Schläfenfenster – Entstehung & Funktion
Schläfenfenster = Öffnungen im hinteren Schädel (Temporalregion)
entstehen durch:
Reduktion/Umorganisation von Dermalknochen
kein „Loch entsteht plötzlich“, sondern Knochen werden kleiner / verlagert
Vergrößerung der Ansatzfläche für Kaumuskulatur
Muskeln können:
weiter nach außen verlagert werden
größer und effizienter arbeiten
Prüfersatz:
„Die Schläfenfenster ermöglichen eine funktionelle Optimierung der Kiefermuskulatur bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion des Schädels.“
leichter Schädel
stärkerer Biss
bessere Hebelverhältnisse
Sekundäre Schläfenwand
bei Säugetieren wird das ursprüngliche Schläfenfenster teilweise wieder „geschlossen“
→ durch Überwachsen mit Knochen
Squamosum
Jugale
reduzierte postorbitale Elemente
Stabilisierung des Schädels bei starkem Biss
Schutz der vergrößerten Muskulatur
wichtiger Punkt:
zeigt, dass Evolution nicht linear „immer mehr Öffnungen“ bedeutet, sondern funktional optimiert
Kladistik
Systematik basiert auf:
gemeinsam abgeleiteten Merkmalen (Synapomorphien)
nicht:
„wer sieht ähnlich aus“
sondern:
„wer teilt evolutionär neue Merkmale“
Autapomorphie → nur bei einer Gruppe
Synapomorphie → gemeinsame Neuerung
Plesiomorphie → ursprüngliches Merkmal
„Die kladistische Analyse rekonstruiert Verwandtschaftsverhältnisse anhand von Synapomorphien und führt zu monophyletischen Gruppen.“
Prämaxillare
vorderster Knochen des Oberkiefers
trägt Schneidezähne
Teil der Entwicklung:
Kieferbildung (Gnathostomata)
zeigt:
Spezialisierung des Schädels
Segmentierung
erkannt von Johann Wolfgang von Goethe
wichtig, weil:
früher dachte man: Mensch hat keinen → Sonderstellung
Goethe zeigte: doch → Homologie!
Prüfungsargument:
Beleg für Einheitlichkeit der Wirbeltiere
Bivalven – Mantellinie & Sinus
Linie im Inneren der Schale
Ansatzstelle des Mantels
Einbuchtung der Mantellinie
Vorhandensein eines Siphos
Wasserstrom:
Einströmöffnung (Inhalant)
Ausströmöffnung (Exhalant)
tiefer Mantelsinus → infaunal (im Sediment lebend)
kein Sinus → epifaunal
„Der Mantelsinus ist ein Indikator für die Ausbildung von Siphonen und erlaubt Rückschlüsse auf die Lebensweise.“
Gastropoden vs. Bivalven
Radula:
„Raspelzunge“
Nahrung abschaben oder bohren
aktiv beweglich
keine Radula
Filtrierer:
Kiemen filtern Nahrung aus Wasser
wichtiger Unterschied:
aktiv vs. passiv
Ichthyosaurier-Wirbel – funktionelle Morphologie
scheibenförmig (amphicoel)
sehr gleichförmig
hohe Flexibilität der Wirbelsäule
wichtig für:
laterale Schwanzbewegung
Mensch:
Wirbel für Lasttragung (vertikal)
Ichthyosaurier:
Wirbel für Bewegung (horizontal)
„Die amphicoelen Wirbel ermöglichen eine hohe Beweglichkeit der Wirbelsäule und sind eine Anpassung an eine effiziente Schwimmbewegung.“
Amniotenei
Fortpflanzung an Land → Austrocknung
Amnion
Flüssigkeit → Schutz
Chorion
Gasaustausch
Allantois
Exkretion + Gasaustausch
Dottersack
Nährstoffe
vollständige Unabhängigkeit vom Wasser
„Das Amniotenei stellt eine Schlüsselinnovation für die Eroberung terrestrischer Lebensräume dar.“
Warum Schläfenfenster evolutiv entstanden sind
ursprünglicher Schädel:
kompakt, wenig flexibel
Selektionsdruck:
stärkere Kiefer → effizientere Nahrungsaufnahme
Lösung:
Öffnungen → Muskelverlagerung
wichtig:
nicht nur Gewicht!
Biomechanik (Hebel, Muskelverlauf)
„Warum sind Anapsiden problematisch?“
evtl. sekundärer Verlust von Fenstern
„Sind Schildkröten wirklich anapsid?“
heute: wahrscheinlich sekundär anapsid (genetisch Diapsiden)
„Warum ist der Ichthyosaurier kein Fisch?“
Amniot (Lungen, Fortpflanzung, Abstammung)
Entwicklung: Einzellig → Mehrzellig
Prokaryoten → Eukaryoten
Endosymbiontentheorie (Mitochondrien, Chloroplasten)
Koloniebildung
z. B. Volvocales als Modell
Zelldifferenzierung
erste Arbeitsteilung (Somazellen vs. Keimzellen)
echte Vielzelligkeit (Metazoa)
Zell-Zell-Kommunikation (Signalwege)
Zelladhäsion (Cadherine)
Gewebe → Organe → Organsysteme
Vorteil:
größere Körpergröße
Spezialisierung
Schutz vor Prädation
Schädel erkennen (Hund = Synapsid)
Merkmale:
1 Schläfenfenster (unteres)
heterodonte Bezahnung
sekundärer Gaumen
Paläontologische Aussagen:
Ernährungsweise (Carnivor)
Kiefermuskulatur stark → aktiver Räuber
Entwicklung aus synapsiden Reptilien (Therapsiden)
Schläfenfenster
❌ Nein (Synapomorphie)
✔ Synapsiden-Merkmal (älter als Säugetiere)
Reduktion von Schädelknochen
Öffnungen → Ansatzfläche für Muskulatur
funktionell:
Gewichtsreduktion
effizientere Kiefermuskulatur (größer, außenliegend)
entsteht v. a. bei Säugetieren
Überdeckung des Schläfenfensters
aufgebaut aus:
Postorbitale reduziert/umgebaut
Funktion:
Stabilisierung
Schutz der Muskulatur
Schädeltypen
keine Schläfenfenster
z. B. ursprüngliche Reptilien, Amphibien (konvergent ähnlich)
1 Fenster
Säugetiere
2 Fenster
Reptilien, Vögel
Stammbaum Wirbeltiere
Fische
Amphibien
Amnioten
Synapsida
Diapsida
(Anapsida basal/Problemfall)
Prämaxillare → Gnathostomata
1 Schläfenfenster → Synapsida
2 Schläfenfenster → Diapsida
Kladistische Analyse
basiert auf Synapomorphien
Ziel:
monophyletische Gruppen
kein Fokus auf:
Ähnlichkeit allein
Homologie vs. Analogie
Schläfenfenster Funktion
größere Muskelansatzflächen
Muskel zieht:
von außen nach innen
effizienterer Biss
weniger Knochen → leichter Schädel
Sagittalkamm
Knochenkamm auf Schädeloberseite
Ansatz:
M. temporalis
stark ausgeprägt bei:
Fleischfressern
Bivalven (z. B. Teredinidae = „Schiffsbohrmuscheln“)
Mechanismus:
mechanisches Bohren
chemische Unterstützung
Gastropoden:
eine Schale (oft spiralig)
Torsion
Radula vorhanden
Bivalven:
zwei Klappen
Filtrierer
links-rechts Symmetrie
Brachiopoden:
dorsal-ventral Symmetrie
Sipho:
Ein-/Ausstrom von Wasser
Mantellinie:
Ansatz Mantel
Mantelsinus:
Hinweis auf Sipho → infaunal
meist:
Faziesfossilien
einige:
eingeschränkt leitfähig
kein Fisch!
Reptil (Diapsid)
Vergleich Mensch:
Mensch: Lastaufnahme (vertikal)
Ichthyosaurier: Flexibilität (seitlich)
schnelle Schwimmbewegung (Thunniform)
„Erläutern Sie die evolutionäre Bedeutung der Schläfenfenster bei Amnioten und gehen Sie auf deren funktionelle und phylogenetische Aspekte ein.“
Schläfenfenster sind Öffnungen im Temporalschädel der Amnioten
Reduktion und Umorganisation dermaler Schädelknochen
wichtiges systematisches Merkmal
Einteilung:
Anapsida → keine Fenster
Synapsida → ein unteres Fenster
Diapsida → zwei Fenster
→ Synapomorphien für große Abstammungslinien
Vergrößerung der Ansatzfläche der Kiefermuskulatur
Muskulatur kann:
nach außen verlagert werden
effizienter arbeiten
Verbesserung von:
Bisskraft
Hebelverhältnissen
Gewichtsreduktion des Schädels
Abschlusssatz (sehr gut in Prüfungen):
„Die Schläfenfenster stellen somit eine funktionelle und phylogenetisch zentrale Innovation dar, die sowohl die Systematik der Amnioten als auch die Evolution der Kiefermechanik widerspiegelt.“
„Sind Schläfenfenster eine Autapomorphie der Säugetiere?“
„Nein, das Schläfenfenster ist keine Autapomorphie der Säugetiere, sondern eine Synapomorphie der Synapsiden, zu denen die Säugetiere gehören.“
„Warum haben manche Säugetiere scheinbar kein offenes Schläfenfenster mehr?“
bei Säugetieren wird das ursprüngliche Schläfenfenster oft sekundär überdeckt
→ Bildung der sekundären Schläfenwand
Überwachsen durch Knochen:
v. a. Squamosum und Jugale
Vergrößerung und Umlagerung der Kiefermuskulatur
stärkere Kräfte → Bedarf an:
mechanischer Stabilisierung des Schädels
„Das Schläfenfenster ist nicht verschwunden, sondern wird sekundär durch Knochen überdeckt, was als Anpassung an eine verstärkte Kiefermuskulatur und erhöhte Belastung interpretiert wird.“
„Wie nennt man so ein ‚Wieder-Verschwinden‘ eines evolutionären Merkmals?“
das nennt man:
sekundären Verlust oder allgemeiner:
Rückbildung eines Merkmals
im phylogenetischen Kontext:
ursprüngliches Merkmal vorhanden
später in einer Linie reduziert oder überprägt
das Schläfenfenster ist:
evolutionär vorhanden geblieben
aber:
morphologisch nicht mehr sichtbar, weil überdeckt
👉 das ist KEIN echtes „Verschwinden“, sondern:
funktionelle Umgestaltung
“Woran unterscheiden Sie sicher einen Bivalven von einem Brachiopoden?“
Unterscheidung erfolgt über die Symmetrieebene
links-rechts symmetrisch
jede Klappe ist spiegelbildlich zur anderen
dorsal-ventral symmetrisch
Symmetrieebene verläuft durch jede einzelne Klappe
oft Stiel (Pedikelöffnung)
keine Pedikelöffnung
stattdessen Ligament + Schloss
starker Abschlusssatz:
„Damit unterscheiden sich Bivalven durch eine interklappige Symmetrie, während Brachiopoden innerhalb der einzelnen Klappen symmetrisch sind.“
„Sind Bivalven und Brachiopoden nah verwandt?“
Nein, Bivalven und Brachiopoden sind nicht nah verwandt
trotz äußerlicher Ähnlichkeit:
konvergente Evolution
Stamm Mollusca
eigener Stamm Brachiopoda
ähnliche Lebensweise:
sessil, filtrierend
→ führt zu analogen Strukturen, nicht homologen
perfekter Abschlusssatz:
„Die Ähnlichkeit beruht auf konvergenter Evolution und stellt ein klassisches Beispiel für Analogie dar, nicht für Homologie.“
„Sie haben ein Bivalv-Fossil vor sich: Wie erkennen Sie, ob es infaunal oder epifaunal gelebt hat?“
Unterscheidung erfolgt über Schalenmorphologie + Innenstrukturen
tiefer Mantelsinus
lange Siphonen (Ein- und Ausströmrohre)
oft:
längliche oder keilförmige Schale
Anpassung an „eingebuddelt sein“
leben im Sediment
müssen Wasser über Siphonen erreichen
typischer Satz:
„Ein ausgeprägter Mantelsinus weist auf lange Siphonen und damit eine infaunale Lebensweise hin.“
kein oder sehr schwacher Mantelsinus
keine oder kurze Siphonen
flache, stabile Schalenform
häufig:
Anheftung oder freies Aufliegen
leben auf dem Meeresboden
direkter Kontakt zum Wasser
Infaunal = Anpassung an Leben im Sediment → Siphonen + Mantelsinus
Epifaunal = Leben auf dem Substrat → keine Siphonen nötig
„Die Ausprägung des Mantelsinus ist der wichtigste Indikator für die Lebensweise infaunal versus epifaunal.“
Was ist der Unterschied zwischen homologen und analogen Merkmalen, und warum ist das in der Paläontologie wichtig?
basieren auf gemeinsamer Abstammung
gleiche evolutionäre Herkunft
Funktion kann unterschiedlich sein
Beispiel:
Vorderextremität von Mensch, Wal, Fledermaus
gleiche Funktion, aber unabhängig entstanden
durch konvergente Evolution
Flügel von Vögeln und Insekten
nur Homologien sind für Stammbäume relevant
Analogie kann zu Fehlinterpretationen führen
„Ähnlichkeit ≠ Verwandtschaft“
starker Prüfersatz:
„In der Paläontologie sind Homologien entscheidend für die Rekonstruktion phylogenetischer Beziehungen, während Analogien konvergente Anpassungen darstellen.“
„Welche grundlegenden Unterschiede bestehen zwischen Synapsiden und Diapsiden – und was sagt das über ihre Evolution aus?“
Synapsiden:
1 unteres Schläfenfenster
Diapsiden:
2 Schläfenfenster (oberes + unteres)
beide Gruppen:
Vergrößerung der Kiefermuskulatur
Unterschiede:
Diapsiden: stärkere Differenzierung der Muskelansätze
Synapsiden: stärkere Konzentration der Kaumuskulatur
beide gehören zu den Amnioten
Trennung zeigt:
frühe Aufspaltung der Landwirbeltiere
Synapsiden → Linie zu Säugetieren
Diapsiden → Reptilien + Vögel
guter Abschlusssatz:
„Die Anzahl der Schläfenfenster ist ein wichtiges systematisches Merkmal zur Unterscheidung der beiden Hauptlinien der Amnioten und spiegelt frühe evolutionäre Divergenzen wider.“
„Welche grundlegenden Gruppen gehören zu den Wirbeltieren, und welche Schlüsselinnovationen trennen sie voneinander?“
ursprüngliche aquatische Wirbeltiere
Tetrapoden (Landwirbeltiere)
Unabhängigkeit vom Wasser
Aufspaltung in:
Diapsiden
daraus:
Krokodile
Vögel (abgeleitet!)
Übergang Fisch → Tetrapode:
Gliedmaßen statt Flossen
Lungenatmung
Tetrapode → Amniote:
Synapsid vs Diapsid:
Schläfenfenster (1 vs 2)
„Die Wirbeltierentwicklung ist durch wenige zentrale Schlüsselinnovationen geprägt, insbesondere den Landgang der Tetrapoden und die Entwicklung des Amnioteneis.“
Suturen
Knochennaht
bindegewebige Nahtstellen zwischen Schädelknochen
Warum Löcher in Schädelknochen?
Nerven
Arterien/Venen
Wie viele Löcher in Schädelknochen bei Tetrapoden?
12 für Nerven
Auch bei Fischen
Schädelknochen Hund
Hund Dorsal
Hund Ventral
Einfacher Stammbaum der Wirbeltiere
Schädel Unterschiede Amphibien - Amnioten
Reduktion der Knochen am Schädelhinterhaupt (Pp, St, Tab)
Ohrschlitz reduziert
Flansch am Pterygoid (Gaumen)
nur ein Condylus bei Amnioten (2 bei Amphibien)
Stapes unbeweglich, Schall über Boden aufgenommen
Amnioten generell
beinhaltet alle Tetrapoden, die durch die Fähigkeit/Merkmal besitzen, sich im Gegensatz zu Amphibien, völlig unabhängig vom Wasser fortpflanzen zu können.
Daher die Entstehung des Amnioteneis
Man kann annehmen, dass Amniotenei ein Merkmal (Synapomorphie) der Amniota ist. (Merkmal aller Vögel, Säuger, Reptilien, also alles was nicht zu den Amphibien gehört)
Eier an Land gelegt, ohne aquatisches Larvenstadium
-> daher Fortpflanzung im trockenen und Befruchtung intern
Eier mit semipermeabler Schale mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen für Embryo
Eher weniger Eier da mehr Aufwand pro Ei
Logische Schlussfolgerung: Die Vorfahren der Säugetiere haben Eier gelegt
Vorteile Schläfenfenster
machen den Schädel leichter, ohne dessen Stabilität preiszugeben.
energiesparend, da nicht so viel Knochenmaterial abgeschieden werden musste.
Ansatzstellen für die Kiefermuskulatur
Jochbogen der Säugetiere =
Unterrand des Synapsiden Schläfenfensters immer Jugale& Squamosum
Sekundärer Gaumen
Säugetiere haben einen verknöcherten sekundären Gaumen, der die Atemwege vom Mundraum trennt
können daher gleichzeitig fressen und atmen.
Sekundäre verknöcherte Gaumen gibt es schon bei den fortgeschritteneren Cynodontiern, dort als Indiz für einen erhöhten Stoffwechselumsatz interpretiert.
3 mal unabhängig voneinander entstanden (konvergent)
Einmal bei Säugern, einmal bei Krokodilen…
Beispiel ob Säuger oder nicht
Primäre Schädelseitenwand, sekundäre Schädelseitenwand
Bilder, Entstehung
Evolution der Säugetiere oder der Weg zum Säugetier
1. Unterkiefer-/ Oberkiefer (-gelenk) & Gehör, Gehörknochen (Namen)
2. Zunahme des Gehirnvolumens
3. Der sekundäre Gaumen
4. Schläfenfenster
5. Muskulatur
Schläfenfenster Besonderheit bei Diapsiden
Rückbildung dees unteren Rands des unteren Schläfenfensters
Schädellöcher bei Diapsiden
Stammbaum Werneburg
Autapomorphien Mollusken
Körpergliederung in Fuß, Mantelrinne/höhle, Eingeweidesack
dorsaler Körperwand zu Mantel umgebildet (m. Spicula/Schale/Papillen, org. Verb.)
Im Mantelraum: 1 Paar Kiemen, 1 Paar Osphradien, Schleimkrausen
Herz mit paarigen Vorkammern
Reduziertes Coelom als Gonorenoperikardialsystem (offenes Blutgefäßsystem)
Vorderdarm mit Radula
Gonorenoperikardialsystem
Reduziertes Coelom als offenes Blutgefäßsystem
Renogonoperikardialsystem
Reduziertes Coelom als geschlossenens Blutgefäßsystem
Bivalven Morphologie
Körpergliederung in
(Kopf), Fuß, Mantel, Eingeweidesack
• Zweiklappige Schale mit Scharnier und Ligament
• Verlust Kopf (inkl. Kiefer, Radula, Speicheldrüsen)
• Ingestions‐+ Egestionsöffn.
• Fermentstiel im Magen
• Byssusfäden am Fuß
Allgemeiner Körperbau Gastropoden
Verschiedene Gruppen Mollusken
Allgemeiner Körperbau Bivalven
Verschiedene Schlosstypen Bivalven
Präheterodont
Schizodont
Dysodont (ohne)
Taxodont (Zähnchen)
Pachydont
Isodont
Heterodont
Desmodont (Band)
Von wann bis wann Bivalven
Ab Kambrium bis heute
wann Bivalven Leitfossilien?
Kriede + Miozän
Bivalven gut oder schlecht für Faziesanalyse?
Taphonomie Bivalven
Aragonitisch oder kalzitisch (je nach Taxon)
Schalenerhaltung, Steinkerne, Abdrücke
Klappen meist getrennt (langer Transport, Speizen der Muschel beim Tod: Ligament)
Biostratigraphie Gastropoda
Vorkommen ab dem Kambrium
Limnisch/terrestrisch ab dem Devon (vom Frischwasser an Land)
Wichtige Faziesfossilien z.B.
alle Archeogastropoden marin
Pulmonaten terrestrisch und limnisch
siphonostome Arten endobiontisch
Wichtige Leitfossilien (im kontinentalen Tertiär und Quartär)
Ökologie Gatropoda
primär marine, abgeleitete Formen auch terrestrisch, limnisch und brackisch
meistens vagil, manchmal semisessil, manchmal sessil
Epi-, endobentisch und planktonisch
Pflanzen-, Fleischfresser, Omnivoren oder Parasiten
Taphonomie Gastropoden
die Schale ist aragonitisch
häufig als dreidimensionaler Steinkern erhalten
selten mit kalzitisch ersetzter Schale
häufig nur die Spindel erhalten
als Spurenfossilien sind zumeist Weidespuren bekannt (mono-/ditaxisch)
Untershciede Brachiopoden und Bivalven Schalen
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