Organe des Immunsystems
Primäre lymphatische Organe:
Sekundäre lymphatische Organe
a) Knochenmark (rot/gelb):
-pluripotente Stammzelle CD34+
-Reifung von B-Lymphozyten
-Hämatopoese
a) eingekapselte Organe:
-Milz, Lymphknoten
b) Thymus (Atrophie im Alter):
-T-Zellreifung mit positiver und negativer Selektion
-besteht aus Kortex und Medulla, gegliedert in Läppchen
b) MALT, Bsp. Peyer Plaques
Wie funktioniert das Lymphsystem?
Osmose/Perfusionsdruck:
-Lymphe tritt als Teil des Blutplasmas aus den Kapillaren ins Gewebe
-wird über Kontraktion der Muskelzellen peripher transportiert
-gelangt über linken Venenwinkel (95%) zurück ins Blut
Lymphknoten:
-CCR7 steuert naive T-Zellen und DCs über HEVs in die T-Zellzone
- CXCR5 B-Zellfollikel
-afferentes/efferentes Lymphgefäß +Arterie/Vene
-Kortex: T-Zell-Areale+ B-Zellfollikel
-Medulla: Plasmazellen
Phasen der Blutbildung
Mesoblastische Phase (Dottersack)
Hepatolienale Phase (Leber/Milz)
Medulläre Phase
frühe Embryonalentwicklung
Milz: Lymphozyten
Leber: Hämatopoese
Knochenmark: Hämatopoese
2-6 Wochen, primitive Blutzellen
6-38 Wochen
asymmetrische Teilung der hämatopoetischen Stammzelle mit Faktor Lif
Zellreihen der Hämatopoese und ihre wichtigsten Kofaktoren
Hämatopoetische Stammzelle:
+ SCF/FLT3 —>CMP
+ SCF/FLT3/IL-7—>CLP
Myeloische Reihe:
EPO → Erythropoese
TPO → Megakaryopoese/Thrombozyten
G-CSF → neutrophile Granulozyten
GM-CSF → Granulozyten & Monozyten
M-CSF → Monozyten/Makrophage
Lymphatische Reihe:
IL-7 → zentrale Rolle für B- und T-Zellentwicklung
IL-15 → NK-Zellen
Merkmale des angeborenen Immunsystems
schnelle Reaktion (Stunden)
PRRs mit hoher Spezifität
kein klassisches Gedächtnis
(nur epigenetisch durchgenerational memory)
keine klonale Antwort
Komponenten des angeborenen Immunsystems
1. Externe Barrieren:
physikalische/chemische Barrieren des Körpers
Bsp. Mikrobiom, Lysozym, Pepsin, Mukus, Ziliarbewegung, pH-Barrieren
Lösliche Faktoren:
CAPs = natürliche Antibiotika von Granulozyten und Epithelzellen, α-Defensine (z. B. in neutrophilen Granulozyten, Paneth-Zellen) β-Defensine (v. a. Epithelzellen)
natürliche Antikörper (IgM, aktiviert Komplementsystem)
Komplementsystem (C3a/C5a wichtigste Anaphylatoxine)
Zelluläre Faktoren:
NK-Zelle
Dendritische Zelle
Phagozyten
Mastzellen
Wege des Komplementsystems
Klassischer Weg (AK)
Lektin Weg (Zucker)
alternativer Weg (spontan)
-IgG/M bindet Antigen
Konformationsänderung
-C1q bindet an Fc-Teil des IgG/Ms nach AG-Bindung
-Erkennung freier Mannose (Bakterien)
-Spontane C3-Hydrolyse auf Pathogenoberflächen
gemeinsame Endstrecke:
-C3-Konvertase → C3a (Entzündung) + C3b (Opsonierung)
-C5-Konvertase → MAC (C5b–9) → Zelllyse
Was sind Typ1 Interferone
->IFNa/ß:
-Zytokine, die von Zellen bei Virusinfektion gebildet werden
-fördern Genexpression antiviraler Proteine in der Wirtszelle, verlangsamen Stoffwechsel
-regen MHC 1 Synthese der infizierten Zelle an
Wie wird fremde DNA/RNA erkannt? Welche TLR erkennen extra/intrazelluläre PAMPs?
RNA: eigentlich physiologisch, aber Unterschiede in Länge, Phosphorylierung, Cappig
DNA: von TLR9 erkannt (unmethyliert)
Extrazellulär = TLR1, 2, 4, 5, 6, 10
Endosomal (nicht extrazellulär) = TLR3, 7, 8, 9
Wie läuft die frühe Immunatwort schematisch ab
Wie funktioniert die Regulation/ Opsonierung von NK-Zellen?
Mechanismus
Signal
Effekt
Missing-self Erkennung
Fehlt MHC-I
Aktivierung NK → Tod Zielzelle
Stressmarker
NKG2D, NCRs
Opsonierung (ADCC)
CD16 + IgG auf Zielzelle
Normales MHC-I
Inhibitorische Rezeptoren
Keine Aktivierung
+IFN-α/β (Typ-I-Interferone) von virusinfizierten Zellen
+IL-12 von Makrophagen/Dendritischen Zellen
—>Tod der Zielzelle über Perforin/Granzym oder Caspase Kaskade nach Fas/FasL Bindung
Wie zerstören Phagozyten Mikroben?
-Bindung an PRRs
-Phagosom—>Fusion mit Lysosom
-ROS lysieren Mikroben
Verschiedene Granula in neutrophilen:
Primäre Granula: extrazelluläre Sekretion
sekundäre Granula: intrazelluläre Lyse
—>Entstehung von lokaler Entzündung durch ROS
Wie finden Makrophagen apoptotische Zellen?
-find me signals(ATP/UTP)
-eat me signals Phosphatidylserin (PS)
Was sind Entzündungsmediatoren?
Moleküle, die die Entzündungsreaktion einleiten, verstärken oder regulieren
Produziert von Makrophagen, Mastzellen, Endothelzellen, Thrombozyten usw.
Funktion: Gefäßreaktion, Rekrutierung von Immunzellen, Schmerz/Fieber, Gewebereparatur
Dazu zählen: Zytokine (TNFa IL-6/1), Chemokine (CXCL8), Komplementfaktoren (c3a/c5a), Aminosäuren(Histamin)
Was macht dendritische Zellen zu professionellen APCs
-,,sentinels of immunity”
-lösen in naiven T-Zellen eine Immunantwort aus (alle kostimulatorischen Faktoren vorhanden)
-exprimieren konstitutiv MHC 1&2
-kreuzpräsentation
Entstehung/ von DCs
-im KM, mit Kofaktor FLT3L
-unreife DCs wandern vom Blut ins periphere Gewebe
Reifung vn DCs
-Aktivierung durch Erkennung von Fremd über PRRs + Entzündungszytokine (TNFa, IFN a/ß, Il-6)
-Maturation:
—>Antigenpräsentation+++
—>MHC1/2+++
—>CD80/86+++
—>CCR7+++
-Migration in periphere Lymphknoten nach Chemokingradient
-Interaktion mit T-Zellen in Parakortex
->nach terminaler Differenzierung Apoptose
Plastizität der DCs erklären
Das lokale MIkromilieu beeinfusst die Reifung der DCs:
Funktionelle Eigenschaften der DC ist Gewebsspezifisch (Bsp. Haut=immunogen, Darm=tolerogen)
Tolerogene DC
Entzündliche DC
Immunogene DC
IL-10
IL-4
IL-12
pTreg
TH2
TH1
Phänotypische Eigenschaften von DC?
Stark verzweigte Zellfortsätze („dendritisch“)
Große Zelloberfläche → effiziente Antigenaufnahme/-präsentation
Welche Faktoren inzudieren Reifung tolerogener DCs?
-Retinsäure (Schleimhäute)
-Glukokortikoide
-Prostaglandin E
-IL-10
-TGF-ß—>Induziert Tregs
-niedrige AG-Konzentration
Strukturelle Merkmale von Antikörpern
AG-AK Bindungscharakter
-reversible Bindung der hypervariablen Region und des Epitops
—>durch terminale AS-Sequenz sind die CDRs codiert, lokalisiert an den Loops
—>6 Kontaktstellen bei IgG
—>Bindung nach Erkennung der 3D Struktur(Kreuzreaktivität), binden nach räumlicher Anordnung, können also Strukturvarianten von Sequenzen erkennen
—>vorallem durch hydrophobe Wechselwirkungen
—>AG-Bindungsstelle und AG sind komplementär (~8-9AS lang)
Was ist ein Hapten, was ist die immunologische Funktion
-Ein kleines Molekül, das allein nicht immunogen ist
-Kann spezifisch von Antikörpern oder BCRs gebunden werden
-Typisch: kleine Chemikalien, Arzneistoffe (z. B. Penicillin), Farbstoffe
→ Antigenisch, aber nicht immunogen
Wird ein Hapten kovalent an ein größeres Trägermolekül (Carrier, meist Protein) gebunden, entsteht ein vollständiges Antigen
das Immunsystem kann Antikörper gegen das Hapten bilden
Klinisch relevant:
Arzneimittelallergien (Haptenisierung körpereigener Proteine)
Kontaktallergien (z. B. Nickel, Urushiol)
Was ist der Hapten-Carrier Effekt?
linked recognition
Hapten-Carrier-Effekt (zentraler Mechanismus): Das Hapten bestimmt die Spezifität der Antikörper, der Carrier ermöglicht die T-Zell-Hilfe—>Grundlage für Konjugatimpfstoffe, erklärt wie T-Zellabhängige B-Zellantworten entstehen
Ablauf: B-Zelle->erkennt Hapten->Aufnahme Hapten+Carrier->AG-Präsentation der Carrier Peptide über MHC2->CD4+T-Zelle erkennt MHC2+Peptid->T-Zellhilfe (CD40L+Zytokine)
Klassenwechsel, Affinitätsreifung
Antikörper sind hapten-spezifisch, T-Zell-Antwort carrier-spezifisch
Unterschiede der Antikörperklassen/Isotypen
Isotyp wird durch die konstante Region der schweren Kette definiert
—>IgM → erste Antwort, Pentamer Komplementaktivierung
—>IgG passiert die Plazenta dominant im Serum, Leihimmunität, vier Subklassen (IgG1+3 Komplementaktivatoren, IgG4 antiinflammatorisch)
-IgA dominiert an Schleimhäuten (Mukus), Dimer, Monomer oder sektretorisch
-IgE vermittelt Soforttyp-Allergien, erworbener Mastzellrezeptor
-IgD: BCR-Funktion kaum Effektorwirkung
Beitrag von Antikörpern zur Immunität
—>Neutralisierung
—>Opsonierung
—>Aktivierung von Komplement
—>Vermittlung des Immungedächtnisses
Isotyp, Allotyp, idiotyp, Affinität, Avidität
Isotypische AK: durch konstante Region bestimmt
Allotypische AK: durch Glykolysierung bestimmt
Idiotypische AK: durch AG-Bindungsstelle bestimmt
Affinität: Bindungsstärke einzelner Bindungsstellen, erhöht sich durch somatische Rekombination
Avidität: Summe der Einzelaffinitäten Bsp: Igm>IgG
Wie misst man die Bindung von AG/AK?
Bestimmung der Bindungskostanten durch Aquivalenzdialyse oder Oberflächen-Plasmaresonanzspektroskopie
->Präzipitation abhängig von AG/AK verhältnis
->Temperatur, pH, Bindungsstellen(IgG/IgM)
Natur der AG-AK-Interaktion
-Schlüssel-Schloss-Prinzip
-nicht-kovalent
-Reversibel
-Spezifität (Struktur)
-Kreuzreaktivität
Anwendungsgebiete für synthetische AK
-ELISA
-ELISPOT
-Tumortherapie (antiPD-1AK, anti CTLA-4 AK)
-Westernblot
-Magnetseperation
-Immunfluoreszenz/FACS
-Bi-Trispezifische AK
Alternativen zu AK?
-Nanobodies (einzelne variable Domäne)
->temp+pH resistent, einfache Kühlung
->viel kleiner als AK, überwindet Blut/Hirn Schranke
->inhalierbar
Was bedeuted Allele Exklusion?
->Nach erfolgreicher VDJ-Rekombination(BCR/TCR)
->Signal über surrogate light chain
->Hemmung der RAG-Enzyme 1&2
->Rekombination am 2.Allel wird so gestoppt (Signal über LcK->Proliferation)
—>Resultat: Monospezifität der Lymphozyten gewährleistet, Vorraussetzuing für klonale Selektion
Gilt nicht für die leichte Kette im BCR und die a-Kette im TCR, Stichwort Rezeptorediting bei Autoreaktivität
Was bedeuted Allele Inklusion?
-> Zusammenhang mit Rezeptor Editing (Sonderfall):
VJ-Rearrangement mit 2.Allel, mit dem autoreaktive B-zellen modifiziert werden
Was ist die Klassenswitch Rekombination?
aktivierte B-Zelle wechselt AK-Klasse
->durch T-Zellhilfe in Lymphknoten
->Enzym AID, Veränderung an der Fc-Region, VDJ Region bleibt gleich (gleiche AG-Spezifität)
Unterschiede Rezeptor editing und Klassenswitch Rekombination
Vergleich
Rezeptor Editing
Klassenswitch Rekombination
Enzym
RAG 1&2
AID
Spezifität
ändert sich
bleibt gleich
Region
variable Region (VDJ)
konstante Region (Fc)
Ziel
Toleranz
Effektor Anpassung
Zeitpunkt
vor AG Kontakt
nach AG Kontakt
Mechanismen zur Rezeptor-Diversität (TCR/BCR)
-VDJ Rekombination
-kombinatorische Diversität
-junktionale Diversität
-somatische Hypermutation (Affinitätsreifung, nur B-Zellen)
Was bedeuted MHC-Restriktion und welche Zellen betrifft es?
Gibt es Ausnahmen?
->T-Zellen
->TCR erkennt Primärsequenz von peptid nur in Kombination mit präsentierendem MHC
Ausnahme: Superantigene (Toxic shock syndrom)
->bei Transplantation Gefahr von alloreaktiven T-Zellen (reagieren auf fremdes MHC)
Ablauf der T-Zellstimulation (grob) vonn naiven T-Zellen bis zur Differenzierung
Signalerkennung von DCs notwendig für naive T-Zellen:
-CD4 MHC2 (exogen, Bsp. Bakterium, Toxine) + Corezeptor CD4
-CD8 MHC1 (endogen, Bsp. Tumor, Virus) +Corezeptor CD8
Kostimulation:
-CD80/86 (B7 Moleküle) binden an CD28 auf T-Zelle
-> Aktivierung ohne Kostimulation= Anergie
Proliferation/ klonale Expansion
-> Differenzierungsrichtung durch Zytokine bestimmt
IL-2->Proliferation allgemein
Welche Zytokine bestimmen die verschiedenen T-Zellpopulationen
IL-4->Th2 (+GATA3 als leitender Transkriptionsfaktor)
IL-12+IFNy->TH1 (t-bet)
TGF-ß->Treg (+FoxP3)
IL-17->TH17(RORyt)
Wie entsteht die zentrale Toleranz in der T-Zellentwicklung
positiv/negativselektion im Thymus
->Dreistufige Qualitätskontrolle
Beta Selektion= ist TCR vorhanden?
positive Selektion=Funktionstest, erkennt TCR ein MHC?
negative Selektion= Erkennung von Selbtantigen?
(mTecs präsentieren selbstAG)
Welche Krankheitsbilder gibt es bei Fehlern der zentralen/peripheren Toleranz?
zentral:
Mutationen im AIRE-Gen:
->Candidiasis, endodermale Dystropie
peripher:
Fehler im FoxP3 gen-> IPEX Syndrom
Symphatische Ophtalmie-> nach Traumata des Auges, doppelte Erblindung
ALPS Syndrom->Fas Gen Defekt
Wie entsteht die periphere Toleranz in der T-Zellentwicklung?
Tregs im Lymphsystem -> IL-10, CLTA-4
physikalische Barrieren des Körpers (Auge/Plazenta)
fehlende Costimulation im Lymphsystem (DCs-T-Zellen)
chronische Aktivierung führt zu Apoptose (Aktivierungs induzierter Zelltod)
Unterschiede von MHC Klasse 1&2
MHC 1
MHC 2
auf allen kernhaltigen Zellen
APCs
Endogene AG (Virus/ Tumor)
Exogene AG (Bak./Toxin)
Peptidbindungsfurche geschlossen
Peptidbindungsfurche offen
8-10 AS
13-18 AS
HLA A/B/C kodominant
HLA DP/DQ/DR kodominant
ß2-Mikroglobulin essenzielle für Oberflächenexpression
invariante Kette schützt vor endogenen Peptiden
Wie wird der MHC-Typ vererbt?
kodominant:
2 Genloci+2Allele—>Geschwister zu 25% identisch
->HLA Polymorphismus für Population überlebenswichtig, für Individuum problematisch
-> niedrige Anzahl MHC-Gene pro Individuum
Promiskuität: ein MHC-Molekül kann verschiedene Peptide binden
Was ist Kreuzpräsentation?
Zelle: cDC1
Kreuzpräsentation ermöglicht dendritischen Zellen, exogene Antigene auf MHC-I zu präsentieren, um CD8⁺ T-Zellen primär zu aktivieren, wenn die APC selbst nicht infiziert ist
—> effektive CTL Antwort erst durch Priming möglich
Beispiel:
Viele Viren:
infizieren keine DCs
oder blockieren deren MHC-I
Trotzdem müssen CD8⁺ T-Zellen aktiviert werden
Lösung:
DC nimmt Virusreste auf
kreuzpräsentiert auf MHC-I
aktiviert CD8⁺ T-Zellen im Lymphknoten
Umgekehrt: DC Aufnahme von Tumorantigen und Präsentation sorgt für effektive Aktivierung von T-Helferzellen mit allen Kostimulatoren
Welche Konsequenzen haben MHC-Defizienzen?
MHC1: BLS-Typ1 —> keine CD8 Zellen (TAP1/2 Mutation)
MHC2: BLS-Typ2—> keine CD4 Zellen (Mutation im Transkriptionsapparat)
Bare lymphocyte Syndrome= Form von SCID
Was ist der immunologische Mechanismus beim ,,missing self” prinzip?
->Virusinfizierte Zellen exprimieren kein MHC1, um der CTL-Antwort auszuweichen
-> fehlendes MHC1 wird aber von NK-Zellen über den KIR als Aktivierungssignal erkannt
Entstehung der AG-Rezeptordiversität
Somatische Rekombination:
a)VDJ-Rekombination der schweren Kette: RAG1/2, 12/23 Regel, Allele Exklusion
b) Junktionale Diversität: zufälliges Splicing(bei B-Zellen wird hier IgM und IgD erzeugt) TdT(kann ohne Matrize anlagern)—>Leseraster verschiebt sich—>Funktionskontrolle notwendig durch VpreB—> Einbau surrogate light chain bei Funktionserhalt—>Signal für Einbau der leichten Kette
c) somatische Rekombination der Leichten Kette VJ—> bei Autoreaktivität rezeptor editing
d) VDJ+VJ kodieren CDRs
Wie ist die Theorie der klonalen Selektion zu verstehen
Burnett-Theorie: klonale Selektion sorgt für große Rezeptordiverstät, große Vielfalt mit limitiertem Genmaterial
Was sind die verschiedenen B-Zellpopulationen?
B-1-Zelle:
~5% alle B-Zellen,
->konstitutive IgM (natürliche Antikörper) Produktion im Peritoneum, Mukosalem Gewebe ohne T-Helferzellen
B-2-Zelle:
~95%
->spezifische Aktivierung mittels T-Zelle
Checkpoints der B-Zellreifung
Checkpoint 1->Reifung im KM (zentrale Toleranz), naive B-Zelle, ggf. Rezeptorediting bei Autoreaktivität, sonst negative Selektion->Apoptose
Checkpoint 2->Milz (periphere Toleranz) Abschluss der Reifung von transitionellen B-Zellen (IgM/IgD) zu Follikulären B-Zellen durch DCs
Bindung von Selbstantigen führt zu Apoptose
Zirkulation in über das Blutsystem in die Peripherie und über das Lymphsystem
->Eintritt in Lymphknoten über HEVs
B-Zellaktivierung durch follikuläre DC->klonale Selektion->Plasmazelle/Gedächtniszelle
->keine Aktivierung->Apoptose
Welche Auswirkungen hätte ein Defekt in der B-Zellausreifung?
-> keine reifen B-Zellen durch bsp Tyrosinkinasedefekt
->Bruton Syndrom (SCID) Agammaglobulinämie, keine Reifen B-Zellen, keine AK
->Hyper IgM Syndrom (CD40L Defizienz)-> klassenswitch blockiert-> erhöhte Infektanfälligkeit
Welche T-Zellzytokine sorgen für welche Klassenswitches in B-Zellen?
T-Zellunabhängige Antworten meist IgM
Th1 → IFN-γ → IgG
Th2 → IL-4 → IgE
Mukosa → TGF-β → IgA
was hat linked recognition mit Selbsttoleranz zu tun?
T-Helferzelle triggert B-Zelle über CD40
-> sorgt auch für Aufrechterhaltung der Selbsttoleranz
->autoreaktive AK können nur mit autoreaktiven T-Zellen gebildet werden
Was bedeuted ein FoxP3 Defekt?
Ein FoxP3-Defekt bedeutet einen Ausfall regulatorischer T-Zellen (Tregs) mit schwerer systemischer Autoimmunität
-> Verlust der peripheren Toleranz, IPEX-Syndrom
Was ist ALPS?
FAS/FASL mutation, Störung der Apoptoseprozesse
->fehlende periphere Toleranz
Was hat ein Defekt im AIRE-Gen zufolge?
->Transkriptionsfaktor AIRE kontrolliert autoreaktive T-Zellen im Thymus—> Autoimmunität
->Defizinez führt auch zu Auto-AK (linked recognition= Selbsttoleranz kann nicht aufrecht erhalten werden)
mTec->präsentieren kein AG, APECED Syndrom (Candidiasis)
Beispiele für systemische und organspezifische Autoimmunerkrankungen
Organspezifisch
Systemisch
Typ-1-Diabetes
rheumatoide Arthritis
Multiple Sklerose
systemischer Lupus
Wie werden Autoimmunerkrankungen klassifiziert?
Über Pathomechanismen, Bsp:
Syndrom
Autoantigen
Resultat
AIHA
Rhesus AG
Anämie
AITP
AG gegen Integrin
Blutungen
unbekannt
Gelenkentzündung
AG- gegen Pankreas
ß-Zellen Zerstörung
AG- gegen Myelin
CD4-Zellinvasion ins Gehirn
Womit ist Autoreaktivität häufig assoziiert?
HLA-Genotyp+ vorangegangene Infektionen/ Umwelt
Was bedeuted molekulare Mimikry bei Autoimmunität?
Strukturelle Ähnlichkeit zwischen Fremdantigenen (z. B. von Erregern) und körpereigenen Antigenen, sodass eine gegen den Erreger gerichtete Immunantwort kreuzreaktiv auch Selbstgewebe angreift
Bsp. rheumatisches Fieber durch Strep pyogenes
Was sind immunologische Checkpoints?
Checkpoint
Ligand / Partner
Wirkung
CTLA-4
CD80/CD86 auf APC
Blockiert Kostimulation (CD28), hemmt frühe T-Zell-Aktivierung
PD-1
PD-L1 / PD-L2 auf APC oder Tumorzellen
Inhibiert T-Zell-Signal → Reduktion von Proliferation und Zytokinproduktion
->Vermeidung von Autoimmunitäten durch Exhaustion (weniger IL-2, mehr PD-1 und CLTA-4
-> Tumorzellen aktivieren Checkpoint-> Immunevasion
Was ist der klinische Lösungsansatz für die Tumortherapie, um Immunevasion zu vermeiden?
Checkpoint Therapie-> Synthetische Anti (CLTA4/ PD1/PD1L)-AK
—>Reaktivierung von exhausted T-Zellen
—> Kombinationstherapie oft wirkungsvoller
—> nebenwirkungen Autoreaktive T-Zellen
Wie kann bei CD-19 B-Zellleukämien therapiert werden?
CAR-T-Zell-Therapie:
Dialyse+ T-Zellisolation, Zellkulturen
genetische Modifikation AG-Rezeptor
Replikation (IL-2)
Chemotherapie
Infusion
->nutzen sc-variables fragment eines AK zur AG-Erkennung von Neoantigenen der Tumore(modifizierte AK)
Klassifikation von Überempfindlichkeitsreaktionen
Typ 1
Soforttyp
IgE
Nahrungsmittelallergie
Typ 2
zytotoxische AK
IgG/M
AIHA/Transfusionsreaktionen
Typ 3
AG/AK-Komplexe
IgG
Serumkrankheit
Typ 4
verzögerte Überempfindlichkeit
T-Zellen
Nickel, Sonnenallergie
Typ 5
epithelial
Typ 6
metabolisch
Typ 7
Chemikalien
Was ist die Funktion der Mastzelle bei Allergischen Reaktionen?
Sensibilisierung:
-Erstkontakt mit Allergen
-Aktivierung von Th2-Zellen → IL-4, IL-13
-B-Zellen produzieren Allergen-spezifisches IgE
-IgE bindet an FcεRI auf Mastzellen
-Mastzellen sind sensibilisiert, noch keine Symptome
Erneuter Kontakt:
-Allergen bindet an IgE auf Mastzelle
-Quervernetzung der FcεRI-Rezeptoren → Aktivierung
-Sofortige Freisetzung von Histamin, Heparin, Proteasen
-Produktion von Lipidmediatoren & Zytokinen: Leukotriene, Prostaglandine → verzögerte Reaktion
Effekt auf Gewebe:
-Vasodilatation → Rötung, Schwellung
-Gefäßpermeabilität ↑ → Ödem
-Glatte Muskulatur kontrahiert → Bronchokonstriktion
-Schleimproduktion ↑ → Atemwege / Darm betroffen
Wann wird ein Antigen zum Allergen?
nur Proteine können T-Zellantwort auslösen
enzymatisch aktiv
niedriges Molekulargewicht, begünstigt Aufnahmen
Stabilität erhöht die Wirksamkeit als Allergen
gute Löslichkeit
Welche Zelltypen werden bei welchen Allergietypen aktiviert?
Typ 1 : (Soforttyp/IgE)
Th2-Zellen → IL-4, IL-13 (IgE-Klassenwechsel), IL-5
B-Zellen/Plasmazellen → IgE-Produktion
Mastzellen (zentral) → FcεRI-vermitteltes Degranulieren
Typ 2: (zytotoxisch über IgG/M)
B-Zellen/Plasmazellen → IgG, IgM
Komplementsystem->(Neutrophile Granulozyten, Makrophagen, NK-Zellen)
Typ 3: (Immunkomplexe, AG/AK)
B-Zellen/Plasmazellen → IgG
Komplementsystem ->Neutrophile Granulozyten (zentral)+Makrophagen
Typ 4a: (Kontaktdermatitis,Tuberkulinallergie)
->TH1 Zellen->Makrophagenaktivierung
->auch CD8 Aktivierung
Typ 4b: (Arzneimittelexanthem)
-> TH2 Zellen->eosinophile
Welche Komponenten sind bei der Signaltransduktion in T-Zellen aktiv?
1.TCR (a/ß-Kette)-> bindet an MHC+Peptid +CD4 oder CD8
CD4/8 kostimulation
CD 28/80/86
2.CD3-> gamma, epsilon, zeta-ketten
Enthält ITAMs (Immunoreceptor Tyrosine-based Activation Motifs)
Signalübertragung ins Zellinnere
3.CD45-> Starter, ermöglicht ZAP-70 Bindung an ITAMs
4.Tyrosinkinasen: LcK, Fyn, ZAP-70
->Dominoprinzip, Phosphorylierungskaskade
5. PTPN22 Regulationskomponente:
->dephophoryliert Src Kinasen, Zusammenhang mit Autoimmunerkrankungen
6.SH2/SH3-Domänen an Tyrosinkinasen ermöglichen Interaktionen mit ITAMs
Wie funktioniert die regulation von LcK in T-Zellen?
Lck wird in T-Zellen durch Konformationsänderung (SH2/SH3), phosphorylierende Kinasen (Csk), dephosphorylierende Phosphatasen (CD45 aktivierend, PTPN22 dämpfend) und Co-Rezeptoren (CD4/CD8) fein reguliert
Die Regulation von Lck bestimmt, wann und wie stark eine T-Zelle aktiviert wird – sie balanciert zwischen effektiver Immunabwehr und Selbsttoleranz
Die Aktivierung der LcK ist schnell und transient
Was ist eine immunologische Synapse
->effektive Signalübertragung zw. T-Zelle und APC
-Stabilisiert den Zellkontakt: Integrine (z. B. LFA-1 ↔ ICAM-1) halten T-Zelle an APC
-effiziente Signaltransduktion durch rafts(bündelt TCR und Src-Kinasen räumlich)
-Polarisation: CTL kann gerichtet Granzym sekretieren
Was ist das Signalosom?
Das Signalosom ist das intrazelluläre „Schaltzentrum“ der immunologischen Synapse, das TCR-Signale bündelt, verstärkt und auf die Transkriptionsfaktoren NFAT und NF-κB überträgt
Signalosom bringt verschiedene Kaskaden zusammen:
Ca²⁺ / Calcineurin → NFAT
PKC-θ → NF-κB
Ras/MAPK → AP-1
Was muss passieren, damit NFAT aktiviert wird? Wie wirken CSA/TAC dagegen?
NFAT wird durch TCR-vermittelten Ca²⁺-Anstieg aktiviert:
1.TCR Signal aktiviert Tyrosinkinasen Lck und Fyn
ZAP-70 wird von aktivierten ITAMs an seinen SH2 Domänen phosphoryliert und aktiviert dann Adapterproteine (PLC-y1)
PLC-γ1 spaltet PIP2 und erzeugt IP₃ und Diacylglycerol
Diacylglycerol aktiviert NFkB
IP3 bindet an seine Rezeptoren→ Ca²⁺ wird ins Zytoplasma ausgeschüttet→Dephosphorylierung von NFAT durch Calcineurin → NFAT wandert in den Kern und aktiviert Genexpression, z.B. IL-2
CSA/TAC hemmen Calcineurin->NFAT bleibt phosphoryliert → keine nukleäre Translokation → T-Zell-Aktivierung blockiert → weniger IL-2-Produktion
-> Das funktioniert nur über die Dosierung: NFAT in jeder zelle vorhanden, T-Zellen werden bei niedrigen Konzentrationen bereits gehemmt
Wie beeinflusst das Zytokinmilieu die T-Zellpolarisierung?
TH1: IFN-y, IL-12
TH2: IL 4
Treg: TGF-ß, IL-2
TH17: TGF-ß
Unterschiede zwischen tissue resident und zirkulierenden T-Zellen?
->unterschiedlichen Positionen im Gewebe
->Metabolismus ist unterschiedlich
->Unterschiede im TCR
->Ankermoleküle, fehlende Rezeptoren
Wie unterscheidet man T-Zellpopulationen In Vivo?
Intravenöses immuncell labeling
fluoreszenzmarkierte Ak (dürfen nicht gewebegängig sein)
Labeling, Zeitkomponente wichtig(wanderung ins Gewebe nach 3min)
Wie unterscheidet man T-Zellpopulationen In situ?
Labeling mittels Farbstoff und UV-Detektion, Farbstoffstoff muss gewebegängig sein, Beobachtung tissue resident t-cells
Was konnte man durch Parabiose/Orthotopie nachweisen?
Parabiose:
Durch Kapillarisierung fand man Memor effector T-Zellen von Maus 1 in Maus 2
Orthotopie:
Nachweis von tissue resident memory T-Zellen nach Transplantation
switch der T-Zellpopulation resident->effektor nachweisbar
Latente Infektionen können transferriert werden
Gedächtnis im angeborenen Immunsystem?
generational memory
->Zellvorläufer werden epigenetisch reprogrammiert (Bookmark)
->Tochterzellen reagieren schneller/stärker
->trained immunity auch bei anderen Zellen
Der JAK/STAT Weg:
Charakteristika von Zytokinen
-Sekretion ist kurz und selbstlimitierend
-pleiotrop und redundant
-autokrin, parakrin, endokrin
-nutzen spezielle Signalwege (JAK/STAT)
Zytokine der angeborenen Immunität
Vorallem von aktivierten Makrophagen produziert:
-IFNa/ß antiviral
-TNF/ IL-1 inflammatorisc
-Chemokine -> Leukozytenrekrutierung
-IL-12->IFNy Produktion in Neutrophilen
Zytokine der erworbenen Immunität
-IL-2 Wachstumsfaktor für T-Zellen
-IL-4 IgE Produktion, TH2 Zellpolarisation
-IL-5 aktiviert Eosinophile
-IFNy aktiviert Makrophagen/DCs
Link zwischen angeborener und erworbener Immunität durch Zytokine
Makrophagen,DCs: IL-12 <—>IFNy (T-Zellen,NK-Zellen)
->positive Rückkopplung
Was passiert Bei einer Entzündungsreaktion?
Erkennung des Schadens
PRRs (z. B. TLRs, NLRs) erkennen PAMPs/DAMPs auf/in:
Makrophagen, dendritischen Zellen, Mastzellen, Endothel
Aktivierung von NF-κB, Inflammasom etc.
Freisetzung von Mediatoren
Zytokine: TNF-α, IL-1β, IL-6
Chemokine: CXCL8 (IL-8) → Neutrophilenrekrutierung
Lipidmediatoren: Prostaglandine, Leukotriene
Komplement, Histamin (v. a. Mastzellen)
Gefäßreaktion
Vasodilatation → ↑ Durchblutung
↑ Gefäßpermeabilität → Plasma tritt aus
Leukozytenrekrutierung
Endothelaktivierung → Selektine, Integrin-Liganden
Rolling → Adhäsion → Diapedese
Chemotaxis zum Entzündungsherd
Elimination & Aufräumen
Phagozytose (Neutrophile, Makrophagen)
Abtötung (ROS, NO, Enzyme)
Efferocytose apoptotischer Zellen
Einleitung der Resolution/Heilung
T-zell-Subpopulationen Unterschiede
TH1:
-Polarisierung: IL-12, IFNy
-Transkriptionsfaktor: T-bet
-Effektorzytokine: IFNy, TNFa, IL-2
-zelluläre Immunität
TH-2:
-Polarisierung: IL-4
-Transkriptionsfaktor: GATA3
-Effektorzytokine: IL-4,5,13
-humorale Immunität
TH17:
-Polarisierung: TGF-ß, IL-6
-Transkriptionsfaktor: Roryt
-Effektorzytokine: IL-17,22
-Proinflammatorisch
Treg:
- Polarisierung: TGF-ß, IL-2
-Transkriptionsfaktor: FoxP3
-Effektorzytokine: IL-10
Was sind die lokalen und systemischen Effekte der Zytokinausschüttung bei einer Entzündungsreaktion?
Lokale Effekte
systemische Effekte
TNF-α, IL-1β, IL-6
IL-1, TNF-α, IL-6
Kardinalsymptome
Akute Phase, CRP+Fib+steigt
CXCL8->Chemotaxis
Fieber, vorallem durch IL-6
ICAM, E-Selektin erhöht
SIRS Gefahr
Gefäßpermeabilität erhöht
Komplementaktivierung
Welche angeborenen und adaptiven Komponenten des Immunsystems spielen eine Rolle bei der Bekämpfung von Viren?
angeboren:
DCs->Erkennung TLR7->IFNa/ß->NK-Zellen->bei missing self +KIR programmierter Zelltod durch Fas/FasL+Granzyme
adaptiv:
->CD4/8 werden ebenfalls von APCs aktiviert über MHC 1/2
->APC regt CD40L von CD4 Zellen an<->CD40 stimuliert B7 Moleküle= CD8 Stimulation
Welche Abwehrmechanismen greifen bei Infektion mit Influenza?
Ausschüttung IFNa/ß elementar:
->MHC1 Expression+ antivirales Stadium der infizierten Zelle
CTLs erkennen MHC+Viruspeptid auf APCs
Missing self + Stressliganden->NK-Zellaktivität
Später: Lipidhülle der Viren angreifbar durch Antikörper von B-Zellen oder Impfstoffe
->Komplementaktivierung
Welche Komponenten der adaptiven Immunantwort sind wichtig bei der Bekämpfung intrazellulärer Bakterien? Granulombildung?
humorale Immunantwort irrelevant->Intrazelluläre Bakterien werden durch AK nicht tangiert
DC/Makrophagen präsentieren Antigen auf MHC-II
IL-12 → Th1-Polarisierung->IFNy aktiviert widerum Makrophagen
Granulombildung: v. a. bei Mycobacterium tuberculosis
->Th1-Zellen + aktivierte Makrophagen
->Lipidschicht schützt Bakterium
->Zellen Sterben->lokale Entzündung
->Weitere TH1 Antwort->Granulom
Wie wird im Mausmodell klassisch ein monoklonaler Antikörper produziert
-Immunisierung der Maus mit AG X
-Myelomzellen (keine AK Produktion) kultivieren
-Milzzellen der Maus mit Myelomzellen fusionieren (PEG)
-Hybridomzellen produzieren AK X
Was passiert bei Bindung eines TLR auf der APC?
Dimerisierung TLR->NF-kB aktiviert:
TNF-α, IL-1β, IL-6 (Entzündung)
IFN-α/β (antiviral)
Kostimulatoren (CD80/86), MHC-Hochregulation
Probleme bei der klinischen Anwendung muriner AK
-Haltbarkeit murin: ~20h, human 21d
-unzureichende Aktivierung von Effektorzellen
HAMA: Immunantwort gegen murine AK (konstanter Fc-Teil)
->Versuch der Humanisierung (Xenomaus)
Ausnahme muriner AK ohne HAMA?
->mAb OKT3 (anti CD3)
->verhindert Transplantatabstoßung
->keine HAMA, weil nur 1x wöchentlich injiziert (keine langfristig repetitive Anwendung
Therapeutisch effektivste IgG-Subklassen?
IgG1/3 bei Fc-vermittelten Effektorwirkungen
behandlungsansatz bei B-Zelllymphomen?
humanisierter a-CD20-Ab Rituximab
Mechanismus:
->rituximab bindet an Pan B-Zellrezeptor (CD20)
->IL-10 Produktion induziert autokrine B-Zellapoptose über BCL-2->Caspase (Komplement-klassischer Weg)
->ADCC durch NK-Zellen
Alternative Antikörperformate in der Tumortherapie
-Bispezifische Antikörper 2AG spezifitäten, bringen Effektorzelle und Zielzelle in räumliche Nähe
-scFv AK (CAR-T-Zellen, kein Fc-Teil)
-Catumaxomab (trispezifisch) ratten/maus/hybrid AK, der Karzinom, CD3, und FcR
-Immunkonjugate zur Tumortherapie mit Radioisotopen (Tumordetektion+Bekämpfung) Bsp. Brentuximab bei hodgkin-Lymphom
Immuntherapie bei allergischem Asthma?
Omalizumab:
-humanisierter a-IgE-AK
Größtes Problem mukosaler Immunisierung?
Umgehen von Toleranzmechanismen->Durchbrechen mit Adjuvantien führt zu starken Entzündungen Bsp. Poliomyelitis
Mukosale Immunität Besonderheiten, Aufbau
~75% der Immunität
-MALT (Bsp Peyer Plaques im Darm)
-intestinale Lymphozyten: produzieren CAPS, wandern nicht
-B-Zellen in isolierten Lymphfollikeln ohne T-Helferzellen
-Tolerogenes Milieu in der Homeosthase
Aufbau:
-1 Zellschicht Enterozyten/Panethzellen/Becherzellen verbunden über Tight junctions
-Mukusschicht von Becherzellen gelartig mit CAPS(Panethzelle) und IGA
-B-Zellen: Klassenwechsel+Hypermutation IgM->IgA ohne T-Helferzellen allein durch Mikromilieu von DCs: APRIL+BAFF
Besonderheiten des IgA im Mukus
-aktiviert kein Komplement
-vor Transzytose sekretorische Komponente als Schutz vor Proteasen
Transzytose von AG ?
-gleichzeitig größte Schwachstelle
-Mirkofaltenzellen in Peyer-Plaques
->AG->DC Aktivierung->T-Zell-Priming
2 Arten von T-Zell-Priming
-direkt an Peyer-Plaques durch aktivierte DC
-nach Wanderung der DC in mesenteriale Lymphknoten
Woraus besteht das tolerogene Milieu in der Mucosa
-TSLP
-Retinsäure
-TGF-ß
Was bewirkt die Retinsäure im Milieu
->expression von Homing Molekülen
->expression von FoxP3->Treg
Wie funktioniert das gut-homing im GALT?
Lymphozyten werden in GALT (Peyer-Plaques, mesenteriale Lymphknoten) geprägt und exprimieren danach spezifische Homing-Rezeptoren, die sie selektiv in den Darm über die HEVs lenken:
Antigenpräsentation im GALT/mesenterialen LK
DCs produzieren Retinsäure
T-/B-Zellen exprimieren α4:β7 + CCR9
Im Blut: Chemotaxis
Rolling/Adhäsion über α4β7 – MAdCAM-1
Einwanderung in die Darmschleimhaut
Entdeckung der mukosalen Toleranz:
-Mais-Diät in Mäusen resultierte in oraler Toleranz gegen Mais-Antigen->induzierte Toleranz
-bei Alloantigenen: keine vorherige zentrale Toleranz, da Antigene nicht im Thymus präsent
Eigenschaften induzierter toleranz, therapie bei Menschen?
-antigenspezifisch
-partiell
-effektiv bei Erstkontakt
-Füttern VOR Immunisierung notwendig
-Threshold Effekt bei Mäusen nach AG-Dosis
Bei Mensch:
-Allergen muss bekannt sein, Bsp. Allergien
Was ist Bystander supression?
2 AG aus gleichem Organ
->Aktivierung organspezifischer Treg
->gleiches ergebnis bei beiden AG
Modulation der oralen Toleranz?
hemmt
verstärkt
IFNy
IL-2,4,10
anti IL-12
CD80 Überexpression
TGFß
Graft versus Host disease
anti-CD4
Funktion von NK-Zellen
Lücke im System bei missing self Phänomen
->CTL wird unterwandert
->komplementäre Funktion zu CTLs
Erziehung von NK-Zellen
komplementäre Systeme:
-MHC-1 Moleküle (werden meist unabhängig von gebundenem Peptid erkannt) als Liganden von NK-Zellrezeptoren
->Inhibitorische/aktivierende NK-Zellrezeptoren
->KIR/Ly49: 4 Familien, können aktivierend oder hemmend wirken
aktivierend: Kinase
inhibierend: Phosphatase
->Erziehung an HLA-E/Qa-1 Maus->Hemmung
Unterschied von MHC erkennung bei CTL und NK-Zelle?
NK-Zellen
TCR erkennt Peptid + self-MHC
KIR Epitope
Positive Selektion auf self-MHC
Education über inhibitorische MHC-I-Rezeptoren
MHC-restringiert
Nicht MHC-restringiert
Hochspezifisch
Muster-/Stress-basiert
Vorraussetzung für NK-Zellaktivierung
-Wegfallen des hemmenden Signals
-HLA-C Reduktion
Was passiert bei niedriger MHC1 Expression?
das hemmende Signal von HLA-E fällt komplett weg
->bindet normalerweise an CD94 und hemmt NK-Zelle
was passiert beim induced self Phänomen
Induced self bedeutet, dass Stress- oder Transformationsliganden (z. B. MICA/B, ULBPs) auf körpereigenen Zellen die NK-Zell-Aktivierung auslösen, sodass die Zelle trotz vorhandener MHC-I-Expression lysiert wird
missing self in der tumortherapie
In der Tumortherapie wird das „missing self“-Prinzip“ genutzt, indem NK-Zellen oder CAR-NK-Zellen Tumorzellen erkennen, die MHC-I herunterreguliert haben, wodurch die inhibitorischen Signale fehlen und die NK-Zellen die Tumorzellen gezielt abtöten Bsp. Lirimumab
Unterschied zu CAR-T-Zellen: Alloreaktivität
Beispiele für Immunevasion?
HIV: supprimiert HLA-A/B Transport an Zelloberfläche, nur HLA-C wird präsentiert
CMV: virales Protein immitiert MHC1
Charakteristika invarianter NKT-Zellen
-funktional angeborenes Immunsystem
-Wandern aus dem Thymus direkt in Schleimhäute
-Binden vorallem Lipide
Charakteristika ILC-Zellen
-lokale, gewebsständige Lymphozyten (Schleimhäute)
-keine AG-spezifischen Rezeptoren
-durch Cytokine zu Sensorzellen aktiviert
-produzieren Cytokine (Cytokine induced cytokine)
-können lokal proliferieren
Spezialisierung:
innate Lymphozyten
Transkriptionsfaktoren/Cytokin
adaptive Lymphozyten
T-bet/IFNy
CD8
ILC1
T-bet/ IFNy
ILC2
GATA-3/IL-5
ILC3
RORyt/IL-17
TH17
Zusammenspiel angeboren+adaptive Immunität
TH1->IFN-γ, TNF-α, IL-2->Monozyten,Makrophagen
TH2->IL-4, IL-5, IL-13->Eosinophile,basophile
TH17->IL-17->Neutrophile
Vorteil der kodominanten Genexpression von HLA
-> hohe Variation an HLA in einer Population->MHC-Polymorphismus
-> ein Individuum hat 6 verschiedene HLA-Gene
Autoimmunetiologie HLA-basierter Krankheiten
nah beieinander liegende Gene auf dem Chromosom werden öfter gemeinsam vererbt
Mögliche Mechanismen:
->linked Desequilibrium (HLADQ2,8->Zöliakie)
->HLA selbst verantwortlich
Bsp. idiopathische Hemochromatose->MHC1 ohne Immunfunktion, da MHC1 hier kein Peptid binden kann
Was besagt die 12/23 Regel?
RAG1/2 erkennt die Rekombinationssignalsequenzen (RSS), die aus Heptamer–Spacer–Nonamer bestehen (Spacer = 12 oder 23 bp)
->Ein Gensegment mit einem 12 bp Spacer kann nur mit einem Segment mit einem 23 bp Spacer rekombinieren – nie 12/12 oder 23/23
Resultat:
Stellt die korrekte Reihenfolge der Rekombination sicher (z. B. V–D–J statt V–V oder J–J).
Erhöht die Diversität, verhindert aber fehlerhafte Rearrangements
WIe funktioniert die Aktivierung konventioneller B-Zellen (B-2-B-Zellen)
Thymusunabhängige Produktion von AK durch Clustering an repetitive Epitope (z.B. LPS)
->kein Klassenwechsel, keine Affinitätsreifung
Thymusabhängige Produktion von Antikörpern
-> Primäre Aktivieerung durch B-Zell-Rezeptorkomplex (BCR+CD19)
->Proteine haben keine repetitiven Sequenzen, Signal zu schwach, T-Zellhilfe (TFH-Zellen im Lymphknoten) notwendig (CD40L+Cytokine)
->linked recognition
Vor-und Nachteile von linked recognition
Vorteil: Erhaltung der Selbsttoleranz
->autoreaktive AK nur mit autoreaktiven T-Zellen aktivierbar
Nachteil: niedrigere Wahrscheinlichkeit des Zusammentreffens passender T- und B-Zellen
->Zusammentreffen B- und T-Zellen (+T-Zellen und DC) räumlich/zeitlich in Lymphknoten organisiert werden
Wie läuft die AG-Prozessierung im Lymphknoten ab?
->AG-Transport passiv durch Lymphe oder aktiv durch migratorische DCs über HEVs in den Paracortex
->naive B/T-Zellen scannen den Lymphknoten und verlassen ihn wieder
naive B-Zellen: aktiviert in Primärfollikeln durch follikuläre DCs
Wanderung an die Grenze der Primärfollikel-> dort sitzen von DC bereits aktivierte TFH ->linked recognition
T-Zellen:
->wandern in Paracortex und tasten DCs ab
->Aktivierung-> Proliferation
a) Effektor-T-Zelle-> Lymphknoten wird verlassen
b) TFH->wandert an die Grenze der Primärfollikel
Checkpoints der CTL-Aktivierung?
APC erkennt AG durch PRRs und induziert Reifung und Expression kostimulatorischer Moleküle (CD80/86)+MHC
-> CD4 T-Zelle erkennt MHC->unterstützung über CD40L
->DC-Licensing
->Schutzmechanismus für die Aktivierung von CTLs
Klinische und sterile Immunität
Klinische Immunität: Erreger kann sich vermehren und weitergegeben werden, aber kein vollständiges Krankheitsbild im Wirt auslösen
Sterile Immunität: Erreger kann sich in immuner Person nicht vermehren->Herdenimmunität wird möglich
Ziel der Vakzinierung? Wann ist sie effektiv?
Spezifische neutralisierende Antikörper gegen den Erreger und langlebige Plasmazellen induzieren
Effektive Antikörperproduktion muss gewährleistet sein->CD4T-Zell-Hilfe
Lebendimpfstoffe können lebenslange AK-Titer induzieren
Rekombinante Proteine/Erregerbestandteile+Adjuvanzien müssen immer wieder aufgefrischt werden
Varianten von Impfstoffen
-Lebendimpfstoff
-attenuierte Viren
-attenuierte Toxoide
-Polysaccharide+Konjugat
-rekombinante Proteine
-Vektoren
-DNA/RNA
Entdeckung der Attenuation
Louis Pasteur: Erreger verliert seine Pathogenität, nicht aber seine Immunogenität
Auf welchem Prinzip beruht ein Polysaccharid Konjugatimpfstoff
Hapten-Carrier-Prinzip, linked recognition
->kovalente Bindung von Polysaccharid an Carrier notwendig für gemeinsame Erkennung/ Internalisierung
Beste Carrier: Tetanus/Diphterie Toxoid, hoch immunogen
Beispiel rekombinante Impfstoffe
HPV Impfung
->isoliertes Protein aus Viruskapseln (virus like particle
->rekombinante DNA
Vakzinierung aus abgetöteten Organismen
Robert Kochs Entdeckung
->Immungenität bleibt nach Abtötung von Bakterien erhalten
—>Grundlage der Serumtherapie/ passive Immunität
->Toxoide als Impfstoffe gegen Diphterie/Tetanus
Vektor Impfstoffe Prinzip
Adenoviren (dsDNA) mit Replikationsdefizienz meistens verwendet als Vektor (Sars-CoV2)
->kein Adjuvanz notwendig für T-Zell-Hilfe
->Existierende Immunität(AK-gegen Adenovirus) wird umgangen, indem man Chimpansen Adenoviren nimmt
DNA/mRNA Impfstoffe
DNA:
-DNA Sequenz des Antigens in bakteriellem Plasmid kloniert->AG
->unmethylierte DNA starkes endogenes Adjuvanz->TLR9
-keine klinische Anwendung bis heute, Tiermodell erfolgreich
mRNA:
-löst starke Entzündungsreaktion aus, Basenmodifikation notwendig um Entzündungen zu drosseln und Halbwertszeit zu erhöhen
-Herstellung durch in-vitro-Transkription
-Lipid Nanopartikel als Hülle, Schutz vor Abbau+Zelltransport
Wann sind Adjuvanzien nötig?
-Lebendimpfstoffe benötigen keine Adjuvanzien, da das Immunsystem bereits vollständig involviert wird
-Toxoide, rekombinante Proteine benötigen Adjuvanzien
Bekanntestes Adjuvanz: Aluminiumhydroxid
->aktiviert Inflammasom->IL-1 steigt->Entzündungsreaktion wird ausgelöst
Hauptproblem der Entwicklung: Nebenwirkungen
Problem der mukosalen Vakzinierung
->IgA Antwort in den Schleimhäuten induzieren
->Virus->überwindet Epithelschicht->Lymphsystem->Blut->Neuronen->Lähmung (Bsp. Polioimpfung)
Variante Polioimpfstoffe:
inaktiviertes Virus->Salk->keine IgA Produktion, wirkt aber durch IgG trotzdem
attenuiertes Virus->Sabin (Schluckimpfung)-> IgA Produktion erfolgreich
Funktionsweise Regulatorischer T-Zellen
Anti entzündliche Zytokine, IL-10, TGFß
Zytolyse, Granzym induziert Apoptose
Metabolische Hemmung, IL-2 Hunger bei NK-Zellen führt zu Apoptose
Inhibierung von DCs, CTLA4 bindet an B7 Moleküle, dadurch auch inhibierung der T-Zellproliferation
Reziproke Regulation von T-Zellen
TH1 inhibiert TH2 Polarisation durch IFNy
TH2 inhibiert TH1 Polarisation durch TGFß
Interaktion von CTLs mit Zielzellen
1. Unspezifische Bindung zunächst über LFA-1 und ICAMs
-> MHC1 spezifische Aktivierung über TCR
-> Fas/FasL Bindung
-> Perforin+Granzym
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