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Klausurfragen

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von nnnn Z.

Die Reduktion des Frischwasserbedarfs und Abwasseraufkommens in Gebäuden leistet einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.

a) Welche besonderen Anforderungen und Herausforderungen sind bei der Nutzung von Regen- und Grauwasser in Gebäuden zu beachten? Gehen Sie bei Ihrer Antwort auf technische und regulatorische Anforderungen sowie wirtschaftliche und praktische Aspekte ein.

b) Nennen Sie drei weitere Maßnahmen, durch die der Frischwasserbedarf in Wohngebäuden reduziert werden kann.

Technische Anforderungen:

  • Trennung der Systeme: Es muss eine vollständige Trennung zwischen Trinkwasser- und Regen-/Grauwassersystemen gewährleistet sein, um eine Kontamination zu vermeiden. Hierfür sind Rückflussverhinderer und separate Leitungssysteme erfor derlich

  • Speicherung und Aufbereitung: Regenwasserspeicher müssen UV-beständig, belüf und vor Verschmutzung geschützt sein. Grauwasseraufbereitungssysteme erfor dern Filter- und Desinfektionseinheiten (z. B. UV-Larnpen).

Regulatorische Anforderungen

  • Hygienevorschriften: In Deutschland gelten strenge Vorschriften gemäß der Trinkwasserverordnung (ThinkV) und DIN-Normen (z. B. DIN 1988, DIN EN 1717).

  • Genehmigungen: Für den Anschluss einer Regen- oder Grauwasseranlage ist oft eine Genehmigung der örtlichen Wasserbehörde erforderlich.

Wirtschaftliche und praktische Aspekte

  • Kosten-Nutzen-Verhältnis: Die anfänglichen Investitionskosten für Tanks, Pumpen und Filter können hoch sein, amortisieren sich aber durch die Folgekosten für Wasser und Abwasser.

  • Platzbedarf: Regenwasserzisternen und Grauwasseraufbereitungsanlagen benötigen ausreichend Platz, idealerweise im Keller oder im Außenbereich.

Wartung und Betrieb

  • Regelmäßige Wartung: Filter- und Aufbereitungssysteme müssen regelmäßig gerieben oder ausgetauscht werden. Inspektionen der Leitungen und der Wasserqualität sind notwendig, um Funktionsfähigkeit und Hygiene zu gewährleisten

  • Sensibilisierung der Nutzer: Nutzer sollten über die Funktionen und die richtige Verwendung der Systeme informiert werden (z. B. welche Abwässer für Grauwassersysteme geeignet sind).

b)

  • Durchflussbegrenzer an Armaturen

  • Auf den Einbau von Badewannen verzichten

  • WC-Spülungen mit Stopp-Taste oder gestaffelter Spülmenge

Asbest gilt als häufig im Gebäudebestand auftretender Schadstoff.

a) Worauf ist die Gesundheitsgefährdung durch Asbest zurückzuführen?

b) Erläutern Sie stichpunktartig, welche Besonderheiten bei der Renovierung bzw. Sanierung von Gebäuden, in denen asbesthaltige Bauprodukte vorkommen, zu beachten sind.

C) Müssen asbesthaltige Bauprodukte, die im Gebäudebestand vorkommen, in jedem Fall entfernt werden? Begründen Sie Ihre Antwort.

A) Die Gesundheitsgefährdung durch Asbest ist auf die folgenden Faktoren zurückzuführen

Faserelgenschaften:

  • Asbest besteht aus sehr feinen, nadelförmigen Fasem, die leicht in die Luft gelangen und eingeatmet werden können.

  • Aufgrund ihrer geringen Größe (unter 5 Mikrameter) und hohen Biobeständigkeit kön nen die Fasem tief in die Lunge eindringen.

Wirkung im Körper:

  • Die Fasern können im Lungengewebe und in den Pleuralappen (Lungenfell) verbleiben. de sie nicht abgebaut werden können.

  • Langfristige Folgen sind chronische Erkrankungen wie Asbestose, Lungenkrebs oder das seltene Mesotheliom (Krebs des Lungenfells oder Bauchfells).

  • Gesundheitsgefährdungen treten häufig erst Jahrzehnte nach der Exposition auf (Latenzzeit).

B) Gefährdungsbeurteilung:

  • Vor Beginn der Arbeiten muss eine Gefährdungsbeurteilung durch sachkundige Perso nen erfolgen, um die Art und den Zustand der asbesthaltigen Produkte zu bewerten.

  • Es sind Analysen durchzuführen, insbesondere bei potenziell asbesthaltigen Materialien wie Bodenbelägen, Dichtungen, Fassadenplatten oder Spritzasbest.

Einhaltung von Vorschriften:

  • Arbeiten an Asbestprodukten unterliegen in Deutschland der Technischen Regel für Ge fahrstoffe (TRGS 519).

  • Es dürfen nur zugelassene Fachfirmen mit entsprechend geschultem Personal und spe zieller Ausrustung Arbeiten durchführen.

Schutzmaßnahmen:

  • Abschottung der Arbeitsbereiche: Luftdichter Abschluss, um die Ausbreitung von Asbestfasern zu verhindern.

  • Staubarmes Arbeiten: Verwendung von Werkzeugen mit Absaugvorrichtungen oder Ar beiten mit feuchten Verfahren zur Minimierung der Faserfreisetzung.

  • Persönliche Schutzausrüstung: Atemschutzgeräte (FFP3), Schutzanzüge und Hand-schuhe sind Pflicht.

Entsorgung:

  • Asbesthaltige Materialien müssen in speziell gekennzeichneten Behälten gesammelt und als Gefahrstoff entsorgt werden

  • Transport und Entsorgung erfolgen nach den Vorgaben des Abfallrechts

C) Nein, asbesthaltige Bauprodukte müssen nicht in jedem Fall entfernt werden.

Solange asbesthaltige Materialien intakt und unbeschädigt sind, stellen sie in der Regel keine akute Gesundheitsgefahr dar, da keine Fasem freigesetzt werden.

Beispiele: Unbeschädigte Asbestzementplatten oder fest gebundene Asbestprodukte wie alte PVC Bodenbeläge

Das DGNB-System ist in Deutschland das am häufigsten angewendete Zertifizierungssystem für Nachhaltiges Bauen.

a) Nennen Sie zwei weitere Zertifizierungssysteme für die Nachhaltigkeit von Gebäuden, die in Deutschland angewendet werden können.

b) Welche Argumente sprechen für die Durchführung einer Nachhaltigkeitszertifizierung und welche dagegen? Nennen Sie jeweils drei Argumente:

c) Das DGNB-System für Neubauten bewertet die Nachhaltigkeit von Gebäuden anhand fest vorgegebener Kriterien, die in sechs Bereiche eingeteilt werden. Benennen Sie die Bereiche. Welche Bereiche werden in der Gesamtbewertung am stärksten gewichtet?

d) Nennen Sie insgesamt sechs Bewertungskriterien des DGNB-Systems für Neubauten und ordnen Sie jedes genannte Kriterium einem der unter c) genannten Bereiche zu

A) BREEAM, LEED, Nahwoh, BNB

B) Pro:

  • Geringe Betriebkosten durch höhere Effizienz

  • Höherer Marktwert/Wiederverkaufswert

  • Geringere Betriebskosten durch hättere Effizienz

  • Zufriedenere Nutzer

  • Einfacherer Zugang zu Fördermitteln

  • Beitrag zu Ressourcenschonung und Emissierisminderung durch optimierte Bauweise

Contra:

  • Finanzieller Mehraufwand für Auditorenleistungen, Zertifizierungsgebühren etc.

  • Evtl. verlängerte Bauzeit durch zusätzliche Nachweise

  • Möglicherweise unfaire/realitätsfeme Bewertung: Die Zertifikate basieren auf standar disierten Kntenen, die nicht immer optimal auf die lokalen Gegebenheiten und individu ellen Projektanforderungen zugeschnitten sind.

C)

  • Okologische Qualitat

  • Okonomische Qualitat

  • Soziokulturelle und funktionale Qualität

  • Technische Qualität

  • Prozessqualität

  • Standortqualität

  • Die unterstrichenen Bereiche werden am stärksten gewichtet (jewells 22,5%)

D)

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nnnn Z.

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