Aminosäuren allgemein 4
20 proteinogene (=proteinbildende) AS
Einbuchstaben- & Dreibuchstabencode, Bsp.: Alanin -> A -> Ala
negativ geladene AS: Reste enthalten Carboxy-Gruppe -> Protonenabgabe
positiv geladene AS: Reste enthalten Amino-Geuppe -> Protonenaufnahme
Aufbau von Aminosäuren
Verhalten von AS bei Zugabe von sauren und basischen Lösungen 2
AS reagieren als Ampholyt
pH-Wert bei dem Zwitter-Ionen Struktur vorliegt: isoelektrischer Punkt (IEP)
-> IEP: pKs-Werte der Amino- bzw. Carbonsäure-Gruppen
Zwitter-Ionen Struktur
Moleküle mit mindestens zwei funktionellen Gruppen, die entgegengesetzte Ladungen (+,-) tragen, jedoch insgesamt elektrisch neutral sind
Löslichkeit von AS 2
stark polarer Charakter durch Ladungen des Zwitter-Ions
-> wasserlöslich
Löslichkeit nimmt mit Größe des unpolaren Rest ab
Schmelztemperatur AS 2
Ausbildung eines Ionengitters -> hohe Schmelztemperatur
häufig kein Schmelzpunkt (vorher Zerstörung der kovalenten Bindungen)
Elektrophorese Aufbau
Trägermaterial: Papier oder Öl aus Polyacrylnitril (keine wässrige Lösung), damit die getrennten Ionen später isoliert werden können
Funktion der Elektrophorese 4
Auftrennen von Gemischen mit AS und Proteinen
Ionen wandern in elektrischem Feld zur jeweils entgegengesetzten Elektrode:
Anionen -> Anode (+Pol)
Kationen -> Kathode (-Pol)
Geschwindigkeit der Ionenwanderung abhängig von:
Betrag der Ladung
Größe der Ionen
Ergebnis Elektrophorese
Sonderfall isoelektrische Fokussierung 2
Trennverfaren, bei dem AS oder Proteine in einem elektrischen Feld solange wandern, bis sie den pH-Wert erreichen, bei dem sie keine elektrische Ladung mehr tragen -> IEP
-> Proteine können allein aufgrund ihrer unterschiedlichen Ladungseigenschaften sehr genau voneinander getrennt werden
Proteine - Kondensation von AS zu Peptiden 3
Abspaltung von Wasser - Kondensation
Rückreaktion: Hydrolyse (Katalysator wird benötigt, meist Protonen (Säure) oder Enzyme)
typische Endung -yl
Struktur der Peptidbindung 3
CN-Bindung der Peptidgruppe (132nm) kürzer als normale CN-Bindung (147)
-> Doppelbindungscharakter (40%) durch Mesomerie
die Peptidbindung ist planar
das O-, C-, und das N-Atom sind sp2-hybridisiert
Struktur von Proteinen
Primärstruktur 2
beschreibt Art, Anzahl und Reihenfolge der L-Aminosäurebausteine
wird auch Aminosäuresequenz genannt
Sekundärstruktur 3
beschreibt räumlich begrenzte dreidimensionale Strukturabschnitte
entsteht durch Ausbildung von WB zwischen Peptidbindungen
2 Strukturen:
alpha-Helixstruktur
beta-Faltblattstruktur
alpha-Helixstruktur 2
spiralenförmig
intramolekulare WB
beta-Faltblattstruktur 2
intermolekulare WB
bspw. bei Naturseide
Tertiärstruktur
weitere Verformung durch WW:
Disulfidbrücken -> Cysteinreste
LD-WW -> unpolare Seitenketten
WB -> polare Seitenketten
Ionenbindungen -> negativ geladene Carboxylatgruppen und positiv geladene Ammoniumgruppen
Quartärstruktur 3
funktionelle Einheit mit komplexer Raumstruktur aus mehreren Polypeptidketten
bspw. Hämoglobin aus vier Polypeptidketten
Bindungskräfte wie bei Tertiärstruktur
Ninhydrin-Nachweis 5
Versuch
DC-Platte mit AS entwickeln
mit Ninhydrin besprühen
15 min bei 100°C erhitzen
Ergebnis
purpurfarbene Flecken
Erklärung
AS - NH2 + 2Ninhydrin
-> Ruhemann’s Purpur + CO2 + H2O
Biuret-Probe 6
Proteinlösung herstellen
mit Natronlauge alkalisch machen
Biuret-Reagenz (Cu2+) hinzugeben
erwärmen (~60°C)
Farbumschlag von Hellblau zu Violett
(Cu2+)-Ionen bilden Komplexe mit Peptidbindungen
Xanthoprotein-Reaktion 4
Proteinprobe
konzentrierte Salpetersäure (HNO3) hinzugeben
gelbe Färbung
Nitrierung aromatischer AS:
Tryptophan, Tyrosin, Phenylalanin
Funktion Enzyme
Herabsetzen der Aktivierungsenergie (Ea) für mildere Bedingungen bei biochemischen Reaktionen
Aufbau Enzyme 2
Proteingerüst mit definierter Struktur (AS-Sequenz!)
Bindungsstelle des Substrats = aktives Zentrum
Substratspezifität Enzyme
Aufgrund der räumlichen und chemischen Komplementarität (=Passgenauigkeit) des aktiven Zentrums, kann ein Enzym ausschließlich ein bestimmtes Substrat oder eine eng “verwandte” Substratgruppe binden und umsetzen
-> Schlüssel-Schloss-Prinzip
Wirkungsspezifität Enzym
ein Enzym bewirkt nur eine bestimmte Reaktion des Substrats
a Enzym
b Aktives Zentrum
c Substrat(e)
d Enzym-Substrat-Komplex
e freies Enzym
f Produkt
Denaturierung von Enzymen bzw. Proteinen 3
Veränderung der räumlichen Struktur eines Proteins -> Verlust der biologischen Funktion
meist irreversibel
Zerstörung von WW (stabilisieren die Strukturen) -> regellose Knüpfung neuer Bindungen
Denaturierung
Hitze 3
führt zum Brechen von Ionenbindungen & Disulfidbrücken
WB und LD-WW werden überwunden
-> Ausbildung neuer Bindungen und WW
pH-Wert 2
Hydrolyse der Peptidbindungen im stark sauren/basischen Milieu
Ausbildung von WB wird durch H3O+ bzw. OH- gestört
Schwermetallsalze 2
Schwermetall-Ionen bilden mit Anionen der AS-Reste Ionenbindungen aus
-> Zerstörung der Tertiärstruktur -> Denaturierung
Bsp. hochgiftige Blei- oder Quecksilbersalze
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