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1 Grundlagen der Unternehmensführung

LK
von Lara K.

Welche Schlüsselkompetenzen benötigen Manager ?

  • Technische Kompetenz :

    • (Fachkompetenz) beinhaltet Sachkenntnisse im Bereich Management (Wissen) und die Fähigkeit, dieses Wissen (Theorien, Methoden, Instrumente) auf konkrete Probleme anwenden zu können (Können). Sie stand lange Zeit im Mittelpunkt der Management-lehre. Heutzutage werden jedoch die soziale und die konzeptionelle Kompetenz als ebenso wichtig angesehen.

  • Soziale Kompetenz

    • (Sozialkompetenz) besteht aus der Kooperations-bereitschaft und der Fähigkeit, sich in andere Menschen innerhalb und außerhalb des Unter-nehmens hineinversetzen zu können (Empathie) und ihr Handeln zu verstehen. Die soziale Kompetenz ist analog zum 360-Grad-Feedback auf 4 Ebenen notwendig: Ebene der Kollegen, Ebene der untergebenen MA, Ebene der Vorgesetzten und Ebene der Bezugsgruppen aus der Unternehmensumwelt. Mit der Internationalisierung und Globalisierung des Wirtschaftsgeschehens ist auch die interkulturelle Kompetenz als Spezialfall der sozialen Kompetenz wichtig geworden, da Unternehmen in anderen Kulturkreisen anders geführt werden als im Heimatland.

  • Konzeptionelle Kompetenz

    • (Methodenkompetenz) zeigt sich darin, bei komplexen Problemen Zusammenhänge zu erkennen (vernetztes Denken) und sie in handhabbare Teilprobleme herunterzubrechen (Strukturierungs-fähigkeit). Dazu gehört es auch, Probleme aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Schließlich ist der Erhalt der Lernfähigkeit ein weiteres Merkmal der insgesamt an Bedeutung zunehmenden konzeptionellen Kompetenz.


Soziale Kompetenz bei allen!

  • Der französische Bergbauingenieur Fayol (1929) postulierte auch aufgrund seiner eigenen Praxiserfahrung Anfang des 20. Jhr folgende „universellen Funktionen“ des Managements: Vorschau & Planung, Organisation, Anweisung, Koordination und Kontrolle

  • Der US-amerikanische Managementforscher Gulick (1937) entwickelte auf dieser Grundlage das sogenannte POSDCORB-Konzept, dessen Name sich aus den Anfangsbuchstaben der betrachteten Management-funktionen ableitet: Planning, Organizing, Staffing, Directing, COordinating, Reporting und Budgeting. Planning ist das Nachdenken über Ziele und alternative Maßnahmen zur Zielerreichung. Durch Organizing werden eine formale Autoritätsstruktur und planvolle Arbeitseinheiten geschaffen, die koordiniert werden müssen, um den Plan zu realisieren. Staffing dient der Zuweisung von Personal zu den Arbeitseinheiten. Directing beinhaltet das Treffen von Einzelent-scheidungen sowie deren Umsetzung in Anweisungen, die einzelfallbezogen oder generell gültig sein können. Coordinating bezweckt die gegenseitige Abstimmung der Teile eines Unternehmens. Reporting dient der Informierung der vorgesetzten Ebene und der eigenen Stelle oder Abteilung. Budgeting bedeutet die Aufstellung und Kontrolle von Budgets, die einen finanziellen Rahmen für einen bestimmten Zeitraum darstellen.

  • Als Standard dient heutzutage der Fünferkanon der US-amerikanischen Managementforscher Koontz und O’Donnell (1955): Planning (Planung), Organizing (Organisation), Staffing (Personaleinsatz), Directing (Personalführung) und Controlling (Kontrolle), der auch diesem Studienskript zugrunde liegt. Die Management-funktionen Reporting und Budgeting von Gulick (1937) finden sich in der Funktion Controlling wieder. Die Funktion Coordinating ist wie das Entscheiden in jeder Managementfunktion enthalten, sodass sie nicht als eigenständige Managementfunktion anzusehen ist


Management als Regelkreis.

Planung: Phasen

  • Im Rahmen der Zielanalyse werden aus den übergeordneten Unternehmenszielen Bereichsziele abgeleitet, die als Beurteilungsmaßstäbe im Planungsprozess dienen.

  • Anhand der Ziele lassen sich Probleme als Zielverfehlungen erkennen (Problemanalyse). Dabei können sowohl eine Untererfüllung als auch eine Übererfüllung eines Ziels ein Problem darstellen. Häufig ist die Ergebniskontrolle aus vorangegangenen Managementprozessen eine Quelle der Problemerkenntnis.

  • Im Rahmen der Suche nach Handlungsalternativen werden möglichst viele Handlungsmöglichkeiten zur Lösung des gefundenen Problems gesucht. Um die Kreativität nicht zu hemmen, wird noch keine Beurteilung der Lösungsvorschläge vorgenommen.

  • Durch eine Prognose werden unterschiedliche Entwicklungen des Unternehmensumfelds im Hinblick auf die möglichen Handlungsalternativen betrachtet, z. B. eine gute und schlechte konjunkturelle Entwicklung oder neue und keine neuen Konkurrenten auf dem Absatzmarkt.

  • Bei der Bewertung wird der Zielerreichungsgrad der Handlungsalternativen bestimmt und diese dann in eine Rangfolge gebracht. Aufwendiger wird die Bewertung, wenn mehrere Ziele gleichzeitig zu berücksichtigen sind, z. B. im Rahmen einer Nutzwertanayse

  • Die Planung wird mit der Entscheidung abgeschlossen. Es wird diejenige Handlungsalternative ausgewählt und für vollzugsverbindlich erklärt, die den höchsten Zieler-reichungsgrad verspricht. Dies ist dann die optimale Handlungsalternative

In der Praxis kann es zu Abweichungen von diesem Phasenschema kommen, da Vor- & Rücksprünge oder Parallelarbeiten auftreten können. Planung kann als rein gedankliche Planung, v.a. in kleinen Unternehmen, als ungebunden-schriftliche Planung mit nur teilweiser schriftlicher Fixierung der Planung, als systematisch-schriftliche Planung mit vollständiger schriftlicher Fixierung der Planung oder als computergestützte Planung als höchstentwickelte Form der Planung erfolgen


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Lara K.

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