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Werbereaktanz 5: Obermiller, C., Spangenberg, E. R., & MacLachlan, D. L. (2005). Ad skepticism. The consequences of disbelief.

FP
von Federico P.

Obermiller, C., Spangenberg, E. R., & MacLachlan, D. L. (2005). Ad skepticism. The consequences of disbelief.

OVERVIEW


Diese Studie ist innerhalb deines Werbereaktanz-Blocks extrem wichtig, weil sie einen Schritt weiter geht als die vorherigen Arbeiten.

Frühere Studien im Thema haben gefragt:

  • Wann wird Werbung als intrusive erlebt? (Edwards)

  • Wie erkennen Konsumenten Persuasion? (PKM)

  • Wann tritt Reactance auf oder nicht? (Boomerang Study)

Diese Studie fragt stattdessen:

Was passiert eigentlich, wenn Konsumenten Werbung grundsätzlich nicht glauben?

Das zentrale Konzept ist:

⭐ Ad Skepticism

= stabile Tendenz, Werbeaussagen zu misstrauen.

Das ist keine kurzfristige Reaktion auf eine bestimmte Werbung.

➡ Es ist eine Disposition, also eine relativ stabile Konsumenteneigenschaft.

🔑 Warum das theoretisch sehr wichtig ist

Hier passiert ein Perspektivwechsel:

Die Autoren sagen:

  • Viele Reaktionen auf Werbung entstehen nicht durch einzelne Ads,

  • sondern durch eine vorgelagerte Grundhaltung.

Das bedeutet:

Manche Konsumenten sind skeptisch, bevor sie überhaupt eine Werbung sehen.

Das verbindet sich direkt mit:

  • Persuasion Knowledge Model (PKM)

  • Coping gegen Persuasion

  • Werbewiderstand.

🧠 Kernidee der Studie

Wenn jemand stark skeptisch ist, dann:

  • glaubt er Werbung weniger

  • verarbeitet sie weniger intensiv

  • vermeidet sie eher

  • nutzt andere Informationsquellen.

Skepsis wirkt also wie ein Filter vor der Werbung.

🎯 Die zentrale theoretische Aussage (sehr prüfungsrelevant)

Ad Skepticism beeinflusst:

  • Aufmerksamkeit

  • Verarbeitung

  • Ad Attitudes

  • Brand Responses

  • Kaufverhalten.

Nicht Werbung → Skepsis, sondern Skepsis → Werbereaktionen.

⚙️ Studienstruktur (wichtig fürs Verständnis)

Die Autoren führen 3 Studien durch:

Study 1

→ direkte Reaktionen auf Ads (Believability, Likeability)

Study 2

→ Informations- vs emotionale Appeals

Study 3

→ Verhaltensreaktionen (Avoidance, Informationsquellen)

⭐ DIE große Erkenntnis

Hohe Skepsis führt zu:

  • geringerer Wirkung informativer Werbung

  • emotional appeals funktionieren relativ besser.

Das ist extrem prüfungsrelevant, weil es kontraintuitiv ist.

🧩 Typische Prüfungsfragen

Prüfer fragen sehr oft:

  • Was ist Ad Skepticism genau?

  • Unterschied zu Cynicism?

  • Warum funktionieren emotionale Appeals besser?

  • Verbindung zum PKM?

  • Konsequenzen für Werbegestaltung?

🔥 Ein Satz, den du können solltest

Ad Skepticism beschreibt eine stabile Disposition, Werbeaussagen zu misstrauen, die systematisch Aufmerksamkeit, Verarbeitung und Wirkung von Werbung beeinflusst.

Author

Federico P.

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