Bernulligleichung
p + 0,5*rho*v^2 + rho*g*h
Bestimmung der Sogziffer
Vergleich Widerstands- und Propulsionsversuch
Gesamtwiderstand um Reibungsabzug korrigieren, bevor Sogziffer durch Teilen durch den Schub bestimmt wird
Bestimmung Sogziffer im Modellversuch
(R_T,M - F_DA) / T = 1-t
d'Alembertsches Paradoxon
tiefgetauchte Schiffe (U-Boot oder Schiff im Windkanal) haben keinen Wellenwiderstand
U-Boot hätte nach Potentialtheorie gar keinen Widerstand, weil Potentialtheorie reibfrei voraussetzt und U-Boot keinen Wellenwiderstand besitzt
Druckseitenkavitation
Wenn Propellerwinkel unter den Winkel des Vektors der Zuströmgeschwindigkeit fällt
effektiver und nomineller Nachstrom
effektiv: Vergleich des Propellerverhaltens hinter dem Schiff vs Propellerfreifahrt, wesentlich für die Antriebsleistung und Berechnung der Propulsionsfaktoren
nominell: Aufmessung des Geschwindigkeitsfeldes in der Propellerebene
eta_H
Schiffseinflussgrad
Er berücksichtigt einerseits, welche Arbeitsbedingungen der Rumpf dem Propulsor anbietet und andererseits, wie der Rumpf auf den Propulsor reagiert
eta_O
Wirkungsgrad des Propulsors
wird im Freifahrtversuch bestimmt, also ohne Schiff und mit homogener Anströmung
Formfaktor k
für jede Schiffsform individuell zu bestimmen
berücksichtigt viskosen Druckwiderstand beim Reibungswiderstand
physikalisch sinnvoll, aber schwierig zu bestimmen
Froud'sche Ähnlichkeit
Wellen und damit zusammenhängende Kräfte an Modell und Schiff gleich
also von Schwerkraft beeinflusste Kräfte
Froud-Zahlen von Modell und Schiff gleich
günstige / ungünstige Froudzahlen
günsitg
Schiffslänge ungerades Vielfaches von lambda/2
Hollow-Froud-Zahlen
ungünstig
Schiffslänge gerades Vielfaches von lambda/2
Hump-Froud-Zahlen
In welchem Zustand liefert ein Propeller am meisten Schub und was bedeutet dieser Betriebspunkt für den Wirkungsgrad eta_O?
Pfahlzug-Bedingungen, eta_O=0 weil keine Geschwindigkeit
ITTC-Korrelationslinie
zur Berechnung des Reibungswiderstandes von Schiffen
ingenieursmäßige, praktische Näherung
12% Zuschlag auf reine Planntenreibungslinie, weil Extrapolation von Modell auf Großausführung besser erfüllt wird
Kelvin'scher Öffnungswinkel
divergierende Längswellen, konkav nach außen, kreuzen Fortschrittsrichtung unter Kelvin'schem Öffnungswinkel von 19,47°
Kelvinwinkel auf Flachwasser
Im Tiefwasser unabhängig von Schiffsgeschwindigkeit
mit abnehmender Wassertiefe / zunehmender Geschwindigkeit auf flachem Wasser nimmt der Kelvinwinkel zu
bei kritischer Geschwindigkeit fallen Quer- und Längswellen zusammen, Widerstand am höchsten
Kontinuitätsgleichung
Modellgeschwindigkeit nach Froud'scher / Reynold'scher Ähnlichkeit
Froud: v_M = 1/sqrt(lambda) * v_SReynold: v_M = lambda * v_S
Nachstromziffer
inhomogene Zuströmung zum Propulsor (wegen Reibung am Schiff) wird durch eine homogene Zuströmung ersetzt
v_A=(1-w)*v_S
Nachstromziffer von Reibung abhängig, deshalb für Modell und Schiff verschieden
primäre / sekundäre Zusatzwiderstände
primäre: Flachwasser, Wind oder Seegang von vorne
sekundäre: Kurshalten bei Seitenwind oder Quersee
primäres und sekundäres Wellensystem
primäres aus Änderung der Höhe h der Wasseroberfläche
p=p_Luft
Änderung Geschwindigkeit -> Änderung Wellenhöhe (Bernulli)
trägt so gut wie nicht zum Wellenwiderstand bei
sekundäres aus lokalen Druckpunkten
Maxima/Minima als bewegte Druckpunkte annehmen, die eigenes Wellensystem ausbilden
maßgeblich der Wellenwiderstand
Probleme Froud'scher Methode
Schwierigkeit, Reibungswiderstand zu extrapolieren -> durch ITTC-Linie aufgelöst
viskoser Druckwiderstand wird nicht erfasst
Modell-Re-Zahl ca 100 mal kleiner als von Großausführung, Grenzschicht am Modell zu groß
viskoser Druckwiderstand geht in Restwiderstandsbeiwert, der direkt auf Großausführung übertragen wird -> physikalisch völlig falsch, weil viskoser Druckwiderstand für die Großausführung kleiner gerechnet werden müsste und nicht mit Restwiderstand direkt übertragen werden dürfte, für den Ingenieur aber ok, weil man Widerstand von Großausführung nur konservativ überschätzt
Propulsionsgütegrad
Qualität des Propulsors
wie viel der angewendeten Drehleistung am Propulsor in effektive Schleppleistung umgewandelt wird
besteht aus
eta_H (Schiffseinflussgrad)
eta_R (Gütegrad der Anordnung)
eta_O (Freifahrtwirkungsgrad Propeller)
Reibungsabzug im Propulsionsversuch
entlastung des Propulsors, damit er wie in der Großausführung belastet ist
Reibungsabzug F_DA
Reynold'sche Ähnlichkeit
Reibungseffekte und damit zusammenhängende Kräfte an Modell und Schiff gleich
kinematische Zähigkeit an beiden gleich
Reynold-Zahlen gleich
schiffsseitige Belastungskurve
Kurve zum Bestimmen des Propulsionspunktes eines Schiffes
Schub und Moment auf Tragflügel übertragen
Schub -> Auftrieb (Potientialeffekte)Moment -> Widerstand (Reibungseffekte)
Schwallgeschwindigkeit
c_H = sqrt( g * H ) mit H als Wassertiefe
theoretische Grenzgeschwindigkeit; Wellen auf flachem Wasser können nicht schneller als diese Geschwindigkeit sein
Sea-Margin / Engine-Margin
SM: berücksichtigt später auftretende Zusatzwiderstände (Bewuchs, Wind, Seegang)EM: Maschine läuft im dauerhaften Betrieb nur bei ca 85-90% Auslastung
Umweltbedingte Zusatzwiderstände
FlachwasserWindEisSeegang
Unterschied der Strömung innerhalb der Grenzschicht und außerhalb
innerhalb: Haftbedingung an der Wand, Strömungsprofil kann laminar/turbulent sein
außerhalb: homogene Strömung
Unterschied Grenzschicht von Modell und Schiff
Modell: größere Grenzschicht, weil Re-Zahl kleiner
Schiff: kleinere Grenzschicht, weil Re-Zahl größer
Unterschied kontinentale und englische Methode
kontinentale: Reibungsabzug wird mit Gewicht aufgebracht, das über Umlenkungen so verbaut wird, dass eine konstante Zugkraft auf das Modell wirkt
englische: Modell mit Federwaage an den Schleppwagen gebunden
Warum Ablösung vermeiden?
deutliche Erhöhung des Widerstands, weil hinter Ablösung weniger Kraft auf Körper ausgewirkt wird, die aber eigentlich von anderer Körperhälfte bewirkte Kraft kompensieren soll
abgelöste Strömung bedeutet inhomogenes Strömungsfeld für Propeller -> schlechterer Propellerwirkungsgrad, Geräusche und Vibrationen
Warum Froud'sche statt Reynold'scher Ähnlichkeit?
Reibungswiderstand rechnerisch einfacher zu bestimmen als Wellenwiderstand, weil Wellenwiderstand erheblich von Schiffsdetails abhängt
Geschwindigkeiten und Drehzahlen nach Froud'scher Ähnlichkeit technisch besser verwendbare Werte
Warum ist der Propellerwirkungsgrad bei J=0 und k_T>0 und bei J>0 und k_T=0 gleich null?
J=0, k_T>0: Pfahlzugbedingung, effektive Schleppleistung berechnet sich mit Schiffsgeschwindigkeit -> da diese null ist, ist Schleppleistung null, und damit auch eta_D null
J>0, k_T=0: kein Schub, also kein Wirkungsgrad möglich
Warum sind Sogziffer von Modell und Schiff gleich?
Der Sog besteht zu 80% aus Potentialanteilen
Was bedeutet Squat?
Durch den Versperrungseffekt auf sehr flachem Wasser erhöht sich Trimm und Tiefertauchung des Schiffes so sehr, dass es dynamisch auf Grund läuft
Was ist c_A?
Modell-Schiffs-Korrelationszuschlag
spezifischer Wert der Versuchsanstalten
soll Froud'sche Methode verbessern (wegen physikalisch falscher Annahmen)
Was ist der Versperrungseffekt?
Relativgeschwindigkeit am Schiff erhöht sich, da der geringere Abstand zwischen Schiff und Meeresgrund auf flachem Wasser als Querschnittsverengung betrachtet werden kann
höhere Relativgeschwindigkeit ruft stärkere Unterdrücke hervor -> mittlere Tiefertauchung erhöht sich -> Wellenwiderstand höher
höhere lokale Geschwindigkeiten -> Reibungswiderstand höher
Was ist der Versperrungsgrad?
Versperrungsgrad = sqrt(A_m)/H
je höher Versperrungsgrad, desto höher der Einfluss auf Formfaktor und somit auf Widerstandserhöhung
Was ist die zentrale Annahme für das Verfahren von Schlichting?
Wellenwiderstand vom Schiff auf flachem Wasser gleich dem auf tiefem (dafür auf flachem Wasser geringere Geschwindigkeit annehmen)
Wellenfortschrittsgeschwindigkeit gleich
mit äquivalente Geschwindigkeit v_H (durchs Wasser) wird korrigierter Reibungswiderstand berechnet
Widerstand für v_HW (verlangsamte Geschwindigkeit über Grund) setzt sich zusammen aus Reibungswiderstand von Geschwindigkeit durchs Wasser und Wellenwiderstand wie auf tiefem Wasser für die nicht verlangsamte Geschwindigkeit
Was ist eta_D
Gütegrad der Propulsion
P_E / P_D (P_E Schleppleistung, P_D Drehleistung)
eta_H * eta_O * eta_R
Was ist im Glattwasserwiderstand enthalten?
WellenwiderstandReibungswiderstandAnhängewiderstandeWindwiderstand durch Eigenfahrtwind
Welche Methoden gibt es zur Bestimmung des Propulsionspunktes und welche wird warum in der Regel bevorzugt?
Schub- oder MomentenidentitätMeistens Schubidentität, weil Bestimmung eta_R dann über Schübe und die sind weniger maßstabbehaftet als Momente
Welche zwei Mechanismen legen den Flachwassereinfluss fest?
Wellenwiderstand nimmt zu, wenn H=halbe Wellenlänge des vom Schiff erzeugten Wellensystems
Erhöhung der Relativgeschwindigkeit am Schiff durch Versperrung, wenn sqrt(A_m)/H >= 0,5
Wie kann man den Formfaktor k besimmen?
Doppelkörpermodell tiefgetaucht, ist aber viel zu teuer für verhältnismäßig kleine Verbesserung der Prognosegenauigkeit
bei kleinen Geschwindigkeiten schleppen und c_T/c_F0 gegen Fn^4/c_F0 auftragen und dann den Wert für Fn=0 ablesen, aber sehr ungenau wegen kleinen Schleppgeschwindigkeiten (Messungen ungenau, Wellenwiderstand bei Fn->0 nicht unbedingt null)
Wie verändern sich die Wellen beim Übergang von Tiefwasser- zu Flachwasserwellen?
Bei gegebener Tiefwasserwellengeschwindigkeit muss die Wellenlänge beim Übergang zum Flachwasser abnehmen.Die Wellenhöhe bleibt gleich, da die Wellenenergie erhalten bleiben muss und somit wird die Welle steiler.
Wie wird die effektive Nachstromziffer bestimmt?
Schubidentität:
aus Schub k_T bestimmen
entsprechendes J aus Diagramm ablesen und v_A bestimmen
w_M = 1 - v_A / v_M
Momentenidentität:
mit k_Q den Fortschrittsgrad J aus Diagramm ablesen
ebenfalls v_A und w_M berechnen
Wieso muss der im Modellversuch bestimmte Propulsionsversuch für die Großausführng korrigiert werden?
Überschätzung der Reibung
zu berücksichtigende Widerstände neben Wellenwiderstand
Reibungswiderstandviskoser Druckwiderstand (Formwiderstand k)
Zuletzt geändertvor 18 Tagen