Symptome (Überbegriffe)
Entzündungen
Infektionen
Tumorerkrankungen
Organbezogene Erkrankungen
Autoimmune Erkrankungen
Operationen / Traumen
angeborene Erkrankungen
Rubor (Rötung)
Calor (Überwärmung)
Tumor (Schwellung)
Dolor (Schmerz)
Functio laesa (Funktionseinschränkung)
Fieber
BSG (Blutsenkungsgeschwindigkeit)
CRP (C-Reaktives Protein > 5mg/l)
Leukozytose (bei Frauen > 10.000 Leukozyten pro Mikroliter Blut, bei Männern > 11.500 Leukos)
Im Detail:
Die fünf Entzündungszeichen
Rubor (Rötung): Entsteht durch eine verstärkte Durchblutung (Hyperämie) im entzündeten Gewebe.
Calor (Überwärmung): Resultiert ebenfalls aus der erhöhten Durchblutung und dem gesteigerten Stoffwechsel.
Tumor (Schwellung): Wird durch Flüssigkeitsaustritt (Ödem) aus den Gefäßen in das Gewebe verursacht.
Dolor (Schmerz): Entsteht durch die Reizung von Nervenenden durch Gewebeschäden oder Entzündungsmediatoren.
Functio laesa (Funktionsverlust/Funktionsstörung): Bezeichnet die eingeschränkte Beweglichkeit oder Funktion des betroffenen Körperteils.
BSG
die BSG ist bei Entzündungen erhöht (schnellere Senkung)
Ursache: Entzündungsproteine (wie Fibrinogen) im Plasma verändern die Oberfläche der Erythrozyten, wodurch sie zusammenklumpen
Unspezifisch: die BSG zeigt an, dass eine Entzündung vorliegt, aber nicht, wo sie sich befindet
Zeichen Entzündungen (nicht übertragbar)
Zeichen Infektionen (idR übertragbar - Ausnahme Borreliose)
Eher akut - selten chronischer Beginn
evtl. weitere Personen betroffen
Auslands- / Krankenhausaufenthalte (Nosiokomal)
Ekzeme, Hautausschläge
Kopf- / Kreuz- / Gliederschmerzen
Übelkeit
Erbrechen
Durchfall
Erysipel (Wundrose) und Phlegmone sind bakterielle Hautinfektionen, die sich in Tiefe und Abgrenzung unterscheiden.
Wichtige Unterschiede:
Tiefe: Das Erysipel betrifft die oberen Hautschichten (Dermis/Lymphwege). Die Phlegmone erstreckt sich tiefer in Unterhaut, Fettgewebe und Muskeln.
Abgrenzung: Das Erysipel ist scharf zur gesunden Haut begrenzt (z. B. flammend rot). Die Phlegmone grenzt sich unscharf ab, ist oft dunkelrot bis bläulich.
Bakterien: Erysipel wird primär durch Streptococcus pyogenes (Gruppe A) verursacht. Phlegmone wird häufiger durch Staphylococcus aureus ausgelöst, aber auch Streptokokken sind möglich.
Symptome: Das Erysipel zeigt oft hohes Fieber und ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl. Bei der Phlegmone steht die tiefere Schwellung oft im Vordergrund
Zeichen Organspezifische Erkrankungen
Genaue Anamnese zur Symptomatik erforderlich:
WAS
WO
SEIT WANN
WIE OFT
Wann BESSER / Wann SCHLECHTER
Wie STARK ist der SCHMERZ (Skala)
schleichender Beginn
neben Organsymptomen tritt die sog.
B-Symptomatik auf:
unspezifische Abgeschlagenheit u. unspezifische Schmerzen
ungewöhnlicher Gewichtsverlust
Nachtschweiß
alle Formen von Blutungen
Juckreiz
Lymphknotenschwellung (“verbacken” / nicht verschieblich / hart / kalt, kein Schmerz o. schmerzarm)
Appetitveränderungen
Anämie
Spontanfrakturen
Zeichen Tumore
Akutes Auftreten
Hämatombildung
vorübergehende Bewusstlosigkeit ( > Amnesie)
Lähmungen
Frakturen
neurologische Ausfälle
Blutungen (evtl. starker Verlust)
Gefäßverletzung
Narbenbildung
in Folge jeweils psychische Störung möglich
Zeichen Traumen / OPs / Unfälle
Zeichen Autoimmunerkrankungen (chronisch, langsam)
z. B.
Diabetes
Typ 1 = autoimmun
Rheuma
Meist chronische Leiden des Bewegungsapparates (Gelenke, Muskeln, Knochen, Sehnen) und des Bindegewebes, die Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen, oft durch Entzündungen (z. B. rheumatoide Arthritis) oder Stoffwechselstörungen (Gicht) ausgelöst werden und auch innere Organe betreffen können.
MS
Das Immunsystem greift fälschlicherweise die Schutzschicht (Myelin) der Nervenfasern an, was zu Entzündungen und Narbenbildung (Sklerose) führt.
Häufige Anzeichen sind Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Muskellähmungen, Gleichgewichtsstörungen, extreme Müdigkeit (Fatigue) und kognitive Einschränkungen
(Neurodermitis)
Zeichen v. Entzündungen über längere Zeit
degenerative (durch Verschleiß, Abnutzung oder Alterung bedingte Rückbildung von Zellen, Geweben oder Organen, oft verbunden mit Funktionsverlusten)
und destruktive (zerstörend, zum Zerfall [von Geweben] führend) Prozesse
Ansprechen auf Therapien eher schlechter
häufiges Therapiekonzept:
Immunsupressiva MTX, Cortison = Verringerung Symptome
Methotrexat (MTX) ist ein starkes Zytostatikum und Immunsuppressivum aus der Gruppe der Folsäure-Antagonisten
Es ist der "Goldstandard" in der Behandlung von entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, Psoriasis und Morbus Crohn. MTX wird meist einmal wöchentlich niedrig dosiert (7,5–25 mg) oral oder per Spritze verabreicht, wobei eine Folsäure-Supplementierung oft notwendig ist.
Wichtige Informationen zu Methotrexat (MTX):
Anwendungsgebiete: Neben der Rheumatherapie wird MTX auch in der Onkologie (Chemotherapie) eingesetzt.
Wirkmechanismus: Es hemmt das Enzym Dihydrofolatreduktase, was die Zellteilung von entzündlichen Zellen und Krebszellen unterbricht.
Vorteile: Hohe Wirksamkeit bei chronischen Entzündungen, oft als Langzeittherapie geeignet.
Dosierung: Üblich sind 15–25 mg einmal wöchentlich.
Nebenwirkungen: Häufig treten Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit und Leberwertveränderungen auf.
Wichtige Sicherheitshinweise: Während der Behandlung (und für 1–3 Monate danach) ist eine zuverlässige Kontrazeption für Frauen und Männer zwingend erforderlich, da MTX stark teratogen (fruchtschädigend) wirkt.
Glukokortikoide (umgangssprachlich oft Cortison/Kortison) sind
körpereigene Steroidhormone aus der Nebennierenrinde, die stark entzündungshemmend, antiallergisch und immunsuppressiv wirken. Sie regulieren Stoffwechselprozesse und werden synthetisch zur Behandlung von chronischen Entzündungen (z.B. Asthma, Neurodermitis, Rheuma) eingesetzt. Bei Langzeitanwendung können Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme, Bluthochdruck oder Osteoporose auftreten.
Wichtige Fakten zu Glukokortikoiden:
Natürliche Hormone: Cortisol (aktiv) und Cortison (inaktiv) werden in der Nebennierenrinde produziert.
Medizinische Anwendung: Synthetische Wirkstoffe wie Prednisolon, Dexamethason oder Hydrocortison werden als Tabletten, Spritzen, Cremes oder Sprays eingesetzt.
Wirkmechanismus: Sie unterdrücken Entzündungsreaktionen und dämpfen das Immunsystem, was sie bei Autoimmunerkrankungen wirksam macht.
Nebenwirkungen: Risiken steigen bei hoher Dosierung und langer Anwendungsdauer, z.B. Hautverdünnung, Schlafstörungen, Fettumverteilung (Mondgesicht) und Diabetes.
Anwendungshinweise: Kortisonpräparate sollten nach längerer Einnahme nicht abrupt abgesetzt, sondern langsam reduziert („ausgeschlichen“) werden.
Missbrauch im Sport: Aufgrund der leistungssteigernden Wirkung unterliegen sie bestimmten WADA-Regeln.
Zeichen Angeborene Erkrankungen
Fußfehlstellungen
Organfehlbildungen (z. B. 1 Niere)
Zuletzt geändertvor 2 Tagen