KLR (Kosten- und Leistungsrechnung) → Instrument zur Kostenanalyse und Wirtschaftlichkeitskontrolle
Investitionsrechnung → Instrument zur Bewertung von Investitionsentscheidungen (z. B. neues Gebäude, neue Fahrzeuge)
Controlling → übergeordnetes Steuerungsinstrument, das Planung, Kontrolle und Information für Entscheidungen unterstützt.
KLR, Investitionsrechnung und Controlling sind Instrumente der wirtschaftlichen Steuerung und des internen Rechnungswesens der Verwaltung.
Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) wurde in der Bundesverwaltung eingeführt, um die Verwaltung effizienter, transparenter und wirtschaftlicher zu machen. Nach § 7 III BHO ist die öfftl. Verwaltung verpflichtet ihre Leistung wirtschaftlich zu erbringen, deshalb an manchen Bereichen eine KLR einzuführen
Gründe:
Steigende Staatsausgaben → öffentliche Mittel sollten sparsamer eingesetzt werden.
Effizienzsteigerung → Verwaltungsprozesse sollen ähnlich wie in Unternehmen organisiert werden.
Kosten- und Leistungsrechnung → bessere Kontrolle darüber, wofür Geld ausgegeben wird.
Modernisierung der Verwaltung (z. B. im Rahmen des New Public Management).
Merkmal
Öffentlicher Betrieb / Behörde
Privater Betrieb
Ziel
Gemeinwohl, öffentliche Aufgaben
Gewinnmaximierung
Eigentümer
Staat / öffentliche Hand
Private Eigentümer / Unternehmen
Finanzierung
Steuern, Gebühren, Beiträge
Verkauf von Produkten / Dienstleistungen
Entscheidungsgrundlage
Gesetze, politische Vorgaben
Markt, Wettbewerb
Beispiele
Finanzamt, Bürgeramt, Bundesagentur
Unternehmen wie Banken, Industrie, Handel
Betrieb:
ist ein Ort der Leistungserstellung. Hergestellt werden Güter oder Dienstleistungen durch Einsatz von Produktionsfaktoren
Ist eine Behörde ein Betrieb
Ja, denn öfftl Verwaltung
prod. Güter (z.B öfftl Infrastruktur, öfftl. Sicherheit)
unter Einsatz von Produktionsfaktoren
Typische Merkmale eines Betriebs:
Einsatz von Produktionsfaktoren
Arbeit
Betriebsmittel (Maschinen, Gebäude)
Werkstoffe / Ressourcen
Planung und Organisation der Arbeit
Leistungserstellung (Produkte oder Dienstleistungen)
Input sind alle Mittel und Ressourcen, die eingesetzt werden, um eine Aufgabe zu erfüllen.
Typische Inputs in der Verwaltung:
Personal (Mitarbeiter)
Geld / Budget
Zeit
Material
Informationen
Output sind die Leistungen oder Produkte, die aus der Arbeit entstehen.
Typische Outputs in der Verwaltung:
ausgestellte Personalausweise
bearbeitete Anträge
Definition
Minimal-/Maximalprinzip
Das Prinzip der Wirtschaftlichkeit besteht darin, eine möglichst günstige Relation zwischen dem Mitteleinsatz und dem damit erzielten Ergebnis (Zweck) zu erreichen.
Optimalprinzip
Hier ist weder das Ziel vordefiniert, noch die gegebenen Mittel. Es geht vielmehr um das optimale Verhältnis von Aufwand und Ertrag, bzw. um die Effizienz: Es soll soviel Ergebnis wie möglich bei so wenig Aufwand wie möglich erzielt werden.
Effektivität bedeutet, die richtigen Ziele zu erreichen und ob das gewünschte Ergebnis erreicht wird.
Frage: Tun wir die richtigen Dinge?
Beispiel: Eine Stadt will die Verkehrssicherheit erhöhen und baut mehr Zebrastreifen. Wenn dadurch tatsächlich weniger Unfälle passieren, war die Maßnahme effektiv.
Effizienz bedeutet, ein Ziel mit möglichst geringem Aufwand zu erreichen, also um das Verhältnis zwischen Aufwand und Ergebnis.
Frage: Tun wir die Dinge richtig?
Beispiel: Zwei Bauunternehmen bauen eine Straße. Beide schaffen es, aber eines braucht weniger Geld und Zeit. Dieses arbeitet effizienter.
wirtschaftliche Einsatzgüter,
die in den Prozess der Leistungserstellung (Erstellung eines Produktes oder einer Dienstleistung) eingehen.
Die Leitungsspanne bezeichnet die Anzahl der Mitarbeiter, die einem Vorgesetzten unmittelbar unterstellt wurden, dh. genauer: Das Verhältnis zwischen der Zahl der Instanzen und der Zahl der direkt nachgeordneten Ausführungsstellen.
Begriff
Bedeutung
Beispiel
Organisation
Regeln, Strukturen und Abläufe festlegen, damit eine Behörde oder ein Unternehmen effizient arbeiten kann, klare Zuständigkeiten
Eine Stadtverwaltung organisiert ihre Abteilungen und Arbeitsabläufe, damit Bürgeranträge schnell bearbeitet werden
Aufbauorganisation
Legt die Struktur der Organisation fest (Wer macht was?)
Ein Organigramm zeigt: Amtsleiter → Abteilungsleiter → Sachbearbeiter
Ablauforganisation
Regelt die Arbeitsprozesse und Reihenfolge der Tätigkeiten (Wie wird gearbeitet?)
Ablauf bei einem Antrag: Antrag stellen → Prüfung → Entscheidung → Bescheid
Stelle
Kleinste organisatorische Einheit (Arbeitsplatz mit bestimmten Aufgaben)
Sachbearbeiter im Bürgeramt für Reisepässe
Abteilung
Mehrere Stellen mit ähnlichen Aufgaben werden zusammengefasst
IT-Abteilung, Personalabteilung
Hierarchie
Rangordnung der Führungsebenen in einer Organisation
Amtsleiter → Teamleiter → Mitarbeiter
Leitungsspanne
Anzahl der Mitarbeiter, die eine Führungskraft direkt führt
Ein Teamleiter führt 6 Mitarbeiter → Leitungsspanne = 6
Aufgabenkritik
Überprüfung, ob Aufgaben noch sinnvoll oder notwendig sind
Eine Behörde prüft, ob ein Papierformular durch ein Online-Formular ersetzt werden kann
Arbeitsteilung
Aufgaben werden auf mehrere Personen verteilt
Eine Person prüft Anträge, eine andere erstellt den Bescheid
Spezialisierung
Mitarbeiter konzentrieren sich auf bestimmte Aufgabenbereiche
Ein Mitarbeiter bearbeitet nur Führerscheinanträge
Koordination
Abstimmung der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Stellen
IT-Abteilung unterstützt das Bürgeramt bei neuen digitalen Anträgen
Effektivität
Die richtigen Ziele erreichen
Ziel: Bearbeitungszeit von Anträgen verkürzen
Effizienz
Ziele mit möglichst wenig Ressourcen erreichen
Gleiche Anzahl Anträge mit weniger Zeit oder Personal bearbeiten
KLR (Kosten- und Leistungsrechnung) ist ein Instrument der Verwaltung, um Kosten und erbrachte Leistungen zu erfassen und zu analysieren.
Ziel:
Transparenz über Kosten schaffen
Wirtschaftlichkeit verbessern
bessere Steuerung und Entscheidungen ermöglichen
Stärkung der Eigenverantwortung
Optimierung von Abläufen
Kurz gesagt: Die KLR zeigt, wie viel eine Leistung der Verwaltung kostet (z. B. die Ausstellung eines Personalausweises).
Was bedeutet das für die Verwaltung?
Die Verwaltung macht keinen Gewinn, aber sie möchte wissen:
Was kostet eine Leistung wirklich?
Sind Gebühren angemessen?
Wo kann effizienter gearbeitet werden?
Beispiel: Eine Stadt berechnet mithilfe der KLR die Kosten pro ausgestelltem Reisepass.
Die KLR hilft also bei:
Gebührenkalkulation
Wirtschaftlichkeitsanalysen
Steuerung der Verwaltung
Unterschied:
Private Unternehmen: nutzen KLR, um Preise zu kalkulieren und Gewinne zu planen
Verwaltungen: nutzen KLR, um Kosten von Verwaltungsleistungen sichtbar zu machen und effizienter zu arbeiten
Beispiel Verwaltung: Was kostet ein Personalausweis, eine Baugenehmigung oder ein Kitaplatz tatsächlich?
Kosten sind
Kosten sind der bewertete Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen zur Erstellung von Leistungen innerhalb einer Periode.
Kosten entstehen, wenn Ressourcen (z. B. Personal, Material oder Energie) für eine Leistung verbraucht werden.
Direkte Kosten (Einzelkosten) sind einem Produkt (Kostenträger) zuzuordnen
Indirekte Kosten (Gemeinkosten) müssen über einen festzulegenden Schlüssel auf Produkte oder Kostenstellen verteilt werden
Stückkosten (Kosten pro Leistungseinheit) dienen der Kalkulation von Preisen und Gebühren
Gesamtkosten (Kosten pro Periode) dienen der Bedarfs- oder Erfolgsermittlung
Die drei Komponenten der Kostenrechnung
Kostenartenrechnung
ermittelt, welche Kosten angefallen sind
Kostenstellenrechnung
zeigt auf, wo die Kosten verursacht wurden
Kostenträgerrechnung
gibt Aufschluss darüber, wofür im Einzelnen die Kosten verbraucht wurden
sind eng miteinander verzahnt.
Stufe
Leitfrage
Was passiert hier?
Wodurch entstehen Kosten?
Alle Kosten erfassen und ordnen
Kosten werden nach Arten gesammelt
Personalkosten, Material, Energie
Wo entstehen Kosten?
Kosten auf Abteilungen verteilen
Kosten werden auf Kostenstellen verteilt
IT, Bürgerbüro, Personal
Wofür entstehen Kosten?
Kosten pro Produkt / Leistung berechnen
Kosten werden einem Produkt zugerechnet
Reisepass, Führerschein
Thema
Erklärung
Kostenartenplan / Verwaltungskontenrahmen
Systematische Liste aller Kostenarten
Personalkosten, Materialkosten, Energiekosten
Einzelkosten
Können direkt einem Produkt zugeordnet werden
Material für einen Reisepass
Gemeinkosten
Können nicht direkt zugeordnet werden
Miete, Strom
Kostenstellen
Orte, an denen Kosten entstehen
Bürgerbüro, IT-Abteilung
Kostenstellenhierarchie
Einteilung der Kostenstellen
Hauptkostenstelle (Bürgerbüro), Hilfskostenstelle (IT)
Primärkosten
Kosten von außen
Gehälter, Strom
Sekundärkosten
Kosten durch interne Leistungen
IT arbeitet für Bürgerbüro
Verfahren der Kostenverrechnung
Hilfskostenstellen erbringen interne Leistungen für andere Kostenstellen, während Hauptkostenstellen die eigentlichen Leistungen für den Endzweck (Produkt/Leistung) erbringen.
Verfahren
Besonderheit
Anbauverfahren
Hilfskostenstellen geben Kosten nur an Hauptkostenstellen ab
Keine gegenseitige Verrechnung
Stufenleiterverfahren
Hilfskostenstellen können auch untereinander Leistungen austauschen
Genauere Kostenverteilung
Produktbildung
Festlegung der Produkte / Leistungen
Kostenträgerstückrechnung
Berechnung der Kosten pro Stück
Kosten pro Reisepass
Wichtige Kalkulationsverfahren
Formel
Wann verwendet?
Divisionskalkulation
Gesamtkosten ÷ Menge
Ein Produkt
100.000 € / 2000 Pässe = 50 €
Äquivalenzziffernkalkulation
Kostenverteilung nach Aufwandfaktoren
Ähnliche Produkte mit unterschiedlichem Aufwand
Normalpass = 1, Expresspass = 2
Zuschlagskalkulation
Gemeinkosten ÷ Einzelkosten × 100
Bei vielen Gemeinkosten
50 € GK / 100 € EK = 50 % Zuschlag
Zusammenfassung
Schritt
Inhalt
Ergebnis
1 Kostenartenrechnung
Alle Kosten sammeln
Gesamtkosten
2 Kostenstellenrechnung
Kosten pro Kostenstelle
3 Kostenträgerrechnung
Kosten auf Produkte verteilen
Kosten pro Produkt
Deckungsbeitrag etc.
Controlling ist ein
Steuerungs- und Informationssystem, das die Planung, Kontrolle und Koordination von Prozessen unterstützt, damit die gesetzten Ziele einer Organisation erreicht werden.
Strategisches Controlling beschäftigt sich mit der langfristigen Ausrichtung einer Organisation oder Behörde.
Zeitraum: langfristig (ca. 5–10 Jahre)
Frage: „Wohin wollen wir in Zukunft?“
Ziel: Die richtige Richtung für die Organisation festlegen.
Beispiele:
Digitalisierung der Verwaltung
Bürgerfreundlichere Dienstleistungen
Neue Aufgabenbereiche entwickeln
👉 Es geht also darum, Ziele und Strategien für die Zukunft zu planen.
Operatives Controlling kümmert sich um die Umsetzung der Strategie im Alltag.
Zeitraum: kurz- bis mittelfristig (1–5 Jahre oder jährlich)
Frage: „Wie setzen wir unsere Ziele konkret um?“
Ziel: Effiziente Durchführung der geplanten Maßnahmen
Bearbeitungszeit für Anträge messen
Personal planen
Budget überwachen
👉 Es geht also darum, die geplanten Ziele praktisch umzusetzen und zu kontrollieren.
Controlling
Planung, Steuerung und Kontrolle der Unternehmensziele
Operative Ziele (Controlling)
kurzfristige Ziele für das Tagesgeschäft
Strategische Ziele (Controlling)
langfristige Ziele für die Unternehmensentwicklung
Low Management
führt Mitarbeiter im Alltag =Teamleiter
Middle Management
verbindet Strategie und operative Arbeit = Abteilungsleiter
Top Management
legt die langfristige Strategie fest= Vorstand
Strategisches Controlling
Operatives Controlling
langfristig
kurzfristig
analysiert Unternehmensumfeld
steuert Funktionsbereiche
Markt, Wettbewerb, Politik, Technologie
Einkauf, Produktion, Marketing, Personal, Finanzen
Die ABC-Analyse ist eine Methode aus BWL / Controlling / Materialwirtschaft, mit der man wichtige und weniger wichtige Dinge nach ihrer Bedeutung sortiert.
👉 Ziel: sich auf die wichtigsten Faktoren konzentrieren.
Bildung einer Rangfolge für Priorisierung
Die Objekte (z. B. Produkte, Materialien oder Kunden) werden in drei Klassen eingeteilt.
Kategorie
Anteil
A-Güter
sehr wichtig
ca. 70–80 % des Wertes
teure Maschinen oder wichtige Materialien
B-Güter
mittel wichtig
dringlich
ca. 15–25 % des Wertes
normale Arbeitsmaterialien
C-Güter
weniger wichtig
ca. 5 % des Wertes
Büromaterial wie Stifte
Ziel der ABC-Analyse
wichtige Ressourcen erkennen
Prioritäten setzen
Kosten besser kontrollieren
Managementaufmerksamkeit auf wichtige Bereiche richten
Die Portfolioanalyse ist ein strategisches Analyseinstrument aus BWL / Controlling. Sie hilft dabei, verschiedene Produkte, Projekte oder Aufgaben zu bewerten, um zu entscheiden:
👉 Worauf soll sich eine Organisation in Zukunft konzentrieren?
Die Ergebnisse werden in einer Matrix mit zwei Achsen dargestellt.
Die Portfolioanalyse hilft dabei:
Ressourcen richtig zu verteilen
erfolgreiche Produkte zu erkennen
schwache Produkte zu verbessern oder abzuschaffen
strategische Entscheidungen zu treffen#
👉 Stars = investieren (Strategie) z.b Online-Bürgerportal, über das viele Bürger Anträge digital stellen
👉 Question Marks = prüfen = neue KI-gestützte Antragsprüfung, die erst getestet wird
👉 Cash Cows = Gewinne nutzen = Meldewesen / Personalausweis-Service, den fast alle Bürger nutzen
👉 Poor Dogs = reduzieren oder beenden = Papierformulare, die kaum noch genutzt werden
Die SWOT-Analyse, auch Stärken-Schwächen-Analyse genannt, ist eine Technik, die eingesetzt wird, um Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens oder auch eines bestimmten Projekts zu ermitteln.
Die SWOT-Analyse ist ein strategisches Analyseinstrument im Controlling
Sie hilft einer Organisation oder Behörde, ihre Situation zu analysieren, um bessere Entscheidungen für die Zukunft zu treffen.
Buchstabe
S – Strengths
Stärken
interne Vorteile der Organisation
W – Weaknesses
Schwächen
interne Probleme oder Nachteile
O – Opportunities
Chancen
externe Möglichkeiten aus der Umwelt
T – Threats
Risiken / Bedrohungen
externe Gefahren
Beispiel einer SWOT-Analyse
Bereich
gut ausgebildete Mitarbeiter
veraltete IT-Systeme
Risiken
steigende Bürgeranforderungen
Ziel der SWOT-Analyse
Die SWOT-Analyse hilft dabei:
die aktuelle Situation zu verstehen
Strategien zu entwickeln
Stärken zu nutzen
Schwächen zu verbessern
Risiken zu vermeiden
Sie ist ein geeignetes Werkzeug, wenn es um die Evaluierung eines Organisationsprojektes geht.
Sie kann alleine oder in Gruppenarbeit durchgeführt werden
Jede Betrachtungsdimension soll eigenständig vorbereitet werden
Entwicklung von Strategien und Lösungswegen, um Stärken zu nutzen und weiter auszubauen, Schwächen zu beseitigen und Zukunftschancen zu nutzen
Ziele sind Aussagen über angestrebte Zustände, die durch Entscheidungen und die dadurch ausgelösten Handlungen erreicht werden sollen.
Zielformulierungen sollen SMART erfolgen und damit folgenden Güterkriterien entsprechen:
S - spezifisch: Konkrete, eindeutige und präzise Formulierung
M - messbar: Kriterien, die erkennbar machen, ob das Ziel erreicht ist
A - anspruchsvoll: Herausfordernde, motivierende Ziele
R - realistisch: Hochgesteckte, aber erreichbare Ziele
T - terminiert: Klare Terminsetzung, wann die Ziele erreicht sein sollen
Zielbeziehungen
Ziele können…
1.) …sich gegenseitig erleichtern
(Zielharmonie).
2.) …zueinander in einem Widerspruch stehen
(Zielkonkurrenz).
3.) ...voneinander vollständig unabhängig sein
(Zielneutralität).
Zielvereinbarungen sind verbindliche Absprachen zwischen zwei Hierarchieebenen
für einen festgelegten Zeitpunkt (in der Regel 1 Jahr)
über zu erreichende Wirkungen/Ergebnisse (Outcome) und/oder
die zu erbringenden Leistungen (Output),
die hierzu bereitgestellten Ressourcen,
über Berichtswesen und Controlling sowie
das Verfahren bei Abweichungen.
Das Leitbild einer Organisation formuliert kurz und prägnant den Auftrag (Mission), die strategischen Ziele (Vision) und die wesentlichen Orientierungen für die Arbeit (Werte).
Leitbilder umfassen sowohl eine Vision wie eine Mission, aus denen dann, bezogen auf die spezifischen Geschäftsbereiche der Verwaltungsbetriebe, konkrete Leitsätze sowie Maßnahmen und Verwaltungsstandards (Normen) abgeleitet werden.
Vision: Leitidee für die Zukunft bzgl. Entwicklung und Ausrichtung des Verwaltungsbetriebes
Mission: Konkretisierung der Sach- und Formalziele, Gründsätze der Betriebsstruktur und Umgang/Ansprache mit/von Externen
Balanced: Ausgleichend, ausgewogen, integriert
Score: Zielgerichtet, langfristig, strategisch
Card: Systematisierend, vereinfachend, schriftlich verbindlich
Ein Controlling-Instrument, das Strategien in Ziele und Kennzahlen aus vier Perspektiven umsetzt, um eine Organisation zu steuern.
Finanzen – Kunden – Prozesse – Lernen/Entwicklung
Perspektive
Frage
Finanzperspektive
Wie stehen wir finanziell da?
Kosten senken, Budget einhalten
Kundenperspektive
Wie zufrieden sind unsere Kunden/Bürger?
Bürgerzufriedenheit erhöhen
Prozessperspektive
Wie gut laufen unsere Arbeitsprozesse?
Bearbeitungszeit von Anträgen verkürzen
Lern- und Entwicklungsperspektive
Wie können wir uns verbessern?
Mitarbeiterschulungen, Digitalisierung
Ziel der Balanced Scorecard
Die Balanced Scorecard soll:
Strategie umsetzen
Leistung messen
Verbesserungen steuern
verschiedene Bereiche einer Organisation verbinden
Der Vergleich der eigenen Leistungen oder Prozesse mit den besten Organisationen, um Verbesserungen zu erreichen.
Ablauf:
Eigene Leistungen analysieren
Vergleichspartner auswählen (z. B. andere Behörden oder Unternehmen)
Unterschiede erkennen
Bewährte Vorgehensweise übernehmen
Beispiel in der Verwaltung:
Eine Stadtverwaltung vergleicht die Bearbeitungszeit für Anträge mit anderen Städten, um ihre Prozesse zu verbessern.
Benchmarking = von den Besten lernen durch systematischen Vergleich.
Behörden vermeiden Benchmarking häufig wegen politischem Risiko, fehlendem Wettbewerb, schwieriger Vergleichbarkeit, organisatorischem Aufwand und interner Widerstände.
Kennzahlen sind messbare Zahlenwerte, mit denen man etwas bewerten, vergleichen oder steuern kann.
Die Steuerung läuft in einem ständigen Kreislauf.
Ziel festlegen
z. B. Bearbeitungszeit reduzieren
Sollwert festlegen
z. B. 10 Tage
Istwert messen
z. B. 14 Tage
Vergleich
Soll vs Ist
Analyse
warum Abweichung?
Maßnahmen
Prozesse verbessern
Dann beginnt der Kreis wieder von vorne
System
Aufgabe
Planungssystem
Ziele und Strategien festlegen
Kontrollsystem
Soll-Ist-Vergleich
Informationssystem
Daten sammeln und auswerten
Steuerungssystem
Maßnahmen umsetzen
Damit Controlling funktioniert, braucht eine Behörde vier Systeme.
Früher wurde Verwaltung nach dem Bürokratiemodell von Max Weber organisiert.
Merkmale:
strenge Regeln
klare Hierarchien
wenig Entscheidungsspielraum
Trennung von Amt und Person
Eingehende Fachschulung für spezialisierte Amtstätigkeiten
Steuerung über Input (Personal, Geld, Regeln)
Wenn alle Regeln eingehalten werden, entsteht automatisch ein gutes Ergebnis.
Dieses System funktionierte oft nicht gut, weil:
Behörden immer größer wurden
Entscheidungen zu langsam waren
Umwelt sich schnell verändert (Technologie, Politik, Gesellschaft)
Das starre System konnte darauf nicht flexibel reagieren.
Max Weber
Stärken und Schwächen der bürokratischen Verwaltung:
Stärken:
Rechtsstaatlichkeit und Leistungsverlässlichkeit.
Schwächen:
Autoritäre Strukturen innerhalb der Behörden,
schwerfällige Arbeitsweise,
systemimmanente Verschwendung durch geringe Verantwortung der Beteiligten,
relativ hohe Kosten, Qualitätsdefizite, fehlende ökonomische Prinzipien und eine schwache Innovationsdynamik.
Neues Steuerungsmodell
In den 1980er und 1990er Jahren entstanden Reformen.
New Public Management (NPM)
Der Staat soll wie ein Dienstleister für Bürger arbeiten.
Wichtige Punkte:
Orientierung an Ergebnissen (Output) statt nur an Regeln
Bürger als Kunden
mehr Effizienz
mehr Entscheidungsspielraum für Behörden
Nutzung von betriebswirtschaftlichen Methoden
Ein wichtiges Instrument dafür ist:
👉 Controlling
Bürokratie- vs. Neues Steuerungsmodell (New Public Managment)
Bürokratiemodell
Steuerungsmechanismus: Entscheidungen werden zentral getroffen (z.B. im Ministerium)
Steuerungsinstrumente:
Inputsteuerung
Kameralistik
Neues Steuerungsmodell (NSM)
Steuerungsmechanismus: Aushandeln der Vorgaben von Mitteln in Abhängigkeit bestimmter Leistungsziele und Produkte
Outputsteuerung
Kontraktmanagement
Reform des Rechnungs- und Informationswesens
Produkte und Kennzahlen
Leitbild & Ziele
Alte Verwaltung
Moderne Verwaltung
New Public Management
Regelorientiert
Ergebnisorientiert
wenig Flexibilität
mehr Handlungsspielraum
Durch Controlling und Berichtswesen sollen die Nachteile bürokratischen Handelns ausgeglichen und die Vorteile eines modernen Dienstleisters angesteuert werden.
Dabei stehen die Steigerung der Effizienz (Wirtschaftlichkeit), der Effektivität (Wirkung) und der Qualität der Aufgabenerfüllung als Eckpfeiler der Kundenorientierung im Vordergrund.
Grundsätzlich ist eine Investition die Umwandlung von Geldkapital in Sach- oder Finanzanlagen.
Die Investitionsrechnung gehört zum internen Rechnungswesen und soll Grundlagen liefern, um rational entscheiden zu können, ob eine Investition durchgeführt werden soll oder nicht.
Zu den monetären Methoden gehören sowohl statische als auch dynamische Verfahren:
Finanzmathematische monetäre (quantative) Methoden rechnen in Geldeinheiten
nicht-monetäre (qualitative) Methoden rechnen in Bewertungspunkten
Kostenvergleichsrechnung Vergleicht verschiedene Investitionsalternativen nur anhand ihrer entstehenden Kosten pro Periode. Die Alternative mit den geringsten Kosten wird als die wirtschaftlichste gewählt.
Gewinnvergleichsrechnung Hier werden die Gewinne verschiedener Investitionen miteinander verglichen. Die Investition mit dem höchsten Gewinn gilt als die beste Alternative.
Rentabilitätsvergleichsrechnung Diese Methode vergleicht die Verzinsung des eingesetzten Kapitals bei verschiedenen Investitionen. Die Investition mit der höchsten Rentabilität (Rendite) wird bevorzugt.
Amortisationsrechnung Sie berechnet, wie lange es dauert, bis sich eine Investition durch ihre Rückflüsse bezahlt macht. Die Investition mit der kürzesten Amortisationszeit gilt als vorteilhaft.
Kapitalwertmethode Alle zukünftigen Ein- und Auszahlungen einer Investition werden auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst. Ist der Kapitalwert positiv, lohnt sich die Investition.
Annuitätenmethode Der Kapitalwert einer Investition wird in gleich hohe jährliche Zahlungen (Annuitäten) umgerechnet. Die Investition mit der höchsten Annuität pro Jahr ist wirtschaftlich am besten
Interne Zinsfußmethode Diese Methode berechnet den Zinssatz, bei dem der Kapitalwert einer Investition genau null ist. Ist der interne Zinsfuß höher als der geforderte Mindestzins, ist die Investition vorteilhaft.
Investitionsrechnung kann für Investitionsentscheidungen objektiv bewerten.
Dabei stehen immer die finanziellen Unternehmensziele im Vordergrund
Du schaust dir verschiedene Kennzahlen (z. B. Kosten, Gewinne) eines Investitionsprojekts an und entscheidest anhand von Zielgrößen (z. B. Rentabilität), ob sich die Investition lohnt.
Warum ist A1 besser?
Bei 5 % zählt eine frühe Einzahlung besonders viel.
Bei A1 kommt die große Einzahlung sofort
Bei A2 kommt die große Einzahlung erst in 5 Jahren und wird deshalb stärker abgezinst
Je höher der Zinssatz, desto besser ist also hier A1 im Vergleich zu A2.
A1: 84.329,4884.329,48
A2: 58.352,6258.352,62
absolut: beide vorteilhaft
relativ: A1 besser
Bestimmung der Vorteilhaftigkeit einer einzelnen Investitionsmaßnahme
(absolute Vorteilhaftigkeit)
• Auswahl der vorteilhaftesten Investition aus mehreren Investitionsalternativen unter
Heranziehung verschiedener Aspekte (relative Vorteilhaftigkeit)
Absolute Vorteilhaftigkeit: Bei der absoluten Vorteilhaftigkeit wird nur ein Investitionsprojekt betrachtet.
→ Es sollen nur Projekte realisiert werden, die dem Unternehmen Geld bringen
Relative Vorteilhaftigkeit: Bei der relativen Vorteilhaftigkeit werden mehrere Investitionsprojekte miteinander verglichen.
→ Das Projekt mit dem höchsten Nutzen soll realisiert werden.
Was ist ein Projekt?
Projekte sind zeitlich befristete, komplexe und bereichsübergreifende klar bestimmte Aufgaben , die aufgrund ihrer Schwierigkeit und Bedeutung meist ein gesondertes Projektmanagement erfordert
Einmaligkeit
Klare Zielsetzung
Sachliche und Zeitliche Begrenzung
Komplexität und Neuartigkeit
Mehrere fach- und hierarchieübergreifende Zuständigkeiten (Personal aus mehreren Organisationseinheiten)
Begrenzte Ressourcen
Risikobehaftet
Kurz:
Projektmanagement ist die Gesamtheit der Führungsaufgaben zur Projektabwicklung.
aus BMI-Praxisleitfaden
Phase
1 Phase
Initialisierung
Projektidee, Zustämdigkeiten klären, Projektskizze
Entscheidung: neue digitale Akten einführen
2 Phase Definition
Projektkernteam bilden, grobe Struktur des Projektes erstellen, Meilensteile festlegen
Projektplan und Budget erstellen
3 Phase
Planung (Feingrobplanung)
Aufgaben, Kosten, Personal, terminplanung (Netzplan)
Software installieren und testen
4 Phase
Durchführung/
Steuerung
Projektstart durchführen
Projektcontrolling aktuelsieren
Dokumentation pflegen
Vergleich: Plan vs. tatsächlicher Fortschritt
5 Projektabschluss
Projekt wird beendet und bewertet
Projekt auflösen
Abschlussbericht erstellen
Ein Meilenstein ist ein wichtiger Zwischenpunkt oder Kontrollpunkt in einem Projekt. Er zeigt, dass ein wichtiger Abschnitt des Projekts abgeschlossen ist.
👉 Meilensteine helfen zu prüfen, ob das Projekt nach Plan läuft.
Meilensteine sind wichtige Kontrollpunkte im Projektverlauf.
Die drei wesentlichen Ziele des Projektmanagements sind
das Sachziel der Aufgabenerfüllung in guter Qualität
das Ziel der Termingerechtigkeit um die Aufgabe in der geplanten oder vorgegebenen Zeit zu erledigen sowie
das Kostenziel, das die Aufgabenerfüllung bei Einsatz angemessener Kosten (Ressourcen) anstrebt.
Bei allen Entscheidungen des Projektmanagments sind immer alle drei Ziele zu berücksichtigen!
Bei Nichtbeachtung dieser Grundsätze kann im Extremfall das gesamte Projekt gefährdet werden.
Gefahrenquellen im Projekt sind:
Erweiterung des Projektauftrages ohne Zeit- und Kostenziel entsprechend anzupassen,
Ressourcenkürzungen ohne Zeit- und Sachziele anzupassen,
Verkürzung der Projektlaufzeit ohne Kosten und Sachziel zu überprüfen.
wie kann man ein Projekt einrichten ?
Beschreibung
Mitarbeiter gehören sowohl zur einer Fachabteilung (Linie) als auch zum Projekt (Mehrliniensystem)
Projektleiter und Fachabteilungsvorgesetzer teilen sich die Verantwortung.
Vorteile
Gute Nutzung von Fachwissen aus verschiedenen Abteilungen
Flexible Personalplanung
Nachteile
Doppelunterstellung der Mitarbeiter
Abstimmungsaufwand höher
Die Projektgruppe wird als Stabsstelle der Behörden- oder Abteilungsleitung eingerichtet. Der Projektleiter koordiniert und berät, hat aber keine Weisungsbefugnis gegenüber den Mitarbeitern der Fachabteilungen. Die Mitarbeiter bleiben in der Linienorganisation.
Vorteile:
geringer organisatorischer Aufwand
gute Anbindung an die Leitung
Nachteile:
keine direkte Weisungsbefugnis
Entscheidungen dauern oft länger.
Projektmitarbeiter arbeiten ausschließlich im Projekt
Sie werden vollständig aus der Linienorganisation herausgelöst.
Klare Zuständigkeiten
Schnelle Entscheidungen
Gute Kommunikation im Projektteam
Hoher Personalaufwand
Mitarbeiter müssen nach Projektende wieder integriert werden
Der Lenkungsausschuss verbindet hierbei die Projektorganisation mit der Unternehmensführung bzw. dem Auftraggeber.
Das Gremium begleitet das Projektmanagement, unterstützt die Projektleiter und hilft dabei, die Ziele auf dem idealen Weg zu erreichen.
Rolle
Projektauftraggeber
gibt den Auftrag für das Projekt, legt Ziele fest und stellt Budget sowie Ressourcen bereit.
Lenkungsausschuss
Trifft wichtige Entscheidungen, kontrolliert den Projektfortschritt und unterstützt den Projektleiter bei größeren Problemen.
Meilensteine überwachen
Projektleiter
plant und steuert das Projekt, Er koordiniert das Team, achtet auf Termine, Kosten und Qualität.
Projektteam
führt die Aufgaben aus, fachlich und praktisch
Kennt Unternehmen, Strukturen und Abläufe
Kennt Mitarbeiter und Unternehmenskultur
Geringere Kosten
Kann betriebsblind sein (weniger neue Ideen)
Oft zusätzliche Belastung neben normalen Aufgaben
Neutrale Sichtweise
Bringt Erfahrung aus anderen Projekten / Unternehmen
Hohe Kosten
Muss sich erst in Unternehmen einarbeiten
👉 Meilensteine helfen zu prüfen, ob das Projekt nach Plan läuft -> sind wichtige Kontrollpunkte im Projektverlauf
Eine Auftaktveranstaltung dient dazu, das Projekt offiziell zu starten und alle Beteiligten zu informieren.
Ziele:
Vorstellung des Projektziels
Klärung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten
Vorstellung des Projektplans
👉 Dadurch werden Missverständnisse und Konflikte frühzeitig reduziert.
Ja, eine Abschlussveranstaltung ist sinnvoll.
Präsentation der Projektergebnisse
Würdigung der Leistungen des Projektteams
Offizielle Beendigung des Projekts
👉 Sie trägt dazu bei, Erfahrungen zu sichern und Motivation zu stärken.
Methode
Projektstrukturplan (PSP)
Zerlegung eines Projekts in Aufgaben
Projekt → Planung → Schulung → Umsetzung
Zeitplanung (Gantt-Plan)
Darstellung des Projektzeitplans
zeigt Beginn und Ende von Aufgaben
Meilensteine
wichtige Zwischenziele im Projekt
„Software installiert“
Risikomanagement
mögliche Probleme früh erkennen
Verzögerung bei Softwarelieferung
Einführung eines neues Systems
PM
AG
Workshops
Ad-hoc-Besprechungen
Schulung
Pilot-Testphase
Gessamtprojekt mit einem Ziel
Teilprojekte -> Projektmanagemnt, Prozessanalyse
Arbeitsparkete -> konkrete Aufgaben, definierte Ergebnisse
Netzplan
Planung aller Projektaufgaben
Vorgangsknotentechnik
Darstellungsform des Netzplans
Knoten (Kästchen)
Vorgang / Aufgabe
Pfeile
Reihenfolge / Abhängigkeit
kritischer Pfad
längster Weg im Netzplan (keine Verzögerung erlaubt)
Pufferzeit
Zeitreserve eines Vorgangs
Klassisch
Agil
Planung
detailliert am Anfang
laufend angepasst
Ablauf
feste Phasen
kurze Entwicklungszyklen (Sprints)
Flexibilität
gering
hoch
Änderungen
schwer umzusetzen
leicht möglich
Kundenbeteiligung
meist am Anfang und Ende
regelmäßig während des Projekts
Klassisch: Erst planen dann umsetzen
Agil: Umsetzen verbessern anpassen
Klassisches Projektmanagement sinnvoll bei:
klaren Anforderungen
wenig Änderungen
festen Budgets und Terminen
z. B. Bauprojekte, Maschinenbau
Agiles Projektmanagement sinnvoll bei:
unklaren oder sich ändernden Anforderungen
innovativen Projekten
Software- oder IT-Projekten
wenn schnelles Feedback wichtig ist
Ein Projekt kann aus verschiedenen Gründen scheitern. Häufige Ursachen sind:
1. Unklare Ziele
2. Schlechte Planung
3. Mangelhafte Kommunikation
4. Fehlende Ressourcen
5. Schwaches Projektmanagement
6. Änderungen während des Projekts
7. Fehlende Unterstützung durch das Management
Projektziele sollten klar, messbar und verständlich formuliert sein.
Häufig nutzt man die SMART-Regel.
SMART bedeutet:
S – Spezifisch → eindeutig formuliert
M – Messbar → Ergebnis überprüfbar
A – Attraktiv / Akzeptiert → sinnvoll und motivierend
R – Realistisch → erreichbar mit vorhandenen Ressourcen
T – Terminiert → klarer Zeitrahmen
Beispiel:
❌ Schlecht: „Die Website verbessern.“
✅ SMART formuliert: „Die Ladezeit der Unternehmenswebsite soll bis zum 30.06.2026 auf unter 2 Sekunden reduziert werden.“
Kurz zusammengefasst:
Projekte scheitern oft wegen schlechter Planung, unklarer Ziele oder mangelnder Kommunikation.
Das Magische Dreieck zeigt die Abhängigkeit von Zeit, Kosten und Leistung.
Zielformulierungen sollten nach der SMART-Methode erfolgen.
Beim Personalbedarf wird berechnet, wie viele Mitarbeiter für eine bestimmte Arbeitsmenge benötigt werden.
Grundformel:
Erklärung der Bestandteile:
Arbeitsmenge → z. B. Anzahl der zu bearbeitenden Vorgänge
Zeit pro Einheit → Bearbeitungszeit pro Vorgang
verfügbare Arbeitszeit → tatsächliche Arbeitszeit eines Mitarbeiters (abzüglich Urlaub, Krankheit, Pausen)
Nutzen:
Vermeidung von Über- oder Unterbesetzung
Unterstützung der wirtschaftlichen und sparsamen Verwendung von Haushaltsmitteln (besonders wichtig in Behörden)
§ 7 I BHO
Die Verwaltung soll ihre Aufgaben so wahrnehmen, dass öffentliche Mittel sparsam und wirtschaftlich eingesetzt werden. Aufgabenkritik ist damit ein Instrument, um § 7 BHO praktisch umzusetzen. Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.
Aufgabenkritik ist die systematische Überprüfung von Aufgaben in einer Organisation, um festzustellen, ob diese noch notwendig, wirtschaftlich und sinnvoll sind.
Dabei wird untersucht:
Welche Aufgaben erfüllt werden
Ob Aufgaben entfallen, vereinfacht oder zusammengelegt werden können
Zweckkritik prüft ob Aufagbe notwendig ist und Vollzugskritik analysiert, wie aufgaben effizenter gemacht werden können
effizientere Arbeitsabläufe
Vermeidung von Doppelarbeit
bessere Nutzung von Ressourcen
In der öffentlichen Verwaltung gibt es verschiedene Wege, öffentliche Aufgaben zu erfüllen bzw. zu steuern.
Eigenwahrnehmung durch Behörden
klassische Verwaltung
z. B. Ordnungsamt, Bauamt
Auslagerung auf öffentliche Unternehmen
z. B. Stadtwerke
Private Durchführung
Outsourcing / Privatisierung
z. B. Müllabfuhr durch private Firmen
persönliche Haftung der Gesellschafter
geringere Kapitalbindung
stärker personenbezogen
GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)
OHG (Offene Handelsgesellschaft)
KG (Kommanditgesellschaft)
eigene Rechtspersönlichkeit
Haftung auf Gesellschaftsvermögen beschränkt
Kapital steht im Mittelpunkt
GmbH
Typisch in der Verwaltung:
Stadtwerke GmbH
Verkehrsbetriebe GmbH
Diese werden durch Gesetz oder Satzung geschaffen.
Typische Formen:
Rundfunkanstalten
Sparkassen
teilweise kommunale Betriebe
rechtlich selbstständig
erfüllen öffentliche Aufgaben
Die Verwaltung arbeitet nicht gewinnorientiert.
Der „Gewinn“ ist daher eher: Zielerreichung / öffentlicher Nutzen
bessere Sicherheit
funktionierende Infrastruktur
gute Bildung
Bürgerzufriedenheit
👉 Man spricht eher von:
Gemeinwohl
öffentlichem Nutzen
Leistungsqualität
Zuletzt geändertvor 6 Monaten