken sich langfristig immer reputationsschädigend aus.

  • Kontinuität: PR muss regelmäßig und dauerhaft betrieben werden. Glaubwürdigkeit entsteht nur, wenn ein Unternehmen kontinuierlich kommuniziert – sowohl in positiven als auch in schwierigen Zeiten.

  • Zielgruppenorientierung: Jede Dialoggruppe hat unterschiedliche Interessen, Wissensstände und Erwartungen. Informationen müssen daher zielgruppenspezifisch aufbereitet werden, sowohl inhaltlich als auch sprachlich und medial.

Rolle der PR-Abteilung

Die PR-Abteilung übernimmt die Aufgabe, Sachinformationen und Imageinformationen gezielt zu steuern. Sie sorgt dafür, dass:

  • die richtigen Inhalte

  • zur richtigen Zeit

  • in angemessener Form

  • an die passende Zielgruppe kommuniziert werden.

Dabei gilt: Nicht jede Information ist für jede Dialoggruppe gleich relevant. Professionelle PR erkennt diese Unterschiede und berücksichtigt sie konsequent.

Merksätze für die Klausur

  • PR richtet sich an interne und externe Dialoggruppen

  • Ziel ist nicht nur Information, sondern auch Wohlwollen, Vertrauen und Akzeptanz

  • PR kann wirtschaftliche Ziele unterstützen

  • Gute PR basiert auf Ehrlichkeit, Kontinuität und Zielgruppenorientierung

  • Glaubwürdigkeit entsteht durch regelmäßige, offene Kommunikation


5.4 Instrumente der externen PR-Arbeit

Die externe Presse- und Öffentlichkeitsarbeit richtet sich an außenstehende Zielgruppen, insbesondere an:

  • potenzielle Kunden

  • Medienschaffende (Journalistinnen und Journalisten)


  • Eine zentrale Rolle spielen dabei die Massenmedien wie Fernsehen, Rundfunk und Zeitungen.

  • Über sie können Unternehmen in kurzer Zeit eine sehr große Reichweite erzielen.

  • Gerade für große Organisationen sind sie daher ein unverzichtbarer Multiplikator.

  • Besonders deutlich wird die Bedeutung der externen PR in kritischen Situationen, etwa bei Krisen-PR.

  • Wenn schnell reagiert werden muss, entscheidet die gezielte Verbreitung von Informationen über mediale Kanäle oft darüber, wie ein Unternehmen in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und ob Imageschäden entstehen oder begrenzt werden können.

Agierende vs. reagierende Medienarbeit

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen der Medienarbeit:

  • Agierende (aktive) Medienarbeit: Die PR-Abteilung stellt den Medien aktiv Informationen zur Verfügung, etwa in Form von Pressemitteilungen oder Pressekonferenzen.

  • Reagierende Medienarbeit Journalistinnen und Journalisten werden selbst aktiv, greifen ein Thema auf und wenden sich mit Anfragen an das Unternehmen oder die Institution.

Der Fokus dieses Kapitels liegt klar auf der agierenden Medienarbeit.

Arten der Instrumente der agierenden Medienarbeit

Bei den Instrumenten der aktiven Medienarbeit unterscheidet man zwei zentrale Gruppen:

  • Informationsmittel

  • Dialogische Mittel

Diese Unterscheidung ist grundlegend für das Verständnis professioneller PR-Arbeit.



Informationsmittel der externen PR

Informationsmittel sind das Grundhandwerkszeug der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie dienen dazu, Informationen zu:

  • sammeln

  • strukturieren

  • journalistisch aufzubereiten

  • für Medien nutzbar zu machen

Ohne Informationsmittel wäre eine gezielte Medienarbeit nicht möglich.

Typische Informationsmittel sind:

  • Presse- und Medienmitteilungen

  • Exklusiv-Veröffentlichungen

  • Fotografien und Grafiken

  • Pressemappen

  • Pressedienste und Newsletter

  • PR-Anzeigen


  • Insbesondere Pressemitteilungen und Pressemappen gelten als unverzichtbares Basisinstrument jedes PR-Mitarbeiters. Ihre professionelle Erstellung gehört zum „kleinen Einmaleins“ der PR.

Dialogische Mittel der externen PR

  • Dialogische Mittel sind anspruchsvoller und aufwendiger, da sie auf direktem persönlichen Kontakt zwischen Organisation und Medienvertretern beruhen.

  • Sie ermöglichen einen unmittelbaren Austausch und bieten Raum für Rückfragen, Diskussionen und Hintergrundgespräche.

Zu den dialogischen Mitteln zählen unter anderem:

  • Pressekonferenzen

  • Pressegespräche und Presseempfänge

  • Pressefahrten bzw. Journalistenreisen

  • Redaktionsbesuche

  • Presseworkshops und Journalistenseminare

  • Events

Der große Vorteil dieser Instrumente liegt darin, dass neben der sachlichen Information auch ein persönlicher Eindruck entsteht. Dieser kann maßgeblich beeinflussen, wie eine Organisation später redaktionell dargestellt wird.


Bedeutung der professionellen Umsetzung

Gerade bei dialogischen PR-Instrumenten ist die fehlerfreie und professionelle Organisation entscheidend. Dazu gehören:

  • klare Zieldefinition

  • sorgfältige Vorbereitung der Inhalte

  • reibungslose Abläufe

  • professionelles Auftreten der Unternehmensvertreter

Ein schlecht organisierter Pressetermin kann das Gegenteil dessen bewirken, was PR eigentlich erreichen will, und das Image nachhaltig schädigen.

Merksätze für Prüfung und Zusammenfassung

  • Externe PR richtet sich an Medien und externe Zielgruppen

  • Massenmedien ermöglichen hohe Reichweite

  • Man unterscheidet agierende und reagierende Medienarbeit

  • Instrumente der agierenden Medienarbeit:

    • Informationsmittel (Grundlage)

    • Dialogische Mittel (persönlicher Austausch)

  • Professionelle Organisation ist ein zentraler Erfolgsfaktor



Pressemitteilung

  • Die Pressemitteilung ist das gängigste und wichtigste Instrument der PR-Arbeit.

  • Sie dient nicht der Selbstdarstellung, sondern hat immer das Ziel, über aktuelle und für die jeweilige Zielgruppe relevante Ereignisse zu informieren.

  • Maßgeblich ist dabei nicht, was das Unternehmen selbst für wichtig hält, sondern was für die Redaktion und ihre Leser interessant ist.

Inhaltlich folgt die Pressemitteilung dem Prinzip der umgekehrten Pyramide: Das Wichtigste, Neueste oder Nützlichste steht am Anfang, weniger relevante Informationen folgen später. Der Sprachstil ist sachlich, nüchtern und journalistisch, nicht werblich.

Eine gute Pressemitteilung:

  • liefert klare Fakten

  • gibt Hintergrundinformationen

  • kann redaktionelle Beiträge anregen

  • erleichtert Journalisten die Recherchearbeit

Aufbau einer Pressemitteilung

In der Praxis folgen Pressemeldungen einem festen, standardisierten Aufbau, der Journalisten Orientierung gibt.

1. Absender

  • Vollständige Angaben sind zwingend erforderlich:

    • Name der Organisation

    • vollständige Adresse

    • Telefon- und Faxnummer

  • Der Absender muss auf den ersten Blick klar erkennbar sein.

2. Kennzeichnung als „Pressemitteilung“

  • Die Meldung wird eindeutig mit der Überschrift „Pressemitteilung“ gekennzeichnet.

  • Dadurch wissen Medienvertreter sofort, dass es sich um eine offizielle PR-Information handelt.

3. Headline und Subline

  • Der Anlass der Pressemitteilung muss sofort erkennbar sein.

  • In die Headline gehört der wichtigste Nachrichtenfaktor.

  • Weitere Nachrichtenfaktoren werden in der Subline ergänzt.

  • Ziel: maximale Aufmerksamkeit in kürzester Zeit.

4. Lead (Einleitung)

Das sogenannte Lead beantwortet die zentralen W-Fragen:

  • Wer?

  • Was?

  • Wann?

  • Wo?

  • Wie?

  • Welche Quelle?


  • Die wichtigsten Fakten aus Headline und Subline werden hier noch einmal aufgegriffen, häufig sogar mit identischem Wortlaut. Das Lead ermöglicht Journalisten, den Kern der Nachricht sofort zu erfassen.


5. Fließtext

Im Fließtext werden alle zusätzlichen Informationen zur Kernbotschaft ausgeführt.

Mögliche Gestaltungsformen:

  • ein ausführlicher Text, bei dem die Informationen nach Wichtigkeit geordnet sind → wichtig, weil Journalisten Texte häufig von hinten kürzen

  • oder eine schrittweise Beantwortung von Detailfragen, z. B.:

    • Warum?

    • Wie genau?

    • Seit wann?

    • In welchem Zusammenhang?

    • Was sagen andere Beteiligte?

  • alternativ: kurze Textblöcke mit Zwischenüberschriften für bessere Übersichtlichkeit

6. Umfangangaben

  • Am Ende der Pressemitteilung werden Zeilen- und Zeichenanzahl angegeben.

  • Hintergrund: Journalisten arbeiten mit festen Platzvorgaben.

  • Diese Angaben erleichtern die redaktionelle Weiterverarbeitung erheblich.

7. Kontaktangaben

Eine Pressemitteilung ist unvollständig ohne konkrete Kontaktperson.

Erforderliche Angaben:

  • Name

  • Funktion

  • Anschrift

  • Telefon- und Faxnummer

  • E-Mail-Adresse

Ohne diese Angaben müssten Journalisten bei Rückfragen zeitaufwendig recherchieren, was die Wahrscheinlichkeit einer Veröffentlichung deutlich senkt.


Merksätze für die Klausur

  • Pressemitteilungen informieren, sie werben nicht

  • Maßstab ist immer das Redaktionsinteresse

  • Wichtigstes zuerst → umgekehrte Pyramide

  • Fester Aufbau erleichtert journalistische Arbeit

  • Keine Pressemitteilung ohne Kontaktangaben


Pressekonferenz (PK)

  • Eine Pressekonferenz dient dazu, vielen Medienvertretern in kurzer Zeit umfangreiche und relevante Informationen zu vermitteln.

  • Sie ist ein dialogisches PR-Instrument und wird nur dann eingesetzt, wenn ein Thema wirklich wichtig, aktuell und erklärungsbedürftig ist.

  • Nicht jeder Anlass rechtfertigt den Aufwand einer PK – Journalisten müssen einen klaren Mehrwert erkennen, damit sich ihr Erscheinen lohnt.

Typische Anlässe für Pressekonferenzen sind:

  • komplexe oder erklärungsintensive Themen,

  • Produktinnovationen (z. B. neue Sportgeräte),

  • Unternehmenskooperationen (z. B. Zusammenschlüsse wie Adidas–Salomon),

  • bedeutende Spielertransfers im Profisport.


  • Für kleinere Organisationen oder Vereine ist eine Pressekonferenz meist nicht notwendig.

  • Hier reichen oft Redaktionsbesuche oder Pressemitteilungen, um die lokalen Medien zu informieren.

Planung und Organisation einer Pressekonferenz

Die Planung einer PK orientiert sich stark am Arbeitsalltag von Journalisten.

Zeitpunkt

  • Beginn frühestens ab 10 Uhr,

  • Ende (inkl. Mittagessen) spätestens gegen 14 Uhr,

  • Ausnahmen nur bei sehr aktuellen oder außergewöhnlich wichtigen Themen.

  • Überschneidungen mit anderen relevanten Veranstaltungen sollten vermieden werden.

  • Regionale dpa-Büros können bei der Terminabstimmung unterstützend helfen.

Dauer

  • Gesamtdauer: maximal zwei Stunden

  • Redebeiträge der Referenten:

    • jeweils 5–10 Minuten

  • Fragerunde:

    • maximal 30 Minuten

  • Ein anschließender Imbiss oder Einzelgespräche können die Veranstaltung verlängern.

Ort und Ausstattung

Der Veranstaltungsort sollte:

  • gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto erreichbar sein,

  • ausreichend Parkmöglichkeiten bieten,

  • Nebenräume oder Nischen für Einzelgespräche bereithalten.

Der Konferenzraum sollte ausgestattet sein mit:

  • antialkoholischen Getränken sowie Kaffee oder Tee,

  • gut erreichbaren Getränken auf den Tischen,

  • Namensschildern für die Podiumsgäste (Name und Funktion),

  • ausreichend Stühlen, Tischen, Stiften und Papier.

Diese Aspekte sind nicht zwingend vorgeschrieben, tragen aber erheblich zu einer angenehmen und professionellen Atmosphäre bei.


Pressemappe und Anwesenheitsliste

Vor Beginn der Pressekonferenz erhält jeder Teilnehmer eine Pressemappe. Diese enthält:

  • einen Pressetext zum Konferenzthema,

  • ein Datenblatt zum Veranstalter oder zur Veranstaltung,

  • Hintergrundinformationen und Statements der Podiumsgäste.

Die Ausgabe der Pressemappe wird sinnvollerweise mit einer Anwesenheitsliste verbunden. Medienvertreter tragen dort ein:

  • ihren Namen,

  • das Medium,

  • ggf. das Ressort.

Für den Veranstalter ist diese Liste wichtig, weil:

  • die Resonanz der Pressekonferenz sofort ersichtlich wird,

  • gezielt geprüft werden kann, in welchen Medien Berichte erscheinen sollten,

  • nicht anwesende Journalisten nachträglich mit Unterlagen versorgt werden können.

Einladung zur Pressekonferenz

Die Einladung sollte kurz, präzise und ansprechend sein. Sie orientiert sich an den fünf W-Fragen:

  • Was passiert?

  • Wann und wo?

  • Worum geht es?

  • Wer ist beteiligt?

Das Antwortverfahren sollte für Journalisten möglichst einfach sein:

  • idealerweise nur Ankreuzen („Teilnahme ja/nein“),

  • Rücksendung per E-Mail oder Fax.

Bleiben Rückmeldungen aus, ist ein freundliches Nachfassen per Telefon sinnvoll. Dabei kann:

  • zusätzliches Interesse geweckt werden,

  • Feedback eingeholt werden, warum kein Interesse besteht,

  • der Presseverteiler aktualisiert werden.

Ablauf der Pressekonferenz

Eine Pressekonferenz beginnt immer pünktlich. Auf verspätete Gäste wird nicht gewartet, und Inhalte werden nicht wiederholt.

Rolle des Moderators

Der Moderator ist unverzichtbar und übernimmt zentrale Aufgaben:

  • Begrüßung der Gäste,

  • Vorstellung des Themas und der Podiumsgäste,

  • Erläuterung des Ablaufs,

  • ggf. Einbindung von Filmen oder Präsentationen,

  • Leitung der Redebeiträge und der Fragerunde.

Podiumsrunde

  • Jeder Podiumsgast stellt seinen Standpunkt dar,

  • Redezeit: 5–10 Minuten pro Person,

  • der Moderator achtet strikt auf die Einhaltung der Zeit,

  • bei Bedarf greift der Moderator ein und übergibt das Wort weiter.

Fragerunde

In der Fragerunde können Journalisten gezielt Fragen stellen. Zur Vorbereitung empfiehlt sich:

  • ein Q&A-Katalog (Question-and-Answer),

  • Durchspielen möglicher kritischer Fragen im Vorfeld,

  • Bereitstellung von Zahlen, Daten und statistischem Material.

Kann eine Frage nicht sofort beantwortet werden:

  • wird sie notiert,

  • und eine zeitnahe Nachlieferung der Information zugesichert.

Wenn keine weiteren Fragen gestellt werden, gilt die Pressekonferenz als beendet.

Abschluss

Nach der Fragerunde folgen meist:

  • ein Fototermin,

  • ein Imbiss,

  • oder informelle Einzelgespräche.

Diese Phase ist besonders wichtig für den Beziehungsaufbau zwischen PR und Journalisten.

Merksätze für Prüfungen

  • Pressekonferenzen sind aufwendig und nur für wichtige Themen geeignet

  • Planung richtet sich am Journalistenalltag aus

  • Moderator ist zentral für Struktur und Zeitmanagement

  • Pressemappe und Anwesenheitsliste sind Pflichtbestandteile

  • Gute Vorbereitung reduziert kritische Situationen

Wenn du willst, machen wir als Nächstes:

  • ➡️ Vergleich Pressekonferenz vs. Pressegespräch

  • ➡️ Krisen-PR und Rolle der PK

  • ➡️ Typische Fehler bei Pressekonferenzen (Prüfungsfallen)


Pressegespräch / Kamingespräch

Das Pressegespräch (oft auch Kamingespräch genannt) ist eine informellere Variante der Pressekonferenz. Es richtet sich an einen kleineren Kreis ausgewählter Journalisten und verfolgt weniger das Ziel der öffentlichen Inszenierung, sondern vielmehr den vertrauensvollen Austausch von Hintergrundinformationen.

Im Gegensatz zur formalen Pressekonferenz:

  • gibt es keinen strengen Ablaufplan,

  • sitzen die Beteiligten häufig gemeinsam an einem Tisch,

  • herrscht eine lockere, dialogorientierte Atmosphäre (oft beschrieben als „Kaffeehausatmosphäre“).

Pressegespräche finden teilweise regelmäßig im gleichen Teilnehmerkreis statt und dienen vor allem dazu,

  • komplexe Sachverhalte zu erläutern,

  • politische, wirtschaftliche oder strategische Hintergründe einzuordnen,

  • Journalisten langfristig zu informieren und Beziehungen zu pflegen.

Hintergrundinformation und Zitierregeln

Ein zentrales Merkmal von Presse- bzw. Kamingesprächen ist der eingeschränkte Zitierrahmen. Häufig gelten dabei spezielle journalistische Codes:

  • „unter 1“ → Inhalte dürfen gar nicht veröffentlicht werden

  • „unter 2“ → Inhalte dürfen sinngemäß, aber ohne Quellenangabe verwendet werden

  • „unter 3“ → Inhalte dürfen indirekt und ohne namentliche Nennung der Quelle zitiert werden

Typische Formulierungen in den Medien lauten dann etwa:

„Wie aus gut informierten Kreisen verlautete …“

Diese Regeln schaffen Vertrauen zwischen PR und Journalisten, setzen aber voraus, dass sich beide Seiten strikt an die Vereinbarungen halten.

Pressemappe

Die Pressemappe ist kein eigenständiges PR-Instrument, sondern ein Bündel aus verschiedenen Informationsmitteln, das Journalisten einen schnellen, strukturierten Überblick über einen bestimmten Anlass oder eine Organisation geben soll.

Presse­mappen werden in der Regel anlassbezogen eingesetzt, zum Beispiel:

  • bei Pressekonferenzen,

  • bei Presse- oder Hintergrundgesprächen,

  • bei Messen,

  • bei Redaktionsbesuchen.

Ziel ist es, dem Journalisten alle relevanten Informationen kompakt und übersichtlich zur Verfügung zu stellen, um:

  • Recherche zu erleichtern,

  • Fehlinterpretationen zu vermeiden,

  • redaktionelle Berichterstattung zu fördern.

Grundregeln für Presse­mappen

Eine gute Pressemappe zeichnet sich dadurch aus, dass sie:

  • sachlich und aktuell ist,

  • keine Werbung enthält,

  • keine themenfremden Unterlagen beilegt,

  • keine veralteten Broschüren oder Prospekte enthält.

Journalisten interessieren sich primär für Fakten, Hintergründe und Einordnung, nicht für werbliche Selbstdarstellung.

Gestaltung und Aufbau

Auf den ersten Blick sollte klar erkennbar sein:

  • wer der Absender ist,

  • worum es in der Pressemappe geht.

Deshalb gehören auf den Umschlag:

  • Name der Organisation,

  • vollständige Kontaktdaten (Adresse, Telefon, E-Mail),

  • ggf. Logo oder Gestaltung im Corporate Design.

Wenn es die finanziellen Möglichkeiten erlauben, stärkt ein einheitliches Corporate Design:

  • den Wiedererkennungswert,

  • die Professionalität der Außendarstellung.

Basispressemappe

Um nicht für jede Anfrage eine neue Mappe erstellen zu müssen, empfiehlt sich eine Basispressemappe. Diese enthält:

  • grundlegende Informationen zum Unternehmen oder zur Organisation,

  • dauerhaft relevante Fakten und Daten.

Bei konkreten Anlässen wird diese Basismappe dann:

  • um aktuelle Pressemitteilungen,

  • und anlassbezogene Materialien ergänzt.

So bleibt der Aufwand überschaubar, während Journalisten dennoch stets aktuelle Informationen erhalten.



Merksätze für Prüfungen 📌

  • Pressegespräche sind informell, dialogisch und vertrauensbasiert

  • Zitierregeln („unter 1–3“) sind zentral

  • Presse­mappen bündeln Informationen, sie werben nicht

  • Aktualität und Anlassbezug sind entscheidend

  • Basispresse­mappen sparen Zeit und sichern Qualität


Interview

  • Interviews leben von zwei zentralen Faktoren: der Aktualität des Themas und der Position bzw. Stellung des Interviewten.

  • Fehlt einer dieser beiden Aspekte, ist ein Interview für Medien meist nicht verwertbar, selbst wenn es inhaltlich gut geführt ist.

Interviews zählen – ähnlich wie Kommentare – zu den meinungsbetonten Darstellungsformen.

  • Das bedeutet, dass nicht nur Fakten, sondern auch Einschätzungen, Bewertungen und Positionen des Interviewten im Vordergrund stehen.

Entscheidend ist dabei die Passung von Thema und Person:

  • Ein Interview mit einer fachlich nicht legitimierten Person ist wenig glaubwürdig.

  • Umgekehrt reicht eine prominente Person allein nicht aus, wenn das Thema nicht mehr aktuell ist.

Formen des Interviews

Man unterscheidet zwei grundlegende Interviewarten:

1. Klassisches Interview

  • Ein Journalist führt das Gespräch mit einem Interviewpartner.

  • Ziel ist eine redaktionelle Veröffentlichung.

  • Das Interview folgt journalistischen Kriterien (Aktualität, Relevanz, Öffentlichkeit).

2. PR-Interview

  • Ein PR-Verantwortlicher formuliert sowohl die Fragen als auch die Antworten.

  • Es dient primär der kontrollierten Außendarstellung einer Organisation.

  • Diese Interviewform ist deutlich stärker gesteuert als das klassische Interview.

Vorbereitung auf ein klassisches Interview

Beim klassischen Interview ist es üblich und legitim, sich die Fragen im Vorfeld zusenden zu lassen. Der große Vorteil für den Interviewten besteht darin, sich gezielt vorbereiten zu können.

Zur Vorbereitung gehören insbesondere:

  • das Bereitlegen von Fakten, Zahlen und Daten,

  • das Durchdenken kritischer oder heikler Fragen,

  • das Training von Gelassenheit bei Reizthemen.

Zentrale Vorbereitungsfragen

Fragen zum Gegenüber (Journalist / Medium)

  • Was ist das Interesse des Journalisten?

  • Welche Position vertritt das Medium?

Fragen an sich selbst

  • Was kann und darf ich sagen?

  • Wo endet meine Kompetenz?

  • Wo möchte ich überzeugen oder Akzente setzen?

Fragen zum Inhalt

  • Welche Fragen sind zu erwarten?

  • Welche Probleme oder Defizite bestehen tatsächlich?

  • Wo liegen die Stärken?

  • Welche Daten und Fakten müssen präsent sein?

Interviews ohne vorbereitete Fragen

Ist es aus Aktualitätsgründen – etwa bei der Tagespresse – nicht möglich, sich die Fragen zusenden zu lassen, sollte zumindest der Rahmen des Interviews im Vorfeld geklärt werden.

Wichtige Klärungspunkte sind:

  • Welches Medium?

  • Welche Zielgruppe?

  • Wie viel Zeit steht zur Verfügung?

  • Welcher Zweck wird verfolgt?

Organisatorische und kommunikative Aspekte

Auch die Rahmenbedingungen des Interviews sind wichtig:

  • Wer nimmt am Gespräch teil?

  • Gibt es einen Fotografen?

  • Ist ein Pressesprecher anwesend?

Diese Aspekte beeinflussen die Gesprächssituation erheblich:

  • Ein Fotograf kann den Interviewten irritieren.

  • Die Anwesenheit eines Pressesprechers kann unfaire Fragen verhindern, wirkt aber zugleich kontrollierend.

Korrekturabzug

Am Ende sollte möglichst ein Korrekturabzug vereinbart werden:

  • Rechtlich besteht kein Anspruch darauf.

  • In der Praxis hat sich diese Vorgehensweise jedoch aus Fairnessgründen etabliert.

  • Ziel ist es, Hör-, Übertragungs- oder Sinnfehler zu vermeiden.

Merksätze für die Klausur 📌

  • Interviews sind meinungsbetonte Darstellungsformen

  • Aktualität + geeignete Person sind entscheidend

  • Vorbereitung ist zentral für den Interviewerfolg

  • Klassisches Interview ≠ PR-Interview

  • Korrekturabzug: kein Recht, aber gängige Praxis


5.5 PR-Arbeit auf Online-Plattformen

  • Unternehmen können digitale Werkzeuge und Online-Plattformen nutzen, um mit ihren Bezugsgruppen (Stakeholdern) in Kontakt zu kommen, den Kontakt aufrechtzuerhalten und weiter auszubauen.

Dafür haben sich bestimmte Tools und Methoden etabliert:


1. Presseportale und Newsrooms

Unternehmen können eigene Presseportale oder Newsrooms erstellen. Dort stellen sie Pressemitteilungen, Unternehmensnachrichten, Pressematerialien und Kontaktdaten für Medien zur Verfügung. Für Journalisten ist das eine zentrale Stelle, um schnell aktuelle und verlässliche Informationen zu finden.


2. Pressemitteilungsverteiler

Es gibt spezielle Dienste wie PR Newswire, Business Wire und PRWeb. Diese helfen Unternehmen dabei, ihre Pressemitteilungen gleichzeitig an viele Journalisten und Medienvertreter zu verschicken.


3. Medienüberwachung und PR-Tools

Mit Tools wie Cision, Meltwater und Mention können Unternehmen:

  • beobachten, wie oft und wo sie in den Medien erwähnt werden,

  • ihre PR-Erfolge messen,

  • Trends in der Berichterstattung analysieren.


4. Medienkontakte-Management-Tools

Plattformen wie Muck Rack und Prowly helfen Unternehmen dabei,

  • Journalisten zu finden,

  • Medienkontakte zu verwalten,

  • bestehende Medienbeziehungen nachzuverfolgen.


5. E-Mail- und Newsletter-Marketing

Mit E-Mail-Marketing-Plattformen wie MailChimp und Constant Contact können Unternehmen:

  • Newsletter erstellen,

  • Pressemitteilungen gezielt per E-Mail an Medienkontakte versenden.


6. Online-Pressekonferenzen und Webinare

Digitale Plattformen wie Zoom oder WebEx ermöglichen es Unternehmen,

  • Online-Pressekonferenzen abzuhalten,

  • Webinare durchzuführen,

  • Informationen vorzustellen und Fragen von Journalisten direkt zu beantworten.


7. Social Media

Unternehmen können soziale Netzwerke wie Twitter, LinkedIn und Facebook nutzen, um:

  • Nachrichten zu verbreiten,

  • mit Journalisten in Kontakt zu treten,

  • Medienberichterstattung zu unterstützen und anzuregen.


8. Medienbeziehungsmanagement-Software (MRM)

MRM-Tools wie Salesforce und HubSpot helfen dabei,

  • Medienbeziehungen systematisch zu verwalten,

  • Interaktionen mit Journalisten zu dokumentieren und nachzuverfolgen.

9. Medienportal-Lösungen

Einige Unternehmen nutzen spezielle Medienportal-Lösungen. Diese dienen dazu,

  • Inhalte und Medienkontakte zentral zu verwalten,

  • Journalisten einen einfachen und benutzerfreundlichen Zugang zu Informationen zu bieten.

10. Krisenkommunikations-Tools

In Krisensituationen können Tools wie Everbridge und OnSolve eingesetzt werden. Sie unterstützen die Notfall- und Krisenkommunikation, um Medien und Öffentlichkeit schnell zu informieren.


Zusammenfassender Hinweis

Welche Tools eingesetzt werden, hängt von:

  • den Zielen des Unternehmens,

  • den konkreten Anforderungen,

  • der Art der Medienbeziehungen ab.

Eine erfolgreiche Kommunikation mit den Medien erfordert immer eine strategische Vorgehensweise und den gezielten Einsatz passender Ressourcen, um:

  • Informationen zu verbreiten,

  • Journalisten zu erreichen,

  • langfristig positive Medienbeziehungen aufzubauen.


5.5.1 Grundsätze nach dem AIDA-Modell

  • Die Nutzung digitaler Tools in der Wirtschaftskommunikation ist für Unternehmen sehr wichtig, um in einer immer stärker vernetzten und digitalen Welt erfolgreich zu bleiben.

  • Digitale Werkzeuge im Customer Relationship Management (CRM) können dabei grundsätzlich nach denselben Prinzipien eingesetzt werden wie im klassischen (analogen) AIDA-Modell.

  • Online-PR funktioniert auch nach dem AIDA-Modell

Das AIDA-Modell besteht aus vier aufeinanderfolgenden Phasen:


A – Attention (Aufmerksamkeit)

Kunden werden heute mit sehr vielen digitalen Informationen konfrontiert. Deshalb ist es besonders wichtig, ihre Aufmerksamkeit zu gewinnen. Digitale Tools helfen dabei, indem sie relevante und ansprechende Inhalte bereitstellen. Dazu gehören:

  • personalisierte E-Mail-Marketing-Kampagnen,

  • Social-Media-Analysen,

  • Kundenbewertungen.

Diese Instrumente sorgen dafür, dass potenzielle Kunden auf das Unternehmen aufmerksam werden.


I – Interest (Interesse)

Nachdem die Aufmerksamkeit geweckt wurde, soll das Interesse der Kunden gesteigert werden. Digitale Tools ermöglichen es Unternehmen, gezielte und individuell angepasste Inhalte sowie Angebote anzubieten. Durch den Einsatz von CRM-Systemen können Unternehmen:

  • das Verhalten ihrer Kunden beobachten,

  • Vorlieben und Präferenzen erkennen,

  • personalisierte Empfehlungen erstellen.

Dadurch steigt das Interesse der Kunden an den Produkten oder Dienstleistungen des Unternehmens.


D – Desire (Wunsch)

In dieser Phase soll aus Interesse ein konkreter Wunsch entstehen. Digitale Tools unterstützen dies durch eine gezielte Kommunikation, bei der der Nutzen und die Vorteile der Produkte oder Dienstleistungen deutlich hervorgehoben werden. CRM-Tools helfen Unternehmen dabei:

  • den Bedarf der Kunden vorherzusehen,

  • gezielte Angebote zu entwickeln,

  • Kundenwünsche besser zu erfüllen.

So wird der Wunsch nach dem Angebot des Unternehmens verstärkt.


A – Action (Handlung)

Das Hauptziel der digitalen Wirtschaftskommunikation ist es, Kunden zu einer Handlung zu bewegen, zum Beispiel zu einem Kauf. CRM-Systeme unterstützen Unternehmen dabei:

  • die Kundenakquise zu automatisieren,

  • die Kundenbindung zu verbessern,

  • Verkaufsprozesse effizienter zu gestalten.

Dies führt zu einem optimierten Verkaufsprozess und zu höheren Conversion-Raten.


Nutzervorteile im CRM

Die Vorteile des CRM sind vielfältig und betreffen sowohl Kunden als auch Unternehmen:

Für Kunden:

  • personalisierte Erlebnisse,

  • schnellerer Support,

  • individuell zugeschnittene Angebote.

Für Unternehmen:

  • höhere Effizienz,

  • besseres Verständnis der Kunden,

  • Aufbau langfristiger und profitabler Kundenbeziehungen.

Gesamtbewertung

Digitale Tools in der Wirtschaftskommunikation – besonders im CRM – ermöglichen eine gezielte und stark kundenorientierte Interaktion. Dadurch werden:

  • die Kundenbindung gestärkt,

  • langfristiger geschäftlicher Erfolg gefördert.

Unternehmen, die diese digitalen Tools sinnvoll einsetzen, können nicht nur neue Kunden gewinnen, sondern sie auch langfristig binden und ihre Loyalität aufbauen. Dies ist besonders wichtig in einer zunehmend wettbewerbsintensiven Geschäftsumgebung.

5.5.2 Community-Plattformen

  • Unternehmen nutzen Community-Plattformen, um mit Kunden und Interessenten in direkten Austausch zu treten.

  • Solche Plattformen ermöglichen es, Diskussionen zu fördern, Unterstützung anzubieten, Feedback zu sammeln, Wissen zu teilen und eine aktive Nutzergemeinschaft aufzubauen.


    Community-Plattformen dienen damit nicht nur der Kundenbetreuung, sondern auch:

  • der Stärkung der Markenbindung,

  • dem Wissensaustausch zwischen Nutzern,

  • dem Aufbau einer engagierten Community.

Häufig eingesetzte Plattformlösungen sind zum Beispiel Lithium und Vanilla.


Beispiele für unternehmensbezogene Community-Plattformen

Die folgenden Beispiele zeigen, wie verschiedene Unternehmen Community-Plattformen einsetzen.


1. Adobe Community

Adobe betreibt eine eigene Community-Plattform. Dort können Kunden:

  • Fragen zu Adobe-Produkten stellen,

  • Ratschläge erhalten,

  • Probleme lösen,

  • Ideen und Erfahrungen austauschen.

Für Adobe ermöglicht dies sowohl den Aufbau einer engagierten Nutzergemeinschaft als auch die Bereitstellung von Kundensupport.


2. Salesforce Success Community

Salesforce bietet die sogenannte Success Community an. In dieser Plattform arbeiten Kunden und Partner zusammen, um:

  • Best Practices zu teilen,

  • Lösungen für Salesforce-Produkte zu diskutieren.

Der Fokus liegt auf Wissensaustausch und gegenseitiger Unterstützung.


3. Dell TechCenter

Dell betreibt das Dell TechCenter. Diese Community richtet sich vor allem an IT-Experten, die dort:

  • Informationen über Dell-Produkte und -Technologien austauschen,

  • technische Probleme lösen,

  • sich untereinander vernetzen.


4. Spotify Community

Spotify bietet eine Community-Plattform für Musikliebhaber. Nutzer können dort:

  • Playlists erstellen,

  • Musiktipps geben,

  • über ihre Lieblingssongs diskutieren.

Die Plattform fördert den Austausch zwischen Nutzern und die Einbindung der Community.


5. Nestlé Baby Talk

Nestlé hat die Community-Plattform Baby Talk geschaffen. Diese richtet sich an Eltern, die sich über:

  • Babypflege,

  • Babyernährung austauschen können.

Ziel ist es, das Markenengagement zu erhöhen und hilfreiche Informationen bereitzustellen.


6. Cisco Community

Cisco betreibt eine Community-Plattform für IT-Experten und Kunden. Dort können Nutzer:

  • technische Fragen stellen,

  • Lösungen für Cisco-Produkte finden.


7. Khoros Community

Khoros, das Mutterunternehmen von Lithium, bietet Community-Plattformen an. Diese helfen Unternehmen dabei:

  • die Interaktion mit Kunden und Nutzern zu steuern,

  • Kundenfeedback zu sammeln,

  • soziale Medien zu überwachen.


8. Vonage Business Community

Vonage betreibt eine Community-Plattform für Geschäftskunden. Dort finden Nutzer:

  • Informationen zu Kommunikationslösungen,

  • hilfreiche Ressourcen,

  • Möglichkeiten zum Austausch und zur Vernetzung untereinander.


9. Mozilla Support Community

Mozilla betreibt eine Support-Community für Firefox-Nutzer. In dieser Plattform können Nutzer:

  • technische Unterstützung erhalten,

  • Fehler melden,

  • aktiv zur Weiterentwicklung des Browsers beitragen.


Zusammenfassung

Community-Plattformen ermöglichen Unternehmen:

  • direkten Dialog mit Kunden,

  • effizienten Support,

  • aktiven Wissensaustausch,

  • stärkere Kunden- und Markenbindung.

Gleichzeitig profitieren Nutzer davon, indem sie Hilfe erhalten, Erfahrungen teilen und aktiv an der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen mitwirken können.

Vanilla


Vanilla kann in vielen verschiedenen Branchen und für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden.

Unternehmen nutzen Vanilla häufig, um:

  • Kundensupport-Communitys,

  • Diskussionsforen zu Produkten oder Dienstleistungen,

  • Plattformen für Wissensaustausch aufzubauen.


  • Die Plattform stellt verschiedene Werkzeuge zur Interaktion und Zusammenarbeit bereit.

  • Dadurch können Unternehmen eine aktive und engagierte Nutzergemeinschaft aufbauen und gleichzeitig die Kundenbindung stärken.


Wichtige Merkmale und Funktionen von Vanilla


1. Anpassbare Community

Vanilla ermöglicht es Unternehmen und Organisationen, eigene Online-Communitys zu erstellen, die genau auf ihre Bedürfnisse und ihre Marke zugeschnitten sind. Dazu bietet die Plattform verschiedene Anpassungsmöglichkeiten, unter anderem:

  • Anpassung des Erscheinungsbildes,

  • Anpassung des Layouts der Community-Seite.


2. Diskussionen und Beiträge

Nutzer können in der Vanilla-Community:

  • eigene Beiträge erstellen,

  • an Diskussionen teilnehmen.

Dies fördert den Austausch von Wissen und die Interaktion zwischen den Community-Mitgliedern.


3. Kategorien und Themen

Beiträge lassen sich in unterschiedliche Kategorien und Themen einordnen. Das hilft dabei:

  • Inhalte übersichtlich zu strukturieren,

  • relevante Informationen schneller zu finden.


4. Gamification

Vanilla bietet Gamification-Funktionen. Community-Mitglieder können für ihre Aktivitäten und Beiträge belohnt werden. Diese Belohnungen steigern:

  • die Beteiligung,

  • das Engagement innerhalb der Community.


5. Suchfunktion

Die Plattform verfügt über eine leistungsstarke Suchfunktion. Damit können Nutzer gezielt nach:

  • bestimmten Informationen,

  • einzelnen Diskussionen suchen.


6. Benutzerprofile

Jeder Nutzer besitzt ein eigenes Profil. Dort können:

  • persönliche Informationen angezeigt werden,

  • eigene und fremde Beiträge verfolgt werden.


7. Integration

Vanilla lässt sich in andere Tools und Plattformen integrieren. Dazu gehören unter anderem:

  • E-Mail-Marketing-Systeme,

  • Customer-Relationship-Management-Systeme (CRM),

  • Analyse-Tools.


8. Moderation und Verwaltung

Administratoren haben umfangreiche Verwaltungsfunktionen. Sie können:

  • die Community moderieren,

  • Beiträge überwachen,

  • Benutzer verwalten,

  • Regeln und Richtlinien durchsetzen.


9. Mobilfreundlichkeit

Die Plattform ist mobiloptimiert. Dadurch können Nutzer:

  • von unterschiedlichen Geräten aus,

  • jederzeit auf die Community zugreifen und aktiv teilnehmen.


10. Analytics und Berichterstattung

Vanilla bietet Analyse- und Reporting-Funktionen.

Diese liefern Einblicke in:

  • die Aktivitäten innerhalb der Community,

  • die Leistung der Community insgesamt.

Administratoren können so den Erfolg der Community sowie das Engagement der Nutzer messen.


Zusammenfassung

Vanilla ist eine vielseitige Community-Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, strukturierte und interaktive Online-Communitys aufzubauen. Durch Anpassbarkeit, Interaktionsmöglichkeiten, Integration in andere Systeme und Analysefunktionen trägt die Plattform maßgeblich dazu bei, Nutzer aktiv einzubinden und langfristige Kundenbeziehungen zu fördern.


Lithium

Lithium wird in unterschiedlichen Branchen und für verschiedene Zwecke eingesetzt. Die Plattform dient dazu:

  • die Kundenbindung zu stärken,

  • die Interaktion zwischen Community-Mitgliedern zu fördern,

  • Wissen auszutauschen,

  • Kunden besser zu verstehen.


  • Unternehmen nutzen Lithium, um ihre Online-Präsenz auszubauen, die Zufriedenheit der Kunden zu erhöhen und das Engagement ihrer Zielgruppen zu steigern.


Wichtige Merkmale und Funktionen von Lithium


1. Community-Erstellung

Lithium ermöglicht es Unternehmen, eigene individuelle Online-Communitys aufzubauen. Diese Communitys können:

  • an spezifische Anforderungen angepasst werden,

  • den jeweiligen Markenrichtlinien entsprechen.

Unternehmen haben die Möglichkeit, Erscheinungsbild, Layout und Funktionen der Community-Seite individuell zu gestalten.


2. Diskussionsforen und Beiträge

Mitglieder können:

  • Diskussionen starten,

  • Beiträge erstellen,

  • aktiv an Gesprächen teilnehmen.

Unternehmen nutzen diese Funktion, um Kunden, Nutzern oder Mitgliedern eine Plattform für:

  • Wissensaustausch,

  • Kundensupport,

  • Interaktion bereitzustellen.

3. Gamification

Lithium bietet Gamification-Funktionen, bei denen Nutzer für ihre Aktivitäten in der Community belohnt werden. Diese Belohnungssysteme tragen dazu bei:

  • das Engagement,

  • die Beteiligung der Mitglieder zu erhöhen.


4. Moderation und Inhaltskontrolle

Die Plattform stellt Moderationswerkzeuge zur Verfügung, mit denen sichergestellt wird, dass Community-Richtlinien eingehalten werden. Administratoren können:

  • Beiträge überwachen,

  • Inhalte verwalten,

  • Ordnung innerhalb der Community sicherstellen.


5. Benutzerprofile

Jedes Community-Mitglied verfügt über ein persönliches Profil. Dort können:

  • persönliche Informationen angezeigt werden,

  • eigene und fremde Beiträge verfolgt werden.

Dies erleichtert die Vernetzung der Mitglieder untereinander.


6. Suche und Navigation

Lithium bietet:

  • eine leistungsstarke Suchfunktion,

  • eine benutzerfreundliche Navigation.

Dadurch können Nutzer relevante Informationen und Diskussionen schnell und einfach finden.


7. Integrationen

Die Plattform lässt sich in andere Tools und Systeme integrieren, darunter:

  • CRM-Systeme (Customer Relationship Management),

  • Marketing-Automatisierungs-Tools,

  • Analyse-Tools.

Diese Integrationen ermöglichen eine bessere Verknüpfung der Community mit anderen Unternehmensprozessen.


8. Mobile Optimierung

Die Community-Seiten von Lithium sind für mobile Geräte optimiert. So können Mitglieder:

  • von verschiedenen Endgeräten aus,

  • einfach und flexibel auf die Community zugreifen.


9. Analytik und Berichterstattung

Lithium stellt detaillierte Analyse- und Reporting-Funktionen bereit. Diese liefern Einblicke in:

  • Community-Aktivitäten,

  • die Leistung der Community,

  • das Verhalten der Nutzer.

Administratoren können damit den Erfolg der Community gezielt überwachen und auswerten.


10. Kundenbetreuung und Support

Unternehmen setzen Lithium häufig für Kundenbetreuungs- und Support-Communitys ein. Dort können sie:

  • Fragen beantworten,

  • Probleme lösen,

  • Kundenfeedback sammeln.

Zusammenfassung

  • Lithium ist eine leistungsfähige Community-Plattform, die Unternehmen dabei unterstützt, strukturierte und interaktive Online-Communitys aufzubauen.

  • Durch Funktionen wie Individualisierung, Gamification, Moderation, Integration und Analyse hilft Lithium dabei, Kunden besser einzubinden, Support effizient zu gestalten und langfristige Kundenbeziehungen zu fördern.


5.5.3 Apps

Die Auswahl der passenden Apps richtet sich immer nach den konkreten Bedürfnissen und Zielen eines Unternehmens. Werden Apps gezielt in die Unternehmenskommunikation eingebunden, können sie:

  • die Effizienz erhöhen,

  • die Zusammenarbeit verbessern und

  • die Transparenz steigern.


  • Apps unterstützen die interne Kommunikation (z. B. BUBBLE bei PAYBACK) ebenso wie die externe Kommunikation.

  • Sie helfen dabei, Mitarbeitende miteinander zu vernetzen und den Informationsfluss strukturierter und schneller zu gestalten.

  • Dabei ist es besonders wichtig, dass alle eingesetzten Apps datenschutzkonform sind und den Sicherheitsanforderungen des Unternehmens entsprechen.

Apps können in der Unternehmenskommunikation auf folgende Weise eingesetzt werden:

  1. Instant-Messaging- und Chat-Apps Apps wie Slack, Microsoft Teams und WhatsApp for Business ermöglichen eine direkte Kommunikation in Echtzeit. Dadurch wird der Informationsaustausch beschleunigt und die Zusammenarbeit im Unternehmen gefördert.

  2. E-Mail-Apps Anwendungen wie Microsoft Outlook und Gmail sind weiterhin zentrale Werkzeuge der Geschäftskommunikation, vor allem für formelle Nachrichten und den Austausch von Dokumenten.

  3. Kollaborative Apps Tools wie Microsoft SharePoint, Google Workspace und Dropbox ermöglichen die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten und unterstützen die Zusammenarbeit in Projekten.

  4. Webkonferenz-Apps Plattformen wie Zoom, Webex und Microsoft Teams werden für virtuelle Meetings, Schulungen und Konferenzen genutzt.

  5. Intranet-Apps: Intranet-Apps dienen dazu, interne Informationen und Ressourcen bereitzustellen. Außerdem können dort Mitarbeiterprofile angezeigt und Unternehmensnachrichten veröffentlicht werden.

  6. Projektmanagement-Apps Apps wie Asana, Trello und Jira helfen bei der Aufgabenorganisation, der Überwachung von Projektfortschritten und der Zuweisung von Verantwortlichkeiten.

  7. Kundendienst-Apps Tools wie Zendesk und Freshdesk unterstützen Unternehmen dabei, Kundenanfragen zu verwalten und den Kundenservice zu verbessern.

  8. Schulungs- und E-Learning-Apps Angebote wie Udemy for Business und Coursera for Business bieten Weiterbildungs- und Lernmöglichkeiten, mit denen Mitarbeitende ihre Fähigkeiten und Kenntnisse erweitern können.

  9. Mitarbeiter-Feedback-Apps Tools wie SurveyMonkey und Qualtrics ermöglichen es, Feedback von Mitarbeitenden zu sammeln und auf Verbesserungsvorschläge einzugehen.

  10. Notifikations-Apps: Unternehmen können Notifikations-Apps verwenden, um Mitarbeiter über wichtige Ankündigungen und Notfälle zu informieren.


Obi-App

  • Obi ist ein Unternehmen, das sich auf Heimwerker- und Baumarktprodukte spezialisiert hat. Dafür gibt es eine Obi-App, die entwickelt wurde, um Kundinnen und Kunden den Zugriff auf Informationen und verschiedene Funktionenzu erleichtern.

Die genauen Funktionen und das Design der App können sich im Laufe der Zeit ändern, da es regelmäßig Updates oder Anpassungen geben kann. Grundsätzlich bietet eine typische Obi-App jedoch folgende Funktionen:

  1. Produktsuche und Produktinformationen Nutzer können Produkte suchen und sich wichtige Informationen anzeigen lassen, zum Beispiel Preis, Verfügbarkeit, Bewertungen und Produktbeschreibungen.

  2. Einkauf und Bestellung Über die App können Produkte direkt gekauft und Bestellungen aufgegeben werden. Das erleichtert den Einkauf von Baumarkt- und Heimwerkerartikeln.

  3. Filialsuche Die App ermöglicht es, Obi-Filialen in der Nähe zu finden. Zusätzlich werden Standortinformationen, Öffnungszeiten und Wegbeschreibungen angezeigt.

  4. Kundenbewertungen und Rezensionen Kundenbewertungen zu Produkten können eingesehen werden, um Kaufentscheidungen besser treffen zu können.

  5. Kontakt und Kundenbetreuung Über die App kann der Kundendienst kontaktiert werden. Nutzer können Fragen stellen und Unterstützung erhalten.

  6. Angebote und Werbeaktionen Die App informiert über aktuelle Angebote, Rabatte und Werbeaktionen, die in den Obi-Filialen verfügbar sind.

  7. Einkaufslisten Kundinnen und Kunden können Einkaufslisten erstellen und verwalten, um Produkte für Heimwerkerprojektebesser zu organisieren.

  8. Kundenkonto Nutzer können ein persönliches Kundenkonto anlegen und verwalten. Damit lassen sich der Einkaufsverlauf nachverfolgen und individuelle Einstellungen speichern.

  9. Barcode-Scanner Einige Versionen der App bieten einen Barcode-Scanner, mit dem Produktinformationen direkt durch das Scannen von Barcodes auf den Produkten abgerufen werden können.


Twitter (X)

  • X (früher Twitter) kann von Unternehmen als wichtiger Kommunikationskanal genutzt werden, da die Plattform sehr einflussreich ist und den direkten Kontakt zu Kunden, Interessenten und der Öffentlichkeit ermöglicht.

  • Für eine erfolgreiche Nutzung ist es notwendig, dass Unternehmen eine klare Strategie verfolgen, Inhalte regelmäßig aktualisieren, aktiv mit Nutzern interagieren und angemessen auf Kundenanfragen reagieren.

  • Außerdem sollten Unternehmen die Social-Media-Richtlinien und bewährten Kommunikationspraktiken auf Twitter beachten.

Im Folgenden werden die wichtigsten Gründe genannt, warum Unternehmen Twitter (X) als Kommunikationskanal einsetzen sollten:

  1. Reichweite und Sichtbarkeit: X verfügt über eine große und vielfältige Nutzerbasis, darunter Influencer, Journalisten und Meinungsführer. Durch das Teilen von Inhalten können Unternehmen ihre Reichweite erhöhen und eine breite Zielgruppe ansprechen.

  2. Echtzeitkommunikation: Unternehmen können sofort auf aktuelle Ereignisse, Trends und Kundenanfragen reagieren. Das ist besonders wichtig, um zeitnah auf Feedback oder Beschwerden einzugehen.

  3. Kundeninteraktion: Über X ist eine direkte Kommunikation mit Kunden möglich. Unternehmen können Fragen beantworten, Probleme lösen und Feedback sammeln, was die Kundenbindung stärkt und zeigt, dass Kundenanliegen ernst genommen werden.

  4. Markenbewusstsein: Durch das Teilen von Inhalten, das Kommentieren von Branchentrends und das Verbreiten von Unternehmensbotschaften kann die Markenpräsenz gesteigert und das Markenbewusstsein erhöht werden.

  5. Krisenkommunikation: X ist besonders wichtig für die Kommunikation in Krisensituationen. Unternehmen können schnelle Updates und Informationen veröffentlichen, um Missverständnisse zu vermeiden und das Vertrauen der Öffentlichkeitzu erhalten.

  6. Influencer-Marketing: Unternehmen können Influencer aus ihrer Branche identifizieren und mit ihnen zusammenarbeiten, um Produkte oder Dienstleistungen einer größeren Zielgruppe vorzustellen.

  7. Marktforschung: X kann genutzt werden, um Kundenmeinungen, Trends und Informationen über Wettbewerber zu sammeln. Aus Tweets und Gesprächen lassen sich wertvolle Erkenntnisse (Insights) gewinnen.

  8. Aktualisierungen und Ankündigungen Unternehmen können die Plattform nutzen, um Neuigkeiten, Ankündigungen, Produktvorstellungen und Veranstaltungen zu teilen und ihre Zielgruppe auf dem Laufenden zu halten.

  9. Unternehmenskultur und Mitarbeiterbeteiligung: Durch Tweets über Teamaktivitäten, Firmenveranstaltungen oder Mitarbeitergeschichten können Unternehmen Einblicke in ihre Unternehmenskultur geben und die Mitarbeiterbeteiligung sichtbar machen.

  10. Suchmaschinenoptimierung (SEO): Tweets können in Suchmaschinenergebnissen erscheinen, wodurch die Sichtbarkeit der Marke steigt und mehr Besucher auf die Unternehmenswebsite geleitet werden können.


5.5.4 Audio- und Video-Podcast

Audio-Podcasts und Video-Podcasts sind zwei verschiedene Formate für die Verbreitung von Inhalten über das Internet, und sie unterscheiden sich in mehreren Aspekten:


1. Format

  • Audio-Podcast Ein Audio-Podcast besteht ausschließlich aus Ton. Inhalte können z. B. gesprochene Texte, Interviews, Geschichten oder Musik sein.

  • Video-Podcast: Ein Video-Podcast enthält Bild und Ton. Häufig handelt es sich um aufgezeichnete Videos von Personen, Orten, Veranstaltungen oder Präsentationen, die durch gesprochene Inhalte oder Tonspuren ergänzt werden.


2. Inhalt und Präsentation

  • Audio-Podcast: Inhalte werden nur über das Hören vermittelt. Es gibt keine visuellen Elemente, sodass sich die Hörer vollständig auf den Ton konzentrieren.

  • Video-Podcast: Zusätzlich zum Ton gibt es visuelle Inhalte, die Informationen oder Unterhaltung erweitern und eine wichtige Rolle für das Verständnis spielen können.

3. Produktion und Ausrüstung

  • Audio-Podcast: Die Produktion ist meist technisch einfacher. In vielen Fällen reichen ein Mikrofon und eine Aufnahmesoftware aus.

  • Video-Podcast: Für Videos werden Videokameras, Bearbeitungssoftware und oft mehr Ressourcen für die Nachbearbeitung benötigt.

4. Zielgruppe

  • Audio-Podcast: Richtet sich an Menschen, die Inhalte unterwegs oder nebenbei hören, z. B. beim Autofahren oder Arbeiten. Dadurch sind Audio-Podcasts besonders flexibel nutzbar.

  • Video-Podcast: Spricht Zuschauer an, die visuelle Inhalte bevorzugen und sich Zeit und Aufmerksamkeit für das Ansehen nehmen.

5. Verbreitung und Plattformen

  • Audio-Podcast: Audio-Podcasts sind auf vielen Podcast-Apps und Plattformen verfügbar und dadurch leicht zugänglich.

  • Video-Podcast: Video-Podcasts werden häufig auf Video-Plattformen wie YouTube oder Vimeo sowie in sozialen Medienveröffentlicht.

Beide Formate haben Vor- und Nachteile.

  • Die Entscheidung für Audio oder Video hängt von den Zielen der Ersteller und den Vorlieben der Zielgruppe ab.

  • Manche Podcaster nutzen auch beide Formate parallel, um verschiedene Zielgruppen anzusprechen und ihre Inhalte vielfältiger zu gestalten.

Beispiele aus der Wirtschaft

Audio-Podcasts

  1. The Indicator from Planet Money Kurze und informative Episoden zu wirtschaftlichen Themen und aktuellen Ereignissen.

  2. Freakonomics Radio Behandelt ungewöhnliche wirtschaftliche Fragestellungen, oft auf unterhaltsame Weise.

  3. How I Built This Erzählt Erfolgsgeschichten von Gründern und Unternehmern.

  4. The Dave Ramsey Show Gibt Ratschläge zu Schuldenabbau, Investitionen und Finanzen.

Video-Podcasts

  1. The Wall Street Journal Videos zu Wirtschaftsnachrichten, Interviews und Analysen.

  2. Bloomberg TV Umfangreiche Wirtschaftsnachrichten und Marktanalysen.

  3. CNBC Berichte zu Aktienmärkten, Experteninterviews und Unternehmensnachrichten.

  4. TED Talks Business Vorträge zu Wirtschaft und Unternehmertum.

  5. Investopedia Videos zu Investitionen, Finanzen und wirtschaftlichen Grundlagen.

Podcasts aus der Dienstleistungsbranche

Je spezifischer das Themengebiet, desto spezialisierter sind die Podcasts.


Audio-Podcasts

  1. The Service Design Show Schwerpunkt auf Service Design und Kundenerlebnisse.

  2. The Modern Customer Podcast Behandelt moderne Entwicklungen im Kundenservice und CRM.

  3. Call Me Candid Einblicke in Kundenservice und Call-Center-Arbeit.

  4. The SaaS Revolution Show Fokus auf SaaS-Unternehmen, Wachstum, Marketing und Strategie.

  5. The Customer Service Secrets Podcast Tipps und bewährte Praktiken zur Verbesserung des Kundenservice.

Video-Podcasts

  1. Zendesk Videos zu Kundenservice- und Supportthemen.

  2. HubSpot Academy Schulungen, Tipps und Strategien zu Marketing und Kundenservice.

  3. Salesforce Inhalte zu CRM und Kundenbeziehungsmanagement.

  4. Zendesk: Thriving in the Customer Era Geschichten von Unternehmen, die kundenzentriert erfolgreich sind.

  5. American Express Business Videos zu Finanzmanagement, Unternehmensführung und Dienstleistungen für KMU.


Instagram

Instagram bietet Unternehmen viele Möglichkeiten für Wirtschaftskommunikation und Marketing.

Um Instagram erfolgreich zu nutzen, haben sich bestimmte Strategien bewährt:

  1. Erstellung eines professionellen Profils Unternehmen sollten ein Instagram-Geschäftskonto einrichten. Dadurch erhalten sie Zugriff auf zusätzliche Funktionen und Statistiken. Das Profil sollte ein Firmenlogo, eine kurze und aussagekräftige Beschreibung sowie Kontaktmöglichkeiten enthalten.

  2. Inhalte auf die Zielgruppe abstimmen Die veröffentlichten Inhalte sollten sich an den Interessen und Bedürfnissen der Zielgruppe orientieren. Dabei können sowohl Bilder als auch Videos eingesetzt werden.

  3. Regelmäßige und konsistente Beiträge Um ein engagiertes Publikum aufzubauen, sollten Unternehmen regelmäßig Inhalte posten. Ein gleichbleibender Posting-Rhythmus hilft, die Sichtbarkeit zu erhöhen.

  4. Storytelling einsetzen Mit Instagram Stories können Unternehmen Geschichten erzählen, Einblicke in den Arbeitsalltag geben oder zeitlich begrenzte Angebote und Ankündigungen teilen.

  5. Hashtags nutzen Hashtags erhöhen die Reichweite von Beiträgen. Unternehmen sollten passende und aktuelle Hashtagsverwenden, die zu ihren Inhalten passen.

  6. User-Generated Content fördern Kunden können dazu ermutigt werden, eigene Inhalte mit Produkten oder Dienstleistungen zu erstellen und zu teilen. Das stärkt die Kundenbindung und erhöht die Glaubwürdigkeit der Marke.

  7. Influencer-Marketing Unternehmen können mit Influencern zusammenarbeiten, die in der gewünschten Zielgruppe eine große Reichweite haben, um Produkte oder Dienstleistungen zu bewerben.

  8. Interaktion mit der Zielgruppe Eine aktive Kommunikation ist wichtig. Unternehmen sollten Kommentare beantworten, Fragen reagieren und den Dialog mit ihren Followern pflegen. Das stärkt die Kundenbindung.

  9. Bezahlte Werbung Instagram bietet verschiedene Werbeformate, z. B. In-Feed-Anzeigen, Story-Anzeigen und Shopping-Funktionen. Diese helfen dabei, gezielt Zielgruppen anzusprechen und die Markenbekanntheit zu steigern.

  10. Analyse und Erfolgsmessung Mit den Analysetools von Instagram können Unternehmen die Leistung von Beiträgen und Kampagnenauswerten. Dadurch lässt sich die Strategie verbessern und der Return on Investment (ROI) maximieren.

Beispiele für erfolgreiche Instagram-Nutzung in der Wirtschaft

  1. Nike Nike zeigt seine Produkte in Aktion und erzählt inspirierende Geschichten über Sportler und Fitness. Dadurch hat die Marke eine große und stark verbundene Community aufgebaut.

  2. Starbucks Starbucks nutzt Instagram, um Getränke und Snacks visuell attraktiv darzustellen. Saisonale Kampagnen sorgen für zusätzliche Aufmerksamkeit.

  3. National Geographic Society National Geographic teilt beeindruckende Fotos und Geschichten aus aller Welt und spricht damit eine sehr große Community von Natur- und Entdeckungsinteressierten an.

  4. Glossier Glossier bewirbt Produkte und teilt Kundenbewertungen und Empfehlungen. Kunden werden ermutigt, Selfies mit den Produkten zu posten, was die Community stärkt.

  5. Airbnb Airbnb veröffentlicht Bilder von besonderen Reisezielen und Unterkünften. Zusätzlich werden über die Funktion „Experiences Aktivitäten und Erlebnisse beworben.

  6. GoPro GoPro teilt actionreiche Aufnahmen von Nutzern und motiviert die Community, eigene Inhalte mit dem Hashtag #GoPro zu veröffentlichen.

  7. Red Bull Red Bull setzt auf Sport- und Extremsportinhalte und spricht damit eine leidenschaftliche Fangemeinde an.

  8. H&M H&M präsentiert aktuelle Modetrends, arbeitet mit Influencern zusammen und nutzt Funktionen wie „Swipe Up“ in Stories, um den Kaufprozess zu vereinfachen.


TikTok

  • TikTok kann von Unternehmen auf viele Arten für die Unternehmenskommunikation genutzt werden.

  • Ziel ist es, die Reichweite zu vergrößern, die Markenbekanntheit zu steigern und die Zielgruppe aktiv einzubinden.


Im Folgenden sind die wichtigsten Möglichkeiten aufgeführt, wie Unternehmen TikTok in ihre Kommunikationsstrategie integrieren können:

  1. Markenpräsenz aufbauen Unternehmen legen ein TikTok-Konto an und gestalten ihr Profil mit Unternehmensbeschreibung, Kontaktinformationen und einem Link zur Unternehmenswebsite.

  2. Unterhaltsame und informative Inhalte teilen Unternehmen erstellen kreative, unterhaltsame und informative Videos, in denen Produkte oder Dienstleistungen gezeigt werden. Gleichzeitig können Kreativität und Persönlichkeit des Unternehmens vermittelt werden.

  3. Hashtags nutzen Durch die Verwendung passender Hashtags wird die Sichtbarkeit der Inhalte erhöht und es können potenzielle Kunden erreicht werden.

  4. Herausforderungen (Challenges) erstellen Unternehmen können eigene TikTok-Challenges starten, bei denen Nutzer markenbezogene Inhalte erstellen und teilen. Das steigert Interaktion und Engagement.

  5. Zusammenarbeit mit Influencern Kooperationen mit TikTok-Influencern, die zur Zielgruppe des Unternehmens passen, helfen dabei, Produkte oder Dienstleistungen bekannter zu machen. Influencer bringen oft große Reichweite und Glaubwürdigkeit mit.

  6. Behind-the-Scenes-Einblicke geben TikTok kann genutzt werden, um Einblicke in den Arbeitsalltag, die Produktentwicklung oder Unternehmensveranstaltungen zu zeigen. Dies erhöht die Transparenz und stärkt das Vertrauen der Kunden.

  7. Kundenbewertungen und -geschichten teilen Unternehmen veröffentlichen Videos, in denen Kunden ihre Erfahrungen mit Produkten oder Dienstleistungen schildern. Das kann das Vertrauen der Verbraucher stärken.

  8. Werbung schalten TikTok bietet verschiedene Werbeformate, z. B. In-Feed-Anzeigen, Branded Hashtag Challenges und Brand Takeovers, mit denen eine größere Zielgruppe erreicht werden kann.

  9. Interaktion fördern Unternehmen sollten die Kommentarfunktion aktiv nutzen, um auf Fragen und Rückmeldungen zu reagieren. Das zeigt, dass das Unternehmen zuhört und sich kümmert.

  10. Analysen nutzen Mit den Analysetools von TikTok können Unternehmen prüfen, wie erfolgreich ihre Inhalte sind und welche Formate bei der Zielgruppe gut ankommen.

Für eine erfolgreiche Kommunikation auf TikTok ist es wichtig, kreativ und authentisch zu sein und die Besonderheiten der Plattform zu verstehen. Da TikTok überwiegend von einer jüngeren Zielgruppe genutzt wird, sollten Inhalte gezielt auf deren Interessen und Vorlieben abgestimmt sein.

Beispiele für erfolgreiche Unternehmenskommunikation auf TikTok

  1. Chipotle Chipotle hat durch lustige und unterhaltsame Videos rund um Essen und Produkte eine große Fangemeinde aufgebaut. Besonders bekannt wurde die „Chipotle Lid Flip“-Challenge.

  2. Gymshark Gymshark teilt Fitnessinhalte, gibt Einblicke ins Unternehmen und arbeitet intensiv mit Influencern zusammen, um Produkte zu bewerben.

  3. e.l.f. Cosmetics Die Marke wurde durch Make-up-Tutorials, Beauty-Tipps und die virale #eyeslipsface-Challenge sehr bekannt.

  4. The Washington Post Die Zeitung vermittelt Nachrichten und aktuelle Ereignisse auf unterhaltsame und leicht verständliche Weisein kurzen Videos.

  5. Sephora Sephora veröffentlicht Make-up-Demonstrationen, Produktbewertungen und bindet Influencer in Kampagnen ein.

  6. Ocean Spray Ocean Spray erhielt große Aufmerksamkeit durch ein virales Nutzer-Video mit Cranberry-Saft. Das Unternehmen reagierte kreativ, indem es dem Nutzer ein Auto schenkte, was zu starker medialer Resonanz führte.


LinkedIn

LinkedIn

  • ist eine Plattform für Unternehmenskommunikation, die besonders auf berufliche Netzwerke ausgerichtet ist.

  • Unternehmen nutzen LinkedIn vor allem, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen, Fachwissen zu teilen und neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen.

Zu den wichtigsten Vorteilen der Nutzung von LinkedIn gehören:

  • Gezieltes Networking mit Fach- und Führungskräften

  • Die Positionierung als Branchenexperte

  • Die Gewinnung und Ansprache qualifizierter Fachkräfte

Durch strategisch geplante Inhalte können Unternehmen auch Herausforderungen bewältigen, wie:

  • den Aufbau einer aktiven und engagierten Community

  • die Notwendigkeit einer regelmäßigen, konsistenten und qualitativ hochwertigen Präsenz

Eine durchdachte Nutzung von LinkedIn hilft Unternehmen dabei,

  • Beziehungen langfristig zu pflegen,

  • den Unternehmensruf zu stärken und

  • qualifizierte Talente anzuziehen,

während gleichzeitig vermieden wird, unpersönlich oder zu werblich aufzutreten.


Beispiele deutscher Unternehmen auf LinkedIn

  1. Siemens Siemens berichtet über technologische Innovationen, teilt Branchenwissen und informiert über Karrieremöglichkeiten.

  2. Volkswagen Volkswagen veröffentlicht Unternehmensnachrichten, gibt Einblicke in die Automobilbranche und kommuniziert mit Fachkräften.

  3. SAP SAP teilt Informationen zu Unternehmensentwicklungen, technologischen Fortschritten und bietet Einblicke in die Arbeitskultur.

  4. BASF BASF informiert über nachhaltige Entwicklungen, Innovationen in der Chemieindustrie und Mitarbeitergeschichten.

  5. Deutsche Bank Die Deutsche Bank kommuniziert über Finanzthemen, Markttrends und Karrieremöglichkeiten.

  6. Adidas Adidas nutzt LinkedIn für Markenkommunikation, Produktankündigungen und zur Darstellung der Unternehmenskultur.

  7. Daimler AG Daimler informiert über Neuigkeiten aus der Automobilbranche, Elektromobilität und Mitarbeiteraktivitäten.

Beispiele aus Gesundheitswesen und Medizin

  1. Mayo Clinic Teilt Inhalte zu medizinischen Fortschritten, Gesundheitsinformationen und Forschung.

  2. Johnson & Johnson Informiert über Gesundheitsprodukte, medizinische Innovationen und soziale Verantwortung.

  3. Pfizer Veröffentlicht Inhalte zu Impfstoffentwicklung, Medikamentenforschung und Gesundheitsthemen.

  4. Cleveland Clinic Teilt medizinische Expertise, Patientengeschichten und Einblicke in die Gesundheitsversorgung.

  5. Roche Informiert über Krebsforschung, Diagnostik und das Gesundheitswesen.

  6. American Medical Association Diskutiert Gesundheitspolitik, medizinische Ausbildung und Branchentrends.

  7. Siemens Healthineers Teilt Inhalte zu medizinischer Bildgebung, Labordiagnostik und medizinischen Technologien.

  8. GlaxoSmithKline Berichtet über Impfstoffe, Medikamentenentwicklung und Gesundheitsforschung.

  9. Medtronic Informiert über medizinische Geräte, Gesundheitsmanagement und Versorgungslösungen.


Chatbot

  • Ein Chatbot auf der Website eines Unternehmens ist ein interaktives digitales System, mit dem Nutzerinnen und Nutzer direkt über die Website kommunizieren können – ähnlich wie in einem Gespräch mit einem menschlichen Servicemitarbeiter.

  • Besucht zum Beispiel eine Nutzerin (im Text: Frau Müller) die Website, wird sie vom Chatbot freundlich begrüßt und bekommt Unterstützung angeboten.

  • Sie kann dem Chatbot Fragen stellen, Produktinformationen abrufen, Hilfe bei der Navigation auf der Website erhalten oder konkrete Anliegen äußern.

Der Chatbot wurde entwickelt, um die Benutzererfahrung zu verbessern und schnelle Unterstützung zu bieten. Er kann:

  • personalisierte Empfehlungen auf Basis der Vorlieben von Frau Müller geben,

  • sie durch den Kaufprozess begleiten,

  • und seine Leistungen kontinuierlich verbessern, da er aus bisherigen Interaktionen lernt.

Vorteile für Nutzer und Unternehmen

Vorteile für Frau Müller (die Nutzerin):

  • Sie erhält sofortige Antworten auf ihre Fragen.

  • Sie erlebt eine personalisierte Kommunikation.

  • Sie kann bequem mit dem Unternehmen interagieren, ohne die Website zu verlassen.

Vorteile für das Unternehmen:

  • Der Chatbot ermöglicht eine effizientere Kundenbetreuung.

  • Er kann die Konversionsrate steigern, indem er gezielt auf individuelle Bedürfnisse der Nutzer eingeht.

Beispiele für den Einsatz von Chatbots in verschiedenen Branchen

  1. Banken und Finanzdienstleister In der Finanzbranche beantworten Chatbots Kundenanfragen, helfen beim Abruf von Kontoinformationen, unterstützen bei Überweisungen und erklären Online-Banking-Funktionen. → Das verbessert die Benutzererfahrung, liefert schnelle Lösungen und entlastet den klassischen Kundensupport.

  2. E-Commerce und Einzelhandel Chatbots helfen bei der Produktsuche, Bestellverfolgung, Rückgabeabwicklung und bei allgemeinen Fragen. Zusätzlich können sie personalisierte Produktempfehlungen geben und den Einkaufsprozess vereinfachen.

  3. Reise- und Hotelbranche In dieser Branche unterstützen Chatbots bei Reisebuchungen, stellen Fluginformationen bereit, verwalten Hotelreservierungen und helfen Kunden während der Reise. Sie liefern auch Echtzeitinformationen zu Flugstatus, Wetter oder Sehenswürdigkeiten.

  4. Technologieunternehmen Chatbots bieten technischen Support, helfen bei Softwareproblemen und geben Produktanleitungen. Oft liefern sie Schritt-für-Schritt-Erklärungen, sodass Kunden Probleme lösen können, ohne den klassischen Support kontaktieren zu müssen.

  5. Gesundheitswesen und Pharma Im Gesundheitsbereich werden Chatbots z. B. für Terminvereinbarungen, Gesundheitsfragen, Symptomüberwachung und Informationen zu Medikamenten eingesetzt. Sie verbessern die Kommunikation zwischen Patienten und medizinischem Personal und erleichtern den Zugang zu Basisinformationen.

Diese Beispiele zeigen, dass Chatbots in vielen Branchen genutzt werden, um die Kundenkommunikation zu verbessern, die Benutzererfahrung zu erhöhen und effizientere Geschäftsprozesse zu schaffen.

Praxisbeispiel: Lufthansa-Chatbot

Ein besonders bekanntes Beispiel aus einem deutschen Unternehmen ist der Chatbot von Lufthansa, einer der weltweit führenden Fluggesellschaften. Der Lufthansa-Chatbot ist auf der offiziellen Website sowie auf Messaging-Plattformen wie Facebook Messenger verfügbar.


Funktionen des Lufthansa-Chatbots

Der Chatbot bietet umfassenden Kundensupport und kann:

  • Flugbuchungen durchführen,

  • aktuelle Fluginformationen anzeigen,

  • Gepäck verfolgen,

  • häufig gestellte Fragen beantworten,

  • komplexe Buchungsvorgänge vereinfachen,

  • personalisierte Zusatzleistungen empfehlen.

Durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) lernt der Chatbot ständig dazu und versteht individuelle Kundenanfragen immer besser. Dadurch entsteht eine effiziente und personalisierte Interaktion.

Nutzen für Lufthansa

  • Verbesserung der Kundenerfahrung

  • Optimierung interner Prozesse

  • Reduzierung der Belastung des klassischen Kundensupports

  • Steigerung der Effizienz

  • Erhöhung der Kundenzufriedenheit

Das Beispiel Lufthansa zeigt deutlich, dass ein gut gestalteter und richtig eingesetzter Chatbot einen echten Mehrwert für Unternehmen schaffen kann.

Lernkontrollfragen

Aufgabe 5.1

Welches Ziel verfolgt man mit professioneller PR-Arbeit?

  • Mittels Public Relations (PR) sollen die Öffentlichkeit erreicht und Beziehungen zu wichtigen Multiplikatoren, insbesondere Medien, aufgebaut, gepflegt und ausgebaut werden.

  • Dabei sind langfristiges Denken und konsequentes Handeln Grundvoraussetzungen für den Erfolg der PR-Arbeit.

Aufgabe 5.2

Benennen Sie Varianten der PR-Arbeit.

Zu den Varianten von PR-Arbeiten zählen:

  • Unternehmenskommunikation/ Corporate Communication,

  • Business to Business (B2B),

  • Business to Consumer (B2C),

  • Investor Relations/Finanzkommunikation,

  • Public Affairs/Lobbying,

  • Messe-PR/Event-PR,

  • PR für NPOs (Non-Profit-Organisationen), Issue Management (Agenda Setting).

Aufgabe 5.3

Bei den Mitteln der agierenden Medienarbeit wird zwischen Informationsmitteln und dialogischen Mitteln unterschieden. Welche Inhalte sind das?



Aufgabe 5.4

Was versteht man unter einem ‚Kamingespräch‘?

  • Ein Kamingespräch ist eine spezielle Form eines Pressegespräches.

  • Journalisten werden dabei stärker in den Kommunikationsprozess integriert, erstarrte Formen lösen sich auf.

  • Die Zahl der teilnehmenden Journalisten ist stark eingeschränkt. Der Termin dient vor allem der Hintergrundinformation der Journalisten.

  • Die Informationen, die auf solchen Hintergrundgesprächen bzw. ‚Kamingesprächen‘ (die selten am Kamin stattfinden) verbreitet werden, dürfen häufig nicht zitiert werden bzw. wenn, dann nur ohne exakte Quellenangabe.

  • Hier gilt der sogenannte Code „unter 1“, „unter 2“ oder „unter 3“. Dementsprechend dürfen teilnehmende Journalisten entweder gar nicht über den Inhalt oder nur mit indirekten Zitaten berichten. In Zeitungen heißt es dann: „Wie aus gut informierten Kreisen verlautete ...“.


Author

Hanna M.

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