(Folie 6) Was ist der zentrale Unterschied zwischen erster und zweiter Topik in Bezug auf das Unbewusste?
• Erste Topik: → Unbewusst = Verdrängtes
• Zweite Topik: → Unbewusst = Verdrängtes + verdrängende Instanz (Ich)
Details merken: • Mitschrift betont: → Verdrängung gehört selbst zum Unbewussten → Nicht nur Inhalte, sondern auch Prozesse des Verdrängens sind unbewusst
Q: (Folie 5) Welche drei Instanzen umfasst Freuds zweite Topik?
A: Das Drei-Instanzen-Modell besteht aus:
Ich → vertritt Gesamtpersönlichkeit
Es → Triebpol, Reservoir der Libido
Über-Ich → moralische Instanz (richtet & kritisiert)
Q: (Mitschrift + Folie 5/11) Welche Instanzen haben bewusste und unbewusste Anteile?
• Ich → bewusst, vorbewusst, unbewusst
• Über-Ich → bewusst, vorbewusst, unbewusst
• Es → überwiegend unbewusst
Details merken:
• Mitschrift: → Beliebte Prüfungsfrage! →
Es bleibt „klassisch“ unbewusst, die anderen sind gemischt
Q: (Folie 7) Wie beschreibt Freud die Entstehung des Ichs?
• Das Ich entsteht aus körperlichen Empfindungen
• Es ist ein Derivat von Wahrnehmung + Körpererleben
👉 „Das Ich ist vor allem ein körperliches…“
• Mitschrift: →
Entwicklung eines Körperselbst
Q: (Folie 8) Warum wird das Ich als „Diener dreier Herren“ bezeichnet?
Das Ich steht unter Druck von 3 Gefahrenquellen:
Außenwelt → reale Bedrohungen
Es (Libido) → Triebansprüche
Über-Ich → moralischer Druck / Strenge
Details merken (Mitschrift):
• Außenwelt: z. B. Strafe durch Eltern
• Es: Wünsche, Triebkraft
• Über-Ich: Schuldgefühle, Normen
Q: (Folie 9) Wie werden Ich, Es und Über-Ich definiert?
• Ich:
→ vertritt Interessen der Gesamtpersönlichkeit
→ enthält narzisstische Libido
• Über-Ich:
→ richtet & kritisiert
→ entsteht durch Verinnerlichung elterlicher Forderungen
• Es:
→ Triebpol der Persönlichkeit
→ Reservoir der Libido
• Narzissmus kann gesund (primär) sein
• Über-Ich notwendig für Sozialisierung
Q: (Folie 10) Was ist das Ziel der Analyse in der zweiten Topik?
• Leitsatz: → „Wo Es war, soll Ich werden“
• Bedeutung: → Ich soll mehr Kontrolle über triebhafte Prozesse gewinnen
• „Das Ich ist nicht Herr im eigenen Haus“
→ Ich hat wenig eigene Kraft, wird stark vom Es getrieben
Q: (Folie 11) Gegen was richtet sich die Abwehr in der zweiten Topik?
• Nicht mehr gegen das Unbewusste
• Sondern gegen den Triebpol (Es)
Q: (Folie 11 + Mitschrift) Sind Ich, Es und Über-Ich klar voneinander getrennt?
• Nein
→ Ich ist nicht scharf vom Es getrennt
→ Über-Ich hat unbewusste Anteile und reicht ins Es hinein
• Über-Ich kann auch triebhaft und destruktiv sein
→ z. B. Schuld, Selbsthass, innerer Druck
Q: (Mitschrift + Folie 11) Warum ist das Über-Ich nicht nur „moralisch gut“?
• Über-Ich kann destruktive Triebanteile enthalten
→ wirkt z. B. durch:
• Schuldgefühle
• Selbstbestrafung
• inneren Druck
• Mitschrift:
→ „sadistisches Über-Ich“
→ Bestrafung kann selbst Triebbefriedigung enthalten
Q: (Folie 14) Welche neue Gegenüberstellung bildet den Kern der zweiten Triebtheorie?
Ab der zweiten Triebtheorie steht der Gegensatz zwischen:
Lebenstrieb (Eros)
Todestrieb (Thanatos)
im Zentrum.
• Auf der Folie wird dies als neue Gegenüberstellung ab 1923 beschrieben
• In der Mitschrift wird ergänzend notiert:
→ vorher wurden Selbsterhaltungs- und Sexualtriebe noch enger zusammen gedacht
Q: (Folie 14) Was bedeutet Ichlibido im Unterschied zu Objektlibido?
• Ichlibido = libidinöse Besetzung des Ichs
• Objektlibido = libidinöse Besetzung von Objekten
• Folie: Sexual- und Ichtriebe entspringen einer gemeinsamen libidinösen Quelle
• Mitschrift ordnet das als Gegensatz ein: → Ich vs. andere
Q: (Folie 15) Welche Triebe fasst Freud auf der Seite des Lebenstriebs zusammen?
Die Lebenstriebe umfassen:
• Sexualtriebe
• Selbsterhaltungstriebe
• Ichtriebe
Q: (Folie 15) Worauf zielt der Todestrieb laut Freud?
Der Todestrieb strebt nach:
• vollständiger Aufhebung der Spannung
• einem anorganischen Zustand
• dem Nirwana-Zustand
• notiert als Streben nach spannungsloserem Zustand
Q: (Folie 15) Wie entsteht laut Folie Aggression aus dem Zusammenspiel von Libido und Todestrieb?
• Die Libido trifft auf den Todestrieb / Destruktionstrieb
• Sie versucht diesen unschädlich zu machen, indem sie ihn
→ nach außen ableitet
→ gegen Objekte der Außenwelt richtet
👉 Daraus wird auf der Folie Aggressionsentstehung erklärt.
Details merken (Mitschrift): • dort verkürzt als: → Destruktion wendet sich nach außen
Q: (Folie 16) Was verändert sich zwischen erster und zweiter Topik beim Verständnis des Konflikts?
• Erste Topik:
→ neurotischer Konflikt zwischen Sexual- und Ichtrieben
• Zweite Topik:
→ Ichtriebe verlieren ihre Autonomie
→ sie werden in den Gegensatz von Lebens- und Todestrieben aufgenommen
Q: (Folie 17 + Mitschrift) Welche frühe Idee von Sabina Spielrein wird im Kapitel genannt?
Sabina Spielrein wird mit zwei Punkten genannt:
„Werde- und Zerstörungstrieb“ als Teile des Fortpflanzungstriebs
Antagonismus zwischen Lebens- und Todestrieb
• Mitschrift ergänzt:
→ sie wird als wichtiger Vorläufer dieser Denkfigur eingeordnet
Q: (Folie 18) Wie definiert Freud den Todestrieb?
Der Todestrieb ist bei Freud:
• ein biologischer Trieb
• mit dem Ziel eines Nullzustands energetischer Erregung
• also der Anorganizität
Q: (Folie 18) Wie werden Lebenstrieb und Todestrieb in ihrer Richtung unterschieden?
• Lebenstrieb
→ aufbauen, bejahen, binden
• Todestrieb
→ auflösen, entstrukturieren, entbinden
Q: (Folie 18) Wie ordnet Freud Sadismus und Masochismus in dieser Theorie ein?
Sadismus und Masochismus werden als Partialtriebe des Todestriebs bezeichnet.
Q: (Folie 19) Wie beschreibt Freud das Verhältnis von Eros und Todestrieb?
• Eros und Todestrieb sind ubiquitär
• Sie sind normalerweise gemischt
• Seelische Konflikte sind ein Kampf zwischen libidinösen und destruktiven Impulsen
• dort als unterschiedliche Mischungsverhältnisse notiert
Q: (Folien 20–22) Welche Gegenüberstellung zeigt das Diagramm zu Lebens- und Todestrieb?
Das Diagramm stellt gegenüber:
→ Bindung, Organizität
→ Entbindung, Anorganizität
Dazwischen liegt:
• Mischung & Konflikt
Q: (Folie 21) Warum erklärt laut Freud nicht nur ein einziger Trieb das seelische Leben?
Weil laut Folie die Buntheit der Lebenserscheinungen nur durch das
• Zusammenwirken und • Gegeneinanderwirken
von Eros und Todestrieb erklärbar ist.
Q: (Folie 22) Welche zwei Grundvorgänge unterscheidet Freud in lebender Substanz?
Freud unterscheidet zwei Prozesse:
aufbauend – bindend
abbauend – entbindend
Q: (Folie 23 + Mitschrift) Was bedeutet Triebentmischung?
Bei Triebentmischung reicht die erotisch-libidinöse Komponente nicht mehr aus, um die Destruktivität zu binden.
Folgen laut Folie:
• Destruktivität wird als Aggressions- und Destruktionsneigung frei
• Das Über-Ich des Depressiven wird zur „Sammelstätte der Todestriebe“
• dort wird das mit schwerer Depression verbunden
• zusätzlich wird notiert:
→ positives Erleben kommt nicht mehr an
→ destruktives Über-Ich verstärkt Schuld und Selbstentwertung
Q: (Folie 24) Wie wird der Zustand der Anorganizität in der zweiten Triebtheorie beschrieben?
• Anorganizität = Zustand eines
→ unbezogenen
→ empfindungslosen
→ „mineralischen“ Elements
• Offene Frage auf der Folie:
→ Metapher oder gefühlter Zustand?
Q: (Folie 25) Wie beschreibt Melanie Klein die Wendung des Todestriebs?
• Todestrieb wird nach außen gewendet →
→ Aggressivität gegen Objekte
• Ergebnis:
→ Bildung eines „schlechten Objekts“ durch Projektion
• Aggression wird auf andere verlagert
→ entlastet innerlich
Q: (Folie 25) Was bedeutet Gegenübertragung bei Melanie Klein?
Gegenübertragung beschreibt Gefühle des Analytikers wie:
• Lähmung
• Totsein
• Pessimismus
• Aggressivität
→ besonders, wenn der Analytiker zum verfolgenden Über-Ich wird
• starke emotionale Reaktionen zwischen Patient und Therapeut
Q: (Folie 26) Wie bewertet André Green die Existenz des Todestriebs?
• Es gibt kein klinisches Argument als Beweis für den Todestrieb
• Todestrieb = → Chiffre für einen aggressiven Prozess
→ der auf Selbst- oder Objektauflösung zielt
Q: (Folie 27) Was bedeutet Objektalisierung?
• Objektalisierung =
→ libidinöse Besetzung
→ Aufbau einer Beziehung zu inneren & äußeren Objekten
→ gehört zum Lebenstrieb
• Dinge sind einem nicht egal
• Energie richtet sich auf etwas
Q: (Folie 27) Was bedeutet Desobjektalisierung?
• Desobjektalisierung =
→ Abzug libidinöser Besetzung
→ Auflösung von Beziehungen (zu Objekten oder zum Ich)
→ gehört zum Todestrieb
• Zustand von Gleichgültigkeit
• „nichts ist mehr wichtig“
Q: (Folien 28–29 + Mitschrift) Wodurch wird Desobjektalisierung gesellschaftlich veranschaulicht?
• Beispiele zeigen:
→ Gleichgültigkeit gegenüber Leid und Tod anderer
• zentrale Idee:
→ „Globalisierung der Gleichgültigkeit“
• Verlust emotionaler Bindung an Menschen / Ereignisse
Q: (Folie 35) Welche Affekte produziert der Todestrieb laut Hanna Segal?
Der Todestrieb erzeugt:
• Angst (Vernichtung)
• Wut (Bedrohung)
• Schuld (durch Über-Ich)
• Freude (Befriedigung des Todestriebs)
Q: (Folien 36–37) Wie stellt das Diagramm den Konflikt zwischen Lebens- und Todestrieb dar?
Zwei Richtungen:
• Lebenstrieb:
→ Liebe
→ Selbst & Umwelt
→ Befriedigung von Bedürfnissen
• Todestrieb:
→ Destruktion
→ Frustration / Zerstörung von Bedürfnissen
Q: (Folien 36–37) Wie hängen Objektalisierung und Desobjektalisierung mit Bedürfnissen zusammen?
• Objektalisierung: → führt zu Bindung & Bedürfnisbefriedigung
• Desobjektalisierung: → führt zu Destruktion & Bedürfniszerfall
Q: (Folie 39) Was ist der Kern der pathologischen Wiederholung?
• Wiederholt werden Erlebnisse aus der Vergangenheit
• Diese stammen:
→ nicht aus Konflikten
→ sondern aus Traumata
• Wirkung:
→ wie ein „verfolgendes Schicksal“
→ „dämonischer Zug des Erlebens“
Q: (Folie 40) Was bedeutet „Wiederholung des Verdrängten“ in der Übertragung?
• Es wird eine alte schmerzhafte Erfahrung wiederholt
• Besonderheit:
→ keine wunscherfüllende Funktion
→ Erinnerung fehlt bewusst
👉 Wiederholung statt Erinnerung
Q: (Folie 40) Wie verändert sich das Verständnis von Wiederholung bei Freud?
• Früher:
→ Wiederholung dient Lust / Wunscherfüllung
• Später:
→ Wiederholung = Wiederbegegnung mit Trauma
• Übergang vom Lustprinzip
→ Traumaorientierung
Q: (Folie 41) Wie funktioniert Wiederholung diesseits des Lustprinzips?
• Wiederholung folgt dem Lustprinzip
• Ziel: → Unlust vermeiden
• Rolle des Ichs: → Widerstand schützt vor unangenehmen Inhalten
Q: (Folie 42) Was kennzeichnet Wiederholung jenseits des Lustprinzips?
• Wiederholung bringt Inhalte hervor, die:
→ keine Lust ermöglichen
→ nie befriedigend waren (Trauma)
• Wirkung: → erneut „verfolgendes Schicksal“
Q: (Folie 43) Worin besteht die klinische Entdeckung des Todestriebs?
• Verschiebung von:
→ Wunscherfüllung im Traum
hin zu:
→ zwanghafte Wiederholung von Schmerz im Alltag und in der Analyse
Q: (Folie 45) Was zeigt die „Macht des Unbewussten“ laut Folie?
Das Unbewusste zeigt sich in Wiederholung von:
• positiven Mustern → Lebenstrieb
• Fehlern & Scheitern → Todestrieb
Q: (Folie 47) Was ist die symbolische Erklärung für Wiederholung?
• Trauma ist nicht symbolisiert
→ Spannung kann nicht verteilt werden
• Folge:
→ Erlebnis taucht immer wieder auf
• Symptom =
→ Appell, eine Repräsentation zu finden
• Bedürfnis, das Erlebte benennen und fassen zu können
Q: (Folie 48) Was ist die ökonomische Erklärung der Wiederholung?
• Symptom dient als:
→ Entlastungsventil
Q: (Folie 48) Was ist die klinische Erklärung der Wiederholung?
• Kind konnte Trauma nicht verarbeiten oder vermeiden
• Erwachsener versucht:
→ Situation erneut herzustellen
→ diesmal Angst zu empfinden
👉 Ziel: → Überwältigendes wird zu kontrollierbarer Angst
Q: (Folie 49) Was ist die genetische Erklärung der Wiederholung?
• Annahme: Fixierung an das Trauma
• Folge: → keine andere Form der Befriedigung bekannt
→ nur die traumatisch erlebte Form
Q: (Folie 50) Welche drei Formen der Wiederholung werden unterschieden?
repräsentierte Wiederholung
nicht-repräsentierte, verdrängte Wiederholung
nicht-repräsentierbare Wiederholung (als „Schicksal“)
Q: (Folie 51) Wie zeigt sich das Nicht-Repräsentierbare?
Es erscheint in Form von:
• Symptomen
• Träumen
• Handlungen (Wiederholungen)
Q: (Folie 51) Was ist das Ziel der Therapie im Umgang mit Wiederholung?
• Aufbau eines:
→ „Auffangnetzes“ aus Repräsentanzen
→ um das Nicht-Repräsentierbare fassbar zu machen
Q: (Folie 52) Was ist die „reine Wiederholung“ im Sinne des Todestriebs?
• Eine Art Triebkeim
• Ausdrucksformen:
→ Agieren
→ Somatisierung
→ Schicksalserleben
• Folge: → nicht verbalisierbar
Q: (Folie 52) Welche Beispiele nennt die Folie für Wiederholung bei Depression?
• Agieren: Non-Compliance
• Somatisierung: Erschöpfung / Schmerzen
• Schicksal: Resignation, Aufgabe, Suizid
Q: (Folie 52 + Mitschrift) Was ist der therapeutische Umgang mit dieser Form der Wiederholung?
• Ansprechen der Symptome
• Wiederherstellung von Beziehung und Kontakt
→ Ziel: psychisches Gewebe stabilisieren
Q: (Folie 54) Was ist eine negative therapeutische Reaktion?
• Patienten reagieren auf Fortschritte paradox negativ
→ keine Besserung darf eintreten
• Grund: → um nicht aggressiv gegen Objekte zu werden
Q: (Folie 54) Wie verläuft der Zustand bei negativer therapeutischer Reaktion typischerweise?
• Muster:
→ kurze Besserung
→ gefolgt von Verschlimmerung
• Besserung kann verdrängte Gefühle aktivieren
→ wirkt zunächst wie Verschlechterung
Q: (Folie 55) Wie zeigt sich der Konflikt zwischen Über-Ich und Ich in der Depression?
• Über-Ich wirkt besonders hart und destruktiv
→ führt zu: • starken Schuldgefühlen
• Extremfall:
→ Über-Ich kann das Ich „in den Tod treiben“
Q: (Folie 56) Wie wird Suizidalität gesellschaftlich beschrieben?
Suizidalität ist:
• omnipräsent, aber zugleich:
→ religiös & politisch geächtet
• verbunden mit:
→ Not, Verzweiflung
→ im Widerspruch zu Selbstoptimierungsidealen
Q: (Folie 56) Welche Wirkung hat Suizid auf das Umfeld?
• Suizid erzeugt bei Hinterbliebenen:
→ Schuld
→ Scham
→ Wut
→ Ohnmacht
Q: (Folie 57) Wie wird Suizidalität psychoanalytisch verstanden?
• Suizidalität = Symptom
→ basiert auf:
• unbewussten Konflikten
• traumatischen Beziehungen
• häufig: → frühe Traumatisierung
Q: (Folie 57) Was ist für die Therapie suizidaler Patient:innen besonders wichtig?
• Containment (Gehaltenwerden)
→ Therapeut:in hilft,
• nonverbales Erleben zu verstehen
• und zu halten
Q: (Folie 58) Was passiert bei einem Scheitern von Containment?
• Es kommt zu einer katastrophischen Veränderung
• Grund:
→ Unaussprechliches kann nicht mehr in Worte gefasst oder gehalten werden
Q: (Folie 60) Wie interpretiert Menninger Suizid im Kontext des Todestriebs?
Suizid ist:
• extremste Manifestation des Todestriebs
• Ausdruck von drei Wünschen:
zu töten
getötet zu werden
tot zu sein
Q: (Folie 60) Welche Formen von Selbstschädigung gehören laut Folie zum Todestrieb?
Neben Suizid auch:
• Drogenkonsum
• Askese
• Unfälle
• Non-Compliance
Q: (Folie 62) Was sind zentrale Ziele der Psychotherapie bei Suizidalität?
• Bewusstwerdung unbewusster Konflikte
• Verstehen traumatischer Wiederholungen
• Neue Beziehungserfahrungen im sicheren Setting
• Verinnerlichung neuer Objektbeziehungen
Q: (Folie 63) Welche Risiken bestehen für Therapeut:innen in der Arbeit mit suizidalen Patient:innen?
• Gefahr der Gegenübertragung
→ z. B.: • selbst zum sadistischen Über-Ich werden
• weitere Risiken:
→ Omnipotenzfantasien („ich muss retten“)
→ erhöhtes Suizidrisiko beim Patienten
Q: (Folie 63) Was ist wichtig, um mit diesen Risiken umzugehen?
• Intervision
• Supervision
→ zur Reflexion der eigenen Reaktionen
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