Erklären Sie das physikalische Wirkprinzip eines kapazitiven Sensors allgemein und welche Möglichkeiten der Änderung haben Sie dabei?
Wie überprüfen Sie ein physikalisches Wirkprinzip hinsichtlich Linearität? Wie gehen Sie dabei mathematisch vor?
Man betrachtet die Empfindlichkeit und setzt sie gleich der Größe die sich verändert, 1. Bild nach d ableiten, da plattenabstand verringert, 2.Bild nach epsilon r, da sich epsiolon verändert hat usw. Falls dann eine Abhängigkeit besteht, ist es nicht linear
Wie werten Sie einen kapazitiven Sensor in einer Wheatstone-Brücke (Viertel-Brücke) aus?
Was versteht man unter Differentialkondensator und welche beiden Vorteile bringt dieser mit sich?
Ein Differentialkondensator besteht aus zwei Kapazitäten, die gegensinnig von einer Messgröße beeinflusst werden. Typischer Aufbau:
Eine bewegliche Elektrode (z. B. eine Platte oder ein Schieber) befindet sich zwischen zwei festen Elektroden.
Dadurch entstehen zwei Kondensatoren: C1 und C2.
Bewegt sich die mittlere Elektrode, nimmt eine Kapazität zu, während die andere abnimmt.
Statt also nur eine einzelne Kapazität zu messen, wertet man die Differenz der beiden aus:
ΔC=C1−C2
Diese Differenz ist (für kleine Wege) näherungsweise proportional zur Verschiebung der beweglichen Elektrode.
Höhere Empfindlichkeit (Auflösung)
Linearisierung
Wie wird ein Differentialkondensator in einer Wheatstonebrücke verschaltet?
Erklären Sie das physikalische Wirkprinzip eines induktiven Sensors allgemein und welche Möglichkeiten der Änderung haben Sie dabei?
Grundlagen Überblick:
Beispiel:
Was versteht man unter Magnetoelastischem Effekt und was versteht man unter Magnetostriktion?
Der magnetoelastische Effekt beschreibt den Zusammenhang zwischen mechanischer Spannung (Kraft, Dehnung, Druck) und den magnetischen Eigenschaften eines ferromagnetischen Materials.
Konkret bedeutet das:
Wenn man ein ferromagnetisches Material mechanisch belastet (z. B. Zug oder Druck),
dann ändern sich seine magnetischen Eigenschaften, z. B.:
die magnetische Permeabilität,
die Magnetisierung,
die Form der Hysteresekurve.
Die Magnetostriktion ist ein spezieller, umgekehrter Zusammenhang:
Wenn man ein ferromagnetisches Material magnetisiert (also ein Magnetfeld anlegt),
dann ändert es seine Form oder Länge (es dehnt sich oder zieht sich zusammen, typischerweise um sehr kleine Beträge).
Skizzieren und erklären Sie den Aufbau und Funktionsweise eines Hall-Sensors?
Warum werden bei Hall-Sensoren keine Metalle verwendet?
Metalle werden bei Hall-Sensoren nicht verwendet, weil sie wegen ihrer sehr hohen Ladungsträgerdichte (n) nur eine extrem kleine Hall-Spannung liefern.
Halbleiter erzeugen dagegen ein deutlich größeres, gut auswertbares Signal und sind deshalb das Material der Wahl für Hall-Sensoren.
Erklären Sie das physikalische Wirkprinzip eines dehnungsempfindlichen resistiven Sensors allgemein und welche Möglichkeiten der Änderung haben Sie dabei?
Was kennzeichnet einen piezoresistiven dehnungsempfindlichen Sensor?
Ein piezoresistiver dehnungsempfindlicher Sensor ist dadurch gekennzeichnet, dass er mechanische Dehnung oder Spannung in eine Widerstandsänderung umwandelt.
Prinzip:
Wird der Sensor gedehnt oder gestaucht, ändert sich:
seine Länge,
sein Querschnitt,
und vor allem seine spezifische elektrische Leitfähigkeit.
Dadurch ändert sich der elektrische Widerstand des Sensors messbar.
Kennzeichen:
Ein piezoresistiver dehnungsempfindlicher Sensor ist dadurch gekennzeichnet, dass mechanische Dehnung eine messbare Widerstandsänderung verursacht, mit hoher Empfindlichkeit (großer K-Faktor), besonders bei Halbleitermaterialien, und typischerweise in Brückenschaltungen zur präzisen Messung eingesetzt wird.
Was ist der K-Faktor eines DMS?
Erklären Sie das physikalische Wirkprinzip eines temperaturempfindlichen resistiven Sensors allgemein und welche Modellgleichung wird dafür meist verwendet?
Erklären Sie das physikalische Wirkprinzip eines temperaturempfindlichen Halbleiter pn-Übergang
Wie wird der Temperaturkoeffizient eines temperaturempfindlichen Halpleiter pn-Übergang bestimmt?
Theoretische Bestimmung:
Praktische Bestimmung:
Wie groß ist der typische Temperaturkoeffizient eines temperaturempfindlichen Halbleiter pn-Übergang (Silizium)?
Was genau ist der Seebeck Effekt? Erklären Sie anhand einer Skizze.
Der Seebeck-Effekt ist ein thermoelektrischer Effekt, bei dem eine Temperaturdifferenz in einem elektrischen Leiter- oder Halbleitersystem eine elektrische Spannung erzeugt.
Wenn zwei unterschiedliche elektrische Leiter (z. B. zwei Metalle oder Halbleiter) zu einem geschlossenen Stromkreis verbunden sind,
und die beiden Verbindungsstellen (Kontaktstellen) unterschiedliche Temperaturen haben,
dann entsteht im Kreis eine elektrische Spannung (und bei geschlossenem Kreis ein Strom).
Diese Spannung nennt man Thermospannung oder Seebeck-Spannung.
Was ist ein Thermoelement? Wo ist dieses nützlich und wo kann es Probleme bereiten?
Ein Thermoelement (Thermopaar) besteht aus zwei unterschiedlichen Metallen oder Legierungen, die an einer Stelle miteinander verbunden sind (die Messstelle).
Diese Messstelle wird auf die zu messende Temperatur gebracht.
Die anderen Enden bilden die Referenzstelle (Kaltstelle).
Besteht eine Temperaturdifferenz zwischen Messstelle und Referenzstelle, entsteht eine Thermospannung.
Aus dieser Spannung kann man die Temperatur der Messstelle berechnen.
Nützlich:
Sehr großer Temperaturbereich
Von ca. −200 °C bis über +1800 °C (je nach Typ, z. B. K, J, S, B …)
Robust und einfach aufgebaut
Unempfindlich gegen Vibrationen, Schmutz, raue Umgebungen
Ideal für Industrie, Motoren, Öfen, Abgase, Turbinen, Schmelzöfen
Schnelle Reaktionszeit
Kleine Messstelle → schnelle Temperaturänderungen gut messbar
Keine externe Versorgung nötig
Erzeugt die Messspannung selbst (passiver Sensor)
Probleme:
Geringe Messspannung
Nur wenige µV bis mV pro Kelvin
→ empfindlich gegen Störungen, braucht gute Verstärkung und saubere Elektronik
Kaltstellenproblematik (Referenzstelle)
Man misst nicht die absolute Temperatur, sondern die Temperaturdifferenz
→ Die Temperatur der Anschlussstelle muss bekannt oder kompensiert werden (Kaltstellenkompensation)
Begrenzte Genauigkeit (im Vergleich zu z. B. Pt100)
Drift durch Alterung, Oxidation, Materialveränderung
Für hochpräzise Labormessungen oft nicht die erste Wahl
Nichtlinearität
Zusammenhang Spannung ↔ Temperatur ist nicht perfekt linear
→ braucht Tabellen oder Kennlinienkorrektur
Erklären Sie den piezoelektrischen Effekt anhand von Quarz. Was versteht man unter Elektrostriktion.
Piezoelektrischer Effekt:
mechanische Verformung -> elektrische Spannung
Elektrische Spannung -> mechanische Verformung
Elektrostriktion:
Elektrostriktion ist die mechanische Verformung eines dielektrischen Materials durch ein angelegtes elektrisches Feld, wobei die Verformung proportional zum Quadrat der Feldstärke ist.
Nennen Sie Anwendungsbeispiele des piezoelektrischen Effekts in der Sensorik
Typische Anwendungen des piezoelektrischen Effekts in der Sensorik sind
Kraft-,
Druck-,
Beschleunigungs-,
Vibrations-,
Schall-,
Ultraschall-,
Klopf- und Körperschallsensoren
sowie dynamische Drehmoment- und Druckmessungen.
Woran erkennen Sie ferroelektrische Materialen und was haben diese mit Eisen zu tun?
Bestimmte Kristalle zeigen, wie ferromagnetische Stoffe bei Einwirkung eines magnetischen Feldes, bei Einwirkung eines elektrischen Feldes auch ein Hystereseverhalten.
Daher spricht man in diesem Zusammenhang von ferroelektrischen Stoffen. Ein ferroelektrischer Stoff ist immer auch piezoelektrisch, jedoch gilt der Umkehrschluß nicht (z.B.: Quarz).
Sie haben nichts mit Eisen zu tun.
-> „Ferro“ bedeutet hier nicht „aus Eisen“, sondern ist eine Begriffsübertragung vom Ferromagnetismus auf die Elektrizität wegen des ähnlichen physikalischen Verhaltens
Skizzieren Sie den prinzipiellen Aufbau eines piezoelektrischen Kraftsensors.
Zeichnen Sie das Ersatzschaltbild eines piezoelektrischen Kraftsensors und geben Sie dessen Sprungantwort hinsichtlich der elektrischen Ladung an.
Was ist das Piezomodul eines piezoelektrischen Kraftsensors?
Das Piezomodul d beschreibt dabei den Umwandlungsfaktor zwischen mechanischer und elektrischer Größe.
Wie lautet der Zusammenhang zwischen mechanischer Spannung und Dehnung? Hooke’sches Gesetz
Spannung = E-Modul*Dehnung
mit epsioln = delta l /l , wobei delta l / l die Dehnung ist
Wie ist der Begriff Dehnung definiert?
Die Dehnung (auch Normaldehnung) ist eine dimensionslose mechanische Größe, die angibt, wie stark ein Körper relativ zu seiner ursprünglichen Länge verlängert oder verkürzt wird.
Wie lautet die Einheit der mechanischen Spannung, des E-Moduls und von Druck?
Mechanische Spannung:
EInheit: 1 Pascal: Pa = N/m^2
E-Modul:
Einehit: Pa
Druck:
EInheit: Pa
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