Bausteine des Gehirns
Das Gehirn
Axon
Spines
Neurogenese und -Migration
Mehrzahl der Nervenzellen entwickelt sich pränatal
Gehirn entsteht durch Zellteilung (bis zu 250.000 neue Zellen pro Minute).
anschließend Migration und Ausdifferenzierung.
bei Geburt ca. 100 Mrd. Neuronen (wie bei Erwachsenen)
Aufbau Gehirn
Hierarchie der Hirnfunktion
Hirnstamm
Diencephalon
Limbic
Neocortex
Besonderheiten der menschlichen Gehirnentwicklung
Enzephalisierung
Gehirn ist im Vergleich zu
anderen Spezies sehr groß
langsame Gehirnreifung
bei Geburt ca. 23% des Erwachsenenvolumens (bei Schimpansen ca. 40%)
Plastizität
hohe Adaptationsfähigkeit
an verschiedenste Umwelten
Struktur der Nervenzelle
Informationsaustausch zwischen Neutronen
Nervenzellen weisen bis zu 10.000 Verbindungen mit anderen Nervenzellen auf.
Mehrere 100.000 Kilometer Länge des Kabelnetzwerkes
Nervengifte wirken in der Regel auf die vorhandenen Eiweißstrukturen der Zelle und stören auf diese Weise den Informationsaustausch unter den Neuronen.
Hirnreifung durch Myelinisierung
Bildung einer isolierenden Schicht um manche Axone
beschleunigte Informationsverarbeitung
Kortexbereiche werden im unterschiedlichen Tempo myelinisiert
unterschiedliche Entwicklungsraten
Synapsen
… sind Kontaktstellen zwischen Nervenzellen bzw. zwischen Nervenzellen und Effektorzellen
Anzahl der Synapsen im Gehirn eines Erwachsenen: zwischen 100 Billionen und einer Trillion (1018)
Synaptogenese: Synapsenbildung in unterschiedlichen Hirnregionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten (sensible Phasen)
Synapseneliminierung: Erfahrungsabhängige Eliminierung von überschüssigen Synapsenverbindungen
Prinzipien der Gehirnentwicklung
Zunahme = Phase der Überproduktion
Abnahme = überzählige Strukturen sterben ab
Heterochronie = Hirnbereiche entwickeln sich unterschiedlich schnell
Plastizität des Gehirns
Fähigkeit des Gehirns, lebenslang Neuronen und Synapsen zu generieren und zu eliminieren, dient der
Anpassung des Gehirns an sich verändernde Umweltbedingungen
erfahrungserwartete Plastizität:
das Gehirn „erwartet“ in bestimmten Phasen zur optimalen Entwicklung spezifische Erfahrungen (z.B. Sprachentwicklung bei „Wolfskindern“)
erfahrungsabhängige Plastizität:
verstärkte kortikale Repräsentationen aufgrund von Umwelterfahrungen (z.B. verstärkte Repräsentation der Finger bei Musikern)
Auswirkungen von zb Stress
Nachkommen pränatal gestresster Rattenmütter zeigen Dendritenatrophy sowie eine Abnahme der Synapsendichte
Reorganisation des Gehirns in der Adoleszenz
Ungleichgewicht zwischen dem früher reifenden limbischen und Belohnungssystem und einem noch nicht voll ausgereiften präfrontalen Kontrollsystem begünstigt adoleszenztypischen emotionalen Reaktionsstil und risikoreiche Verhaltensweisen.
Adoleszenztypisches Verhalten begünstigt die Autonomieentwicklung und Emanzipation von der Primärfamilie.
Reorganisation des Gehirns erlaubt Umwelteinflüssen, auf die Funktionsweise und Organisation des Gehirns – positiv bzw. negativ – einzuwirken.
Zuletzt geändertvor 10 Tagen