Wie entstehen Modelle?
Und wozu gibt es sie?
Modelle entstehen durch Induktion und werden durch Deduktion erklärt
Modelle helfen komplexe Zusammenhänge zu verstehen
Beobachten der Realität, sammeln von Eindrücken
Induktion: erkennen von Mustern; Übersetzen in Verallgemeinerungen
Thesen/Annahmen formulieren (allgemeine Aussage)
Deduktion; Treffen von Vorhersagen
Überprüfen der Thesen, indem sie auf den Einzelfall angewendet werden
Gibt es ein rein positives Modell?
Nein!
-> in der Theorie könnte es ein rein positives Modell geben, aber es ist quasi nicht möglich ein komplett wertfreies (positives) Modell aufzustellen.
-> allein das Bilden einer Annahme impliziert eine Wertung
Das ökonomische Verhaltensmodell nach Homann und Suchanek
homo-oeconomicus Annahme:
“Jedes Individuum versucht unter gegebenen Bedingungen seinen eigenen Nutzen zu maximieren”
Indivudeun haben eigene Ziele und Präferenzen
Bedingungen = Restriktionen/Spielregeln (Menschen verhalten sich situationsabhängig)
Nutzen = nicht nur monetär; subjektiv
maximieren = Individuum wägt rational ab und wählt beste Handlungsalternatuve
Kennzeichen der neuen politischen Ökonomie
“Akteure des politisch-administrativen Systems versuchen unter gegebenen Bedinungen ihren eigenen Nutzen zu maximieren”
-> Übertragung des homo-oeconomicus Modells auf das politisch administrative System
kollektive Handlungen (gesellschaftlich-politische Probleme)
methodologischer Individualismus (kollektives Handeln wird durch Verhalten der Individuen erklärt)
soziale Dilemma-Strukturen (Konflikt zwischen Individuen und kollektivem Interesse)
kollektive Irrationalität (alle entscheiden rational zum eigenen Vorteil, Gesamtergebnis für Gruppe schlechter)
sachliche Spezialität
bestimmt, dass im Haushalt festgesetzte Mittel nur für die vorgesehenen Zwecke eingsetzt werden dürfen
-> Kontrolle durch Zweckbindung
-> mangelnde Flexibilität
“Verwaltung denkt in Töpfen, statt in Lösungen”
-> Globalisierung
“die Ausgaben sind mit dem folgenden Titel deckungsgähig”
zeitliche Spezialität
bestimmt, dass Ausgaben nur innerhalb der Haushaltsperiode getätigt werden dürfen
-> Kontorlle durch zeitliche Begrenzung
-> führt zu sinnlosen Ausgaben am Jahresende “Dezemberfieber”
-> Flexibilisierung
“ Die Ausgaben sind übertragbar”
Bundeshaushalt 2026
-> 524 Mrd.
BA-Haushalt
-> 39 Mrd.
-> größte Einnahmequelle = Beitragseinnahmen
Ausgaben für Arbeitslosengeld
2020 = 20 Mrd.
2024 = 29 Mrd.
Wo finden sich die Ausgaben für ALG II
-> Bundesministerium der Finanzen
-> Einzelplan 11
-> Kapitel 1
politische Programmfunktion
“in Zahlen gekleidetes Regierungsprogramm”
-> im Bundeshaushalt: Parlament
-> im BA-Haushalt: Verwaltungsrat der BA
Äquivalenzprinzip
besagt, dass nur Leistungen, die dem Versicherungskollektiv zu Gute kommen durch Sozialversicherungsbeiträge finanziert werden dürfen
Konnexität zwischen Leistung und Gegenleistung
-> BA-Haushalt
kollektives Äquivalenzprinzip
für den Anspruch auf ALG müssen mindestens Beiträge in Höhe des erwarteten Schadenswerts zur Verfügung stehen
individuelles Äquivalenzprinzip
individuell unterschiedliche Beiträge gehen mit individuell unterschiedlichen Leistungen einher
(wer mehr verdient, zahlt mehr und bekommt höheres ALG)
Grundsatz der Non-Affektation
Einnahmen sind nicht zweckgebunden
Einnahmen sollen zur Deckung aller Ausgaben des Haushalts verwendet werden können
Haushaltskreislauf des Bundes
Planung (Exekutive)
-> Bundesregierung erstellt Haushaltsentwurf
-> Ministerien melden Finanzbedarf an
Entscheidung (Legislative)
-> Entwurf wird in Bundestag eingebracht
-> Zustimmung durch Bundesrat
Realisierung (Exekutive)
-> Verwaltungsrat setzt Haushalts um
-> Auszahlung der Gelder
Kontrolle (Legislative)
-> Bundesrechnungshof prüft Haushaltsführung
-> Bericht an Bundestag und Bundesrat
Haushaltskreislauf der BA
Planung (Vorstand)
-> Vorstand stellt Haushaltsplan auf
Entscheidung (Verwaltungsrat)
-> Verwaltungsrat stellt Haushaltsplan fest
Realisierung (BA)
-> BA setzt Haushaltsplan um
Kontrolle (Vorstand)
-> Rechnungslegung durch Vorstand
-> Prüfung durch Bundesrechnungshof
Haushalt als Kontrakt zwischen Politik und Verwaltung
Politik gibt durch den Haushalt vor, was erreicht werden soll und wie viel Geld dafür zur Verfügung steht und die Verwalrtung setzt dies verbindlich um
Budgetierung
Zuweisen eines festen Finanzrahmens, innerhalb dessen eine Organisation eigenverantwortlich wirtschaftet
Flexibilisierung
Lockerung der zeitlichen und sachlichen Bindung von Haushaltsmitteln um diese variabler einsetzen zu können
Warum setzt Budgetierung eine hohe Flexibilität voraus?
die Übertragung von Ergebnisverantwortung ist nur dann sinnvoll, wenn die Verantwortlichen ausreichen Spielraum bei der Mittelverwendeung haben
Welche Haushaltsgrundsätze werden durch ein Sondervermögen durchbrochen?
Einheit (SV werden neben Kernhaushalt geführt)
Vollständigkeit (Einnahmen/Ausgaben im SV tauchen nicht vollständig im Kernhaushalt auf)
Jährlichkeit (SV sind oft mehrjährig angelegt)
Jährigkeit (SV können in andere Jahre übertragen werden)
Haushaltswahrheit (SV machen Haushalt unübersichtlicher - Verschleierungseffekt)
Öffentlichkeit (SV zwar öffentlich aber weniger im Fokus)
Anforderungen an ein Sondervemögen
Errichtung durch Gesetz
Rückbindung an den Bundeshaushalt
BfdH - Beauftragter für den Haushalt
Haushaltsüberwachung
Kontrolle der Wirtschaftlichkeit
Mitwirkung bei Entscheidungen
Investition
Strom von Einzahlungen und Auszahlungen beginnend mit einer Auszahlung
Kapitalwert
Summe aller Barwerte
Gewinne, die aus einer Investition entstehen, abgezinst auf den heutigen Tag
Vermögensendwert
Summe aller auf den Endzeitpunkt aufgezinsten Zahlungen
Was ist eine Kosten-Nutzen-Analyse
Kapitalwertmethode für gesamtwirtschaftliche Investitionsprojekte
Welche Kosten werrden unterschieden
tangible Kosten und Nutzen
direkte Kosten (Nominalaufwendungen; Maßnahmekosten)
direkte Nutzen (schwer messbar; Ersparnisse von Transferleistungen)
indirekte Kosten (geringere/größere Teilhabe am Arbeitsmarkt und dadurch gewonnene Sozialversicherungsbeiträge)
intangible Kosten und Nutzen (nicht monetarisierbar)
-> subjektive Kosten und Nutzen (Stigmatisierung; soziale Teilhabe)
Zuletzt geändertvor 15 Tagen