Die Implementierung einer neuen Strategie ist häufig mit …. verbunden
Die Implementierung einer (neuen) Strategie ist häufig mit Veränderungen von Aufgaben und Abläufen, Zuständigkeiten und Verantwortungsbereichen verbunden.
Begriff der Organisation
Es werden drei Organisationsbegriffe unterschieden: der institutionale, der instrumentale und der funktionale Organisationsbegriff
wichtigster Punkt Managementlehre
3 Organisationsbegriffe
3 Begriffe der Organisation
insitutional (offene soziale Systeme, die dauerhaft ein Ziel verfolgen)
instrumental (dauerhafte, grundlegende Regeln zur Aufgabenverteilung und zur Durchführung der Arbeitsprozesse verstanden)
funktional (Unternehmen wird organisiert)
institutionaler Organisationsbegriff
stammt aus Organisationssoziologie
offene soziale Systeme, die dauerhaft ein Ziel verfolgen
Organisation ist nach diesem Verständnis der Oberbegriff für Institutionen aller Art, wie Unternehmen, Behörden, Parteien, Gewerkschaften, Non-Profit-Organisationen usw. („Das Unternehmen ist eine Organisation“)
Dabei werden ökonomische und soziale Aspekte als gleichberechtigt angesehen
Instrumentaler Organisationsbegrif
Nach dem instrumentalen Organisationsbegriff ist die Organisation ein Mittel zur Erreichung der Unternehmensziele
v.a. in deutschen BWL
dauerhafte, grundlegende Regeln zur Aufgabenverteilung und zur Durchführung der Arbeitsprozesse verstanden
Demnach ist die Organisation ein Instrument der Unternehmensleitung, um die Unternehmensziele (besser) zu erreichen („Das Unternehmen hat eine Organisation“).
Regeln sind von der Unternehmensleitung autorisiert und stellen somit die formalen Regeln dar. Sie werden für vorhersehbare und sich wiederholende Aufgaben als generelle Regeln konzipiert und schriftlich festgelegt. Die durch die formalen Regeln geschaffene Ordnung ergibt die (formale) Organisationsstruktur des Unternehmens, die das Verhalten der Unternehmensmitglieder in gewünschte Bahnen lenken und damit vorhersagbar machen soll.
Die Hawthorne-Experimente zur Erforschung des Einflusses von Arbeitsbedingungen auf die Arbeitsleistung haben gezeigt, dass es auch informale Regeln in Unternehmen gibt, die die Schwächen formaler Regeln kompensieren oder zu ihnen im Konflikt stehen können. Während mit dem Begriff Organisation im Allgemeinen generelle und dauerhafte Regelungen gemeint sind, sind mit dem Begriff Disposition fallweise Entscheidungen, die allgemeinen Regeln folgen, z. B. Reihenfolgeent-scheidungen in der Produktion, und mit dem Begriff Improvisation völlig freie und befristete Entscheidungen von Leitungsstellen gemeint
funktionale Organisationsbegriff
Der funktionale Organisationsbegriff meint die Tätigkeit des Organisierens – die Organisationsgestaltung
meint die Tätigkeit des Organisierens („Das Unternehmen wird organisiert.“) Organisationsgestaltung, deren Ergebnis dann die formale Organisationsstruktur ist.
Aufgaben der Organisationsgestaltung:
Gestaltung der Aufbauorganisation und der Ablauforganisation.
Aufbauorganisation: ist gleichsam die Blitzlichtauf-nahme der Aufgaben, Zuständig-keiten & Verant-wortungen in einem Unternehmen. Bei der Gestaltung der Aufbauorganisation wird die Gesamtaufgabe des Unternehmens zunächst in kleinste Teilaufgaben heruntergebrochen (Aufgabenanalyse) und dann zu Arbeitspaketen in Form von Stellen, Gruppen und Abteilungen wieder zusammengefügt (Aufgabensynthese). Die bei Aufgabenanalyse und -synthese anzuwendenden Kriterien sind: Funktion (z. B. Sägen, Schweißen, Nieten), Objekt (z. B. Aufgaben an Tischen, Stühlen, Schränken), Rang (Entscheidungs- und Ausführungsaufgaben), Phase (Planungs-, Realisations- und Kontrollaufgaben) und Zweck (Zweck- und Verwaltungsaufgaben). Bei der Aufgabensynthese kommen zusätzlich die Kriterien Aufgabenträger, Sachmittel, Raum und Zeit hinzu. Dadurch kommt es einerseits zu einer produktivitätsfördernden Arbeitsteilung (Differenzierung) und andererseits notwendigerweise zu einer Koordination der Einzelaufgaben durch organisatorische Regeln (Integration), die dauerhaft die Zusammenarbeit im Unternehmen gestalten sollen
Aufbauorganisation
Die Aufbauorganisation stellt das hierarchische Stellen- und Abteilungsgefüge eines Unternehmens gleichsam als Momentaufnahme dar. Sie ist das Ergebnis von Aufgabenanalyse
Stelle
Die Stelle ist die kleinste Baueinheit der Aufbauorganisation. Sie umfasst die Aufgaben für einen gedachten Stelleninhaber, der erst vom Personalmanagement bestimmt wird
kleinste Baustein der Aufbauorganisation
Aufgabenpaket für eine gedachte Person, den Stellen-inhaber, der dann von der Personalfunktion gemäß Eignung bereitgestellt wird
Mehrere Stellen unter Leitung = Instanz
Bei der Stellenbildung können Aufgaben nach folgenden Gesichtspunkten zusammengefasst werden:
nach sachlichen Gesichtspunkten („ad rem“), darunter sind Funktionen und Prozesse zu verstehen
nach dem Sachmittel („ad instrumentum“), worunter z. B. Fertigungsroboter und flexible Fertigungssysteme fallen, die zu Überwachungsaufgaben führen
nach den individuellen Fähigkeiten, Fertigkeiten & Interessen des konkreten Stelleninhabers („ad personam“), z. B. im oberen Leitungsbereich des Unternehmens, bei hoch qualifizierten Spezialisten oder in Werkstätten für behinderte Menschen
nach rechtlichen Vorgaben („ad legem“), die vom Geschäftsführer einer GmbH über den Datenschutzbeauftragten bis hin zum Immissionsschutzbeauftragten reichen.
Organisatorische Kompetenzen einer Stelle ergeben sich aus den einem Stelleninhaber übertragenen formalen Rechten und Befugnissen. Sie werden in Durchführungs- und in Leitungskompetenzen unterschieden:
Durchführungskompetenzen
Leitungskompetenzen
Ausführungskompetenz
Verfügungskompetenz
Antragskompetenz
Entscheidungskompetenz
Vertretungskompetenz
Fremdentscheidungskompetenz
Weisungskompetenz
Richtlinienkompetenz
Kontrollkompetenz
Mit der Aufgaben- und der Kompetenzzuweisung zu einer Stelle wird auch…
…die Verantwortung als persönliche Rechenschaftspflicht des Stelleninhabers definiert, die Handlungs-, Ergebnis-, Führungs- und/oder politische Verantwortung beinhalten kann
Kongruenzprinzip
Das Kongruenzprinzip fordert die Deckungsgleichheit von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung bei der Stellenbildung
Was ist bei der Stellenbildung sinnvoll und warum ?
Orientierung am Kongruenzprinzip
Aufgaben, organisatorische Kompetenzen und Verantwortung sollen möglichst deckungsgleich sein. Beispiele für Verletzung des Kongruenzprinzips sind folgende Fälle:
Der „Frühstücksdirektor“ hat eine wohlklingende Aufgabe ohne Kompetenzen und Verantwortung, die er gleichsam beim Frühstück erledigen kann. Der „Sündenbock“ soll Verantwortung für etwas übernehmen, obwohl es nicht seine Aufgabe ist und er keine Kompetenz dafür hat. Der „Amtsanmaßer“ übt Kompetenzen außerhalb seines Aufgabenfeldes aus
Neben dieser statischen Sichtweise der Aufbauorganisation gibt es die dynamische Sichtweise, die die Abläufe bzw. Prozesse in Zeit und Raum in einem Unternehmen zum Inhalt hat:
Ablauforganisation (Prozessorganisation)
Ablauforagnisation
Die Ablauforganisation stellt die raum-zeitlichen Abläufe eines Unternehmens dar. Sie ist das Ergebnis von Arbeitsanalyse und Arbeitssynthese
Hierbei erfolgen Arbeitsanalyse und Arbeitssynthese, bei der zunächst Teilaufgaben der Aufgabenanalyse noch weiter zu Arbeitselementen heruntergebrochen und dann personal (gedachte Arbeitsperson + deren Arbeitspensum), zeitlich (optimale Durchlaufzeit) und räumlich (Anordnung und Ausstattung der Arbeitsplätze sowie Minimierung der innerbetrieblichen Transportwege) zu Arbeitsgängen und Arbeitsgangfolgen zusammengefasst werden, die insg. Ablauforganisation ergeben. Die Betrachtung von Aufbau- und von Ablauforganisation stellt letztlich „2 Seiten einer Medaille“ dar
Die Strategie des Unternehmens ist eine wichtige Einflussgröße der Aufbau- und der Ablauforganisation. Der US-Wirtschafts-historiker Alfred D. Chandler (1962) stellte daraufhin fest…
„structure follows strategy“
“Structure follows strategy”
Der US-Wirtschaftshistoriker Chandler stellte bei der Untersuchung diversifizierter Unternehmen fest, dass die Organisationsstruktur von der Strategie beeinflusst wird.
Um Strategie erfolgreich zu implementieren, ist die Orga strategiegerecht anzupassen. Wenn z. B. eine Diversifi-kationsstrategie verfolgt wird, entstehen für die neuen Produkt-Markt-Kombinationen eigenständige Unter-nehmensbereiche. (Es soll allerdings nicht verschwiegen werden, dass eine Organisationsstruktur auch wiederum Einfluss auf die Strategie haben kann, indem z. B. das Beharrungsvermögen vorhandener Strukturen eine neue Strategie verhindert.)
Während früher Strategie(änderung) v.a. Auswirkungen auf die Aufbauorganisation, wie die Einführung der Divisions- /Spartenorganisation, hatte, sind es heute vor allem Auswirkungen auf die Prozessorganisation, um im gestiegenen Wettbewerb zu bestehen
Auswahl eines Organisationstyps wird wordurch unterstützt ?
Durch Organisationsplanung unterstützt, die nach dem allgemeinen Planungs- und Entscheidungsprozess vorgeht:
Zielanalyse,
Problemanalyse,
Alternativengenerierung
Bewertung & Auswahl der optimalen Orgaalternative
Ziele der Organisationsbildung
Die Ziele der Organisationsplanung sind: Marktorientierung, Ressourceneffizienz, Qualifikation und Motivation sowie Flexibilität.
Beurteilung der Eignung von verschiedenen Orgastypen betrachten Hungenberg und Wulf die Marktorientierung, die Ressourceneffizienz, die Qualifikation und Motivation von Managern, insbesondere in Bezug auf das unternehmerische Handeln, sowie die Flexibilität. Diese Ziele, zwischen denen durchaus Zielkonflikte bestehen, helfen sowohl bei der Problemanalyse von bestehenden Organisationstypen als auch bei der Bewertung von alternativen Organisationstypen
Gestaltungsparameter der Organisationstypen?
Die wesentlichen Gestaltungsvariablen von Organisationstypen sind die Art der Aufgabenspezialisierung, die Gestaltung der Weisungsbefugnisse und die Verteilung von Entscheidungs-kompetenzen
Art der Aufgabenspezialisierung (Funktion &/oder Objekt)
Gestaltung der Weisungsbefugnisse (Einlinien- o. Mehrliniensystem)
Verteilung von Entscheidungskompetenzen (Grad der Entscheidungszentralisation).
Wie kann die Arbeitsteilung erfolgen ?
Mengenteilung
gleichartige Aufgaben auf Aufgabenträger übertragen, z. B. Sachbearbeitung von Versich-erungsverträgen nach Namen der Kunden A–G, H–M usw.
Artenteilung
Spezialisierungsvorteile bzw. höhere Arbeitsproduk-tivität erreicht, indem verschiedenartige Aufgaben auf Aufgabenträger übertragen werden, für die sie jeweils spezialisiert sind
Grundformen der Aufgabenspezialisierung
Die Grundformen der Aufgabenspezialisierung sind Funktionen, z. B. Beschaffung, Produktion, Absatz, und Objekte (Produkte, Kunden oder Regionen)
Spezialisierung nach Funktion bzw. Verrichtung und die Spezialisierung nach Objekt angesehen.
Aufgabenspezialisierung nach Funktionen:
kann z. B. an den betrieblichen Funktionen Beschaffung, Produktion, Absatz und Verwaltung orientieren.
Innerhalb der Funktionen kann wiederum eine weitere Unterscheidung nach (Unter-)Funktionen oder nach Objekten erfolgen
Aufgabenspezialisierung nach Objekten:
orientiert sich an Produkten, Kunden oder Regionen, die wiederum nach Funktionen oder weiteren (Unter-)Objekten untergliedert werden können
Gestaltung der Weisungsbefugnisse wie ?
Einlinien oder Mehrlininesystem
Wozu dienen Weisungsbefugnisse ?
Koordination der arbeitsteiligen Aufgabenerfüllung
Konfliktlösung
Einliniensystem, Merkmale ?
geht auf das Prinzip der „Einheit der Auftragserteilung“ von Fayol (1929) zurück
haben einzelne Stellen nur eine direkt übergeordnete Instanz, von der sie Weisungen erhalten und an die sie zu berichten haben
Vor- und Nachteile Einliniensystem ?
Vorteile:
Einheitlichkeit
Klarheit
Eindeutigkeit der Kompetenzen
gute Kontrollmöglichkeiten
Nachteile:
Konflikte bzw. Probleme zwischen Stellen, Arbeitsgruppen oder Abteilungen werden dann von dem nächsten gemeinsamen Vorgesetzten in der Hierarchie gelöst -> lange Kommunikationswege
Überlastung der Instanzen mit Koordinationsaufgaben. Um dies zu verringern-> direkte Abstimmung zwischen Stellen einer gleichen oder verschiedener Abteilungen der gleichen Hierarchieebene erlaubt – die nach Fayol (1929) benannte „Fayolsche Brücke“ –, bei der die jeweiligen Vorgesetzten über das Ergebnis im Nachhinein informiert werden
Rivalität unter Stelleninhabern,
Gefahr monotoner Tätigkeiten
geringe Kreativität
wenig Flexibilität
Mehrliniensystem, Merkmale ?
Stellen gleichzeitig mehreren Instanzen unterstellt
Geht auf das Funktionsmeisterprinzip von Taylor (1911) zurück (Anfang des 20. JH. im Produktionsbereich einführte, damit Arbeiter sich an unterschiedlich spezialisierte Meister direkt wenden können)
Im Produktionsbereich hat sich dieses System zwar nicht durchgesetzt, aber bei bestimmten Organisationstypen, wie der Matrixorganisation, ist es wiederzufinden
Vorteile und Nachteile Mehrliniensystem ?
Kommunikation und Entscheidungen beschleunigt werden
MA können von den Vorgesetzten auch widersprüchliche Anweisungen erhalten
Verteilung der Entscheidungskompetenzen
Die Verteilung der Entscheidungsaufgaben erfolgt graduell zwischen den Extrempositionen Zentralisierung und Dezentralisierung von Entscheidungen
weiterer Gestaltungsparameter des Organisationstyps
Diese Verteilung bewegt sich in der Praxis zwischen den beiden Extremen vollständige Zentralisierung der Entscheidungsaufgaben bei der Unternehmensleitung und vollständige Dezentralisierung der Entscheidungsaufgaben auf unteren Managementebenen mit fließenden Übergängen, ohne diese Extrempositionen in der Praxis selbst zu erreichen
Die 3 Gestaltungsparameter mit je 2 Ausprägungen ergeben mindestens 2^3 = 8 Kombis, die als Orgatypen infrage kommen können. Von diesen Kombinationen sind allerdings nur 3 Organisationstypen praxisrelevant, die deshalb als Idealtypen oder Grundmodelle bezeichnet werden:
die funktionale Organisation
die divisionale Organisation
die Matrixorganisation.
Idealtypen der Organisation
Praxisrelevante Typen der Organisation sind die funktionale, die divisionale und die Matrixorganisation
Zur Veranschaulichung der Idealtypen werden im Folgenden Organigramme verwendet, die einen Ausschnitt aus der Organisationsstruktur darstellen, indem die Regeln zur Abteilungsbildung auf den höheren Hierarchieebenen und das Liniensystem grafisch dargestellt werden. Die Höhe der Entscheidungszentralisation ergibt sich aus der Natur des Organisationstyps.
Funktionale Organisation
Die funktionale Organisation ist durch das Einliniensystem, durch die Abteilungsbildung nach Funktionen unterhalb der Unternehmensleitung und durch einen hohen Grad der Entscheidungszentralisation gekennzeichnet
basiert auf dem Einliniensystem, unterhalb der Unternehmensleitung erfolgt eine Spezialisierung nach Funktionen und die Entscheidungszentralisation ist hoch
Nachfolgenden Abbildung der funktionalen Organisation liegt ein Industrieunternehmen zugrunde; bei einem Versicherungs-unternehmen als Dienstleistungsunternehmen könnten die Funktionen Kundenakquisition, Kundenbetreuung, Schadens-regulierung und Verwaltung lauten
Bei einer funktionalen Aufgabenspezialisierung des Unternehmens bestehen zwischen den einzelnen Funktionen zahlreiche Interdependenzen, die eine umfangreiche Koor-dination durch die Unternehmensleitung erfordern. Demzufolge geht die Verteilung der Entscheidungsbefugnisse in Richtung einer hohen Entscheidungszentralisation. Insb die Unterneh-mensleitung muss sowohl bereichsübergreifende strategische als auch operative Entscheidungen treffen. Eine Entlastung können Instanzen durch die Zuweisung von Stabsstellen erhalten, die Infos- und Beratungsaufgaben, z. B. die stra-tegische Planung oder das Controlling, übernehmen, ohne selbst Entscheidungs- und Weisungsbefugnisse zu haben. Dies führt dann zum Stabliniensystem. Die unterschiedliche Herkunft von Linienstelleninhaber („Praktiker“) & Stab („Akademiker“), die schwierige Trennung der Aufgaben und die faktische Entscheidungsmacht von Stäben aufgrund ihrer Spezialkenntnisse führen häufig zu Stab-Linien-Konflikten. Da Stäbe in Organigrammen mit gepunkteten Linien eingefügt werden, wird das Stabliniensystem auch Dotted-Line-System genannt. Stäbe können in allen Organisationen als Ergänzung auf verschiedenen Hierarchieebenen eingesetzt werden
Stabsstellen
Um Linienstellen zu entlasten, führen Stabsstellen Infos- & Beratungsaufgaben durch, ohne selbst Weisungsbefugnisse zu
Für wen eignet sich die funktionale Organisation gut ?
Unternehmen mit einem homogenen Produktionsprogramm ,d. h. mit nur einem Produkt oder eng verwandten Pro-dukten in einer relativ stabilen Umwelt, sodass Flexibilität nicht unbedingt gefordert ist.
Sollte eine Anpassung dennoch erforderlich sein, kann die Unternehmensleitung darauf schnell reagieren. Auch sollte das Unternehmen nicht zu groß sein, sodass diese Organisationsform für kleine und mittlere (Industrie-) Unternehmen (KMU) empfohlen wird. Durch Gliederung nach Funktionen können Spezialisierungsvorteile, insb Größen- & Erfahrungseffekte, realisiert werden, die eine hohe Ressourceneffizienz ergeben. Demzufolge eignet sich die funktionale Organisation besonders für eine Kosten-/ Preisführerschaftsstrategie, die ggf. in einer Nische verfolgt wird.
Funktionale Orga erleichtert zudem Kostenmana-gement. Ihre Marktorientierung ist prinzipiell hoch, obwohl die Gefahr besteht, dass die der Absatzfunktion vorgelagerten Funktionen Produktion und Beschaffung diese vernachlässigen könne. Dennoch sieht Simon bei richtiger Ausgestaltung in der funktionalen Organisation die „natürliche Form“ für Einprodukt-Einmarkt-Hidden-Champions. Ferner sieht er in der Multifunktionalität der Mitarbeiter – d. h., sie sind vielseitig einsetzbar – einen Vorteil der Hidden Champions gegenüber größeren Unternehmen. Demzufolge ist ihre Qualifikation breiter und ihre Motivation höher als bei höher spezialisierten Mitarbeitern von Großunternehmen. Die Motivation der Unternehmensleitung ist ebenfalls hoch, da sie die Gesamtsicht und die unternehmerische Verantwortung trägt. Diese fehlt allerdings den spezialisierten Funktionsbereichsleitern, sodass deren unternehmerische Qualifikation und Motivation gering ist, zumal sie in ihren Positionen auch nicht für eine Tätigkeit in der Unternehmensleitung vorbereitet werden und damit kaum in die Unternehmensleitung aufsteigen können
Grenzen der funktionalen Organisation ?
Zunehmender Unternhemensgröße + Breite des Produkt-programms, infolge strategischer Wachstumsentschei-dungen sowie mit steigender Umweltdynamik & - komplexität
Insb die Marktorientierung kann aufgrund von internen Koordinationsproblemen und von Bereichsegoismen („Ressortdenken“) verloren gehen. Da die Unternehmens-leitung mit Koordinations- & Routineaufgaben überlastet wird, werden strategische Aufgaben durch das Tages-geschäft verdrängt. Angesichts der gestiegenen Umwelt-dynamik ist das Unternehmen zudem wenig flexibel, da die Funktionsbereiche aufgrund der starken Interdependenzen untereinander nicht selbst auf Veränderungen reagieren können, sondern immer die Unternehmensleitung darüber entscheiden muss.
->Wechsel zur divisionalen Organisation erforderlich sein
Divisionale Organisation
Die divisionale Organisation basiert auf dem Einliniensystem, der Aufgabenspezialisierung nach Objekten und einer niedrigen Entscheidungszentralisation
durch Einliniensystem, Aufgabenspezialisierung nach Objekten auf der zweiten Hierarchieebene sowie durch niedrige Entscheidungszentralisation gekennzeichnet
Objekte können unterschiedliche Produkte, Regionen oder Kunden sein. Es sollte das Objektkriterium gewählt werden, welches am heterogensten ausgeprägt ist, um den Besonderheiten dieses Kriteriums gerecht zu werden
Center-Prinzip
Die Divisionen der divisionalen Organisation haben vom Cost Center über das Profit Center bis hin zum Investment Center eine zunehmende Autonomie.
In der Praxis dominiert die produktorientierte Gliederung in Divisionen, Sparten oder Geschäftsbereiche unterhalb der Unternehmensleitung. Unterhalb der Divisionen können die Aufgaben wie bei der funktionalen Organisation gegliedert werden oder es wird ein weiteres Objektkriterium angewendet
(Divisionale Orga) Die Entscheidungen, die mit dem Führen einer Division zusammenhängen, werden der Divisionsleitung übertragen, sodass die Divisionen je nach Center-Prinzp ein unterschiedliches Maß an Autonomie erhalten können:
Unternehmerische Verantwortung der Divisionsleiter ist am geringsten, wenn Divisionen nach dem Cost-Center-Prinzip geführt werden. Dann sind Divisionsleiter nur für Einhaltung der von der Unternehmensleitung vorgegebenen oder mit ihr vereinbarten Kostenbudgets verantwortlich
Beim Profit-Center-Prinzip haben Divisionsleiter Gewinn-verantwortung, d. h., sie müssen auf Erlös- & Kosten-entscheidungen Einfluss haben
Die höchste unternehmerische Verantwortung + Motivation haben Divisionsleiter beim Investment-Center-Prinzip, wenn sie nicht nur für den operativen Gewinn, sondern auch für mittel- bis langfristige Investitionsentscheidungen für die Division verantwortlich sind
Verrechnungspreise
Bei einem Leistungsaustausch zwischen Divisionen kann über Verrechnungspreise ein interner Markt als Koordinations-mechanismus geschaffen werden.
Da die Divisionen insbesondere beim Profit- und dem Investment-Center-Prinzip wie „Unternehmen im Unternehmen“ agieren, sind bereichsübergreifenden Inter-dependenzen geringer als bei der funktionalen Organisation. Existieren Leistungstransfers zwischen den Divisionen, werden diese anhand geeigneter Verrechnungspreise abgerechnet, wodurch im Unternehmen interner Markt entsteht, der durch den Preismechanismus koordiniert wird. Unternehmensleitung hat daher weniger Koordinationsaufgaben und kann sich auf strategische Management konzentrieren, z. B. anhand einer Portfolioplanung, bei der die strategischen Geschäftsfelder durch Divisionen organisatorisch abgebildet werden.
Unter dem Aspekt der rechtlichen Ausgestaltung können die Divisionen als rechtlich unselbstständige Abteilungen oder als rechtlich selbstständige Unternehmen geführt werden. Im 1. Fall liegt ein Einheitsunternehmen vor; im 2. Fall entsteht ein Konzern, in dem rechtlich selbstständige Unternehmen unter einheitlicher Leitung stehen. Für Konzernzentrale gibt es 3 Holdingkonzepte:
operative Holding (Stammhaus), in welcher Mutterge-sellschaft selbst operativ und strategisch tätig ist
Managementholding (strategische Holding), wo Mutter-gesellschaft selbst nicht operativ tätig ist, sondern nur Aufgabe der strategischen Konzernleitung Ressourcenzuweisung mittels Portfolioplanung ausübt
Finanzholding, die finanzielle Ziele und Mittel vorgibt und verteilt, Zielerreichung kontrolliert + damit alle operativen + strategischen Entscheidungen an Töchter delegiert
Holdingkonzepte
Ein Konzern kann von einer operativen Holding, die selbst operativ tätig ist, von einer Managementholding, die nur strategische Aufgaben ausübt, oder von einer Finanzholding, die nur Finanzierung und Kontrolle der Gesellschaften vornimmt, geführt werden
Vorteile divisionale Orga ?
hohe Marktorientierung durch die Konzentration auf ein Produkt, Region oder Kunden bzw. Kundengruppe
Als Wettbewerbsstrategien kommen für die einzelnen Divisionen die Differenzierungs- und die Kosten-/Preisführerschaftsstrategie infrage, sodass in einem divisionalen Unternehmen auch beide Strategien von verschiedenen Divisionen oder eine Outpacing-Strategie von einer Division verfolgt werden kann
Hohe Marktorientierung der Divisionen und die Entscheidungsdezentralisation erlauben schnelleres Reagieren auf Veränderungen als bei der funktionalen Organisation.
Hohe Flexibilität, da einzelne Divisionen selbst entwickelt, hinzugekauft oder verkauft werden können.
Qualifikation & Motivation der Manager auf der Ebene des Unternehmens und der Divisionen sind im Allgemeinen höher als bei Funktionsbereichsmanagern, da unterneh-merische Verantwortung auch auf die Divisionsleiter übertragen wird, was das Top Management entlastet
Allerdings verursacht die hohe Zahl an Managerpositionen vergleichsweise hohe Kosten
Woraus entstand divisionale Orga ?
entstanden historisch betrachtet dadurch, dass Unternehmen Markt- & Produktentwicklungs- sowie Diversifikationsstrategien verfolgten, wodurch ein heterogenes Produktprogramm entstand, welches die ehemals funktionale Organisation überforderte
Nachteile Divisionale Orga
mangelnde Ressourceneffizienz, da jede Division gleichartige Funktionen mit der Gefahr der Doppelarbeit aufweisen kann, wodurch Spezialisierungsvorteile verloren gehen können. Abhilfe schaffen hier Zentralbereiche, in denen Querschnittsfunktionen für das gesamte Unternehmen, wie Controlling, Beschaffung oder Human-Resource-Management, zusammengefasst werden. Sie sind häufig nach Funktionen gegliedert und der Unternehmensleitung unterstellt. Um Spezialisierungsvorteile zu erreichen, besitzen die Zentralbereiche gegenüber den Divisionen eine fachliche Richtlinienkompetenz
(in der Abbildung „Divsionale Organisation“ im Punkt a) mit einer gestrichelten Linie dargestellt)
Zentralbereich
In Zentralbereichen werden zur Erhöhung der Effizienz Funktionen für alle Divisionen zusammengefasst und mit funktionaler Richtlinienkompetenz ausgestattet
Matrixorganisation Merkmale
Die Matrixorganisation ist gekennzeichnet durch gleichzeitige Aufgabenspezialisierung nach Funktionen und Objekten, das Mehrliniensystem und eine niedrige Entscheidungszentralisation
Besonderheit: Unterhalb der Unternehmensleitung 2 Gliederungskriterien gleichzeitig angewendet werden
Häufig ist es die Aufgabenspezialisierung nach Funktionen und nach Objekten
In der folgenden Abbildung ist eine Spezialisierung nach Funktionen und Produkten dargestellt. Es können aber auch andere Objektkriterien wie Region oder Kunden oder sogar Projekte als zeitlich befristete Vorhaben angewendet werden. In den Knotenpunkten (Matrixschnittstellen) sind Organisationseinheiten (Stellen, Abteilungen) angegeben, die zwei übergeordnete Instanzen (Matrixstellen) haben, sodass ein Mehrliniensystem vorliegt. Diese Organisationseinheiten erhalten also Weisungen von einem Funktions- und einem Objektmanager. Einerseits soll dadurch die Koordination verbessert werden, andererseits entstehen Konfliktfelder, die, wenn sie bewusst genutzt werden, zu innovativen Problemlösungen („produktive Konflikte“) führen können. Durch Teilung der Weisungsbefugnisse können die Konflikte verringert werden, indem der Funktionsmanager über das Wie und Wer sowie die finanziellen Mittel und der Produkt-/Regionenmanager über das Was und Wann in Bezug auf das Produkt bzw. die Region bestimmen. Die zusätzlichen Managementpositionen unterhalb der Unternehmensleitung führen zu einer geringen Entscheidungszentralisation
Wird einer der beiden Dimensionen der Matrixorganisation ein Vorrang gewährt, wird aus der echten Matrixorganisation eine abgeschwächte Form der Matrixorganisation. Damit verschwinden dann auch die Unterschiede zur divisionalen Organisation mit funktionalen Zentralbereichen. Wenn bei der echten Matrixorganisation noch eine 3. Dimension zur Aufgabenspezialisierung benutzt wird – im Beispiel können dies die Regionen sein – entsteht eine Tensororganisation
Was versucht die Matrixoragniation ? (Nachteile Matrix)
Vorteile der funktionalen & divisionalen Orga zu nutzen und ihre Nachteile zu vermeiden
Allerdings kommen hierdurch neue Probleme hinzu
Die Mehrfachunterstellung der Organisationseinheiten in den Kreuzungspunkten der Weisungslinien führt zu Konflikten, die nur unter bestimmten Voraussetzungen Innovationen zur Folge haben. Deswegen wurde die Matrixorganisation anfangs für sehr dynamische Branchen mit einem hohen Innovationsbedarf empfohlen, wie Luft- & Raumfahrt, Computer oder Unternehmensberatung
In der Praxis ist die Matrixorganisation eher mit Machtkämpfen zwischen den Instanzen verbunden, die zu langsamen Entscheidungs- & Anpassungs-prozessen sowie zu „faulen“ Kompromissen führen. Darunter kann die sonst hohe Flexibilität der Matrixorganisation leiden
Ist die Matrixorganisation zu sehr mit sich selbst beschäftigt, ist die Marktorientierung ebenfalls gering. Ferner hat diese Organisation einen hohen Bedarf an Führungskräften und besonders qualifizierten MA, sodass die Ressourceneffizienz aufgrund der hohen Personalkosten gering ist. Auch können die permanenten Konflikte die Motivation der Manager und der MA mindern
Abschließend betrachtet ist die Matrixorga eine
Komplizierte Orgaform, deren Erfolg eher vom Verhalten der MA und von der Aufgeschlossenheit der Unternehmenskultur ggü Innovationen aller Art als von der Struktur abhängt. Es können die gleichen Strategien wie bei der divisionalen Organisation verfolgt werden.
Struktur: Das Krankenhaus ist nach Funktionen gegliedert
Medizinische Abteilung (alle Ärzte)
Pflegeabteilung (alle Pflegekräfte)
Verwaltungsabteilung (Buchhaltung, Personal, etc.)
Technik/Hauswirtschaft (Wartung, Reinigung, etc.)
Beispiel: Ein Patient kommt ins KH → durchläuft verschiedene Funktionsbereiche, aber jeder Bereich hat seine klare Spezialisierung. Funktionale Organisation
Struktur: Das Krankenhaus ist nach Objekten (hier: Patientengruppen/Fachbereiche) gegliedert
Kardiologie-Division (eigene Ärzte, Pfleger, Verwaltung)
Orthopädie-Division (eigene Ärzte, Pfleger, Verwaltung)
Notaufnahme-Division (eigene Ärzte, Pfleger, Verwaltung)
Beispiel: Jede Division funktioniert fast wie ein eigenes "Mini-Krankenhaus" mit allem was sie braucht. Divisionale Organisation
Struktur: Doppelte Zugehörigkeit - sowohl Funktion als auch Objekt
Pflegekraft arbeitet sowohl für die Pflegeabteilung (funktionale Linie)
ALS AUCH für die Kardiologie (Produkt-/Objektlinie)
Beispiel: Eine Krankenschwester bekommt Anweisungen von zwei Vorgesetzten:
Vom Pflegedienstleiter (WIE sie pflegt)
Vom Chefarzt der Kardiologie (WAS sie bei Herzpatienten macht) Matrixorganisation
Der Unterschied auf einen Blick:
Funktional: "Ich bin Krankenschwester"
Divisional: "Ich arbeite in der Kardiologie"
Matrix: "Ich bin Krankenschwester UND arbeite in der Kardiologie"
Fazit: Die meisten modernen Krankenhäuser nutzen tatsächlich divisionale Organisation - macht am meisten Sinn für Patientenversorgung!
Matrix evtl. Geriatrie!
Prozessorganisation
Seit den 1990er-Jahren steht die Prozessorganisation im Mittelpunkt von Wissenschaft und Praxis
Während früher Fragen der Aufbauorganisation, also der Hierarchie, im Vordergrund standen, stehen seit den 1990er-Jahren durch Konzepte wie Lean Production, KAIZEN & Business Process Reengineering Fragen der Ablauf- bzw. der Prozessorganisation im Fokus von Wissenschaft und Praxis. Im Kern geht es darum, Schnittstellen zwischen Stellen, Abteilungen und Unternehmen zu minimieren und dabei eine hohe interne und externe Kundenorientierung zu erreichen
Optimierung der Prozesse
Die Ziele der Prozessoptimierung sind Zeit, Kosten und Qualität
Entwicklung der Prozessorga und was daraus resultiert
Diese Entwicklung korrespondiert auch mit der Betrachtung von Geschäftssystemen und Wertketten als Quelle von Wettbewerbsvorteilen im strategischen Management. Durch die Optimierung der Prozesse sollen Zeit und Kosten gespart und die Qualität erhöht werden, wodurch sich Anknüpfungspunkte für die Differenzierungs- und die Kosten-/Preisführerschaftsstrategie ergeben (vgl. Becker 2015, S. 200; Hungenberg/Wulf 2015, S. 207 und S. 209).
Eine prozessorientierte Organisationsgestaltung hat drei Aufgaben zu erfüllen:
Identifikation von Geschäftsprozessen
Strukturierung der Geschäftsprozesse
Regelung der Verantwortlichkeit für die Geschäftsprozesse
Was sind Geschäftsprozesse?
Kette logisch zusammenhängender Aktivitäten, die zu einem definierten Ergebnis führen.
Sie laufen quer durch die oben betrachteten Orgatypen, also über die verschiedenen Funktions- und Objektbereiche hinweg.
Untefscheidung zwischen Leistungs-/Routine- & Innovationsprozesse, wobei Letzteren an Wertkette von Porter anknüpfen.
Diejenigen Geschäftsprozesse, die für Erfolg im Wett-bewerb besonders kritisch sind, werden Kern- o. kritische Prozesse genannt.
Hungenberg & (Beispiel) für Kernprozesse -> Produktentwicklung in der Automobilindustrie, die Bereitstellung von Anschlüssen in der Telekommunikationsbranche o. Bestell- & Rücksende-prozesse im Online-Handel.
Kernprozesse müssen sich an der gewählten Wettbewerbsstrategie orientieren
Struktur der Geschäftsprozesse ?
beginnt damit -> Gesamtprozess in kleinere Prozessschritte (Einzelaktivitäten) zu zerlegen und dann räumlich und zeitlich zu orientieren
Die Optimierung der (bestehenden) Prozesse kann sich an den Optionen in der folgenden Abbildung orientieren: : Optionen der Prozessverbesserung
Durch die Bündelung von Aktivitäten zu übergeordneten Teilprozessen, die von einem Aufgabenträger (case worker) oder einer Gruppe (case team) zu bearbeiten sind, werden auch die Schnittstellen, an denen die Bearbeiter wechseln, bestimmt. Je weniger Schnittstellen vorhanden sind, desto weniger Zeitverzögerungen, Qualitätsmängel und/oder Kostensteigerungen sind zu erwarten. Die Teilprozesse sind innerhalb des Unternehmens selbst vertikal und horizontal sowie mit externen Prozessen auf der Lieferanten- und der Abnehmerseite abzustimmen.
Verantwortlichkeit Prozessschritte ?
möglichst unterbrechungsfreie Prozessschritte Aufgabenträgern zugewiesen werden, sodass zwischen Aufgabe und Verantwortung Kongruenz besteht.
Über Aufgabenträger auf der Prozessebene wird dann eine Führungshierarchie (Prozessmanager) errichtet, sodass z. B. Hierarchie aus Subprocess Owner, Process Owner & Lead Executive entsteht
ZUSAMMENFASSUNG
In der Organisationstheorie werden der institutionale („Das Unternehmen ist eine Organisation.“), der instrumentale („Das Unternehmen hat eine Organisation.“) und der funktionale Organisationsbegriff („Das Unternehmen wird organisiert.“) unterschieden, wovon die beiden letzten in der betriebswirt-schaftlichen Organisationslehre in Deutschland verwendet werden. Zu den Aufgaben der Organisationsgestaltung gehört die Gestaltung von Aufbau- & Ablauforganisation. Dabei werden Aufgaben + Abläufe in einem Unternehmen einmal aus einer statischen und einmal aus einer dynamischen Perspektive betrachtet. Die Zielkriterien der Orgagestaltung sind Marktorientierung, Ressourceneffizienz, Qualifikation und Motivation sowie Flexibilität.
Die Gestaltungsparameter von Organisationstypen sind die Art der Aufgabenspezialisierung (Funktionen und/oder Objekte), Gestaltung der Weisungsbe-fugnisse (Einlinien- o. Mehrlinien-system) und die Verteilung der Entscheidungsaufgaben (hohe & niedrige Entscheidungs-zentralisation).
Die funktionale Organisation ist unterhalb der Unternehmens-leitung nach Funktionen gegliedert, hat ein Einliniensystem und eine hohe Entscheidungszentralisation. Sie eignet sich für kleine und mittlere Einproduktunternehmen in einer stabilen Umwelt, die Kosten-/Preisführerschaftsstrategie verfolgen.
Die divisionale Organisation ist unterhalb der Unternehmens-leitung nach Objekten(Produkte, Regionen, Kunden) gegliedert, hat ein Einliniensystem und geringe Entscheidungszentra-lisation. Sie eignet sich für große Unternehmen in einer veränderlichen Umwelt, die in mehreren Produkt-Markt-Kombi tätig sind. Als Wettbewerbsstrategien können Differenzierungs- und/oder Kosten-/Preisführerschaftsstrategie verfolgt werden.
Die Matrixorganisation ist unterhalb der Unternehmensleitung gleichzeitig nach Funktionen und Objekten gegliedert, hat ein Mehrliniensystem und eine geringe Entscheidungszen-tralisation. Sie ist geeignet für große Mehrproduktunternehmen in einer dynamischen Umwelt. Es können dieselben Strategien wie bei der divisionalen Organisation verfolgt werden.
Durch die Prozessorganisation rücken die Abläufe in Orga in den Vordergrund der Gestaltung. Durch optimale Gestaltung von Prozessen und die Minimierung von Schnittstellen sollen Zeit-, Kosten & Qualitätsziele besser erreicht werden. Die Prozessorga kann in Verbindung mit der Wertkettenanalyse zur Umsetzung von Differenzierungs- und Kosten-/ Preisführerschaftsstrategie eingesetzt werden.
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