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von Sara M.

Verdeutlichen Sie das Vorgehen bei Unterrichtsstörungen anhand von jeweils zwei Beispielen auf der Unterrichtsebene, der Disziplinmanagementebene und der Beziehungsebene.

Unterrichtsebene:

·        Gute Zeiteinteilung: keine Leerzeiten, aber auch keine Hektik

·        Flüssiger Stundenverlauf: keine Bruchstellen, möglichst keine Ablenkungen durch Nebenschauplätze.

·        Gute Struktur: motivierender Einstieg, progressive Folgen der Lernschritte, roter Faden

·        Klare Arbeitsaufträge: Wer macht was bis wann mit wem und welchem Material?

·        Methodenvielfalt: Vielfältige Möglichkeiten des Zugangs und der Erarbeitung werden angeboten.

Disziplinmanagementebene:

·        Sitzordnung: Mit Blick auf die Persönlichkeit der SuS durchdacht.

·        Rituale: Für Stundenanfang und Stundenende, aber auch bestimmte Arbeitsphasen gibt es abgesprochene, feste Vorgehensweisen.

·        Regeln: Für das Lernen, Arbeiten und Zusammenleben werden gemeinsam Regeln erarbeitet.

·        Konsequenzen: gemeinsam vereinbarte oder zumindest besprochene Maßnahmen, die bei Nichteinhaltung der Regeln ergriffen werden.

Beziehungsebene:

·       Beziehungen aufbauen: Sich Zeit für das Kennenlernen nehmen und persönliches Interesse an allen bekunden.

·       Lehrerrolle: Sich bewusst werden, dass man als LK eine andere Rolle hat; Balance zwischen Nähe und Distanz.

·       Organisieren: Vereinbarungen werden getroffen und eingehalten.

·       Lebensnaher Unterricht: Die zu bearbeitenden Inhalte sind für die Lernenden relevant und knüpfen an der ihren Alltagserfahrungen an.

Nennen Sie drei Kriterien für gute Arbeitsblätter mit je zwei Beispielen.  

-        AB gibt den SuS Gelegenheit zu Aktivität und Selbsttätigkeit.

-        Arbeitsauftrag ist verständlich formuliert (SuS brauchen keine weiteren Erklärungen)

-        Arbeitsaufwand ist ergiebig à gutes Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag

-        Aufgaben sind lösbar

-        AB enthält stimulierende Bsp. und beispielhafte Lösungen

-        Arbeitsauftrag ermöglicht kooperative Arbeitsweisen

-        AB ist mit passenden Bilder, Grafiken, Schemata usw. illustriert, die den Text der die Aufgabe verständlicher machen oder die Arbeit auflockern.


Inhaltliche Kriterien

·        AB ist sachlich richtig

·        Enthält sinnvollen und wichtigen Inhalt

·        gibt Quellen der Texte und Abb. an

Formale und ästhetische Kriterien

-        AB wirkt anregend, auffordernd, motivierend

-         Eindeutig identifizierbar (Kopfleiste mit Fach, Thema der UE, Lehrperson, ggf. Datum)

-        Klare Struktur und übersichtliche Darstellung (z.B. sinnvolle Abschnitte, Zwischentitel, …)

-        AB ist nicht zu überlasen

-        Gutes Verhältnis zwischen Text und Illustration

-        Genug Platz für Einträge der SuS

-        Genügend großen linken Rand, damit nichts im gebundenen Ordner verdeckt wird

Sprachliche Kriterien

-        Spricht SuS persönlich an

-        Text ist kurz, prägnant und gut verständlich

-        Wortwahl und Satzbau an SuS angepasst

Diskutieren Sie Vor- und Nachteile des Klassenrats.

Vorteile:

·        Demokratiebildung

o   SuS lernen, mitzubestimmen und Verantwortung zu übernehmen

o   Förderung von Mitbestimmung und politischer Mündigkeit

·        Stärkung sozialer Kompetenzen

o   Fördert Kommunikationsfähigkeit, Zuhören, Empathie

o   Konstruktive Konfliktlösung wird eingeübt

·        Förderung der Klassengemeinschaft

o   Schafft Zusammenhalt und Vertrauen

o   Gemeinsame Entscheidungen stärken das Wir-Gefühl

·        Partizipation und Eigenverantwortung

o   SuS erleben Selbstwirksamkeit

o   Verantwortung für eigene Anliegen und das Klassenklima

·        Strukturierter Umgang mit Konflikten

o   Regelmäßiger Raum für Anliegen und Konflikte

o   Deeskalation durch sachliche Diskussion

Nachteile:

·        Zeitaufwendig

o   Regelmäßige Durchführung benötigt Zeit im Stundenplan

o   Kann zu Lasten anderer Fächer gehen

·        Ungleichheiten im Redeverhalten

o   Dominante SuS sprechen viel

o   Ruhigere Schüler*innen kommen ggf. zu kurz

·        Mangelnde Ernsthaftigkeit

o   Ohne klare Regeln verkommt der Klassenrat zur "Plauderrunde"

o   Gefahr von Unverbindlichkeit oder Albernheit

·        Konfliktpotenzial

o   Emotionale Themen können zu Streit führen

o   Ohne gute Gesprächsführung besteht Eskalationsgefahr

·        Umsetzung von Beschlüssen

o   Wenn Ergebnisse nicht umgesetzt werden, sinkt Motivation

o   Gefahr, dass Schüler*innen den Klassenrat nicht mehr ernst nehmen

Beschreiben Sie drei Reflexionsmethoden.

·        Blitzlicht

o   Das Blitzlicht ist eine schnelle, mündliche Reflexionsmethode, bei der alle SuS kurz ihre Meinung, ein Gefühl oder eine Erkenntnis äußern.

o   Ablauf: Eine bestimmte Frage/ Aussage wird gegeben (z. B. „Ich nehme aus der Stunde mit...“ oder „Ich habe mich heute gefühlt...“, “Darüber möchte ich noch länger nachdenken”). Alle geben reihum ein kurzes Statement ab – ohne Diskussion.

·        Bewertungsbögen

o   Bewertungsbögen sind strukturierte schriftliche Reflexionshilfen, mit denen SuS bestimmte Inhalte, Methoden oder ihr eigenes Verhalten einschätzen und bewerten können. Sie dienen sowohl der Selbstreflexion als auch dem Feedback an die Lehrkraft.

o   Ablauf: Die SuS erhalten einen standardisierten oder individuell erstellten Bogen (Papier oder digital). Der Bogen enthält Fragen oder Skalen zu verschiedenen Aspekten. Die SuS füllen den Bogen aus (anonym oder namentlich). Die LK wertet den Bogen aus (ggf. mit Rückmeldung an die Klasse).

·        Zielscheibe

o   Die Zielscheibe ist eine visuelle Methode zur Einschätzung bestimmter Aspekte (z. B. eigene Leistung, Gruppenarbeit, Verständnis).

o   Ablauf: Eine große Zielscheibe mit mehreren konzentrischen Kreisen wird gezeigt (z. B. auf Papier, Whiteboard oder digital). Die SuS markieren ihre Einschätzung zu einer Frage (z. B. „Wie gut habe ich heute mitgearbeitet?“) mit einem Punkt, Sticker oder Magnet: Innenkreis = sehr gut, Außenkreis = gar nicht zufrieden

o   Das Ergebnis kann anonym oder offen visualisiert werden.

·        Fünf-Finger-Methode

o   Die Fünf-Finger-Methode nutzt die Hand als Symbol für verschiedene Reflexionsaspekte. Jeder Finger steht für eine bestimmte Reflexionsfrage.

o   Ablauf: Daumen: Was war gut?, Zeigefinger: Was nehme ich mit?, Mittelfinger: Was hat mir nicht gefallen?, Ringfinger: Was war mir wichtig?, Kleiner Finger: Was kam zu kurz?

Author

Sara M.

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