Was ist Entwicklungspsychologie?
beschreibt die zeitabhängigen Veränderungen des Verhaltens und Erlebens und untersucht diese im Hinblick auf ihre Bedingungen, Ursachen und Gesetzmäßigkeiten.
Ist ein Lebenslanger Prozess
Fragen der Entwicklungspsychologie
Wie kommt es zu Veränderungen? Wie sehen diese aus?
Was hat darauf Einfluss? Kann/muss Einfluss genommen werden?
Wie bewältigen die Individuen diese Veränderungen?
Was passiert, wenn Entwicklungsziele nicht oder nicht zur richtigen Zeit erreicht werden?
Was hat uns werden lassen wie wir jetzt sind?
Warum verhält sich jemand so wie er sich verhält?
Merkmale von Alltagswissen und wissenschaftlichen Wissen
Theorien als Werkzeug
Warum verhält sich jemand, so wie er sich verhält?
Ursache -> Wirkung
Theorien ->
Beschreibende Funktion
Erklärende Funktion
Verändernde Funktion
Prognostische Funktion
Entwicklungspsychologisches Wissen
Einordnende Funktion
Intervention Prävention
Von der Theorie in die Praxis
Bio - Psycho - Soziales Modell
Biologische (Ausgangs) Bedingungen
Vererbung (aktivitätsniveau, Reizschwellen,…)
schwangerschaftserfahrungen (Ernährung, Stress…)
Geburtssituation
Soziale Situation/Erfahrungen
biographische Erfahrungen
elt. Erziehungsstil
Bindungssicherheit
Soziale Umterstützung
Aktualsituationen
Institutionen
Teilhabenmöglichkeiten
Soziale Unterstützungen
Innerseelische (psychische) Struktur (Selbst)
Bindungsmuster
Selbststeuerung/ - Regulation
Selbst- und Fremdwahrnehmung, Perspektivenübernahme
Selbstwirksamkeitserwartungen/Selbstwert
Problemlösefähigkeiten
Kompetenzen, bes. Soziale Kompetenzen
Ätiologische Faktoren von Erleben und Verhalten
biologische Faktoren: Geschlecht, genetische Ausstattung, Behinderungen...
psychosoziale Faktoren: individuelle psychosoziale Entwicklung, Sozialisation
soziokulturelle Faktoren: kulturelle, sozioökonomische, historische Bedingungen
aktuelle Lebensumstände: situative Faktoren und Belastungen (z.B. Scheidung)
Wie kommt es zu Veränderungen
Theorien in der Entwicklungspsychologie
Entwicklungsaufgaben nach Havighurst
Aufgaben in einer bestimmten Phase der individuellen Entwicklung
erfolgreiche Bewältigung führt zu Zufriedenheit und Erfolg bei späteren Aufgaben.
Quellen nach Havighurst
biologische Veränderungen (z.B. Pubertät)
gesellschaftliche Anforderungen (z.B. Schule)
persönliche Werte und Ziele (z.B. Leistungssport)
Entwicklungsaufgaben
Wie kommt es zu Veränderungen? Theorien in der Entwicklungspsychologie
Lebensereignisse
Normative: beziehen sich auf „Meilensteine“ im Lebenslauf z.B. Partnerschaft, Auszug
Non-normative: betreffen oft nur Einzelne in einer Altersgruppe z.B. Unfall, schwere Erkrankung
Historische: betreffen zeitgleich alle Menschen im Lebensraum z.B. Krieg, Katastrophen
Veränderungen der Wichtigkeit von Einflussfaktoren auf die Entwicklung
Lebensereignisse als Decision Points
Umwelteinflüsse können die Entwicklung eines Genotyps zu verschiedenen möglichen Phänotypen lenken
Kompetenzen zur Bewältigung von Entwicklungsaufgaben und kritischen Lebensereignissen
Multifinalität
Ähnliche Entwicklungswege können zu unterschiedlichen Entwicklungsergebnissen führen
Äquifinalität
Viele Entwicklungswege können zu ähnlichen Entwicklungsergebnis führen
Vorstellungen von Entwicklung
Zuletzt geändertvor 17 Tagen