Fördermöglichkeiten
Jugensozialarbeit an Schulen (JAS) - Einzefallhilfe
Schulsozialarbeit
Beratungslehrkräfte
Schulpsychologe
MSD
Schulseelsorge
Suchtbeauftragte
Kriseninverentionsteam
SMV
JAS
Jugensozialarbeit an Schulen
Beratung und Begleitung bei schulischen und beruflichen Problemen (Leistungsdruck, Prüfungsangst, Konflikte LK SuS oder Betrieb)
Beratung und Hilfe bei persönlichen Problemen
Unterstützung der Schulsozialpädagogen
• Unterstützung der Schulfamilie, insbesondere bei der
Präventionsarbeit, Persönlichkeitsentwicklung und Wertebildung
• Bei den umfassenden Bildungsangeboten und Projekten, die Schulen
hierzu bereits durchführen, können sie helfen, neue Akzente zu setzen
• Entwicklung und Durchführung von Projekttagen zur Prävention von
Gewalt und Mobbing für Schüler
• Ansprechpartner für Eltern bei themenspezifischen Gesprächsrunden
• Ansprechpartner für Lehrkräfte bei schulinternen Lehrerfortbildungen
• Schulischer Ansprechpartner für externe Partner der Werteerziehung,
insbesondere in Projekten der schulbezogenen Jugendarbei
Beratungslehrkraft
Schullaufbahnberatung
Pädagogisch-psychologische Beratung (in Zusammenarbeit mit LK und Schulpsychologin)
Hinzuziehung bei Verhängung schwerwiegender Ordnungsmaßnahmen
Oft Ansprechpartner für Inklusion
mobiler sonderpäd. Dienst
Unterstützt Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf
in den allgemeinen Schulen, die nach Maßgabe des Art. 41
BayEUG eine allgemeine Schule besuchen können
• Koordination
• Begleitung in Regelberufsschule und Betrieb
• Fortbildung
• Diagnostik
• Unterstützung von Angeboten zur Förderung der
Berufswahlreife durch Diagnostik und Beratung
päd. Diagnostik
Sie liefert Informationen zu…
Lernvoraussetzungen der Schüler und Schülerinnen
Lernprozessen einer Schülerin bzw. eines Schülers
Lernstand eines Schülers bzw. einer Schülerin
wie kann ich päd. diagnostizieren?
Hilfsmittel:
Aufgaben zur Diagnose nutzen
Selbstdiagnosen integrieren
Schüler gezielt wahrnehmen und beobachten (selektiv, zielgerichtet, aufmerksam und objektiv)
-> Ich kann Verhalten beobachten, Kompetenz durch kognitive Leistungstests erfassen -> vorsicht vor self fullfillung prophecy und Halo effect
Gespräche führen
Sonstige Informationen nutzen
SWOT Analyse
Zwischenstand zur Ausbildung
C-Test
Ein C-Test ist ein integrativer schriftlicher Test der allgemeinen Sprachbeherrschung.
C-Tests:
erfassen den allgemeinen Sprachstand in der Muttersprache oder in einer Fremdsprache
bestehen meist aus 5 Texten mit jeweils 20 oder 25 Lücken, die ergänzt werden müssen
dauern bei schriftlicher Bearbeitung maximal 30 Minuten
messen objektiv und sehr genau
gehören inzwischen zu den meisterforschten Sprachtests
Angststörung Hinweise
Leistungseinbrüche und „Blackout“-Reaktionen in Prüfungssituationen
• Körperliches Unwohlsein
• Vegetative Symptome mit Atemproblemen
• Sichtbare Angespanntheit, Nervosität und Unruhe
• Rückzugsverhalten
• Häufige Fehltage
Prüfungsangst Bedindungsfaktoren Schule
Empfehlung zum Umgang Frey und Illy mit Prüfungsangst
• Systematische Beobachtungen von Kolleg*innen über einen längeren Zeitraum einholen
• Fallbesprechungen/Austausch im Klassenteam
• Hellhörig werden bei Häufung von Fehltagen
• Gespräch suchen, in Kontakt bleiben
• Überlegungen anstellen, wie man Prüfungsängste/Leistungsdruck verringern kann
• Selbstwirksamkeit stärken durch Förderung von Eigenverantwortung
• Eigenes Verhalten hinsichtlich Sprache/Haltung selbstkritisch reflektieren
• Soziale Situationen entschärfen, aber nicht vermeiden
• Fachdienste einbinden
• Hilfsangebote nennen
ADHS Ursachen
ADHS Hilfe in der Schule
• Trotz ADHS ist es wichtig, dass die SchülerInnen lernen ihre Pflichten zu erfüllen.
• Zentrale Komponenten auch für die Schule:
• klare Strukturen, eindeutige mündliche und schriftliche Arbeitsaufträge
• ein geregelter Tagesablauf (Pausen- und Essenszeiten)
• Ressourcenstärkung, Selbstakzeptanz, Vertrauen fassen in sich und
andere
• Viele Stimuli/Reize von außen; aber nicht zu viel (Stichwort:
Rhythmisierung im Unterricht)
• Beziehungsarbeit ist sehr entscheidend! Ansprechpartner/Vertrauensperson als regelmäßigen Ansprechpartner?
• außerschulisch: Medikation und Verhaltenstherapie
ASS Symptome
Kernsymptome:
• Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion:
– Nonverbale Kommunikationssignale können nicht verstanden und angemessen
erwidert werden
– Schwierigkeiten Freundschaften zu schließen
• Schwierigkeiten in der verbalen und nonverbalen Kommunikation:
– Schwierigkeiten beim Verständnis und Gebrauch von Sprache
• Eingeschränkte, repetitive Verhaltensmuster und Interessen:
– Neigung, sich auf bestimmte Interessen oder Aktivitäten zu konzentrieren mit oft
ungewöhnlichen oder spezifischen Themen
– Zeigen oft wiederholende Bewegungen, Routinen oder Rituale
• Empfindlichkeiten gegenüber sensorischen Reizen:
– Erhöhte Empfindlichkeit gegenüber sensorischen Reizen wie Geräusche, Licht,
Berührungen, …
ð Führt zu Unbehagen, Überstimulation oder emotionalen Ausbrüchen
Unterrichtliche Rahmenbedingungen ASS
Unterrichtliche Rahmenbedingungen:
• Ablenkung reduzieren (Rückzugsmöglichkeit anbieten)
• Kommunikation unterstützen (verbale Anweisungen verschriftlichen, einfache Wortwahl)
• Klare Struktur (Hilfsmaterial am gleichen Ort platzieren, Routinen im Stundenablauf)
• Soziale Erfahrungen (Überforderung durch große Gruppen vermeiden, Regeln für Gruppenarbeit festlegen)
• Therapeutische Begleitung hilft bei individueller Förderung der Lern-
und Entwicklungsziele
• Autismus-Therapiezentrum beantwortet Fragen und bietet
Fortbildungen für Lehrkräfte
• Schulbegleitung hilft bei der Integration in der Klasse, hilft in
schwierigen Situationen (Lehrer-Schüler; Schüler-Schüler)
• Schulpsychologischer Dienst kann bei Überforderung oder
unerklärbarem Verhalten des Schülers als Unterstützung dienen
Depressionen Symptome
Konzentrationsmangel, Merkfähigkeit eingeschränkt, Lern- und Leistungsstörungen,
Zukunftspessimismus, kognitive Verzerrung
vermindertes Selbstvertrauen, Gefühl Wertlosigkeit
Apathie Ängste, Gereiztheit…
psychosomatische Beschwerden (Kopfschmerzen)
Gewichtsveränderungen
Schlafstörungen
abgeflachte Mimik und Gestik
Störung des Sozialverhaltens, sozialer Rückzug
Schulabsentismus
Suchtproblematik
Günstiges Verhalten bei Depressionen
Wertschätzende Atmosphäre
• Ich-Botschaften
• Persönliche Beziehung aufbauen
• Weiteres Vorgehen/Perspektive aufzeigen
• Würdigung und Anerkennung der Person („Du
bist mir wichtig.“)
• Auf Ressourcen aufmerksam machen („Ich weiß,
dass du anders sein kannst.“) → positive Haltung
• Gespräch vorbereiten (gibt Sicherheit, z.B.
Leitfaden)
• Nachfragen, ob Aufzeigen von
Beratungsangeboten erwünscht ist
Didaktische Jahresplanung
Methoden zur indi. Förderung
SAMR Modell
A. Substitution: als Ersatz für analoge Werkzeuge (bspw. Lesen digitaler Texte)
B. Erweiterung: + funktionale Erweiterung ( bspw. vertiefende Informationen zum Text verfügbar)
C. Modifikation: Neugestaltung von Lernaufgaben (bspw. Erstellung eines Lernvideos zum Text)
D. Neubestimmung: (kollaborative und kontinuierliche Erarbeitung, Anpassung und Erweiterung eines E-Books inklusive Feedback-Kultur)
Differenzierungsformen und Methoden
Kontrolliert eskalierende Beharrlichkeit
1. Phase der freundlichen Bestimmtheit (ISB 2014, S. 157):
• Freundliches und dennoch bestimmtes Auftreten
• Beschränkung der eigenen Forderungen auf Fakten, Gelassenheit
• „kaputte Schallplatte“, Stimmabsenkung am Satzende, Einhaltung des Mindestabstands sowie des
Blickkontakts
Beispiel: ein Schüler klopft seit Längerem auffällig mit einem Stift auf seinem Tisch herum ➔ Lehr-
kraft: „Lege bitte den Stift in dein Mäppchen!“ ➔ Forderung wird ruhig aber bestimmt wiederholt
2. Phase der energischen Bestimmtheit (ebd.):
• Energisches und bestimmtes Auftreten
• Kürzere Sätze, Verzichten auf das Wort „bitte“, Verwendung des Namens des Kindes
• Formulierung der Forderung im Präsens, kein Erteilen von Befehlen
• Einnehmen des Grenzbereichs des Mindestabstands
• Verzicht auf Erklärungen oder Verständnisäußerungen
• Einfordern eines „verbindlichen Jas“ (=aktive Zusage zur Einhaltung der Regeln)
Beispiel: der Schüler spielt trotz mehrmaliger Aufforderung weiter mit dem Stift ➔ Lehrkraft: „Luca, lege
den Stift in dein Mäppchen! Sage mir bitte, dass du die Regeln kennst“ ➔ Forderung wird weiter, jetzt energischer, wiederholt
5Inklusionsdidaktische Lehrbausteine – ! DL
3. Phase der Konsequenzebene (bei Bedarf) (ebd.):
• Möglichst Festlegen von Konsequenzen im Vorfeld; notfalls Offenlassen der Art der Konsequenz
• Konfrontation des Schülers mit dem zweiten Regelverstoß ➔ Schüler Möglichkeit der Wahl zwischen Regelkonformität oder Konsequenz lassen
• Vermeidung unnötigen Drucks, dass nicht die Wahl der Konsequenz zur „Gesichtswahrung“ dient
Beispiel: der Schüler hört nach wie vor nicht auf, mit dem Stift auf den Tisch zu klopfen ➔ Lehrkraft:
„Luca, du kennst die Regeln und du hast sie jetzt mehrfach nicht eingehalten. Ich gebe dir jetzt noch die Möglichkeit dich zu entscheiden, ob du sie jetzt doch noch einhalten willst. Ansonsten kennst du die Konsequenz.“
Techniken Klassenführung nach Kounin
Disziplinierung
= Fähigkeit der Lehrkraft, bei Störungen durch die SuS auf
eine klare, angemessen harte Weise zu reagieren
Allgegenwärtigkeit & Überlappung
= Die Lehrkraft hat ihre Augen überall und kann bei auftretenden
Problemen die Aufmerksamkeit simultan auf mehrere Dinge richten.
Reibungslosigkeit & Unterrichtsfluss/Schwung
= Fähigkeit der Lehrkraft, für einen flüssigen Unterrichtsverlauf zu sorgen & vor allem in Übergangsphasen für eine fortgesetzte
Auseinandersetzung mit Lerninhalten zu sorgen.
Gruppenmobilisierung
= die Fähigkeit der Lehrkraft, sich auf die Klasse als Ganzes zu
konzentrieren und die einzelnen SuS »bei der Stange« zu halten.
Abwechslung und Herausforderung
= Fähigkeit der Lehrkraft, die Lernaktivitäten so zu gestalten, dass sie als abwechslungsreich und herausfordernd erlebt werden
Classroommanagement
Prävention, Intervention, Sanktionierung
Prävention am besten. Regeln gleich am anfang einführen und durchhalten, mit den SuS selbst festlegen, in Ich-Form aufschreiben, Rituale einführen
Intervention bedeutet die Störung schnell zu beenden z.B. kontrolliert eskalierende Beharrlichkeit
Sanktion = Ordnungsmaßnahmen, schulrechtlich z.b. Verweis. Sollte in kausalem und temporärem Zusammenhang stehen!
5 Schritt Lesemethode
10 Merkmale guten Unterrichts Meyer
Stress modell nach Lazarus
Zuletzt geändertvor 20 Tagen