Geologische Formationen
• Lockergestein:
• Gesteine ohne mineralische Bindung
• Entstehung aus Zerkleinerung anderer Gesteine
• Transportmedien: Eis, Wasser, Wind, Eigenrutschen,
Eigenfließen
• Unterscheidung zwischen nichtbindig (kohäsionslos) und bindig
(kohäsiv) in Abhängigkeit von der Wassersättigung oder kohäsiver
Eigenschaften der Minerale
Lockergestein -> unverfestigte Ablagerungen
-> Mineralische Ablagerungen
-> Organische Ablagerungen
(rein oder gemischt mit
mineralischen Ablagerungen
Bodeneigenschaften – Gruppen von Kennzahlen
Bestimmung der Korngrößenverteilung nach DIN 18 123:
Die Korngrößenverteilung eines Bodens gibt an:
- welche Korngrößen im Boden vorhanden sind
- wie sie sich prozentual verteilen.
Sie wird durch die Körnungslinie dargestellt. Diese zeigt an, wie groß der
Massenanteil einer bestimmten Korngrößengruppe innerhalb des Bodens ist.
Versuche zur Klassifizierung von Böden (Kornverteilung)
Korngrößenverteilung – Siebung
bei Korngrößen 63 bis 0,063 mm
Siebsatz mit abgestuften Maschenweiten
(0,063 / 0,125 / 0,25 / 0,5 / 1,0 / 2,0/
4,0 / 8,0 / 16,0 / 31,5 / 63,0 mm)
Rest wird unter dem feinsten Sieb aufgefangen
Rückstände auf Sieben u. Auffangschale werden
• gewogen
• in Prozent der Gesamtmasse umgerechnet,
• aufsummiert u. als Körnungslinie gezeichnet.
Körnungslinie ≙ Summenlinie der Siebrückstände
Korngröße/durchmesser ≙ Maschenweite des
Siebes, durch welches das Korn zuletzt
hindurchgefallen ist
Eigenschaften der Böden (Kornverteilung)
Definition nach DIN 18 196:
• weitgestufte Korngrößenverteilung
• enggestufte Korngrößenverteilung
• intermittierend gestufte Korngrößenverteilung
Bestimmung der Korngrößenverteilung nach DIN 18 123
Sedimentation
bei bindigen Böden (Ton und Schluff)
Messprinzip:
Korngrößen werden durch ihre unterschiedliche
Sinkgeschwindigkeit in Wasser bestimmt
Zusammenhang zwischen Korngröße, Korndichte und
Sinkgeschwindigkeit
Annahmen:
• Gesetz von Stokes hat Gültigkeit (Bodenkörner
werden näherungsweise als kugelförmig betrachtet)
• Große Körner sinken bei gleicher Korndichte
schneller ab als kleine
• Beim Absinken der in Wasser gelösten Bodenkörner
ändert sich die Dichte der Suspension mit der Zeit
• Wird die Dichte der sich entmischenden Suspension
zeitabhängig gemessen, kann man den gesuchten
Korndurchmesser bestimmen (bei bekannter
Korndichte ρs etwa 2,65 g/cm³).
Korngrößenverteilungen
Darstellung von Körnungslinien (nach DIN 18 123)
Versuche zur Zustandsbeschreibung von Böden
Klassifikation von Böden (DIN EN ISO 14 688/4022)
Ansprache von fein- und gemischtkörnigen Böden
nach DIN EN ISO 14688 (früher ->DIN 4022)
Versuche zur Zustandsbeschreibung der Böden
Porenanteil und Wassergehalt
Klassifikation von fein- und gemischtkörnigen Böden nach
Bestimmung der Zustandsgrenzen für bindige Böden DIN 18 122
•Fließgrenze wL
Wassergehalt an der Grenze
von der flüssigen zur
bildsamen Zustandsform
•Ausrollgrenze wP
von der bildsamen zur
halbfesten Zustandsform
Plastizität
• leicht plastisch wL ≤ 35 %
• mittel plastisch 35 < wL ≤ 50 %
• ausgeprägt plastisch wL > 50
Zustandsbeschreibung von Böden
Diagramm
Klassifikation von Böden (DIN EN ISO 14 688/DIN 4022)
Kornanalytische Ansprache nach DIN EN ISO 14688
DIN 4022
DIN EN ISO 14688: grobkörnige Böden
• Hauptbodenart mit großen Buchstaben
- Hauptbodenart steht am Ende
• Nebenbodenart mit kleinen Buchstaben
- Nebenbodenart steht am Anfang
- Nebenbodenarten werden nicht weiter in ihre mengenmäßigenAnteile unterschieden
- Anteile < 5% werden vernachlässigt
• Haupt- und Nebenbodenart sind nicht durch Komma getrennt
clsisaGr
• Bsp.: toniger, schluffiger, sandiger, Kies -> clsisaGr
Klassifikation nach DIN 18 196 (für bautechnische Zwecke)
Korngrößenbereiche < 63 mm
• 95% der Masse im Bereich zwischen 0,063mm und 63mm
Klassifikation nach Korngrößenverteilung
• 40% der Masse im Bereich ≤ 0,063mm
Klassifikation nach plastischen Eigenschaften
• 5% und 40% der Massenanteile im Bereich ≤ 0,063mm
Klassifikation nach der Korngrößenverteilung und plastischen
Eigenschaften klassifiziert
Klassifikation von Böden
Einstufung in Boden- und Felsklassen
Boden und Fels werden entsprechend ihrem Zustand beim Lösen in Klassen eingestuft.
Oberboden wird unabhängig von seinem Zustand beim Lösen im Hinblick auf eine
besondere Behandlung als eigene Klasse aufgeführt.
Klasse 1: Oberboden
Oberste Schicht des Bodens, die neben anorganischen Stoffen, z. B. Kies-
, Sand-, Schluff- und T ongemischen, auch Humus und Bodenlebewesen enthält.
Klasse 2: Fließende Bodenarten
Bodenarten, die von flüssiger bis breiiger Konsistenz sind und die das Wasser schwer
abgeben.
Klassifikation von Böden Teil 2
Klasse 3: Leicht lösbare Bodenarten
Sande, Kiese und Sand-Kies-Gemische mit höchstens 15 % Masseanteil an Schluff
und T on mit Korngrößen kleiner 0,063 mm und mit höchstens 30 % Masseanteil an
Steinen mit Korngrößen über 63 mm bis 200 mm.
Organische Bodenarten, die nicht von flüssiger bis breiiger Konsistenz sind, und T orfe.
Klasse 4: Mittelschwer lösbare Bodenarten
Gemische von Sand, Kies, Schluff und T on mit über 15 % Masseanteil der Korngröße
kleiner 0,063 mm.
Bodenarten von leichter bis mittlerer Plastizität, die je nach Wassergehalt weich bis
halbfest sind und höchstens 30 % Masseanteil an Steinen enthalten.
Klasse 5: Schwer lösbare Bodenarten
Bodenarten nach den Klassen 3 und 4, jedoch mit über 30 % Masseanteil an Steinen.
Bodenarten mit höchstens 30 % Masseanteil an Blöcken der Korngröße über 200 mm
bis 630 mm.
Ausgeprägt plastische T one, die je nach Wassergehalt weich bis halbfest sind.
Klassifikation von Böden Teil 3
Klasse 6: Leicht lösbarer Fels und vergleichbare Bodenarten
Felsarten, die einen mineralisch gebundenen Zusammenhalt haben, jedoch stark
klüftig, brüchig, bröckelig, schiefrig oder verwittert sind, sowie vergleichbare feste oder
verfestigte Bodenarten, z. B. durch Austrocknung, Gefrieren, chemische Bindungen.
Bodenarten mit über 30 % Masseanteil an Blöcken.
Klasse 7: Schwer lösbarer Fels
Felsarten, die einen mineralisch gebundenen Zusammenhalt und eine hohe Festigkeit
haben und die nur wenig klüftig oder verwittert sind, auch unverwitterter T onschiefer,
Nagelfluhschichten, verfestigte Schlacken und dergleichen.
Haufwerke aus großen Blöcken mit Korngrößen über 630 mm.
Baugrunduntersuchung mittels Sondierungen
Sondierverfahren:
• Drucksondierungen elektrisch (CPT)
• Rammsondierungen (DP)
• Standard-Penetration-T est (SPT)
Bohrlochrammsondierung (BDP)
• Pressiometerversuch nach Ménard
• Seitendruckversuch
• Flügelscherversuche (FVT)
• Bohrlochaufweitungssonde (BJT)
• Drucksondierungen mechanisch (CPT)
Norm: - Geräteabmessungen, Versuchsdurchführung
- Versuchsauswertung, Ergebnisdarstellung
Drucksondierung – Darstellung von Ergebnissen
Bewertung von Drucksondierungen – Erfahrungswerte Rf aus Grundbautaschenbuch
Bewertung von Drucksondierungen – Erfahrungswerte Rf aus DIN 4094-
Bewertung von Drucksondierungen
• Ableitung der Festigkeiten (Lagerungsdichten) von Sanden
Standard Penetration Test
Mit dem Standard Penetration Test (SPT) wird der Eindringwiderstand der
Sonde an der Bohrlochsohle ermittelt. Im Lockergestein wird eine längsgeteilte
Sonden verwendet, mit der auch gestörte Bodenproben entnommen werden
können. Im kiesigen Sand und weichem Fels erfolgt die Sondierung mit einer
Vollspitze und wird mit SPT(C) bezeichnet.
Ziel des Versuchs ist die Bestimmung von
• Festigkeitseigenschaften
• Verformungseigenschaften
in kohäsionslosen Bodenarten.
Versuchsablauf
• Probenentnahmegerät wird auf die gesäuberte Bohrlochsohle abgelassen
und eingerammt
• Rammbär (Masse: 63,5 kg, Fallhöhe: 760 mm) fällt auf den Rammkopf
• Anzahl der Schläge, die erforderlich ist, um das Entnahmegerät über eine
Tiefe von 300 mm einzutreiben, wird ermittelt.
• Eindringwiderstand wird mit N30 bezeichnet
Wasser im Untergrund
Erscheinungsformen des Wassers im Untergrund
Beispiel für das Vorkommen von Grundwasser in einem
zusammenhängenden Grundwasserleiter
Vorkommen von Grundwasser in mehreren Stockwerken
Wasserströmung im Untergrund
Für Äquipotential- und Stromlinien
kann zusammenfassend gesagt werden:
Φ (Potentiallinie) und Ψ (Stromlinie) stehen senkrecht
aufeinander. Sind beide für ein Strömungsproblem bekannt,
kann es gelöst werden.
Mit der Methode des Strömungsnetzes können alle wichtigen
Größen wie Potential, Auftrieb, Geschwindigkeit des Wassers,
durchsickernde Wassermenge ermittelt werden.
Bruchzustände im Boden, Spannungs- und Setzungsberechnung
Bruchbedingung
Wasserströmung im Untergrund Teil 2
Ruhedruckspannungen im elastisch-isotropen Halbraum
Definition und Berechnung von Spannung
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