Warum ist das Thema „Umgang mit Menschen" wichtig für das Sicherheitsgewerbe?
Die Erfüllung des beruflichen Auftrages erfordert Professionalität im Umgang mit Menschen.
Beschreiben Sie den Begriff „Frustration"
Frustration kann bei nicht Erreichen eines Zieles entstehen.
Beschreiben Sie den Begriff “Frustrationstoleranz"
Persönliche Fähigkeit, mit Frustration umzugehen und diese zu verarbeiten
Beschreiben Sie den Begriff „Aggression"
Feindseliges Verhalten gegenüber Menschen, Tieren oder Sachen.
Beschreiben Sie den Begriff “Aggressionsverschiebung"
Die Aggressionen auf unbeteiligte Menschen, Tiere oder Sachen verschieben, weil der Verursacher übermächtig oder nicht erreichbar ist.
Was ist das Selbstwertgefühl und wozu kann mangelndes Selbstwertgefühl führen?
Das Gefühl des Wertes der eigenen Person.
Eine starke Ausprägung geschieht im frühen Kindesalter.
Ein mangelndes Selbstwertgefühl führt oft zur Unsicherheit oder
Überheblichkeit.
Wie wird das Verhalten des Menschen grundsätzlich gesteuert?
Durch Verstand, Gefühl und Trieb.
Was soll die Bedürfnispyramide nach Maslow ausdrücken?
Sie ist eine abgestufte Anordnung der Bedürfnisse, wobei die „höheren" Bedürfnisse erst dann aktiviert werden, wenn die „niedrigeren" weitgehend befriedigt sind.
Ausgehend von den Grundbedürfnissen.
Wodurch wird erreicht, dass Eigenbild und Fremdbild weitgehend übereinstimmen?
Kommunikation über Verhalten und Eigenarten der eigenen Person.
Ist man bereit sich damit auseinander zu setzen kann eine Übereinstimmung erfolgen.
Wozu dienen berufsethische Leitsätze und für wen sind sie bestimmt, was sind diese?
Als Bestandteil der Unternehmensphilosophie sind Sie für alle Mitarbeiter wichtig.
Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, freundliches Auftreten, gepflegtes Außeres, Loyalität und Teamfähigkeit usw.
Was ist Menschenkenntnis und worauf beruht sie?
Menschenkenntnis ist die Fähigkeit, andere Menschen „richtig" einzuschätzen. Sie beruht auf Beobachtung, Lebenserfahrung, Beurteilungsvermögen, Intuition.
Wie wird die individuelle Wahrnehmung beeinflusst?
Sie wird von der körperlichen Wahrnehmungsfähigkeit, aber auch von Bedürfnissen, Interessen, Gefühlen, Erwartungen und Erfahrungen beeinflusst.
Was versteht man unter dem „Ersten Eindruck" und welche Bedeutung hat dieser?
Er ist das Gesamtbild, das ein Beobachter von einem ihm unbekannten Menschen, einer Situation oder einem unbekannten Objekt in wenigen Sekunden (10 - 30 Sekunden) gewinnt. Der „Erste Eindruck" muss nicht immer richtig sein.
Was sind Vorurteile, wie entstehen sie und welche Folgen können sie nach sich ziehen?
Unter Vorurteilen versteht man die ungeprüfte Übernahme von Meinungen über Personen oder Sachen.
Sie entstehen durch Erziehung, Überlieferung, Hass / Neid, Propaganda, Verallgemeinerung.
Die Folgen können eine Einschränkung der Wahrnehmung sein, die dann zu einer Fehleinschätzung der Situation führt.
Was ist unter der Sachebene in der Kommunikation zu verstehen?
In der Sachebene werden Fakten und Informationen gesendet und empfangen.
Was ist unter der Beziehungs- oder Gefühlsebene in der Kommunikation zu verstehen?
Hier wird das Verhältnis der Gesprächspartner zueinander abgebildet. Oft sind unbewusste oder vermutete Einstellungen und Einschätzungen prägend.
Was ist Kommunikation?
Die Verständigung zwischen Menschen mithilfe von Sprache und Zeichen.
Welche Formen der Kommunikation gibt es?
Verbal=
Sprache, Wortwahl, Wortinhalt
Nonverbal =
Körpersignale, Körpergröße, Haltung, Blickrichtung, Augenkontakt, Kopfhaltung und Kopfbewegung, Mimik, Gestik und persönliche Distanz
Paraverbal =
Tonhöhe, Tonfall, Ausdruck, Lautstärke, Sprechgeschwindigkeit
Extra verbal =
Kleidung, Aussehen, Möblierung.
10% verbal und 90% Non, Para und Extra verbal
Was soll das „Eisbergmodell" verdeutlichen?
Kommunikation findet überwiegend in der Gefühls- und Beziehungsebene statt.
Worauf ist in der Kommunikation bei Kontroll- und Überwachungsaufgaben zu achten?
Neben einer klaren, begründeten, verständlichen und soweit möglich verständnisvollen Ansprache ist durch Körpersprache und stimmliche Signale eine für den Adressaten annehmbare Beziehungsebene herzustellen.
Was ist ein Konflikt?
Verschiedene Meinungen treffen aufeinander.
Was ist Eskalation?
Das Verschärfen eines Konflikts.
Was bedeutet der Begriff „Eskalationsspirale"?
Das gegenseitige Hochschaukeln.
Was bedeutet Deeskalation?
Das Unterbrechen einer Eskalationsspirale. Entspannen oder entschärfen eines bestehenden Konflikts.
Was ist Panik?
Ist ein unerwartetes Ereignis, bei dem alle Normen außer Kraft treten.
Was sind Panik fördernde Bedingungen?
Personen befinden sich in beengten Räumen, die sie nicht kennen.
Eine Stimmung kommt auf (z. B. bedingt durch Geruch, Gerausche, Lichtausfall), die das Gefühl einer akuten Bedrohung hervorruft.
Fluchtweg ist unbekannt, versperrt, schwer erreichbar oder eingeengt (Flaschenhalssyndrom).
Panikverhalten einzelner überträgt sich auf andere.
Welche präventiven Maßnahmen sind geeignet, eine Panik zu verhindern?
Information u. Schulung des Sicherheitspersonals
Zustandskontrollen der Notausgänge, Notbeleuchtung, Fluchtwege, Beschilderung, Feuerlöscheinrichtungen, Geländer etc.
Einlasskontrollen bei Veranstaltungen mit Suche nach Feuerwerkskörpern etc.
Gliederung des Veranstaltungsraumes
vorbereitete Texte für Lautsprecherdurchsagen.
Welches Verhalten kann eine Panik nach sich ziehen?
Panikstarre oder Paniksturm.
Was ist ein Motiv?
Die Antwort auf die Frage nach einem Verhalten. (Beweggrund)
Was bedeutet Motivation?
Der Anreiz zu einem bestimmten Verhalten.
Welche Motivgruppen kennen Sie?
Primäre oder angeborene Motive und Sekundäre oder erworbene Motive.
Was bedeutet Stress?
Die erhöhte Leistungsbereitschaft des Körpers, mit der auf eine Sache oder Situation reagiert wird.
Wozu dient die Transaktionsanalyse?
Sie soll Kommunikation verständlicher machen u. ermöglicht bei kritischer Reflexion den jeweiligen „Ich-Zustand" festzustellen, durch gezieltes Wechseln des „Ich-Zustandes" können Gesprächsverlauf und -Ergebnis beeinflusst werden.
Welches sind die vier Seiten einer Nachricht?
Sachinhalt (was ich an Informationen weitergebe), Appell (wozu ich einen anderen veranlassen möchte), Beziehung (was ich von dem anderen halte), Selbstoffenbarung (was ich von mir selbst kundgebe; un-/gewollte Selbstdarstellung).
Wozu dient dieses Kommunikationsmodell?
Es soll wie bei der TA Kommunikation nachvollziehbarer machen, um Störungen zu vermeiden bzw. zu beheben.
Wodurch ist das „aktive Zuhören" gekennzeichnet und wozu dient es?
Es fördert die Kommunikation und ist beispielsweise gekennzeichnet durch Blickkontakt, Gesprächsbegleiter, Verständnisfragen und Wiederholung des Gehörten mit eigenen Worten.
Was ist unter der selbstsicheren „Ich-Botschaft" zu verstehen?
Sie verkörpert einen Kommunikationsstil, in dem der Gesprächspartner tatsächlich Partner ist. Sie steht im Gegensatz zur „Du-Botschaft" und drückt eigene Gefühle und Gedanken aus. Der Gesprächspartner wird nicht bevormundet.
Wie gliedert sich die Dreisatztechnik und wozu dient sie?
Sie ist eine vorbereitete und gegliederte Argumentationstechnik und dient der Überzeugung des Gesprächspartners.
Planungsphase: Ziel, Argumente, Einleitung Ausführungsphase: Einleitung, Argumente, Ziel
Maximal drei Argumente in der Reihenfolge mittelstarkes, schwächeres und stärkstes Argument.
Wann könnte die Gesprächstechnik „Schallplatte mit Sprung" angewendet werden?
Wenn mit normaler guter Kommunikation das Gesprächsziel nicht erreicht wird, weil der Partner bewusst oder unbewusst die Botschaft nicht hören will.
Wozu dient die Gesprächstechnik „Vernebelung" ?
Provokationen und Beleidigungen versuchen zu überhören. Man bietet keine Angriffsfläche und ist eher in der Lage, eigene Emotionen zu kontrollieren.
Was will man mit der Aussage „Wer fragt, der führt das Gespräch!" ausdrücken?
Der Fragende zeigt Interesse an dem Gesprächspartner, kann die Gefühlsebene positiv beeinflussen und das Gespräch lenken.
Was ist eine offene und was eine geschlossene Frage?
Auf offene Fragen (wer, was, wie, warum etc.) sind freie Antworten möglich; sie entlocken dem Partner mehr Informationen.
Geschlossene Fragen können nur vorgegeben alternativ beantwortet werden (ja oder nein / schwarz oder weiß etc.) und grenzen ein. Sie sollten dann gestellt werden, wenn präzise Angaben erwartet werden.
Welche Gefahr besteht, wenn man bestimmten Personengruppen ein spezifisches Verhaltensmuster zuordnet?
Es besteht die Gefahr des Vorurteils, d. h. es werden bestimmte Verhaltensweisen erwartet und diese werden dann auch subjektiv wahrgenommen, obwohl sie in der Realität nicht vorliegen. Die eingeschränkte Wahrnehmung führt zu einem Fehlurteil, welches falsches Partnerverhalten nach sich ziehen kann.
Welches sind alterstypische Verhaltensweisen von Jugendlichen?
Übersteigertes Geltungsbedürfnis
Rebellion gegen die Erwachsenenwelt
Übersensibilität
Unsicherheit
mangelnde soziale Einordnung
Gruppenbildung
niedrige Frustrationstoleranz.
Wie sollte sich ein Sicherheitsdienstmitarbeiter grundsätzlich gegenüber Jugendlichen verhalten?
Behandlung als gleichwertiger Gesprächspartner (grundsätzlich mit „Sie" ansprechen)
Beachtung der Grundsätze der Kommunikation
Ermahnungen / Hinweise sachlich und eindeutig aussprechen
nicht Schulmeistern
nicht „stimmgewaltig" sprechen
nicht auf Provokationen „anspringen"
locker und selbstbewusst sein.
Welche altersbedingten Auffälligkeiten können bei Senioren:
auftreten
unbeweglich (körperlich und geistig)
starrsinnig
rechthaberisch
desorientiert
gutgläubig
aber auch
nachsichtig
tolerant
geduldig
freundlich
Welche Regeln sollten im Umgang mit Senioren beachtet werden?
Besonders respektvoll und zuvorkommend begegnen grundsätzlich nicht ungefragt helfen
bei Überwachungs- und Kontrollaufgaben anknüpfen an Werte, die von dieser Personengruppe besonders geachtet werden, wie Verantwortung, Pflichtbewusstsein, Zuverlässigkeit, Ordnung.
Wie beeinträchtigt Alkohol die Leistungsfähigkeit?
Es werden Wahrnehmung, Motorik, Intelligenz, Gedächtnis sowie Stimmung beeinträchtigt. Unter anderem können Mitteilungsbedürfnis, Risikobereitschaft, Abbau von Hemmungen, erhöhte Aggressionsbereitschaft und Schmerzunempfindlichkeit die Folgen sein.
Welche Regeln sollten beim Umgang mit Betrunkenen beachtet werden?
Zeigen, dass man sie ernst nimmt (Geduld, aktives Zuhören) auf vermindertes Distanzverhalten nicht sofort heftig reagieren Provokationen und Beleidigungen nicht persönlich nehmen (denn sie wissen nicht, was sie tun)
bei aller Geduld und bei allem Verständnis immer erhöhte Wachsamkeit
Anweisungen klar und deutlich geben bei erforderlicher Durchsetzung einer Maßnahme überraschender und entschlossener körperlicher Einsatz im Rahmen der Gesetze
Wie ist das Verhalten von Drogenabhängigen zu verstehen und welche Auffälligkeiten gibt es je nach Drogenkonsum?
Es sind Menschen, die in ihrem Erleben und Verhalten von der Sucht gesteuert (fremdgesteuert) sind.
Auffälligkeiten, je nach Drogenkonsum: -
verwahrlostes äußeres Erscheinungsbild
physische Schwäche
reduziertes Körpergewicht
apathisches Verhalten Unruhe,
Nervosität
enge Pupillen,
stechender Blick
geweitete Pupillen,
euphorisches Verhalten
Welche Grundsätze sind beim Umgang mit Drogenabhängigen zu beachten?
Menschenwürdige Umgangsformen sind nicht nur ein Verfassungsgebot; sie müssen aus innerer Uberzeugung praktiziert werden.
Dies schließt erhöhte Eigensicherung nicht aus. Es muss mit kaum vorhersehbaren Verhaltensänderungen des Drogenabhängigen gerechnet werden.
Weitere Verhaltensempfehlungen, analog zu Betrunkenen.
Welche Gefahr besteht, wenn man in Konflikten unbedingt seine Meinung / Absicht durchsetzt?
Es besteht die Gefahr, dass der „Verlierer" nach Rache / Genugtuung trachtet. Eskalation!
53. Was veranschaulicht das Kreislaufmodell der Konflikteskalation?
Es verdeutlicht, wie Emotionen einen Handlungsablauf bestimmen, Konflikte sich hochschaukeln und durch Kontrollverlust unangemessene Aktionen und Reaktionen aufeinander folgen.
Welche Grundsätze gelten beispielsweise bei der Kommunikation in Konfliktsituationen?
Kontrolle der Emotionen. Eigene Empfindungen und Gleichwertigkeit der Gesprächspartner herausstellen, sachlich argumentieren, möglichst einen für beide Seiten positiven Abschluss finden.
Welcher Zusammenhang besteht zwischen Frustration, Resignation und Aggression?
Wenn Frustration nicht positiv im Sinne einer Konfliktlösung verarbeitet wird, kann sie zur Resignation oder häufig zur Aggression führen.
Gegen wen oder was können sich Aggressionen richten?
Gegen Sachen oder Personen, wobei die Personen auch Unbeteiligte sein können, weil der eigentliche Auslöser der Frustration zu mächtig oder nicht anwesend ist. (Aggressionsverschiebung)
Was ist unter Deeskalation zu verstehen?
Unter Deeskalation sind Verhaltensweisen, Kommunikationstechniken und sonstige Maßnahmen zu verstehen, die zur Entschärfung einer Situation führen.
Wie kann man eine Eskalation weitestgehend vermeiden?
Durch Einsatzmanagement, Eigensicherung und Antizipieren (Vorausschauen) des Verhaltens anderer und daraus resultierende vorbeugende Maßnahmen.
Was gehört zum Einsatzmanagement?
Fundierte Orts- und Objektkenntnisse, gute Kenntnisse der betrieblichen Arbeitsabläufe, Kenntnisse über Stärken und Schwächen der Mitarbeiter, Uberprüfung der persönlichen Ausrüstung, Überprüfung der übernommenen Einsatzmittel,
Beachtung taktischer Grundsätze und der Unfallverhütungsvorschriften, gedankliche Einstimmung auf die Einsatzsituation, vorbeugende Stressbewältigung.
Welche Grundsätze der Eigensicherung kennen Sie?
Gefahrenbewusstsein,
Gefahrenerkennung,
vorausschauendes Verhalten,
gesundes Misstrauen,
Absprache im Team,
Absprache mit der NSL,
Umfeld beobachten,
Handlungsablauf bestimmen,
Abstand halten.
Welche Grundsätze der Selbstbehauptung kennen Sie?
Führung behalten,
Selbstvertrauen ausstrahlen,
bei Bedrohung mit Waffen dem Täter die Flucht ermöglichen.
Welche Möglichkeiten der Trennung von streitenden Personen kennen Sie?
Ein Dazwischen gehen ist grundsätzlich zu vermeiden;
Ohne Zerren und Schieben die Streitenden auseinander bringen. Als einzelner spreche ich den Stärkeren bzw. Aggressor an, im Team spricht jeder getrennt eine Person an und bringt sie in eine Position, in der die Streitenden sich nicht unmittelbar sehen, wohl aber die Sicherheitsmitarbeiter sich noch gegenseitig sehen und sichern können.
Warum verhalten sich Menschen häufig als Teil einer Personenmehrheit anders?
Sie fühlen sich dann anonym in der Gruppe oder Menge, passen ihr Verhalten an, geben dem Gruppendruck nach, haben geringeres Verantwortungsgefühl, sind emotional stärker ansprechbar und können auch einen Hang zur Selbstdarstellung haben.
Was ist aus psychologischer / soziologischer Sicht eine Gruppe?
Es handelt sich um eine begrenzte Anzahl von Personen, die miteinander über längere Zeit in Beziehung stehen, miteinander in Aktion treten, gemeinsame Ziele haben, Gruppenstruktur und Gruppennormen aufweisen. Die Normen sind umso klarer, je kleiner und überschaubarer die Gruppe ist; der Gruppendruck umso stärker, je wichtiger das gemeinsame Ziel ist.
Welche Regeln gelten im Umgang mit Gruppen?
Freundliches und gewinnendes Auftreten, drohende Posen schüchtern die Gruppe nicht ein, sondern fordern sie heraus wenn möglich, das Gespräch zunächst getrennt mit dem Anführer suchen (der durch Beobachtung schnell herausgefunden werden kann), ihn im Gespräch positiv „aufbauen", , damit er ohne Gesichtsverlust eine
Verhaltensänderung der Gruppe bewirken kann das „Wir-Gefühl" der Gruppe positiv ansprechen, z. B. „Meine Herren, bitte helfen Sie mir, das Rauchverbot einzuhalten", anstatt: „Ihr seid wohl alle süchtig!"
soll ein einzelnes Gruppenmitglied angesprochen werden, so sollte es grundsätzlich aus der Gemeinschaft herausgelöst werden.
Welche Merkmale weist eine Menschenmenge auf?
Fehlen einer unmittelbaren Kommunikation aller Personen untereinander Hinzukommen oder Weggehen einzelner Personen unerheblich Möglichkeit der Entstehung von massenpsychologischen Phänomenen.
Welche Verhaltensempfehlungen können im Umgang mit Menschenmengen gegeben werden?
Übersicht behalten Kontakt zu Kollegen und NSL halten Ruhe, Souveränität ausstrahlen
sachliche Argumentation, Wortwechsel mit einzelnen Personen vermeiden Sensibilität für massenpsychologische Phänomene.
Was ist unter einer Menschenmasse und was unter einer akuten Masse zu verstehen?
Menschenmasse: Die Aufmerksamkeit einer Menschenmenge wird durch ein Ereignis (z. B. Lautsprecherdurchsage, Geräusch, Unfall, Auftreten der Polizei) in eine bestimmte Richtung gelenkt.
Akute Masse: Die Masse gerät durch gemeinsame Gefühle wie Angst, Schrecken, Wut in Bewegung.
Beschreiben Sie die Distanzzonen
Die intime Distanzzone
Bis ca. 40 cm. In diesem Bereich erlauben wir sehr vertrauten Menschen wie Familienmitglieder oder sehr engen Freunden den „Eintritt"
Die persönliche Distanzzone
Ca. 40 cm bis 1,5 m. Hier finden persönliche Gespräche, wie zum Beispiel mit Kollegen oder ein Smalltalk, statt.
Die gesellschaftliche Distanzzone ca. 1,5 bis 4 m. Dies ist der Raum, in dem wir andere Menschen wahrnehmen. Hier finden eher unpersönliche Kontakte statt: zum Beispiel zum Handwerker oder ein Gespräch mit dem Chef hinterm Schreibtisch.
Die öffentliche Distanzzone
Ab ca. 4 m. In dieser Zone befinden Sie sich, wenn Sie in einem großen Raum sind und einer Präsentation oder einem Vortrag folgen.
Es ist extrem wichtig, das Distanzbedürfnis anderer Menschen zu respektieren. Wer jemand zu dicht „auf die Pelle" rückt, muss sich nicht wundern, wenn er sich unbeliebt macht und als „distanzlos" bezeichnet wird.
Manchmal ist es jedoch unvermeidbar, die intime Distanzzone einzugehen, zum Beispiel in einem vollen Aufzug. Die Folgen erkennen Sie an der Körpersprache der Personen, die sich Raum schaffen wollen, durch ausweichende Blicke, durch das Zusammenziehen der Schultern oder durch ein seitliches Wegdrehen zum Nachbarn. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, indem wir andere Personen nicht näher kommen als unbedingt notwendig.
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