Rechtsgeschichte
I. Beirut
II. Bologna
III. Polytechnique Paris (seit 1795)
Positivismus
IV. Rechtswissenschaften heute
Rechtswissenschaften heute
Aktuelle Gefährdung des rechtsstaatlichkeit
Rechtsdogmatik (Teilnehmerperspektive )
Grundlagenfächer (Beobachterperspektive)
Gefährdung:
Politische Einflussnahme auf die Justiz, etwa durch Kontrolle über Richterernennungen oder Disziplinarverfahren.
Was ist Gerechtigkeit ?
Prinzip, jeden Menschen fair, gleichberechtigt und respektvoll zu behandeln
alle Menschen gleich behandeln
Wer mehr leistet bekommt auch mehr
Verteilung Ressourcen nach persönlichem bedarf
Wertrelativismus
Entscheidungen ohne absolute Begründung zu treffen
-> Wahrheit hängt vom moralischer oder ethischer urteile vom individuellen oder kulturellen Kontext ab
Vielfalt der werte als real ; keine objektiven Standard
Rechtsphilosophisch: inhaltliche Gerechtigkeitsparteien nur unter spezifischen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen gelten
Arten der Gerechtigkeit
Austauschgerechtigkeit (ius commutativa)
Verhältnis zwischen den Bürger untereinander ( Ausgleich zwischen zwei Parteien= Verträge ( Gleichheit von Leistung und Gegenleistung)
Verteilungsgerechtigkeit (ius distributiva)
gerechte Verteilung von Güter, rechten und pflichten in der Gemeinschaft ( steuern und Bürgergeld)
Theorien der Gerechtigkeit
Formale Gerechtigkeit
,,gleiches gleich behandeln``
gleichmäßige Anwendung von regeln auf alle Personen
Verfahrenstechnische Richtigkeit (inhaltlich Ungerecht
Wichtig für die Umsetzung der materiellen Gerechtigkeit
Materiale Gerechtigkeit
Inhaltliche Gerechtigkeit
Gerechtes Ergebnis ist das Ziel
Tatsachengrunlage höchstwahrscheinlich falsch und ein Widerspruch darstellt
Prozedurale Gerechtigkeit
Faire Gestaltung von Entscheidungsprozessen ( Vorgehens wichtiger als Ergebnis)
Wichtig für Akzeptanz von Ergebnissen
Iurisdictio ( justizhoheit)
-Justiz-
Justizgewährungsanspruch
Justiz
Justiz ist die zentrale Funktion des Staates – historisch entstanden, philosophisch begründet, verfassungsrechtlich geschützt, aber praktisch problematisch.
Justiz zentrale Funktion des Staat :
Ohne Gerichte funktioniert ein Staat nicht (Konflikte müssen entschieden werden, Verträge müssen durchsetzbar sein und Straftaten müssen verfolgt werden)
Ohne Justiz = Chaos (Thomas Hobbes)
Juristenrecht: durch Richter entwickelt
Historisch entstanden : Jahrhunderte Entwicklung
Früher : Herrscher entscheidet alle
Dann erste Begrenzung der Könige (Herrscher ist an recht gebunden )= Magna Charta libertatum 1215
Dann : unabhängige Gerichte
Philosophische begründet
Theorien warum der Staat Gerichte haben muss
Menschen geben Gewalt , Staat sorgt für Ordnung
Verfassungsrechtlich geschützt
Heute steht Jusitz im Grundrecht in Regelungen
Recht auf Gericht, unabhängige Richter , faires Verfahren (EMRK)
=> der Staat darf das nicht einfach ändern oder abschaffen
Praktisch problematisch :
Es läuft nicht perfekt
Verfahren Dauer zu lange , Gerichte sind überlastet und niemand fühlt sich verantwortlich
=> Justizsoziologie
Wie entwickelte sich der moderne rechtsstaat mit einklagbaren Freiheitsrechten ?
Leitidee: Freiheit entstand historisch als Abwehrrecht gegen staatliche macht und Willkür
=> Freiheit bedeutet Begrenzung staatlicher Macht durch Recht und Verfahren
-> entstanden historisch als Schutz des Individuums gegen staatliche Willkür.
- > Zentral sind Rechtsstaatlichkeit, richterliche Kontrolle und Habeas Corpus (Schutz vor willkürlicher Inhaftierung).
Entwicklung:
Mittelalter (König unbegrenzte macht )
König Menschen einsperren, foltern, bestrafen, besitz wegnehmen
Magna Chart (1215)
König an recht gebunden => kein willkürliche Inhaftierung
-> Ursprung des rechtsstaatsgedanken ( niemand darf ohne Urteil eingesperrt werden/verfahren)
Habens Corpus (Kern)
Staat muss gefangene vor Gericht bringen ( Staat darf es nicht verschwinden lassen) ->Schutz vor willkürliche Haft
Richter kontrollieren Freiheitsentzug ( gibt es rechtliche Grundlage ?)
Bills of right /menschenrechte
freiheit wird allgemeines Menschenrecht (Schutz vor leben, Freiheitsstrafe und folter)
-> rechte für alle Menschen unabhängig von Staat und Nation
=> Staat ist nicht die quelle der Menschenwürde. Der Mensch besitz würde von sich aus
Moderne (Guantanamo)
Konflikt zwischen Sicherheit und Staat (individuelle Freiheit )
Welche Funktion hat das Gesetz in der Rechtsphilosophie?
Das Gesetz dient :
der Ordnung des gesellschaftlichen Zusammenlebens und
Begrenzung staatlicher Macht
=>Es schafft allgemeine, verbindliche Regeln und schützt dadurch vor Willkürherrschaft.
Wie verstand Aristoteles das Gesetz?
Welche Bedeutung hatte das römische Recht?
Aristoteles sah das Gesetz als „vernünftige Ordnung“, die über dem Herrscher steht und willkürliche Herrschaft verhindern soll.
Das römische Recht entwickelte die Vorstellung eines systematischen und schriftlich fixierten Rechts, das idealerweise für alle Bürger gilt.
Welche Rolle spielte das Naturrecht in der frühen Neuzeit?
Was kennzeichnet die großen Kodifikationen der Aufklärung?
Das Naturrecht verlangte:
dass Gesetze rational begründet und
an universalen Prinzipien wie Freiheit und Gleichheit ausgerichtet sein müssen.
Kodifikationen :
-wie der Code civil oder das Preußische Allgemeine Landrecht
=> machten das Gesetz zum zentralen Instrument staatlicher Ordnung.
Was bedeutet Globalisierung?
Welche Herausforderung entsteht für das nationale Recht durch Globalisierung?
zunehmende wirtschaftliche, politische und rechtliche Verflechtung über Staatsgrenzen hinweg.
Herausforderung:
Nationale Rechtsordnungen stoßen an Grenzen, wenn globale Sachverhalte oder internationale Unternehmen betroffen sind.
Markt und Globalisierung:
Was sind inter- und supranationale Regelungen?
Welche Vorteile/nachteile haben supranationale Lösungen?
Internationale Zusammenarbeit zwischen Staaten (Souveränität)
supernational: eigenständige überstaatliche Rechtsordnungen wie die EU= direkt verbindlich wirken
Vorteile;
Einheitliche Regeln
bessere Kooperation
effektivere Lösung globaler Probleme
Nachteil:
Mögliches Demokratiedefizit
geringere Berücksichtigung nationaler Besonderheiten.
Was ist die lex mercatoria?
Warum gilt die lex mercatoria als Vorbild moderner transnationaler Rechtsregime?
Wo zeigt sich moderne lex mercatoria heute?
Lex mercatores: transnationales Gewohnheitsrecht der Kaufleute aus dem Mittelalter, entwickelt durch Markt- und Hafengerichte.
Warum Vorbild(Vorteile)
Weil sie flexibel, praxisnah und grenzüberschreitend funktionierte
=> ähnlich modernen internationalen Handelsregeln.
Kritik:
Mangelnde demokratische Legitimation und schwierige Kontrolle privater Regelsetzer.
Wo heute:
internationalen Handelsrecht, in der Schiedsgerichtsbarkeit und bei globalen Standardverträgen.
Was versteht Montesquieu unter Gewaltenteilung?
Warum ist Gewaltenteilung für den Rechtsstaat zentral?
Montesquieu fordert die Trennung von Legislative, Exekutive und Judikative,
= Macht kontrolliert wird und keine Tyrannei entsteht.
Warum :
Weil keine Staatsgewalt unkontrolliert handeln kann. Besonders die unabhängige Justiz kontrolliert die anderen Gewalten.
Was bedeutet „Rechtsstaat“?
Welche Bedeutung hatte die Französische Revolution für das Gesetz?
Unterschied zwischen Rechtsstaat und Polizeistaat?
Ein Staat, in dem staatliches Handeln an Gesetz und Recht gebunden ist und Grundrechte durch unabhängige Gerichte geschützt werden.
Bedeutung Revolution;
etablierte die Idee der Volkssouveränität und der Gleichheit aller vor dem Gesetz.
Im Rechtsstaat ist Macht rechtlich begrenzt. Im Polizeistaat kann der Staat ohne wirksame rechtliche Kontrolle handeln.
Was ist Verfassungsgerichtsbarkeit?
Warum ist richterliche Unabhängigkeit wichtig?
gerichtliche Kontrolle, ob Gesetze und staatliches Handeln mit der Verfassung vereinbar sind.
Nur unabhängige Richter können Bürger wirksam vor staatlicher Willkür schützen.
Was versteht man unter Rechtspositivismus?
Wer gilt als wichtiger Vertreter des Rechtspositivismus?
Die Auffassung, dass Recht nur das ist, was vom Staat gesetzt wurde
= unabhängig von Moral oder Gerechtigkeit.
Wichtiger Vertreter:
Hans Kelsen mit seiner „Reinen Rechtslehre“.
Was kritisierte der Rechtsrealismus?
Was bedeutet normative Wissenschaft?
Unterschied zwischen Naturwissenschaft und Rechtswissenschaft?
Kritik;
Dass Richter Entscheidungen nicht rein logisch aus Gesetzen ableiten, sondern von gesellschaftlichen Faktoren beeinflusst werden.
Normative Wissenschaft:
Eine Wissenschaft, die sich mit Sollensfragen beschäftigt, nicht mit naturwissenschaftlichen Tatsachen.
Unterschied:
Naturwissenschaft erklärt Fakten empirisch; Rechtswissenschaft interpretiert und bewertet Normen methodisch.
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