Warum welche betongüte gewählt ?
Die Betongüte wird nach drei Punkten festgelegt:
Expositionsklasse: Welche Umwelteinwirkungen liegen vor, z. B. Feuchtigkeit, Frost, Erdreich oder Chloride?
statische Anforderungen: Welche Druckfestigkeit wird rechnerisch benötigt?
Dauerhaftigkeit: Welche Qualität ist nötig, damit das Bauteil dauerhaft schadensfrei bleibt?
Expositionsklassen
Expositionsklassen sind Betonklassen nach Umwelteinwirkung. Sie legen fest, welchen Einflüssen der Beton später ausgesetzt ist und helfen dabei, die passende Betonqualität, Betondeckung und Dauerhaftigkeit festzulegen.
Beispiele:
XC = Korrosion durch Carbonatisierung
XD = Korrosion durch Chloride, z. B. Tausalz
XS = Chloride aus Meerwasser
XF = Frost- und Frost-Tausalz-Angriff
XA = chemischer Angriff
XM = Verschleiß durch mechanische Beanspruchung
unsere expositionsklasse
Trocken und normal genutzt heißt:
trocken = innenliegend, kaum oder keine dauerhafte Feuchtigkeit
normal genutzt = keine besondere Belastung wie Tausalz, Frost, Chemikalien oder ständige Nässe
Deshalb meist XC1, weil die Decke nur der normalen Raumluft ausgesetzt ist und keine stärkere angreifende Umgebung vorliegt.
Kann man durch eine höhere betongüte die verformung reduzieren?
Nein, nicht wesentlich. Eine höhere Betongüte erhöht zwar den E-Modul, aber dieser steigt nur begrenzt. Deshalb lässt sich die Verformung dadurch meist nur gering reduzieren.
Für die Verformung sind meistens Bauteilhöhe, Spannweite und Bewehrung deutlich wichtiger.
Was ist der unterschied zwischen anfangs und End Verformung und warum hängt die decke sich nach jahren noch durch?
Der Unterschied ist:
Anfangsverformung = die sofortige Durchbiegung direkt nach Belastung. Sie entsteht durch die elastische Verformung des Betons.
Endverformung = die gesamte Verformung nach langer Zeit. Sie besteht aus Anfangsverformung plus zusätzlicher Verformung über Monate und Jahre.
Warum hängt sich die Decke später weiter durch? Wegen Kriechen und Schwinden:
Kriechen: Beton verformt sich unter dauerhafter Last mit der Zeit immer weiter.
Schwinden: Beton verliert Feuchtigkeit und zieht sich zusammen, was zusätzliche Verformungen verursachen kann.
Kurz: Die Decke biegt sich nicht nur sofort durch, sondern wegen des zeitabhängigen Verhaltens von Beton auch später noch weiter.
Zustand 1 und 2
Unter Zustand 1 versteht man den Anfangszustand direkt nach dem Aufbringen der Last. Dabei wird nur die sofortige elastische Verformung betrachtet.
Unter Zustand 2 versteht man den Endzustand nach längerer Zeit. Hier werden zusätzlich zeitabhängige Einflüsse wie Kriechen und Schwinden berücksichtigt.
Kurz: Zustand 1 = sofort Zustand 2 = langfristig
Schwinden
Schwinden bedeutet, dass sich Beton ohne zusätzliche Belastung mit der Zeit verkürzt bzw. zusammenzieht.
Das passiert vor allem, weil der Beton Feuchtigkeit verliert und sich dadurch sein Volumen etwas verringert.
Folgen:
es können Risse entstehen
es kann die Verformung eines Bauteils mit beeinflussen
Kurz gesagt: Schwinden = Volumenabnahme des Betons mit der Zeit, meist durch Austrocknung.
Grundbweherung in der Deckenplatte
So das die Zugfestigkeit vom stahl höhere als vom beton ist
Wenn der beton anfängt zu reisen darf der stahl nicht mitreisen
Mind. Bewehrung muss abgedeckt sein und erklären können wie man diese berechnet
Durch bewehrung wird die verformung kleiner weil
Durch Bewehrung wird die Verformung kleiner, weil sie Zugkräfte übernimmt und dadurch die Rissbildung begrenzt.
Weniger bzw. kleinere Risse bedeuten, dass das Bauteil steifer bleibt und sich weniger durchbiegt.
Kurz: Mehr Bewehrung → geringere Rissbreiten → höhere Steifigkeit → kleinere Verformung.
Zuletzt geändertvor 12 Tagen