Buffl

Personalführung

HV
von Heyson V.

Verfahren Quantitative Personalbedarfsermittlung


Einfaches Schätzverfahren

Expertenverfahren

Delphi-Methode

REFA (Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung)

Selbstaufschreibung

Einfaches Schätzverfahren


- Basieren auf Intuition und der Problemkenntnis von zuständigen FK hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen

- Werden schwerpunktmäßig in kleineren und mittleren Betrieben eingesetzt

- FK schätzen den Bedarf für die kommende Planungsperiode, Geschäftsführung und Personalabteilung plausibilisieren

- Vorteil: geringer Planungsaufwand und hohe Akzeptanz betroffene FK

- Nachteil: ungenau, berücksichtigt nur bedingt Unternehmensziele, durchsetzungsstarke MA sind gegenüber

zurückhaltenden Kollegen im Vorteil


Expertenverfahren


- Zusätzlich zu FK werden interne oder externe Experten befragt

- Nachteil: Zusammenfassung von subjektiven Einzelmeinungen


Delphi-Methode


- Kunden, Unternehmensberater und Verbandsvertreter werden mittels anonymer Befragung gebeten, ihre Sicht auf die

Entwicklung des Personalbedarf zu begründen


REFA (Reichsausschuss für Arbeitszeitermittlung)


- Insbesondere in Fertigungsbetrieben anwendbar, wenn Arbeitsschritte und Arbeitsbedingungen gleich bleiben

- Beginnt mit der Zerlegung des Arbeitsablaufs in einzelne Schritte, die gemessen werden

- Grundlage der Kalkulation im Bauunternehmen

- Nicht unumstritten, wird insbesondere bei Arbeitnehmervertretern kritisch betrachtet (Leistungsüberwachung)


Selbstaufschreibung


- Methode ist sehr ungenau, wird nur eingesetzt, wenn keine anderen Verfahren möglich sind oder deren Aufwand zu hoch ist

- Beruht auf der Erfahrung der Beteiligten und benötigt sehr gute Kenntnisse über die einzelnen Arbeitsschritte

Risiken bei der strategischen Personalplanung


Engpassrisiko

Austrittrisiko

Anpassungsrisiko

Motivationsrisiko

Loyalitätsrisiko

Passungsrisiko




Engpassrisiko


- Nicht ausreichende Personalausstattung insbesondere für Schlüsselpositionen

- Gründe sind zB ungünstige Zusammensetzung des personalbestandes, fehlende Transparenz über Engpässe und

Zielgruppen, fehlende fundierte Personalplanung


Austrittrisiko


- Ist geprägt durch ungewollte Kündigungen insbesondere von Leistungsträgern und altersbedingte Austritte

- Kündigung von Schlüsselpersonen und damit verbundene Know-how-Verlust sind größte Problem

- Gründe sind zB fehlerhafte Austrittsanalyse, mangelnde Leistungs- und Zielorientierung, nicht adäquate Beurteilungs- und

Entlohnungsinstrumente sowie nicht markgerechte Anstellungsbedingungen


Anpassungsrisiko


- Aufbau- und ablauforganisatorische Rahmenbedingungen verändern sich und die MA müssen sich den Veränderungen

anpassen, was eine Veränderungsbereitschaft erfordert

- Gilt auch bei Unter- oder Überqualifizierung von MA

- Folgen sind Frustration und Weigerung der Anpassung


Motivationsrisiko


- Entstehen, wenn Unternehmen motivierende Faktoren nicht ausreichend zur Verfügung stellen bzw. vorhandene Faktoren

nicht ausreichend wahrgenommen werden

- Ebenso können Unternehmen demotivierende Faktoren ggf. nicht ausreichend wahrnehmen

- Folgen sind Vertrauensverlust, geringes Commitment sowie eine wachsende Anzahl an MA mit innerlicher Kündigung


Loyalitätsrisiko


- Betrifft Verstöße gegen gesetzliche oder innerbetriebliche Regelungen, zB Insidergeschäfte, Betrug, Diebstahl,

Bestechlichkeit, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Mobbing, Geheimnisverrat…


Passungsrisiko


- Richtige Zuordnung von MA und Stelle (Positionen)

- Folgen sind ebenfalls Unterforderung oder Überforderung und daraus folgenden Risiken im Arbeitsumfeld










Author

Heyson V.

Informationen

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