Definition und Ziel
Was ist der Kern des Wasserressourcen-Managements und welcher Standard wird weltweit anerkannt?
Wie definiert die Global Water Partnership (GWP) das IWRM?
Im Kern geht es darum, die Balance zwischen Angebot und Nachfrage zu finden, dabei die Umwelt zu schützen und soziale Gerechtigkeit zu gewährleisten. Der weltweit anerkannte Standard ist das Integrierte Wasserressourcenmanagement (IWRM).
IWRM ist ein Prozess, der die koordinierte Entwicklung und Bewirtschaftung von Wasser, Land und damit verbundenen Ressourcen fördert, um das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen auf gerechte Weise zu maximieren, ohne die Nachhaltigkeit lebenswichtiger Ökosysteme zu beeinträchtigen.
Nenne die fünf größten aktuellen Herausforderungen für das Wasserressourcen-Management.
1. Klimawandel (Veränderung hydrologischer Zyklus),
2. Urbanisierung (Flächenversiegelung),
3. Landwirtschaft (größter Verbraucher),
4. Veraltete Infrastruktur (Leckagen),
5. Umweltbelastung (Schadstoffe).
Welche drei Hauptsektoren (Handlungsfelder) umfasst das Wasserressourcen-Management?
1. Wasserquantität (Mengenmanagement), Bewirtschaftung der Wassermenge (Dargebot vs. Bedarf)
2. Wasserqualität (Beschaffenheit), Sicherung der Wassergüte (Gewässerschutz)
3. Wasser Governance (Politik & Recht), (Gesetze, Verwaltung, Preisgestaltung).
Auf welchen vier Grundpfeilern des Nachhaltigkeitsansatzes basiert das Wasserressourcen-Management?
Welche Prinzipien stehen im Mittelpunkt der modernen Wasserbewirtschaftung?
1. Ökologische Nachhaltigkeit (Schutz der Ökosysteme),
2. Wirtschaftliche Effizienz (größter Nutzen),
3. Soziale Gerechtigkeit (Zugang für alle),
4. Partizipation (Einbeziehung aller Stakeholder).
Antwort: Neben der ökologischen Tragfähigkeit stehen ökonomische Effizienz (Wasser als knappes Gut) und soziale Equity (Gerechtigkeit beim Zugang) im Fokus, oft ergänzt durch institutionelle Rahmenbedingungen (Governance).
Warum ist die Urbanisierung ein Problem für den lokalen Wasserhaushalt?
Durch die Versiegelung von Flächen (Beton, Asphalt) kann Regenwasser nicht versickern. Dies senkt den Grundwasserspiegel und erhöht gleichzeitig das Risiko von Sturzfluten.
Was versteht man unter dem Konzept der 'Schwammstadt' (Sponge City)?
Ein Stadtplanungskonzept, bei dem Regenwasser in der Stadt gehalten wird (z. B. durch Dachbegrünung, Mulden) statt es sofort abzuleiten.
Ziele: Kühlung, Entlastung der Kanalisation, Grundwasseranreicherung.
Warum stellt ein Rechenzentrum (RZ) ein Risiko für die lokale Wasserversorgung dar?
Wegen des hohen Wasserverbrauchs zur Kühlung (Verdunstung) und der Tatsache, dass der Bedarf auch in Dürrezeiten konstant bleibt, was zu Konflikten mit anderen Nutzern führt.
Hoher Wasserverbrauch: Zur Kühlung verdampfen RZ ca. 1–9 Liter Wasser pro kWh Serverenergie.
Spitzenlast-Konflikt: Der Wasserbedarf kollidiert im Sommer mit der landwirtschaftlichen Bewässerung und dem Trinkwasserbedarf, was den Grundwasserleiter überlasten kann.
Zuletzt geändertvor 21 Tagen