Salutogenese
Gesundheit ist kein fester Zustand (fit oder krank), sondern ein Fluss. Wir bewegen uns auf einem Kontinuum zwischen „völlig gesund“ und „völlig krank“. Niemand ist nur auf einer Seite; wir schwimmen alle in diesem Fluss.
Das Kohärenzgefühl
Die Salutogenese fragt ja: "Warum bleiben Menschen trotz extremer Belastung gesund?" Antonovskys Antwort darauf war: Weil sie ein starkes Kohärenzgefühl haben. Es ist die mentale Grundeinstellung, die darüber entscheidet, ob dich Stress krank macht oder ob du daran wächst.
Verstehbarkeit: Checke ich, was um mich herum passiert? (Ist die Welt für mich strukturiert und erklärbar?)
Handhabbarkeit: Kriege ich das hin? (Habe ich genug Ressourcen oder Hilfe, um die Probleme zu lösen?)
Sinnhaftigkeit: Lohnt sich die Anstrengung? (Hat mein Leben und mein Handeln einen Sinn?)
Widerstandsressourcen
Intern: Optimismus, Intelligenz, Immunsystem, Selbstvertrauen.
Extern: Geld, soziale Unterstützung (Freunde/Familie), ein sicherer Job.
Werte der Ernährung
Gesellschaftlicher Wert (Der Mensch ist, was er isst)
Genusswert (Genießen mit allen Sinnen)
Politischer Wert (Fairer Handel)
Ökologischer Wert (Rettet die Umwelt)
Ernährungspsychologischer Wert (Essen muss gesund sein)
Ökonomischer Wert (Zeit ist Geld!)
Psychologischer Wert (Durch die Werbung wird unser Kaufverhalten beeinflusst)
Kohlenhydrate
…sind die Energielieferanten (1 g Kh = 4,1 kcal/ 17 kJ) für alle Körperaktivitäten und körperlichen Leistungen
… dienen als kurzfristige Energiespeicher und Energiereserven in Form von Glycogen in Leber und Muskeln.
… sind Bestandteil von Knochen, Sehnen und Bindegewebe.
Proteine
…sind Eiweißstoffe und in erster Linie ein Baustoff für Körperzellen, Enzyme, Hormone und anderer Körpersubstanzen.
… sie übernehmen viele verschiedene Funktionen im Körper, sind aber als Energiespender (1g Prot. = 4,1 kcal/ 17 kJ) weniger geeignet.
… haben eine Transportfunktion (z.B. Sauerstofftransport mittels Hämoglobin).
Fette
... sind Energielieferanten für alle Körperaktivitäten
(1g Fett = 9,4 kcal/ 37 kJ).
… sie bilden die langfristigen Energiereserven und werden zum Aufbau des Unterhautfettgewebes und anderer Depots benötigt.
… sie dienen weiterhin als Geschmacksträger.
… ermöglichen die Aufnahme von fettlöslichen Vitaminen in den Organismus
… sie sind Bestandteile von Nervenfasern und Zellmembranen.
Wasser
… Baustoff von Zellen.
… Transport und Lösungsmittel von Nährstoffen.
… dient der Temperaturregulation des Körpers.
… dient der Ausscheidung von Stoffweckselendprodukten über die Nieren
Mineralstoffe
… werden nach Zufuhrmenge in Mengenelemente
(mehr als 100mg/ Tag) und Spurenelemente (weniger als 100mg/ Tag) unterschieden.
… sind anorganische Substanzen aus der Natur.
… wirken bei verschiedenen chemischen Reaktionen im Körper mit.
… dienen als Baustoff von Hormonen.
… ermöglichen z.B. die Reizweiterleitung im Nervensystem oder regulieren den Wasserhaushalt
Vitamine
…werden nach ihrer Löslichkeit in fettlösliche (A,D,E,K) und wasserlösliche (z.B. Vit. C) Vitamine unterschieden.
… sie unterstützen Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper und sind u.a. am Aufbau von Hormonen, Enzymen, etc. beteiligt
Ballaststoffe
… sind Gerüst- und Stützsubstanzen von Pflanzen.
… gehören zu der Gruppe der Polysaccharide (Mehrfachkohlenhydrate).
… regen die Speichelproduktion an.
… binden viel Flüdssigkeit im Verdauungstrakt.
… regen die Darmperistaltik an.
… können nicht vom Körper zersetzt werden. Diese Aufgabe übenehmen Bakterien der Darmflora.
… können Schadstoffe im Verdauungstrakt binden.
… bewirken einen langsamen Anstieg des Blutzuckerspiegels.
Die 10 Regeln der DGE
Lebensmittelvielfalt genießen: Iss abwechslungsreich. Je bunter dein Teller, desto mehr verschiedene Nährstoffe kriegst du.
Gemüse und Obst – „Nimm 5 am Tag“: Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst. Das sind die wichtigsten Lieferanten für Vitamine und Ballaststoffe.
Vollkorn wählen: Bei Brot, Nudeln oder Reis lieber die dunkle Vollkorn-Variante nehmen. Das hält länger satt und ist gut für die Verdauung.
Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen:
Milch/Milchprodukte täglich.
Fisch 1-2 Mal pro Woche.
Fleisch in Maßen (maximal 300–600g pro Woche).
Gesundheitsfördernde Fette nutzen: Pflanzenöle (wie Rapsöl) bevorzugen und versteckte Fette (in Wurst oder Gebäck) vermeiden.
Zucker und Salz einsparen: Weniger Süßgetränke und beim Kochen eher Kräuter statt viel Salz benutzen.
Am besten Wasser trinken: Rund 1,5 Liter pro Tag. Wasser oder ungesüßter Tee sind ideal.
Schonend zubereiten: Essen so kurz wie möglich und mit wenig Fett/Wasser garen (z. B. dämpfen). So bleiben die Vitamine drin.
Achtsam essen und genießen: Zeit nehmen, ordentlich kauen und nicht nebenbei am Handy daddeln. Dein Sättigungsgefühl braucht Zeit.
Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben: Eine gesunde Ernährung und regelmäßiger Sport gehören zusammen.
Zuletzt geändertvor 16 Tagen