Kriterien ADHS
- Kern
o Unaufmerksamkeit
o Hyperaktivität
o Impulsivität
- 6 Monate Beginnend vor 12
o Empfehlung erst ab Schulalter zu Diagnostizieren (nie vor 3)
- Leiden in Schule/Sozial
o Insgesamt mindestens 2 Lebensbereiche
- Nicht Entwicklungsentsprechend
Komorbiditäten
Prävalenz
- Kijus 3-5% Erwachsene 5% (zeigt hohe Persistenz)
o Jungen vs Mädchen: 3bis9 :1 (Im Erwachsenenalter weniger)
- Diagnose in Deutschland
Verlauf
- Erhöhtes Risiko als Erwachsene für:
o Kriminalität/Deliq/Haft,
o aggression
o Drugs (insbes härteres zeug)
Diagnostik Ablauf
- Medizinisch v.a. Sehen, Hören Epilepsie
- b/p Test (ist gleich wie D2 mit bs)
Entstehungsfaktoren
- Genetik
o Heritabilität: 60-90%
o Auffälligkeiten bei Dopaminregulatorgenen (u Frontal Cortex)
§ GWAS polygenetisch/durch anreicherung von risikogenen
§ Geringe Spezifität (beeinflussen auch andere Psychische Störungen keine störungsspezifischen Chromosomenstrukturen)
o Schätzung: 80% genetisch, 20% erworbene Hirnverletzung (phänotypisch gleich)
- Dopamindysregulation
o Annahme: dopamindefizit
o veränderungen bei dopaminregulationsinvolvierten genen
o Dopaminerge/frontale Dysfunktion in Passung zu ADHS bezogenen Defiziten
o Läsion im ventralen Plutamen (dopaminreich) korreliert mit ADHS typischem Verhalten
o Stimulantien die Wiederaufnahme von Dopamin hemmen wirken
- Umwelt
o Hirnverletzung ( siehe Voeller 80/20)
o Geringes geburtsgewicht
o Prä,peri,postnatale Komplikationen
o Rauchen/Trinken
o Erhöhter Bleigehalt
§ alle Unspezifisch (auf viele Störungen bezogen)
- NEurobio
o Strukturell: geringes Volumen insbes. Präfrontal
o Fmri: geringere aktivierung Präfrontal bei Aufmerksamkeitsaufgaben
o Schlechtere Vernetzung präfrontal
o EEG:
§ Mehr Theta-Wellen-Aktivität und weniger Beta-Wellen (assoziiert mit schläfrigkeit)
§ P300 Geringer (indikator Aufmerksamkeitszuwendung/Orienterung)
· Kommt idr 300 ms nach einem Reiz größer für seltenes/salientes (oddball aufgabe)
· Die stärke des P3 Feedbacks bei Kindern mit ADHS Korreliert mit Symptomstärke 2 Jahre später (Starkes Feedback geringere Symptome)
§ N2 (Schlechere Response Inhibition)
§ Geringere ERN (Defizite Fehlererkennunng)
Neuropsychologisches Modell (Barkley)
o Konsistente Studien Ergebnisse/korrelationen
Einflussfaktoren
Motivation
o Studie zum Einfluss von Motivation auf ADHS
§ Geld/Game incentive verbessert Leistungsdefizit
· Hebt es NICHT auf
· Bei ADHS Kinden nimmt die Leistung im Verlauf ab (nicht bei hohen Belohnungen)
§ Sowohl Kompetenz als auch Motivationsproblem
Äthiologisches Modell
- Besonderheiten bei der Arbeit mit Kijus
o Einbindung der Familie (Essentieller aspekt, aber Jugendliche können selbst entscheiden)
o Einbezug von Schule/Kita
§ Schulung der Erziehenden/Lehrenden um
· Verständnis zu Fördern
· Maßnahmen einführen
· Compliance erhöhen
§ Regelmäßige Helferkonferenzen
- S3 Empfehlungsgrafik
Psych natürlich = CBT
- Medikation
o Basis Dopamindysregulationshypothese
§ Zu schnelle Dopamin wiederaufnahme Aktivität und Konnektivität beeinträchtigt
§ Psychostimulanzien verlangsamen die Wiederaufnahme
o Wirkung: unmittelbare, deutliche Verbesserung der Kernsymptome (ca. 75% Responderrate) stärker als psychosoziale interventionen
§ Keine Gerneralisierung auf funktionale Outcomes oder Langzeiteffekte residuale Symptome bleiben
o Empfehlung ab mittlerem Schweregrad Kombi mit PT
- Verhaltenstherapie
Besteiligte, Annahmen und Wirksamkeit
o Kombination aus
§ Kind training adäquaten Verhaltens
§ Eltern u Bez.Personen adäquater Umgang mit Kind
· Fehlverhalten verstärkt durch Aufmerksamkeit der Bezugspersonen
· Angemessenes Verhalten wird nicht adäquat verstärkt/bemerkt
o Annahme: Kompetenz und Performanzdefizit (Adäquates Verhalten nicht gelernt) und Verstärkung unerwünschten Verhaltens
o Wirksamkeit
§ Verbesserung der Kernsymptome
§ fehlende Nachweise für generalisierung auf funktionale Outcomes und Langzeiteffekte
Techniken
§ Operante Verstärkung
· Selbstinstuktion
· Tokens
§ Kontingenzmanagement
§ Training Arbeitsgedächtnis und Exekutivfunktionen
§ Positive Modelle ( dd. auch stellvertretende Verstärkung)
§ Opti-mind Elterntraining (ADS)
· Symptomfacetten
· Erziehung
· Medikation
· Stressmanagement für Eltern
§ Neurofeedback (ist wirksam but not huge)
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