Welches Gesetz wird auch als Verfassung bezeichnet und beinhaltet die Grundrechte?
Das Grundgesetz GG ist die Verfassung
Welches Gesetz regelt die zentralen Bereiche der beruflichen Bildung?
Berufsbildungsgesetz (BBiG)
Was kennzeichnet das duale System?
dualen System = betriebliche und schulische Ausbildung
Betrieb (praktische Ausbildung)
Berufsschule (theoretische Fachbildung und Allgemeinbildung)
Koordinierung nach Bund-Länder- Absprache durch Kultusministerkonferenz
Was bedeutet Berufsfreiheit?
Gemäß dem Grundgesetz (Art. 12 GG) bedeutet Berufsfreiheit in Deutschland das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen
Recht kann (z.B. durch Gesetze) beschränkt werden.
Beispiel ist die gesetzliche Voraussetzung für die Zulassung zu einer beruflichen Prüfung (z. B. bestimmte Qualifikationen oder Abschlüsse)
Woraus setzt sich die fachliche Eignung zusammen?
Nach Bestimmungen des Berufsbildungs-Gesetzes setzt die Ausbildungsberechtigung die persönliche und fachliche Eignung voraus
Zur fachlichen Eignung gehört die fachliche Qualifikation und die berufs- und arbeitspädagogische Qualifikation
Berufs- und arbeitspädagogische Eignung umfasst die Kompetenz zum selbstständigen Planen, Durchführen und Kontrollieren der Berufsausbildung in den Handlungsfeldern:
Ausbildungsvoraussetzungen prüfen & Ausbildung planen
Ausbildung vorbereiten & bei der Einstellung von Auszubildenden mitwirken
Ausbildung durchführen und
Ausbildung abschließen
Die fachliche Eignung ist neben der persönlichen Eignung die zwingende Voraussetzung für die Ausbildungsberechtigung nach dem Berufsbildungsgesetz
Was bedeutet der Begriff Handlungskompetenz?
Berufliche Handlungsfähigkeit = die Fähigkeit, eine qualifizierte berufliche Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt selbstständig planen, durchführen und kontrollieren zu können
Kernbedeutung: Die Fähigkeit und Bereitschaft, in beruflichen, gesellschaftlichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu handeln.
Problemlösung: Probleme zielorientiert auf Basis von Wissen und Erfahrung sowie eigenen Ideen selbstständig lösen, Lösungen bewerten und die eigene Handlungsfähigkeit weiterentwickeln.
Berufliche Handlungsfähigkeit ist das zentrale Ziel der Berufsausbildung.
Die drei Dimensionen:
Fachkompetenz
Humankompetenz (auch Personalkompetenz)
Sozialkompetenz
Ziele der Berufsbildung
Berufliche Handlungsfähigkeit: Vermittlung der notwendigen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, um eine qualifizierte berufliche Tätigkeit in einer sich wandelnden Arbeitswelt selbstständig planen, durchführen und kontrollieren zu können.
Breit angelegte Grundbildung: Schaffung eines soliden Fundaments an Basisqualifikationen.
Fachbildung: Erwerb der spezifischen Qualifikationen, die für die Ausübung einer bestimmten beruflichen Tätigkeit erforderlich sind.
Berufserfahrung: Ermöglichen des praktischen Lernens und Vertiefens der Kenntnisse im realen Arbeitsumfeld.
Entwicklung der Handlungskompetenz: Förderung von Fach-, Human- und Sozialkompetenz (sowie Methodenkompetenz), um eigenverantwortlich und gesellschaftlich verantwortlich zu agieren.
Was bedeutet der tertiäre Bildungsbereich?
TERTIÄRER BEREICH:
Universitäten und gleichgestellte Hochschulen
Hochschulen für angewandte Wissenschaften/Fachhochschulen
Hochschulen für den öffentlichen Dienst
Duale Hochschulen
Berufsakademien
Fachschulen
Fachakademien
Welche Grundmodelle gibt es außer dem dualen System?
Marktmodell
Schulmodell
Gemischtes Modell
Welche Voraussetzungen muss ein Betrieb erfüllen, um ausbilden zu dürfen?
Hauptberufliche Bewirtschaftung des Betriebes
Betriebsführung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen mit Buchführung
Kontinuierliche, ganzjährige Ausbildung muss möglich sein
Betriebliche Einrichtungen in ordnungsgemäßem Zustand
Notwendige Betriebsmittel sowie Einrichtungen für Wartung, Pflege und einfache Reparaturen vorhanden
Einhaltung der Schutzvorschriften für Auszubildende, besonders:
Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG)
Unfallverhütungsvorschriften
Merksatz: H – B – A – E – B – S (Hauptberuflich – Betriebsführung – Ausbildung – Einrichtungen – Betriebsmittel – Schutzvorschriften)
Wie ist der Ausbildungsrahmenplan aufgebaut?
Allgemein:
Sorgt für einen geordneten, planmäßigen Ablauf der Berufsausbildung
Gliederung in sachliche und zeitliche Struktur
Sachliche Gliederung:
Festlegung von Lernorten und Ausbildungsschwerpunkten
Logischer Aufbau der Inhalte (vom Einfachen zum Schweren)
Ziel:
Zusammenhänge erkennen
Selbstständiges Arbeiten fördern
keine Über- oder Unterforderung
Berufserfahrung sammeln
Zeitliche Gliederung:
Planung der Ausbildungsinhalte über die Ausbildungszeit
Ziel: Ausbildungsziel in der vorgesehenen Zeit erreichen
Vereinheitlichung der Berufsausbildung
Ausbildungsrahmenplan = sachliche + zeitliche Gliederung der Ausbildung
Pflichten des Ausbilders
Ausbildungspflicht
Ausbildungsmittel zur Verfügung stellen
Freistellungspflicht
Erziehungspflicht
Fürsorgepflicht
Gesundheits-und Unfallschutz
Vergütungspflicht
Urlaubsgewährung
Angemessene Unterkunft
Zeugnispflicht
Vorsorgepflicht
Pflichten des Auszubildenden
Lernpflicht
Teilnahmepflicht
Benachrichtigungspflicht
Pflicht zur Führung des Berichtsheftes
Pflicht die Berufsschule zu besuchen
Treue- und Verschwiegenheitspflicht
Sorgfaltspflicht
Wie lang ist laut Jugendarbeitsschutzgesetz die wöchentliche Arbeitszeit von Jugendlichen?
Maximale Arbeitszeit: Jugendliche dürfen nicht mehr als 40 Stunden wöchentlich arbeiten (§ 8 JArbSchG).
Tägliche Arbeitszeit: In der Regel darf die Arbeitszeit 8 Stunden täglich nicht überschreiten.
Ausnahme: Die tägliche Arbeitszeit kann auf bis zu 8,5 Stunden verlängert werden, wenn sie an anderen Tagen derselben Woche entsprechend verkürzt wird (z. B. für einen kürzeren Freitag)
Wie sollte sich der Ausbilder gegenüber von Jugendlichen verhalten?
Sachgerecht
Durchdacht
Individuell verantwortlich
Sozial verantwortlich
1. Grundsätzlich gilt: „Vertrauen schenken und Freiheit geben“
2. Genügend Spielraum für selbständige Entscheidungen gewähren
3. Geduld und Verständnis aufbringen
4. Keine abwertende Bevormundung
5. Mehr indirekt argumentierendes, partnerschaftliches Verhältnis aufbauen
6. Den Jugendlichen freundlich u wohlwollend behandeln, ihn ernst nehmen, seine Leistungen anerkennen, gerecht behandeln
7. Keine Kumpelhaftigkeit, aber auch keine Gleichgültigkeit zeigen
8. Aufzeigen von Grenzen; nichts verunsichert mehr, als wenn alles erlaubt ist. Konsequent bleiben
9. Keine unbedachten Bemerkungen über das Aussehen und Toleranz gegenüber individuellen Eigenheiten (Kleidung, Haare)
10. Nur sachliche Kritik üben, möglichst unter 4 Augen; auch Kritik der Jugendlichen ertragen
11. Auf Vorbildwirkung achten
Wie kann der Ausbilder Über- oder Unterforderung vermeiden?
Optimalen Anreiz setzen, um Kreativität, rationale Problemlösung, Fortschritte, Weiterentwicklung und Zufriedenheit zu fördern
Vorkenntnisse berücksichtigen, um Unterforderung zu vermeiden
Vom Leichten zum Schwereren, um Überforderung zu vermeiden (Prinzip der Fasslichkeit)
Bei welchen Unterweisungsmethoden steht der Ausbilder im Vordergrund?
Vortrag / Referat: Der Ausbilder vermittelt Wissen in einer zusammenhängenden Rede.
Demonstration: Der Ausbilder zeigt einen Arbeitsgang vor.
Bei welchen zwei Unterweisungsmethoden steht der Auszubildende im Vordergrund?
Projektmethode: Der Auszubildende bearbeitet eine komplexe, praxisnahe Aufgabe weitgehend selbstständig von der Planung bis zur Kontrolle.
Leittextmethode: Der Auszubildende erschließt sich die Lerninhalte eigenständig mithilfe von schriftlichen Anleitungen (Leitfragen, Leitsätze), wobei der Ausbilder eher die Rolle eines Beraters einnimmt.
Beide Methoden zielen darauf ab, die berufliche Handlungskompetenz durch eigenaktives Lernen zu fördern.
Bei welchen zwei Unterweisungsmethoden wird sowohl der Ausbilder als auch der Azubi gefordert?
· Vier- Stufen-Methode in erweiterter Form
· Lehrgespräch
· Diskussion
· Rollenspiel
Wofür wird die 4-Stufen-Methode verwendet? Nennen Sie die 4 Stufen.
die Vier-Stufen-Methode wird primär für die Vermittlung von praktischen Fertigkeiten und handwerklichen Abläufen verwendet. Sie dient dazu, dem Auszubildenden neue Arbeitsschritte strukturiert zu zeigen, damit er diese anschließend selbstständig ausführen kann.
Die 4 Stufen sind:
Ablauf Vier-Stufen-Methode:
Stufe: Vorbereitung
Stufe: Vormachen und Erklären
Stufe: Nachmachen und Erklären
Stufe: Üben
4-Stufen-Method
Nennen Sie Aspekte, die bei der 1. Stufe berücksichtigt werden müssen.
Lernziele bekanntgeben
Eingliederung der Tätigkeit in den Gesamtprozess aufzeigen
Sinn und Zweck besprechen
Feststellen der Vorkenntnisse (Berufsschule, Hobby, ...)
Bereitstellen aller Arbeitsmittel
Nennen Sie Aspekte, die bei der 2. Stufe berücksichtigt werden müssen.
Unterteilung des gesamten Arbeitsvorgangs in überschaubare Lernabschnitte / Arbeitsschritte.
Aufteilung in Form einer schriftlichen Arbeitszergliederung
Ausbilder erklärt jeden einzelnen Lernabschnitt:
WAS wird gemacht?
WIE wird es gemacht?
Welche Bewegungsabläufe und Handhabungen sind wichtig?
Worauf muss geachtet werden, damit Arbeit gelingt?
Welche Erfahrungen hat Ausbilder bisher gemacht?
Welche Unfallverhütungsmaßnahmen sind zu beachten?
WARUM wird es gerade so gemacht?
Begründung geben
Was passiert bei Nichtbeachtung?
Welche Vorteile liefert das korrekte Ausführen des Arbeitsschrittes?
Nennen Sie die 4 W-Fragen einer Arbeitszergliederung.
Was mache ich?
Wie mache ich es?
Warum mache ich es?
Womit mache ich es?
Was ist die Leittextmethode? Nennen Sie die 6 Stufen der Leittextmethode.
Unterweisungsmethode, die sich am Konzept der vollständigen Handlung orientiert
Stellt eine Auszubildende aktive Unterweisungsform (Selbstunterrichtsmethode) dar, bei der anhand schriftlicher Unterweisungsunterlagen das Selbstlernen gesteuert wird und der Lernende systematisch zum Durchdenken der Aufgabe angeleitet wird
Ziel: Durch Kombination von kognitiven und motorischen Fähigkeiten soll Azubi im späteren Berufsleben in der Lage sein, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten
Informieren
Planen
Entscheiden
Ausführen
Kontrollieren
Auswerten
Was besagt das Drei-Speicher-Modell des Gedächtnisses?
Es gibt 3 Stufen der Informationsspeicherung im Gehirn, die hinsichtlich ihrer Aufbewahrungszeit variieren
Wahrnehmungsspeicher
Kurzzeitgedächtnis
Langzeitgedächtnis
nur besonders hervorgehobene Informationen können die Filter passieren und gelangen auf die nächste Stufe.
Hervorgehoben werden Informationen durch
Interesse und andere Emotionen
Assoziation, Sinnhaftigkeit
Lernaktivitäten z. B. Wiederholen
Wie kann eine didaktische Reduktion des Sachinhalts vorgenommen werden?
Beschränkung auf das Wesentliche durch:
Vertikale Reduktion durch Auswahl
—> Unterteilung in Kernwissen und Randwissen für ein breites fachliches Grundwissen ohne Informationsüberhäufung
Horizontale Reduktion durch Vereinfachung
—> Anpassung an die Begriffs- und Erfahrungswelt der Adressaten durch sinnvolles Material, unter dem sich der Azubi etwas vorstellen kann
Was bedeutet intrinsische und extrinsische Motivation?
Intrinsisch:
Der Anreiz für ein Verhalten liegt in der Person selbst. Die Motivation kommt von innen, also aus eigenem Antrieb
Extrinsisch:
Beschreibt die von außen „zugeführte“ Motivation. Sie entsteht nicht aus der Aufgabe, sondern durch externe Anreizfunktionen
Was bedeutet intrinsische Motivation?
Was bedeutet extrinsische Motivation?
Was ist der Unterschied von formellen und informellen Gruppen?
Formelle Gruppen:
Von außen gebildet zur Übernahme einer Aufgabe und nicht freiwillig entstanden z. B. Arbeitsgruppen, Seminargruppen
Informelle Gruppen:
Freiwillig entstanden
Basieren auf gemeinsamen Interessen und entstehen oft spontan
z. B. Lerngruppen
Nennen und beschreiben Sie die 5 Gruppenprozesse nach dem Tuckman-Modell.
Nennen und beschreiben Sie 3 Führungsstile.
Welche Vor- und Nachteile hat das duale System
Vorteile:
Praxisnähe: Ausbildung an modernen Maschinen und unter realen Marktbedingungen im Betrieb.
Aktualität: Schnelle Anpassung an technologische Neuerungen im Vergleich zu rein schulischen Lehrplänen.
Kostenverteilung: Betriebe tragen einen Großteil der Kosten (Azubi-Vergütung), was den Staat entlastet.
Arbeitsmarktchancen: Hohe Übernahmequoten, da die Ausbildung passgenau auf den Bedarf der Wirtschaft zugeschnitten ist.
Theorie-Praxis-Verzahnung: Kombination aus fachlichem Hintergrundwissen (Schule) und praktischer Anwendung (Betrieb).
Nachteile:
Abstimmungsbedarf: Hoher Koordinationsaufwand zwischen den Lernorten (Betrieb/Schule) und den Zuständigkeiten (Bund/Länder).
Qualitätsunterschiede: Die Ausbildung ist stark von der Ausstattung und dem Engagement des einzelnen Betriebs abhängig.
Spezialisierung vs. Breite: Gefahr einer zu engen, rein betriebsspezifischen Ausbildung (daher die Notwendigkeit des Ausbildungsrahmenplans).
Konjunkturabhängigkeit: Das Angebot an Ausbildungsplätzen schwankt je nach wirtschaftlicher Lage der Unternehmen.
Welche Bedeutung hat die berufliche Ausbildung für den Jugendlichen, die Gesellschaft und den Betrieb?
Für den Jugendlichen:
Existenzsicherung: Erwerb der Grundlage für ein eigenes Einkommen und wirtschaftliche Unabhängigkeit.
Persönlichkeitsentwicklung: Förderung der Handlungskompetenz (Fach-, Sozial- und Humankompetenz) sowie des Verantwortungsbewusstseins.
Teilhabe: Ermöglichung der Mitgestaltung in Arbeitswelt und Gesellschaft durch qualifizierte Arbeit.
Karrierebasis: Grundlage für spätere Fortbildungen (Aufstiegsfortbildung) im quartären Bereich.
Für die Gesellschaft:
Demokratie-Sicherung: Qualifizierte Bürger sichern durch ihre Arbeit den Sozialstaat und den gesellschaftlichen Wohlstand.
Sozialer Frieden: Integration junger Menschen in das Beschäftigungssystem beugt Jugendarbeitslosigkeit vor.
Innovationskraft: Gut ausgebildete Fachkräfte sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit (besonders im dualen System).
Für den Betrieb:
Sicherung des Fachkräftenachwuchses: Ausbildung von Experten, die exakt auf die betrieblichen Anforderungen zugeschnitten sind.
Kostenersparnis: Geringere Kosten für externe Personalsuche und Einarbeitung fremder Kräfte.
Produktivität: Auszubildende leisten bereits während der Ausbildung einen wertvollen Beitrag zum Betriebsergebnis.
Image: Steigerung des Ansehens als verantwortungsbewusster Ausbildungsbetrieb in der Region.
Nennen Sie die 6 Stufen der vollständigen Handlung.
Informieren: Der Auszubildende beschafft sich alle notwendigen Informationen für die Aufgabe.
Planen: Er erstellt selbstständig einen Plan für die Durchführung (Arbeitsschritte, Werkzeuge, Zeit).
Entscheiden: Der Azubi spricht den Plan mit dem Ausbilder durch und legt den endgültigen Weg fest.
Ausführen: Die Aufgabe wird gemäß der Planung eigenständig durchgeführt.
Kontrollieren: Der Auszubildende überprüft sein Ergebnis selbst auf Fehler oder Abweichungen (Soll-Ist-Vergleich).
Bewerten: In einem gemeinsamen Gespräch mit dem Ausbilder wird der gesamte Prozess reflektiert und bewertet.
Welche Inhalte muss eine Ausbildungsordnung aufweisen?
Bezeichnung des Ausbildungsberufes: Der offizielle Name des Berufs.
Ausbildungsdauer: Die Zeitspanne, die für die Ausbildung vorgesehen ist (in der Regel 2 bis 3,5 Jahre).
Ausbildungsberufsbild: Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten, die mindestens Gegenstand der Berufsbildung sind (Gegenstand der Ausbildung).
Ausbildungsrahmenplan: Eine Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Vermittlung dieser Inhalte.
Prüfungsanforderungen: Die Vorgaben für die Zwischen- und Abschlussprüfungen (bzw. Teil 1 und 2 der Gestreckten Abschlussprüfung).
Nennen Sie 4 wesentliche Punkte, die bei der ersten Stufe der 4-Stufen-Methode berücksichtigt werden müssen
Lernbereitschaft herstellen: Eine angenehme, angstfreie Atmosphäre schaffen, um den Azubi für die Aufgabe zu öffnen.
Interesse wecken: Den Sinn und Nutzen der Aufgabe erklären (Motivieren), damit der Azubi den Praxisbezug versteht.
Vorkenntnisse feststellen: Durch gezielte Fragen prüfen, was der Azubi bereits über das Thema weiß, um ihn weder zu über- noch zu unterfordern.
Arbeitsplatz vorbereiten: Alle benötigten Werkzeuge, Materialien und Unfallverhütungsvorschriften (UVV) bereitlegen.
Welche Eigenschaften muss ein Zeugnis aufweisen ?
Wahrheit: Alle Angaben müssen den tatsächlichen Tatsachen entsprechen. [12]
Wohlwollen: Das Zeugnis darf dem Fortkommen des Auszubildenden nicht ungerechtfertigt im Weg stehen. [12]
Klarheit: Es darf keine doppeldeutigen Formulierungen oder geheimen Codes enthalten. [12]
Vollständigkeit: Es muss alle wesentlichen Angaben über die Art und Dauer der Ausbildung sowie die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse enthalten. [12]
Einheitlichkeit: Es muss in Schriftform (auf Firmenpapier) verfasst und vom Ausbildenden sowie dem Ausbilder unterschrieben sein. [12]
Bei einem qualifizierten Zeugnis kommen zusätzlich Angaben über Führung, Leistung und besondere fachliche Fähigkeiten hinzu. [12]
Warum ist eine Eingewöhnungsphase notwendig?
Abbau von Hemmungen: Sie dient dazu, eine angstfreie Lernatmosphäre zu schaffen, damit der Auszubildende sich traut, Fragen zu stellen und Fehler zu machen.
Motivation und Sinnstiftung: In dieser Phase wird das Interesse geweckt und der Nutzen der anstehenden Aufgabe erklärt, was die Lernbereitschaft massiv erhöht.
Anknüpfung an Vorkenntnisse: Der Ausbilder kann den aktuellen Wissensstand feststellen, um den Azubi weder zu über- noch zu unterfordern.
Sicherstellung der Konzentration: Sie hilft dem Jugendlichen, sich gedanklich auf die neue Aufgabe einzustellen und „anzukommen“.
Beziehungsaufbau: Sie festigt das Vertrauensverhältnis zwischen Ausbilder und Azubi, was die Basis für eine erfolgreiche berufliche Handlungskompetenz ist.
Welche Formen der beruflichen Fortbildung gibt es?
Zwei Arten der Beruflichen Fortbildung:
Anpassungsfortbildung dient dazu, die beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten zu erhalten, zu erweitern und den technischen Entwicklungen anzupassen.
z.B. Umgang mit Computer, Internet oder nach Wiedereinstieg In den Beruf
Aufstiegsfortbildung dient dazu, durch Erweiterung von Fertigkeiten und Kenntnissen im Beruf voranzukommen.
z.B. Meister-, Techniker-, Wirtschafter-, Fachwirteprüfung
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