Frage: Ein Magnetfeld bei Stromausfall immer an?
Antwort: Ja, das statische Hauptmagnetfeld des MRT bleibt auch bei Stromausfall bestehen und ist immer an.
Frage: Womit haben Patient*innen und Personal absolutes Betretungsverbot im MR-Raum?
Antwort: Mit ferromagnetischem Metall und kritischen aktiven Implantaten wie Herzschrittmachern oder Defibrillatoren.
Frage: Schwangere dürfen im MRT nicht untersucht werden?
Antwort: Falsch. Schwangere dürfen nach strenger Indikation im MRT untersucht werden, vor allem nach den ersten drei Monaten der Schwangerschaft.
Frage: Iodhaltiges Kontrastmittel nicht im Raum lagern weil?
Antwort: Weil durch Licht und Röntgenstrahlung gebundenes Iod freigesetzt werden kann und freies Iod toxisch ist.
Frage: KM über ZVK – was muss beachtet werden?
Antwort: Distalen Ausgang verwenden, Druckgrenze und maximalen Flow (ca. 2,5 ml/s) beachten, prüfen ob der Katheter offen ist, Medikamentenrückstände mit NaCl spülen und sauber arbeiten.
Frage: Unterschied chemotoxische und allergische Reaktion auf Kontrastmittel?
Antwort: Allergische Reaktionen: Juckreiz, Rötung, Quaddeln, Schleimhautschwellung, Bronchospasmus, allergischer Schock und therapiebedürftig; chemotoxische Reaktionen: z.B. Wärmegefühl, Herzrasen, Übelkeit/Erbrechen, meist ohne spezifische Therapie.
Frage: Welches Kontrastmittel ist potentiell nierenschädigend?
Antwort: Iodhaltiges CT-Kontrastmittel ist primär potentiell nephrotoxisch, MRT-Kontrastmittel ist nicht primär nierenschädigend.
Frage: Unterschied Strahlenschutzbeauftragter / Strahlenschutzverantwortlicher?
Antwort: Strahlenschutzverantwortliche Person trägt die Gesamtverantwortung und delegiert organisatorisch, Strahlenschutzbeauftragte Person ist fachkundig vor Ort, Ansprechperson bei Problemen und hat Weisungsrecht im Strahlenschutz.
Frage: Traumaspirale im CT – was wirkt bildbeeinträchtigend?
Antwort: Metallische und voluminöse Gegenstände wie Trage, Messer usw. verursachen Artefakte und sollten entfernt oder mit Abstand (z.B. Zellstoff) unterpolstert werden.
Frage: Wie Dosis bei Durchleuchtung senken
Antwort: Durch gepulste Durchleuchtung, Einblenden des Untersuchungsbereichs, möglichst großen Abstand der Röntgenröhre und geringen Abstand des Detektors sowie Anwendung des ALARA-Prinzips.
Frage: Wo stehen bei C-Bogen als Personal?
Antwort: Möglichst auf der Detektorseite und nicht auf der Röhrenseite, mit ausreichendem Abstand und vollständiger Schutzausrüstung.
Frage: Traumaspirale – Vergleich zur natürlichen Umgebungsstrahlung?
Antwort: Eine Traumaspirale bzw. ein Polytrauma-CT entspricht ungefähr 9,35 Jahren natürlicher Strahlenbelastung.
Frage: Ersteingewiesene – Konsequenzen, wenn diese weg sind?
Antwort: Der Hersteller muss erneut eine Einweisung durchführen, damit neue Ersteingewiesene benannt und dokumentiert werden können.
Frage: Strahlenschutzausrüstung – was bei Untersuchung im CT beachten?
Antwort: PSA vor jeder Nutzung auf Schäden prüfen, jährlich Sicht- und Tastkontrolle, regelmäßige Röntgenkontrolle und konsequentes Tragen der PSA während CT-Untersuchungen.
Frage: Durchleuchtung – was ist größte Strahlenbelastung für das Personal?
Antwort: Die größte Strahlenbelastung für das Personal entsteht durch Streustrahlung am Patienten.
Frage: Warum machen wir Liquordiagnostik?
Antwort: Um ZNS-Erkrankungen zu diagnostizieren und ihre Dynamik zu beurteilen, insbesondere über Zellzahl, Schrankenfunktion und Proteinquotienten.
Frage: Warum ist Liquordiagnostik kompliziert?
Antwort: Wegen niedriger Konzentrationen im Liquor, großer Unterschiede zum Blut und der hohen Auswirkung kleinster Verschleppungen.
Frage: Was gehört in einen integrierten Gesamtbefund?
Antwort: Abnahmeuhrzeit, Fragestellung, Alter, Geschlecht, Temperatur, Punktionsvorgang und Abnahmeort, Zeitpunkt im Krankheitsverlauf und Liquorbeschaffenheit.
Frage: Welche Bedeutung hat der zeitliche Ablauf bzw. die Krankheitsdynamik in der Liquordiagnostik?
Antwort: Veränderungen von Quotienten und Parametern verlaufen zeitverzögert, daher muss der Zeitpunkt im Krankheitsverlauf für die Interpretation berücksichtigt werden.
Frage: Was ist mit „Quotientenreihenfolge“ gemeint und wie wird sie angewendet?
Antwort: Die Reihenfolge Q(Alb) > Q(IgG) > Q(IgA) > Q(IgM); Abweichungen deuten auf intrathekale Synthese eines Immunglobulins hin.
Frage: Wozu dient das Quotientendiagramm (Reiberschema) generell?
Antwort: Zur Beurteilung der Blut-Liquor-Schranke und zur Unterscheidung zwischen Schrankenstörung und intrathekaler Immunglobulinsynthese.
Frage: Wo muss man im Quotientendiagramm besonders viel korrigieren?
Antwort: Bei großen Molekülen und niedrigem Albuminquotienten, weil dort die Korrekturen für Diffusion besonders relevant sind.
Frage: Was bedeuten die Linien und Bereiche im Quotientendiagramm?
Antwort: Q(low) markiert unplausible Bereiche, Q(limes) die Grenze zur intrathekalen Synthese, die Prozentlinien geben den Anteil intrathekaler Ig-Synthese an, Bereiche 2–4 differenzieren Schrankenstörung und intrathekale Synthese.
Frage: Welche Typen der oligoklonalen Banden werden unterschieden?
Antwort: Typ 1 (Normalbefund ohne echte Banden), Typ 2 (nur Banden im Liquor), Typ 3 (zusätzliche Banden im Liquor neben Serum), Typ 5 (gleiche Banden in Liquor und Serum mit „Treppe“ bei Paraproteinen).
Zuletzt geändertvor 15 Tagen