Troponin
Marker fpr myokardiale Ischämie
NT-proBNP
Marker für rechtsventrikuläre Dehnung
immer Vergleich zu Vorwerten anstreben -> bei einmaliger Messung hat NT-proBNP-Erhöhung für sich genommen einen geringen positiven prädiktiven Wert
Negativer prädiktiver Wert ist dagegen hoch
eignet sich deswegen v.a. zur Verlaufskontrolle bei bereits bekannter Herzinsuffizienz bzw. zur Ausschlussdiagnostik bei einmaliger Bestimmung
Grenzwerte:
≥ 125 pg/mL für chronische Herzinsuffizienz
≥ 300 pg/mL für akute Herzinsuffizienz
D-Dimere
Spaltprodukt bei der Fibrinolyse
Rheumafaktor
Autoantikörper gegen das Fc-Fragmentdes IgG
können als IgG, IgM oder IgA vorliegen
Kommen zwar sehr häufig bei Patient:innen mit rheumatoider Arthritis vor, sind jedoch nicht pathognomonisch für die Erkrankung
Bei etwa 5% der Gesunden sowie bei anderen rheumatischen Erkrankungen wie Vaskulitiden oder Kollagenosen treten sie ebenfalls auf
Nachweis alleine ist also kein Beweis für eine rheumatoide Arthritis
CDT
Carbohydrate deficient Transferrin, Desialotransferrin
durch Alkohol verändertes Transferrinmolekül, das bei chronischem Konsum auch noch Wochen später nachgewiesen werden kann und deshalb einen optimalen Parameter darstellt
CDT↑: Ab Alkoholkonsum von 50 g/Tag über mind. 1–2 Wochen [13]
CDT-Werte bleiben nach Abstinenz ca. 2–3 Wochenerhöht
Methylmalonsäure
Funktioneller Marker eines Vitamin-B12-Mangels (ebenso: Homocystein)
Selbst bei noch niedrig normalen Vitamin-B12-Serumspiegeln können die intrazellulären metabolischen Funktionen durch die Hypovitaminose eingeschränkt sein -> liegt dann bereits im Blut vermehrt vor
Ferritin
Akute-Phase-Protein -> bindet an freies Eisen im Blut und macht es “unbrauchbar”
wenn reduziert, quasi beweisend für Eisenmangel
Hepcidin
Akute-Phase-Protein
Wird vermehrt bei chronischen Erkrankungs- und Entzündungszuständen ausgeschüttet, z.B.
Chronisch-entzündliche Erkrankungen: z.B. rheumatoide Arthritis, Morbus Crohn
Chronische Herzinsuffizienz
Chronische Nierenkrankheit
Malignome, insb. im Verlauf onkologischer Therapien
hemmt sowohl die enteraleEisenaufnahme als auch die Freisetzung von Eisen aus Makrophagen und Hepatozyten, die das Eisen des Erythrozytenabbaus wieder in den Blutkreislauf abgeben -> Anemia of the chronic disease
Laborchemisch gesicherter Eisenmangel
Ferritin↓, Transferrinsättigung↓, sTfR↑, Retikulozyten-Hämoglobin↓
Holo-Transcobalamin
Komplex aus Transcobalamin + Vit. B12 (wird direkt nach enteraler Resorption hieran gebunden)
frühester Marker für Vit. B12 Mangel
Calprotectin
Protein aus neutrophilen Granulozyten, das sich bei intestinalen Entzündungsreaktionen im Stuhl nachweisen lässt. Es hat eine 90%ige Sensitivität für Morbus Crohn.
Lactoferrin
Eisenbindendes und antibakteriell wirkendes Protein
kommt in diversen Körperflüssigkeiten, u.a. in Verdauungssekreten und in der Muttermilch vor
Zeigt im Stuhl unspezifisch eine Entzündungsaktivität an, weshalb es bspw. in der Diagnostik des Morbus Crohn bestimmt wird
CRP
Opsonierung von Pathogenen -> verstärkt die phagozytäre Wirkung der Makrophagen
Hohe Sensitivität bei der Erkennung von Entzündungen
Bei bakteriellen Infektionen oft besonders starker Anstieg (unsicher!)
Anstieg ca. 6–12 h nach Beginn der Entzündungsreaktion
Halbwertszeit: 24 h
Keine Organ- oder Krankheitsspezifität
Procalcitonin (PCT)
derzeit bester Sepsismarker -> insbes. bei bakteriellen Infektionen sensitiv
Im Gegensatz zu CRP und BSG ist das PCT bei Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Nekrosen und abakteriellen Entzündungen i.d.R. nicht erhöht
Prohormon des Calcitonins
Wird neben der physiologischen Produktion in den C-Zellen der Schilddrüse spezifisch bei bakteriellen Infektionen auch in der Leber gebildet, wobei die genaue Funktion ungeklärt ist
Aufgrund des schnelleren Anstiegs und der höheren Spezifität als das CRP stellt Procalcitonin derzeit den besten Marker für systemische und septisch verlaufende bakterielle Infektionen dar
Laborparameter für DIC
Thrombozytopenie (früher sensitiver Parameter!)
aPTT↑, Quick-Wert↓
Fibrinogen↓
D-Dimere↑
Antithrombin↓
Lactat
Lactat ist ein Indikator für Störungen der Mikrozirkulation (z.B. bei intravasalem Volumenmangel)
Fällt als Endprodukt der anaeroben Glykolyse an
Virusserologie Hepatitis B
Akute Infektion: HBsAg und Anti-HBc erhöht, Transaminasen deutlich erhöht
Ausgeheilte Infektion: HBsAg negativ, Anti-HBc und Anti-HBs positiv (Ausheilung = “Serokonversion” von HBsAg zu Anti-HBs)
Z.n. Impfung: Nur Anti-HBs positiv
Chronische Infektion: HBsAG erhöht, Anti-HBs-AK steigen nicht an (keine Serokonversion)
Cystatin C
wird ausschließlich über glomeruläre Filtration ausgeschieden, sodass es sich sehr gut zur Einschätzung der GFR eignet
Alternative zu Kreatinin
Vorteil: Sensitiver bei geringen Einschränkungen der GFR, nicht abhängig vom Körperbau
Nachteil: Deutlich teurer als Kreatinin
Mögliche Indikationen: Sarkopenie , Kinder, Personen mit deutlich abweichendem BMI
wird von allen kernhaltigen Zellen gebildet, die Rate ändert sich über das Leben kaum
Alkalische Phosphatase
Enzymgruppe, die im alkalischen Milieu Phosphatgruppen abspaltet und je nach Gewebe in Form verschiedener Isoenzyme auftritt (u.a. in Leber, Gallenwegen, Knochen, Plazenta)
u.a. erhöht bei Cholestase, vermehrter Osteoblastenaktivität (bspw. bei Skelettmetastasen, Frakturheilung oder Wachstum) oder im letzten Trimenon der Schwangerschaft
Akute-Phase-Proteine
CRP, Ferritin, Fibrinogen, Haptoglobin, α1-Antitrypsin
Akute-Phase-Proteine sind bei Gewebeschädigung bzw. Entzündungsreaktionen daher häufig auch in der Laboruntersuchung messbar erhöht.
NT-proBNP vs BNP
proBNP = inaktive Vorstufe des natriuretischen Peptids BNP; nach Freisetzung aus den Herzmuskelzellen wird es in BNP (biologisch aktiv) und NT‑proBNP (biologisch inaktiv) gespalten
BNP: hat vasodilatatorische, natriuretische und diuretische Wirkung – es reflektiert direkt die hormonelle Aktivierung bei Herzinsuffizienz
NT‑proBNP: biologisch inaktiv, aber stabiler im Blut, mit einer Halbwertszeit von 2–3 Tagen (vs. 4–8 Stunden bei BNP) → bevorzugter Labormarker
Diagnostische Bedeutung: Beide Marker korrelieren mit der Ventrikeldehnung und damit der Schwere einer Herzinsuffizienz; normale Werte schließen diese mit hoher Wahrscheinlichkeit aus
ARNI‑Therapie (Sacubitril/Valsartan): BNP wird durch Neprilysin abgebaut, NT‑proBNP jedoch nicht → unter ARNI‑Therapie nur NT‑proBNP geeignet
Alkalische Phophatase
Enzymgruppe, die im alkalischen Milieu Phosphatgruppen abspaltet und je nach Gewebe in Form verschiedener Isoenzyme auftritt (u.a. in Leber, Gallenwegen, Knochen, Plazenta).
Sie ist u.a. erhöht bei Cholestase, vermehrter Osteoblastenaktivität (bspw. bei Skelettmetastasen, Frakturheilung oder Wachstum) oder im letzten Trimenon der Schwangerschaft
HbA1c
Maß für den durchschnittlichen Blutzuckerspiegel der letzten 3 Monate
HbA („A“ für Adult) ist bei Erwachsenen das am häufigsten vorkommende Hämoglobin und besteht aus zwei α- und zwei β-Ketten. HbA1c entsteht durch eine nicht-enzymatischeBindung von Glucose an das N-terminale Ende der β-Kette des Hämoglobins. Da diese Glykierung irreversibel ist, wird sie erst durch einen Abbau der Erythrozyten eliminiert. Daher korreliert die Höhe des HbA1c mit dem mittleren Blutzuckergehalt der vergangenen 8–12 Wochen. Früher wurde die Bestimmung von HbA1c insb. zur Verlaufskontrolle verwendet, mittlerweile wird sie aber auch zur Primärdiagnostik empfohlen. Vorteile sind das fehlende Nüchternheitsgebot und eine tageszeitunabhängige Bestimmbarkeit. Nachteile sind Verfälschungen bei Hämoglobinopathien (durch Verringerung des HbA-Anteils), Zustände veränderter Lebensdauer der Erythrozyten, Schwangerschaft, Modifikation des Hb bei Urämie oder hochdosierter ASS-Therapie sowie Hemmung der Glykierungbei Dauereinnahme von Vitamin C oder E. HbA1c kann als Prozentsatz oder in mmol/mol angegeben werden.
C-Peptid
Bestandteil des Proinsulins, das als Insulinvorstufe im Pankreas entsteht. Durch Abspaltung des C-Peptids entsteht Insulin. Da das C-Peptid zu gleichen Teilen wie Insulin ins Blut abgegeben wird und stabiler als Insulin ist, eignet sich sein Nachweis im Blut für Rückschlüsse auf die endogene Insulinproduktion.
Zur Differenzierung bei DM1 + DM2
DM1: C-Peptid erniedrigt/nicht vorhanden
DM2: zunächst erhöht, später vermindert
Glucose Nierenschwelle
150-180 mg/dl
IL-6/8
Proinflammatorisches Zytokin, welches u.a. von Makrophagen gebildet wird und an Entzündungsreaktionen beteiligt ist. IL6 stimuliert u.a. T- und B-Lymphozyten und fördert in der Leber die Synthese von Akute-Phase-Proteinen.
IL-6 und IL-8 steigen früh an und haben innerhalb der ersten 4 h nach Beginn der Symptomatik bei Neugeboreneninfektion die höchste Sensitivität
Glucose-Liquor-Serum-Quotient
normaler Liquor-Serum-Quotient >0,5
bei bakterieller Meningitis vermindert
BSG-Sturzsenkung bei…
Multiples Myelom, Morbus Waldenström, Riesenzellarteriitis, Polymyalgia rheumatica, Thyreoiditis de Quervain, Sepsis etc.
Berechnung des Eisenbedarfs
Eisenbedarf (mg) = Hb-Defizit × 200 + Speichereisen (250 mg)
Bei Erwachsenen ist ein Eisenmangel i.d.R. durch eine intravenöse Substitution von 1.000–2.000 mgEisen ausgleichbar!
Einschätzung des Kaliumdefizits
Geschätztes Kaliumdefizit =
(Kalium Soll - Kalium Ist) x KG in kg x 0,4
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