Nennen Sie die Bausteine der DNS
Die DNA besteht aus Nukleotiden, und jedes Nukleotid setzt sich zusammen aus:
Zucker (Desoxyribose)
Phosphatgruppe
Stickstoffbasen:
Adenin (A)
Thymin (T)
Guanin (G)
Cytosin (C)
Basenpaarung:
A ↔ T
G ↔ C
Was sind Chromosomen, Heterosomen und Autosomen? Wie viele besitzen Rinder bzw. Schweine?
Chromosomen: Träger der Erbinformation (DNA + Proteine)
Autosomen: Alle Chromosomen, die nicht an der Geschlechtsbestimmung beteiligt sind
Heterosomen (Gonosomen): Geschlechtschromosomen (z. B. X und Y)
Anzahl:
Rind (Bos taurus):
60 Chromosomen → 58 Autosomen + 2 Geschlechtschromosomen
Schwein (Sus scrofa):
38 Chromosomen → 36 Autosomen + 2 Geschlechtschromosomen
Nennen Sie die Funktionseinheiten der Chromosomen und deren Aufgaben.
Die wichtigsten funktionellen Bereiche sind:
Gene: enthalten Bauanleitungen für Proteine
Zentromer: wichtig für die Verteilung der Chromosomen bei der Zellteilung
Telomere: schützen die Chromosomenenden vor Abbau
Chromatiden: identische Hälften eines verdoppelten Chromosoms
Was ist ein Gen, Allel, Genlocus und Markergen?
Gen: Abschnitt der DNA mit Information für ein Merkmal (z. B. Fellfarbe)
Allel: Variante eines Gens (z. B. schwarz oder braun)
Genlocus: genauer Ort eines Gens auf dem Chromosom
Markergen: genetischer Marker, der leicht nachweisbar ist und zur Identifikation bestimmter Eigenschaften genutzt wird
Nennen Sie geschlechtsgebundene Erbfaktoren. Wie werden Kennküken erzeugt und welchen Nutzen haben sie?
Geschlechtsgebundene Erbfaktoren:
Gene, die auf den Geschlechtschromosomen liegen (meist X-Chromosom)
Beispiel: Gefiederfarbe bei Hühnern
Kennküken:
Küken, bei denen das Geschlecht direkt nach dem Schlüpfen erkennbar ist
Erzeugung:
Durch gezielte Kreuzung von Elterntieren mit geschlechtsgebundenen Merkmalen (z. B. unterschiedliche Farbvererbung über Z-Chromosom bei Vögeln)
Nutzen:
Frühe Geschlechtsbestimmung
Zeit- und Kostenersparnis
Vermeidung unnötiger Aufzucht (z. B. männliche Legeküken)
Beschreiben Sie die DNA-Replikation. Bei welchen Vorgängen spielt sie die zentrale Rolle?
Die DNA-Replikation ist die Verdopplung der DNA vor der Zellteilung.
Ablauf (vereinfacht):
Die Doppelhelix wird durch Enzyme „aufgezippt“
Jeder Einzelstrang dient als Vorlage
Neue komplementäre Basen werden ergänzt (A–T, G–C)
Ergebnis: zwei identische DNA-Moleküle
Bedeutung:
Grundlage für:
Mitose (Zellteilung für Wachstum)
Meiose (Bildung von Keimzellen)
Ablauf und Ergebnis der Mitose
Die Mitose ist die Teilung einer Körperzelle.
Phasen:
Prophase: Chromosomen werden sichtbar
Metaphase: Chromosomen ordnen sich in der Zellmitte an
Anaphase: Chromatiden werden getrennt
Telophase: Neue Zellkerne entstehen
Ergebnis:
2 genetisch identische Tochterzellen
gleiche Chromosomenzahl wie Ausgangszelle
Was verstehen Sie unter Leitstrang und Folgestrang
Bei der DNA-Replikation:
Leitstrang:
wird kontinuierlich in eine Richtung synthetisiert
Folgestrang:
wird stückweise (Okazaki-Fragmente) aufgebaut
später zusammengefügt
Grund: DNA kann nur in eine Richtung (5' → 3') aufgebaut werden.
Was ist ein Codon, Anticodon und ein DNS-Triplett? Wozu dienen m-RNS und t-RNS?
DNS-Triplett: Drei Basen auf der DNA → codieren eine Aminosäure
Codon: Basentriplett auf der mRNA
Anticodon: passendes Gegenstück auf der tRNA
RNA-Arten:
mRNA (messenger-RNA):
Abschrift der DNA
transportiert Information zu den Ribosomen
tRNA (transfer-RNA):
bringt passende Aminosäuren
erkennt Codons über Anticodon
Erläutern Sie den Ablauf der Eiweißsynthese
Die Eiweißsynthese besteht aus zwei Schritten:
DNA wird in mRNA umgeschrieben
mRNA wird „gelesen“
tRNA bringt passende Aminosäuren
Aminosäuren werden zu einer Proteinkette verknüpft
Ergebnis: → Ein funktionsfähiges Protein
Erläutern Sie die Folgen einer Mutation, die zu einer veränderten Basenfolge oder fehlenden Basen führt.
Mutationen = Veränderungen der DNA-Sequenz
kann:
keine Auswirkung haben
verändertes Protein erzeugen
Funktionsverlust verursachen
führt oft zu Verschiebung des Leserasters (Frameshift)
stark veränderte Proteine
häufig schwere Folgen oder funktionslose Proteine
Die DNA-Replikation ist die Verdopplung der DNA vor jeder Zellteilung.
Ablauf:
Die Doppelhelix wird durch Enzyme geöffnet (Helikase)
Neue Nukleotide lagern sich komplementär an (A–T, G–C)
DNA-Polymerase verknüpft die Bausteine
Ergebnis: → Zwei identische DNA-Doppelstränge
zentrale Rolle bei:
Mitose (Wachstum, Regeneration)
Meiose (Keimzellenbildung)
sorgt für konstante Erbinformation
Prophase – Chromosomen kondensieren, Kernhülle löst sich
Metaphase – Chromosomen in Äquatorialebene
Anaphase – Schwesterchromatiden trennen sich
Telophase – neue Zellkerne entstehen (+ Cytokinese: Zellteilung)
gleiche Chromosomenzahl wie Mutterzelle
Was verstehen Sie unter Leitstrang und Folgestrang?
Während der Replikation:
kontinuierliche Synthese in 5' → 3' Richtung
diskontinuierlich (Okazaki-Fragmente)
Stücke werden später verbunden
Grund: DNA-Polymerase arbeitet nur in eine Richtung
DNS-Triplett: 3 Basen auf der DNA → codieren eine Aminosäure
Codon (mRNA): „Abschrift“ dieses Tripletts
Anticodon (tRNA): komplementäres Gegenstück
Funktion der RNA:
mRNA: transportiert genetische Information vom Zellkern zu Ribosomen
tRNA: bringt passende Aminosäuren zur richtigen Stelle
DNA → mRNA (im Zellkern)
mRNA wird am Ribosom gelesen
tRNA liefert Aminosäuren
Aminosäuren werden zur Polypeptidkette verknüpft
Ergebnis: → ein spezifisches Protein
keine Wirkung haben (stille Mutation)
andere Aminosäure erzeugen
Protein funktionslos machen
führt oft zu Leserasterverschiebung (Frameshift)
völlig verändertes Protein
meist starke oder schädliche Auswirkungen
Zuletzt geändertvor 2 Monaten