Wie unterscheiden sich die Hinterstränge von dem Pyramidenseitenstrang?
Hinterstränge
Transportieren sensible Infos
Afferente Nervenfasern mit Infos aus der Peripherie zum Hirn
Pyramidenseitenstrang
Efferente Nervenfasern vom Hirn über Rückenmark zum Muskel
Was bezeichnet die Querschnittlähmung? Welche Formen unterscheidet man?
Alle Strukturen auf einer Höhe des Rückenmarks sind geschädigt
Komplette Querschnittslähmung
Zentrale Steuerung der Funktionen des Rückenmarks unterhalb der Läsion sind aufgehoben
Transport von Schmerz, sensorischer und motorischer Informationen ist geschädigt
Inkomplette Querschnittslähmung
Funktionen sind teilweise noch erhalten
Was trifft auf die komplette Querschnittslähmung zu?
Doppelseitige zentrale Lähmung
Sensibilitätsstörungen für alle Qualitäten
Vegetative Störungen (Harn- und Stuhlverhalten)
Was ist das Brown-Séquard Syndrom?
Halbseitige Rückenmarkschädigung
Ipsilateral
Zentrale Parese (Pyramidenbahn) - motorische Einschränkung
Störung der Tiefensensibilität (Hinterstrangbahn) - Störung der Berührungs- und Lageempfindung
Kontralateral
Gestörtes Schmerz- und Temperaturempfinden
Wodurch kann die zentrale Rückenmarkschädigung ausgelöst werden?
durch Syringomyelie oder intramedullare Tumore
Wann spricht man von einer peripheren Lähmung?
wenn auf Höhe der Schädigung beide Vorderhörner betroffen sind
Was passiert bei einer Schädigung der Pyramidenseitenstrangbahn?
unterhalb der Schädigung besteht eine zentrale Lähmung
Was passiert bei einer Schädigung des Tractus spinothalamicus?
querschnittsmäßige dissoziierte Sensibilitätsstörungen
Was bestehen für Störungen, wenn das Seitenhorn regelmäßig geschädigt ist?
vegetative und trophische Störungen
Was zeigt sich bei einer Hinterstrangläsion?
herabgesetzte Berührungsempfindung ipsilateral
Betrifft Lokalisation, Reizdiskrimination, Vibration
Sensible Ataxie
Infos aus der Peripherie sind eingeschränkt, dadurch kann die Bewegung nicht mehr so gut koordiniert werden
Schmerz- und Temperaturempfinden, Muskeltonus und Reflexe bleiben erhalten
Weil Pyramidenbahn und Tractus spinothalamus intakt sind
Was definiert die Halsmarkläsion?
hohe Querschnittlähmung mit Tetraparese (Arme und Beine)
Je nach Lokalisation auch nur Lähmung der Beine möglich
Oberhalb C4
Arme bis proximale Schultermuskulatur gelähmt (Beugung)
Parese der Atmung
Höhe C4
Phrenikuslähmung (Zwerchfell)
Unterhalb C4
Im Verlauf zunehmende Armfunktion von proximal nach distal
Wie charakterfest sich die Brustmarkläsion?
zentrale Paraparese der Beine
Arme nicht betroffen
Bei leichten Fällen nur Eigenreflexe der Beine höher als Eigenreflexe der Arme
Je nach Position Thorax-, Rücken- und Bauchmuskel betroffen
Strumpfhosenförmige Sensibilitätsstörungen
Zu was führen Schädigungen ab L1?
periphere Paresen in den Beinen
Was ist das Kaudasyndrom?
periphere Lähmung der Beine
Reithosenartige Gefühlsstörung mit Schmerzen
Blasen- und Mastdarmentleerung nicht spontan möglich
Impotenz
Was ist die Conus medullaris?
Stuhl- und Urininkontinenz
Unterhalb S2 sind Beine nicht motorisch betroffen
Was ist die Epidemiologie hinter der traumatischen Querschnittslähmung?
Inzidenz in Industriestaaten
10 - 30 / 1 mio Einwohner
Prävalenz
300 - 1000 Fälle pro 100 k Einwohner
70 % Männer betroffen
Ursachen meist Verkehrs-, Freizeit- und Arbeitsunfälle
Was ist die Pathophysiologie bei der traumatischen Querschnittslähmung?
Schädigung des Rückenmarks direkt mechanisch und / oder indirekt vaskulär (Ödembildung)
Wie unterscheiden sich die komplette und die inkomplette Querschnittslähmung?
komplette
Keine motorischen und sensorischen Restfunktionen in den Segmenten S4 / S5 vorhanden
Willkürliche Ansteuerung des M. Sphincter ani ext (Verschlussmuskel) und Sensibilität in der Region aufgehoben
Inkomplette
Sensorische und sensible Restfunktion in S4 / S5
Auch bei vollständiger Plegie der Beine
Sakrale Aussparung
Darm und Urinfunktion kontrollierbar
Was sind Symptome der traumatischen Querschnittslähmung?
Abhängig von Höhe und Schweregrad der Schädigung
Zervikale Rückenmarkssegmente
Tetraparese / -plegie
Hochzervikale Schädigung (oberhalb C4)
Zwerchfelllähmung (konsekutive Beatmungspflicht)
Thorakale und Lumbosakrale Segmente
Paraparese / -plegie (Beine)
Bei Verletzung autonomer Nervenbahnen
Neuronen Harnblasen- und Darmfunktionsstörung
Was ist das vordere Rückenmark-Syndrom?
Verletzung der vorderen 2/3 des Rückenmarks
Ausfälle der Motorik (Pyramidenbahn), Schmerz- / und Temperaturwahrnehmung, ggf Blasenfunktionsstörung
Beine gelähmt, aber Gefühl noch da
Sensorische Informationen noch vorhanden
Wann sind die Arme stärker gelähmt als die Beine?
beim zentralen Rückenmarksyndrom
Wie sieht der Verlauf einer traumatischen Querschnittslähmung aus?
zu Beginn spinaler Schock mit Erlöschen aller Rückenmarkfunktionen
Syndrome bilden sich über Tage und Wochen aus
Schädigungen langer Bahnen haben bessere Prognose als die des Vorderhorns
Unvollständige Restitution (Funktion nicht komplett zurückgewonnen)
Spastische oder schlaffe Paresen, Gefühlsstörungen, Störungen der Blasen- / und Darmentleerungsfunktion
Häufig Potenzstörungen
Was ist die Diagnostik der Querschnittslähmung?
Anamnese
Hergang, Zeitpunkt und Symptomverlauf
Neurologische Untersuchung
Sensibilität feststellen (verschiedene Hautbereiche), motorische Prüfung, Reflexe
Bildgebende Verfahren (CT & MRT)
Neurophysiologische Untersuchungen
Angiographie bei befürchteter Vertebraldissektion
Schauen, ob Gefäße beschädigt sind
Wie sieht die Therapie bei der Querschnittslähmung aus?
Bei Kompression von Rückenmark oder Cauda
Chirurgische Dekompression - Raum schaffen
Intensivmedizinische Überwachung erforderlich
Symptomatik kann sich auch erst später entwickeln
Rehabilitation beginnt direkt postoperativ
Pflege und Physio
Funktionelles Training
Physio und Ergo
Handfunktion durch Elektrostimulation unterstützt
Gehtraining mit Lokomat / Exoskelett
Wie sieht die Datenlage zum Einsatz von Exoskeletten in der Gangtherapie aus?
noch nicht ausreichend
76 % der Patienten mit Skelett gehfähig
Anstrengung 10 auf Borg Skala
Verbesserung der Spastik (38 %) und des Stuhlgangs (61 %)
Keine unerwünschten Nebenwirkungen
4,4 % Stürze
Zwischen was unterscheidet man bei Kopftraumen?
Schädeltraumen
Betreffen nur knöchernen Schädel
Prellung oder Bruch
Schädel-Hirn-Traumen
Schädeltraumen + Funktionsstörung und / oder Substanzschädigung des Gehirns
Was sind Ätiologie und Symptome der Schädelprellung?
Ätiologie
Leichteste Form des Kopftraumas
Durch stumpfe Gewalteinwirkung wie Schlag, Stoß oder Sturz
Symptome
Plötzlicher Kopfschmerz (Minuten bis Stunden)
Keine Bewusstseinsstörung
Bei Innenohrschädigung zusätzlich Schwindel, Nystagmus (Blicksprünge), Übelkeit und Erbrechen
Wie ist die Diagnostik und Therapie bei Schädelprellungen?
Diagnostik
CT als Ausschlussdiagnostik einer Schädelfraktur
Therapie
1-2 Tage Schonung (keine Bettruhe)
Leichte Schmerzmittel
Keine Krankenhausaufnahme
Keine neurologischen Dauerfolgen
Was sind Formen der Schädelfraktur? Wie sind die Heilungstendenzen?
Reine Kalottenfraktur
Impressions-, Biegungs- und Berstungsbruch
Fortsetzung der Bruchlinie in die Schädelbasis
Bis in unteren Bereich des Schädels
Kann zu Blut oder Liquoraustretung aus Ohren kommen
Reiner Schädelbasisbruch
ohne Impression sehr gute Heilungstendenz (keine chronischen Beschwerden erwartbar)
Bei Impression häufig Schädigung der Hirnrinde
Wie ist die Diagnostik der Schädelfraktur?
Schädelbasisfrakturen
Brillen- oder Monokelhämatom (Augenbereich)
Auslaufen von Flüssigkeit aus Nasengang (Liquorfistel)
Blutung oder Liquorabfluß aus äußerem Gehörgang
Im CT gut erkennbar
Welche Komplikationen können bei der Schädelfraktur auftreten?
Riss der Meningea (Hirnhaut) Media kann Epiduralhämatom hervorrufen
Erhöht Druck im Hirn und kann zu Schädigung in den Bereichen kommen
Impressionsfrakturen können zu Irritationen der Hirnrinde und epileptischen Anfällen führen
Schädigung von Hirnnerven
Wie können Schädel-Hirn-Traumen eingeteilt werden?
leichtes Schädel-Hirn Trauma
Mittelschweres Schädel-Hirn Trauma
Schweres Schädel-Hirn Trauma
Bei Einteilung ist Bewusstseinszustand unter anderem wichtig - Beurteilung mithilfe der Glasgow Coma Scale
Wie ist ein leichtes Schädel-Hirn Trauma definiert?
Wie sieht die Inzidenz aus?
kurzzeitige Bewusstlosigkeit oder qualitative oder quantitative Veränderung der Bewusstseinslage < 15 Minuten
Erinnerungslücke (Retro-/anterograde Amnesie) < 24h
Fehlen neurologischer Herdsymptome
Score der Glasgow Coma Scale 13 - 15
Inzidenz bei 10 / 100.000
80 % leichte, jeweils 10 % mittelschwere und schwere
Welche Symptome zeigt ein leichtes Schädel-Hirn Trauma?
Sofort einsetzende Bewusstseinsstörung
Meist Bewusstlosigkeit
Teilweise Erinnerungsstörungen bis zu einer Stunde
Kopf- und Nackenschmerzen
Übelkeit / Erbrechen, Schwindel, Kreislaufprobleme
Lichtempfindlichkeit
Depressive Verstimmung / Reizbarkeit
Wie sieht die Therapie des leichten Schädel-Hirn Traumas aus?
symptomorientiert
Kurzfristige Gabe von Schmerzmittel, Tropfen gegen Übelkeit
Physiotherapie gegen Nackenschmerzen
Entlassung meist nach einem Tag + schnelle Erholung
Wie klassifiziert sich das mittelschwere Schädel-Hirn Trauma?
GCS Score zwischen 9-12
Neurologische Herdsymptome möglich
Verschlechterung zu schwerem Schädel-Hirn Trauma immer möglich
Wie klassifiziert sich ein schweres Schädel-Hirn Trauma?
GCS-Score zwischen 3-8
Posttraumatischen Bewusstseinsstörung über 24 h
Auftreten von Hirnstammzeichen
Pupillenfunktionsstörung
Sprachstörung
Schluckstörung
Lähmungserscheinungen
Was sind Symptome des (mittel-) schweren Schädel-Hirn Traumas?
posttraumatische Bewusstseinsstörung länger als 1h
Zerebrale Herdsymptome (zB Lähmung, epileptischer Anfall)
Traumatische Psychose
Wie passiert meist ein schweres Schädel-Hirn Trauma? Wie viele Menschen versterben?
meist durch Verkehrs- und Arbeitsunfälle
30 % versterben innerhalb weniger Stunden
Was erkennt man im CT und MRT bei (mittel) schweren Schädel-Hirn Traumata?
CT
Meist frontobasale und temporolaterale Hirnanteile betroffen
Rindennahe gelegene oder tief ins Marklager reichende nicht gefäßabhängige Läsionen
Regelmäßige Verlaufskontrollen sinnvoll, da CT manchmal erst zeitverzögert den klinischen Befund bestätigt
Weitere Kontrollen notwendig bei rausfordernden Hämatomen oder Ödemen mit steigendem ICP
MRT
Hirnstammkontusionen
Welche Komplikationen bestehen bei (mittel) schweren Schädel-Hirn Traumata?
Extrecerebrale und intrakranielle Blutungen
Epi- und subdurale Hämatome
Polytraumen
Wie ist die Pathologie (mittel)schwerer Schädel-Hirn Traumata?
primäre mechanisch bedingte Läsionen
Sekundäre reaktive Gewebsschädigungen (Ödeme, Ischämien, Blutungen)
Wie ist der Verlauf eines (mittel) schweren Schädel-Hirn Traumas?
Initiales Koma
Delikates Syndrom
Benebelt; eingeschränktes Bewusstsein
Korsakow Syndrom
Klares Bewusstsein, aber abwechselnd desorientiert; eingeschränkte Merkfähigkeit
Wie ist die Therapie des (mittel) schweren Schädel-Hirn Traumas?
Intubation wenn Atmung betroffen ist
Messung und Regulation des intrakraniellen Drucks
Wie sieht die Prognose bei einem (mittel) schweren Schädel-Hirn Traumas aus?
Abhängig vom Alter, initialem GCS Score, maximalem ICP, Begleitverletzungen und Komplikationen
1/3 der Patienten, die es in die Klinik schaffen, versterben
Schlechte Prognose bei früh auftretenden Streckkrämpfen und geweiteten reaktionslosen Pupillen (über 4h)
10% der Überlebenden nach Hirnstammkontusion im persistierend vegetativen Zustand oder apallischen Syndrom (Wachkoma) - erlangen Bewusstsein nicht wieder
Was zeigt die Häufigkeit von Gangstörungen?
10-15% aller über 60-jährigen haben eine Form von Gangstörung
Prävalenz bei 80jährigen bereits bei 25-30%
50% aller 85jährigen benötigen eine Gehilfe
Neurologische Patienten im höheren Lebensalter sind besonders stark von Gangstörungen betroffen
Was sind Risikofaktoren für die Ausprägung von Gangstörungen?
Demenzieller Abbau
Pharmaka (Neuroleptika, Antiepileptika, Schlafmittel)
Alkohol
Wie sind Gangstörungen definiert?
Pathologie des natürlichen Gangbildes, die über eine normale Reduktion der Gehgeschwindigkeit im Alter hinausgeht
Es wird von einer altersbedingten Abnahme der Gehgeschwindigkeit von 1% pro Jahr ab dem 65ten Lebensjahr ausgegangen
Mit 60 Jahren Ganggeschwindigkeit von 1,2 m/s danach alle 10 Jahre um 0,1 m/s abnehmend
Was sind Voraussetzungen für ein stabiles Gangbild?
rhythmisches Schreitmuster
Auf Rückenmarksebene verschaltete Rhythmusgeneratoren
Gleichgewichtsregulation
Wird erlernt und weiterentwickelt
Posturale Synergien
Muskelgruppen müssen zusammenarbeiten, um das Gleichgewicht wieder zu erlangen / zu halten
Werden geübt und verfeinert im Laufe der Entwicklung
Adaptation an verschiedene Situationen (Umwelt)
Unebenheiten im Boden erkennen / antizipieren
Antizipation
Beschreibe die zeitliche Struktur des Ganzyklus
Welche grundlegenden Funktionen sind innerhalb einer Gangphase zu erfüllen?
Übernahme Körperlast
Monopedales Stehen
Vorschwingen des Beins
Was sind diagnostische Verfahren zur Ganganalyse?
Erfassung basaler Schrittparameter
Inspektorische Ganganalyse
Semiquantitative Beurteilung (Assessments)
Instrumentelle Bewegungsanalyse
ZB mit Kamerasystemen
Wozu sind vital signs des Gangs wichtig?
um das Sturzrisiko einzuschätzen (Screening)
Um den Grad der Beeinträchtigung zu beschreiben (Leistungsmaß)
Um Therapien / Interventionen zu planen und zu bewerten (Monitoring)
Was sind Beobachtungsmerkmale der inspektorischen Ganganalyse?
Ganggeschwindigkeit
Zehenspitzengang
Breitbasiger Gang
Außenrotierte Füße
Schaukelnde Bewegungen
Asymmetrien
Wie können Beobachtungssituationen aussehen?
Freies Gehen in selbst gewähltem Tempo
Rasches Gehen
Seiltänzergang
Romberg-Test
Gleichgewicht halten, offene / geschlossene Augen
Rivermead Visual Gait Assessment
Was sind Gangparameter, die bei sturzgefährdeten Personen ebenfalls wichtig zu messen sind?
Personen mit erhöhtem Sturzrisiko neigen dazu, Füße im Winkel weiter zu eröffnen und Schritte breiter machen
Dient zur Eröffnung der Unterstützungsfläche
Was ist GaitRite?
Matte zum Auslegen mit Drucksensoren
Fußabdruck kann abgebildet werden
Spurbreite sowie Winkel, mit dem Füße aufgesetzt werden, kann bestimmt werden
Wie beeinflussen kognitiven Faktoren das Gangbild?
Gangmuster über Rückenmark kontrolliert
Kognitiver Aufwand scheint gering
Personen mit kognitiver Einschränkung zeigen aber Probleme
Stops Walking when talking
Doppelaufgaben-Paradigma
Zusätzliche Aufmerksamkeitsanforderungen erhöhen die Sturzgefahr
Welche Ergebnisse zeigt die Dual Task Studie mit MS Patienten?
Gehparcour + paced auditory serial addition test (PASAT)
Erfasst wurden die Gesamtzeit sowie Teilstrecken-Zeiten
Patienten im frühen MS-Stadium
Ergebnis: Kein spezifischer Dual-Task Effekt
Patienten zeigen keine signifikante Unterscheidung bei der Bewältigung von Doppelaufgaben (nur bei Engstellen größeren Abstand gewählt)
Unter Doppelaufgaben: kognitiv schlechtere Leistung
Allerdings Unterschiede zwischen MS Gruppe und Kontrollgruppe nicht wirklich deutlich
Selbst gewählte Geschwindigkeit auf dem Laufband bei Patientengruppe geringer als bei Kontrollgruppe
Auf Kraftmessplatte Patienten mehr geschwankt als Kontrollgruppe
Sowohl Patienten als auch Kontrollgruppe sind beim Rechnen langsamer gelaufen
Was ist eine senile Gangstörung?
Gangabweichung über normales Maß, das man im Alter erwartet
Normale Veränderung
verringerte Geschwindigkeit
Kontaktzeit erhöht sich
Doppelstandphase ist erhöht
Seitschwnkungen sind erhöht
Senile Gangstörung
Doppelschrittlänge und Kadenz sinkt
Versteifte Rumpfhaltung
Armschwung ist verringert
Rhytmizität verringert
Fuß-Boden-Abstand ist verringert
Schrittinitiierung und Wendemanöver sind ungestört
Welche Gang ist die häufigste Gangstörung bei alten Menschen?
Der Protektive Gang
Was ist der Steppergang?
Schwächung oder Lähmung der Fuß- und Zehenheber
Typisch bei Peroneuslähmung
Verstärktes Anheben von Fuß und Bein, um ein Hängen-bleiben mit dem Fuß zu vermeiden
Was ist der Watschelgang / Trendelenburg-Duchenne-Hinken?
Ursache
Parese des M gluteaus medius bspw als Folge einer Myopathie
Bei Belastung des (betroffenen) Standbeins kann das Becken nicht fixiert werden und sinkt auf die Seite des (nicht betroffenen) Schwungbeins ab
Kompensation: Körperverlagerung des Oberkörpers zur Standbeinseite und dadurch stärkeres Schwanken
Was ist der Kauergang?
Problem: zu geringe Muskelaktivität der Wadenmuskulatur in der Stützphase, um Fixation des Sprunggelenks zu sichern
Sieht man auch bei Zerebralparesen
Anschieben nach vorne gestaltet sich schwierig
Lösung
Einsatz von Orthesen, die eine Dorsalflexion des Sprunggelenks verhindern und dadurch ein hinreichend großes streckendes Moment am Kniegelenk ermöglichen
Welches Gangbild kann man bei ataktischen Gangstörungen beobachten?
deutlich breitere Schritte
Unsicherer Fußaufsatz
Erhöhte Schrittvariabilität
Größere Körperschwankungen
Verstärkte visuelle Kontrolle des Gangs
Was ist die Folge einer spastischen oder hemiparetischen Gangstörung?
Betroffenes Bein wird zirkumduziert
Flektierter (spastischer) Arm
Verminderter Armschwung
Zehen schleifen
Wie sieht die Gangstörung bei Parkinson aus?
nach vorn gebeugter Rumpf
Schlurfender Gang
Kleine Schritte
Kaum Mitschwingen der Arme
Festination, Freezing
Viele Schritte bei Wendungen
Was sind Dystonien?
sind durch unwillkürliche Bewegungen und Haltungsanomalien charakterisierte Bewegungsstörungen
Unwillkürliche, nicht beeinflussbare Bewegungen lassen das Gangmuster bizarr erscheinen
Es können Fehlhaltungen einer oder mehrerer Extremitäten vorliegen
Oft bewegungsspezifische Gangstörung
Wie können Gangstörungen nach Nutt und Marsden klassifiziert werden?
Wie geschieht die Messung mittels markerbasierter Kamerasysteme?
Zeitsynchrone Erfassung der Marker aus mehreren Kameraperspektiven
Biomechanische Modellierung (Gelenkwinkel)
Oft in Kombination mit Kraftmessplatten (und EMG)
Beschreibe die in der Abbildung dargestellte Gelenkkinematik, die beim normalen Gehen erfasst wurde.
Welcher Gelenkwinkelverlauf ist dargestellt?
Kennzeichne in der Abbildung “toe off” und bezeichne entlang der Y-Achse die Bewegungsrichtungen.
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