Differenzierung Verhaltenstherapie vs. Kognitive Verhaltenstherapie
uneindeutige Differenzierung
-> Kontinuum
immer unterschiedliche Schwerpunkte
Wie entwickelte sich die Verhaltenstherapie
In den 50er: Lerntheorie
—> klassisches und operantes Konditionieren als Prinzipien der Verhaltenstherapie
In den 60er: soziale Lerntheorie
-> Wichtigkeit von Bewertungen, Erwartungen und Denkstilen
= Kognitive Wende: dysfunktionale Kognitionen verantwortlich für maladaptive Verhaltensmustern
Was sind Annahmen der Verhaltenstherapien
Zentrale Annahme: Störung ist eine gelernte Reaktion, die den aktuellen Umweltbedingungen nicht genügt
aber: das was man lernt, kann man auch wieder verlernen
Zentrale Methode: Konfrontation mit angstauslösender Situation = Expositionstherapie
Prinzipien der Verhaltenstherapie
Orientierung an empirischer Psychologie
Orientierung an aktuellen Problemen (Gegenwart)
Bezug auf prädisponierende, auslösende und aufrechterhaltende Bedingungen + Ressourcen
Zielorientierung
Handlungsorientierung
Alltagsbezug
Transparenz
Hilfe zur Selbsthilfe
Fokus auf Durchbrechen der Aufrechterhaltung
Evaluation, Ausdifferenzierung und Weiterentwicklung
Wie wird klassische Konditionierung in der Verhaltenstherapie genutzt
Per Stimuluskontrolle
—> Veränderung der auslösenden Bedingungen von Problemverhalten
entweder:
CS vermeiden (z.B. bei Sucht nicht Kneipe aufsuchen da assoziiert mit US Alkohol)
oder:
CS Assoziation verändern (z.B. bei Schlafproblemen Bett CS nur noch mit Schlaf assoziieren und sich Sorgen auf Sorgenstuhl machen)
Wie wird operante Konditionierung in der Verhaltenstherapie genutzt
Skinner
Prinzipien:
Erwünschtes Verhalten verstärken
-> Tokenprogramm
Abnahme unerwünschten Verhaltens durch Ausbleiben von Verstärkung
Was ist die Zentrale Technik der Verhaltenstherapie
Verhaltenstherapie
—> SORKC Modell
Erkläre das SORKC-Modell
Zentrale Technik-> Verhaltensanalyse um Verhalten zu verstehen
Stimulus
—> Interne (Gefühle Gedanken) und externe (Menschen, Situation) Reize identifizieren
Organismus
-> Merkmale der Person erfassen (biologisch oder psychisch)
Reaktion
-> behaviorale, physiologische, kognitive, emotionale Reaktion der Person auf Situationen identifizieren
Kontingenz
-> Kontingenz mit der die Konsequenz auf das Verhalten erfolgt (wie gut sagt CS US vorher)
Konsequenz
-> Konsequenz des Verhaltens (z.B. Reduktion der Angst durch negative Verstärkung bei Vermeidungsverhalten)
Beispiele für Verhaltenstherapie in Praxis
Psychoedukation
Verhaltensanalyse
Exposition
Operante Strategien
Aktivitätenaufbau
Training sozialer Kompetenzen
Entspannungstraining
Problemlösetraining
Arten der Expositionstherapie
Konfrontation in sensu
-> in der Vorstellung
Konfrontation in vivo
-> in der Realität
Graduierte Konfrontation
-> Angsthierarchie
Massierte Konfrontation
-> Flooding (direkt mit angstauslösendem Stimulus konfrontieren)
Systematische Desensibilisierung
Wirkmechanismen der Verhaltenstherapie
Extinktion-> Löschung der US-CS Assoziation
Habituation-> Abnahme der Reaktionsintensität mit zunehmender Konfrontation
Veränderung dysfunktionaler Annahmen
Erhöhung der Selbstwirksamkeit
Strategien der Verhaltenstherapie
Verstärkungsbasierte Strategien (Fertigkeiten)
-> Selbstbeobachtung
-> Entspannung
-> Verhaltensaktivierung
-> Verhaltensverträge etc
Kognitive Strategien
-> Grundüberzeugungen ändern
-> Imagination und Kognitive Probe
-> Kognitive Umstrukturierung
Expositionsbasierte Strategien
-> Exposition und Konfrontation
-> Reaktionsverhinderung
-> Cue Exposure
-> Imagery Rescripting und Reprocessing
Ablauf/konkrete Durchführung der Verhaltenstherapie
Multidimensionale Diagnostik
-> Biographische Anamnese
-> Interviews
-> Psychometrische Testverfahren etc
Kognitive Vorbereitung
-> Psychoedukation
-> Erarbeitung eines Modells zur Entstehung und Aufrechterhaltung
-> Ableitung des Behandlungsplans aus Störungsmodell
Therapeutische Interventionen
-> Handlungsorientierte Verfahren
-> Kognitive Techniken
Selbsterprobungsphase
-> Stabilisierung der in der Therapie erworbenen Verhaltensweisen-
—-> nun: Integration in den Alltag
-> Patient wird hier zum Therapeuten in eigener Sache
Evaluation
-> Kontinuierliche Verlaufsmessung und Qualitätsmanagment
-> Überprüfung der Wirksamkeit durch Prä/Post/Folow Up messungen
Wie KVT bei Depression
3 Bausteine:
Kognitive Interventinen
Soziales Kompetenztraining
Verhaltensaktivierung
Wie Panikstörung mit KVT behandeln
Diagnostik
-> Form und Häufigkeit der Symptome
-> Umgang mit angstauslösenden Situationen
Kognitive Vorbereitung: Psychoedukation
-> Infos über Angst
-> Entstehungsmodell und Verhaltensanalyse
-> Wirkung von Vermeidungsvrhalten und Therapieziele
Therapeutische Interventionen:
-> Interozeptive Exposition-> Übungen zur Symptomprovokation z.B. Hyperventillieren
-> In Vivo Expositionen -> Angsthierarchie erstellen anhand von SUDs (man lässt Patienten einschätzen welche Situation am meisten Angst auslöst und dieser muss sich gestellt werden ohne Sicherheitsverhalten)
Wirksamkeit KVT
am besten untersuchte Form der Psychotherapie
—> Hundere Studien
für viele psychische Störunen
Wirksamkeit nachgewiesen
Effektivität in Praxit nachgewiesen
APA Klassifikation evidenzbasierte Verfahren
Über 80 Prozent der geliteten Verfahren sind kognitiv- verhaltenstherapeutisch
Wirksamkeit KVT Langfristig
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