Erzwungener Transfer: Kennzeichen
Transfer erfolgt nicht als beidseitig vorteilhafter Tausch (kein echtes „Einverständnis“ notwendig)
Staat bestimmt Wert/Verfahren (direkt oder indirekt über Regeln/Institutionen)
Ziele oft nicht Alternativkosten, sondern z. B. Verteilung/Gerechtigkeit/Transaktionskostenreduktion
Beispiele erzwungener Transfers (3 nennen können!)
Schadenersatz (z. B. Waldbrand durch Rauchen → „Preis“ = Schadenersatz)
Enteignung/Entschädigung (z. B. Autobahn)
Besteuerung/steuerrechtliche Bilanz, handelsrechtliche Haftung, öffentliche Ausgaben (z. B. WaldR, K-N-Analyse)
Rolle des Staates: Wo liegt der Kernunterschied?
freiwilliger Tausch: Staat regelt Eigentumsrechte/Schutz, nicht die Wertbildung
erzwungener Transfer: Staat regelt zusätzlich Wert/Verfahren der Bewertung (oder zwingt deren Anwendung)
Warum gibt es erzwungene Transfers? (Gründe)
Transaktionskosten senken (sonst käme vieles nie zustande)
Distributions- & Gerechtigkeitsziele
paternalistische Begründungen
(teilweise) Vorstellungen eines „objektiven Wertes“
„Die zwei Welten“: Wie sind sie verbunden?
verbunden über Preise aus freiwilligem Tausch
Preise sind die einzige beobachtbare Informationsquelle über Waldwerte
ohne Markttransaktionen fehlen Beobachtungsdaten → Wertkalkulationen werden „in der Luft hängend“
Was kann ein Außenstehender aus einem beobachteten Preis ableiten?
Käuferwert ≥ gezahlter Preis
Verkäuferwert ≤ gezahlter Preis
mehr weiß man über die subjektiven Werte nicht sicher
Freiwilliger Tausch: Kennzeichen
Käufer & Verkäufer handeln für sich selbst
beide profitieren (sonst kein Abschluss)
Waldwerte basieren auf Alternativen/Opportunitätskosten der Beteiligten
Zuletzt geändertvor 22 Tagen