Gründung UdSSR Jahr
1922
Beginn Stalin Diktatur Jahr
1927
Aufbau des „Sozialismus in einem Land“ 4 Kernaspekte
1. Landwirtschaft
2. Industrie
3. Partei Staat
4. Gesellschaft
Landwirtschaft unter Stalin
-Zwangskollektivierung der Landwirt schaft
→Eingliederung von Bauernhöfen in sozialistische Großbetriebe
-Mechanisierung der Lanwirtscvhaft: Macshinen u. Traktorstationen
-Entkulakisierung → Deportatione oder Liquidierung von ca. 500.000 „Kulaken“ (reiche Bauern)
-Sinken der Nahrungsmittelproduktion→ Hungersnot 1932/33: 5-10 Mio Tote (Holodomor)
Industrie unter Stalin
-Planwirtschaft: Fünfjahresplan
-Förderung der Schwerindustrie →Steigerung der Industrieproduktion auf 650% (1928-40);
1937 2. Stelle d. Wel tindustrieproduktion
-Eletriffizeirung
-Vernachlässigung der Konsumgüterindustrie
-Ausbeutung der Arbeiter u. Einsatz von Zwangsarbeitern
-„Großbaustellen d. Sozialismus“ (Weißmeer-Ostsee-Kanal, Dnjepr Staudamm, Stahlzentrum von Magnito gorsk
Partei/Staat unter Stalin
-Zementierung der Monopolstellung der KPdSU
-„demokratischer Zentralismus“ → Entmachtung der Volksvertretungen
-Totalitäre Herrschaft der Partei über alle Lebensbereiche
-Ausschaltung/ Liquidierung politischer Gegner: Moskauer Schauprozesse 1936-38 („Großer
Terror“)
-Führerkult
Gesellschaft unter Stalin
-Verfolgung nationaler u. religiöser Min derheiten
-Bespitzelung und Überwachung durch sowjet. Geheimpolizei (GPU, ab 1934 NKWD)
-Repressionen und Bedrohung durch Staatsterror: Verhaftungen von 1,5 Mio vermeintlichen „Volksfeinden“ →Hinrichtungen, Straflager (Gulag)
-Urbaniseriung und Landflucht
Tod Stalins Jahr
März 1953
2 Doktrinen unter Chruschtschow1953-1964
Politik der „friedlichen Koexistenz“
Politik der Entstalinisierung
-Wirtschaftlicher Wettbewerb statt militärischer Auseinandersetzung
-Vertrag von Panmunjon (1953)→ Waffenstill stand im Koreakrieg
-1. Indochina-Konferenz (1954): Installierung antikommunistische Regierung in Südviet nam, Neutralität für Laos und Kambodscha
-„Geheimrede“ auf dem 20. Parteitag der KPdSU (1956)
-Kritik am Personenkult um Stalin und Stalins Verbrechen →Wende in der Gesellschafts- und Wirtschafts politik:
-Schließung zahlreiche Straflager (Gulag) schließen, Liberalisierung in Ostblock-Staaten
→Arbeiteraufstand DDR 1953 Volksaufstand Ungarn 1956
-Angst vor Machtverlust u. Dominoeffekt →Einsatz sowjet. Truppen/ Verhängung Kriegs recht
-1955 Gründung Militärbündnis „Warschauer Pakt“
Aspekte „Neue Eiszeit“
„sowjet. Minderwertigkeitskomplex“: Wahrnehmung als gleichberechtigter Gesprächspartner, ernstzu nehmender Gegner und hochgerüstete Atommacht behandelt zu werden
Raketentechnologie
Erste Wasserstoffbombe (1953) erster Satellit („Sputnik“) wird mit einer Langstreckenrakete in den Orbit geschossen (1957) erster Mann im Weltall: Juri Gargarin (1961) Massive strategische Aufrüstung nach der Kubakrise à nukleares Patt Berlin-Frage
Berlin-Ultimatum (1958): West-Berlin soll entmilitarisierte "Freie Stadt" werden, andernfalls wolle die Sowjetunion ihre Rechte an Berlin auf die DDR übertragen Bau Berliner Mauer (1961)
Ausweitung d. Engagements in der „Dritten Welt“ z.B. Heimliche Stationierung von Raketen auf Kuba zum Schutz vor einer zweiten US-Invasion, Einlen ken in der Berlin-Frage, Steigerung d. Prestiges in der kommunist. Welt, Wiederherstellung d. militäri sche Gleichgewicht
→Kubakrise 1962
→14. Oktober 1964 Absetzung Chruschtschows
UdSSR 1964-1982 (Breschnew) Innen- und Außenpolitik
Annäherung an Westen
Entfremdung von China
Stagnation: wirtschaftlichen Abschwung, Korruption, überalterte Bürokratie, fehlende Wirtschaftsreformen
Entspannungspolitik
Repression
-Gipfeltreffen mit USA, Framkreich, BRD
-Anerkennung der innerdeutschen Grenzen Nichtangriffspakt mit BRD (1970)
-Rüstungskontrollverhandlungen: Atomteststoppabkommen (1963), Atomwaffensperrvertrag (1968), SALT I (1972), SALT II (1979)
-Wirtschaftsabkommen mit den USA
-Kooperation im All: Ankoppeln Apollo-Rakete an sowjetisches Raumschiff Sojus (1975)
-KSZE Helsinki-Schlussakte (1975) → Menschenrechtsbewegung im Ostblock
Repressionen
Breschnew-Doktrin:
-Verfolgung von Systemkritikern
→Prager Frühling 1968 (Einmarsch Warschauer-Pakt-Truppen in ČSSR)
-Angst vor dem Überspringen des reformatorischen Funkens auf die Sowjetunion und andere "Bruderstaaten", kein Land "verlieren"
→Afghanistankrieg 1979-89
- Wirtschaftshilfen, Militärberater, Waffenlienlieferungen seit 1955
-1978 kommunist. Putsch in Afghanistan →Bürgerkrieg mit islamist. Rebellen (Mujaheddin)
-1979 Sturz d. moskaunahen Machthabers→Einmarsch sowjet. Truppen
→Verteidigung Machtposition, Angst vor Anlehnung an Westen oder islamistischer Revolution
Folgen von Breschnew
Verstärktes Engagement und Stellvertreterkriege in der "Dritten Welt": Lieferung von Lebensmitteln, Technologie und Waffen, Wirtschaftshilfen
Überforderung der Wirtschaft wegen Imperial Overstretch: Die Ansprüche der "kontrollierten" Territorien überstiegen die zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Kriesen zu Zeitens Gorbatschows 1985-91
wirtschaftlich: Langjährige Wachstumsflaute u. sinkende Produktivität
- ineffiziente Planwirtschaft
-technologischer Rückstand
-fallende Ölpreise
-Inflation
militärisch: Kosten für den Afghanistankrieg „Rüstungswettlauf“ mit USA
→extrem hohe Rüstungsausgaben
politisch: Ineffizienz der zentralen Verwaltung
-Korruption innerhalb Partei- und Staatselite
-Menschenrechtsfragen
-Nationalitätenkonflikte z.B. Armenien vs Azerbaijan
Reformpolitik Gorbatschow
Perestroika
Glasnost
Peristroika
-Wirtschaftsreformen: Ein führung marktwirtschaftl. Elemente
-Revision d. zentralist. Füh rungssystems d. KPdSU
-Abzug aus Afghanistan
Glastnost
-Lockerung der Meinungs- u. Pressefreiheit
-Transparenz Entscheidun gen in Partei u. Staat
-Sinatra Doktrine
Auflösung UdSSR
1990 Unabhängigkeitserklärung LIT, LET, EST, Russ. Föderation (Präsident Jelzin)
→
Verbot der KPdSU→Rücktritt Gorbatschows als sowjet. Staatspräsident
Unabhängigkeit aller Sowjetrepubliken→8. Dez. 1991 Gründung d. Gemeinschaft un abhängiger Staaten (GUS)
Putschversuch Altkommunisten 1991→ Von Jeltzin zerschlagen
Jelzin 1992-99 Reformen
Reformpolitik „Schocktherapie“
Einführung Marktwirtschaft
Öffnung der Märkte nach außen
Privatisierung Staatseigentum→neue Klasse von „Superreichen“ (Oligarchen)
Bekämpfung der Inflation
Jelzin 1992-99 Krisen
Kriminalität
Rubelkrise
Verarmung
Verfassungskrise von 1993: Misstrauensvotum gegen Jelzin scheitert
→ illegale Auflösung d. Parlaments durch Jelzin
Neue Verfassung d. Russ. Föderation (1993)
semipräsidentielle Verfassung nach frz. Vorbild
Dominanz des Präsidenten
keine fairen Wahlen (Einflussnahme d. Medien)
→„defekte“ Demokratie
Etablierung Putins
1996 Wiederwahl Jelzins (massive Unterstützung durch Oligarchen+USA)
1999 vorzeitige Amtsaufgabe aus gesundheitlichen Gründen
→Ministerpräsident Putin wird kommisarisches Staatsoberhaupt
Putins Präsidentschaft 2000-2008
Popularität als „Bekämpfer des Terrorismus“ im 2. Tschetschenienkrieg (1999-2009)
rasant steigende Rohstoffpreise ab 1999→ Wirtschaftliche Erholung, steigende Löhne
Umbau Russlands zu einem autoritären Staat
Ausschaltung u. Kontrolle d. Oligarchen
-Verhaftung und Ent eignung kremlkriti scher Oligarchen
Übernahme d. reichweitenstarken Fernsehsender durch staatliche/ kreml nahe Unternehmen + Einschüchterung, Verfolgung kritischer Journalisten
Zentralisierung d. politischen Systems: Ernennung Gouver neure (statt Wahl)
Schaffung d. Staatspartei Einiges Russland→2/3 Mehrheit
Erhöhung der Hür den für Parteigründungen
Behinderung Oppistions parteien
Manipulation von Wahlen
-Wahlfälschung; einseitige Werbung in staatlichen Medien
Kontrolle d. Justiz u. Sicherheitsorgane
-Besetzung von Schlüsselstellen mit bekannten oder FSB
Putin Außenpolitik 2000-2008
postsowjetischer Raum als russ. Einflusssphäre
-Unterstützung von Separatisten
Rückzug d. NATO auf den Stand vor erster Osterweite rung 1999→ Pufferzone
Wiederherstellung Groß machtstatus Russlands
Kooperation mit dem Westen (insbesondere nach 9/11)
Modernisierungsfokus: Integration in globale Märkte, WTO-Beitritt
Abkehr von der prowestlichen Ausrichtung
-Opposition gegen den Irakkrieg (2003)
-Aufbau neuer regionaler Institutionen (Eurasische Wirtschaftsunion, BRICS)
-Münchner Sicherheitskonferenz 2007
Putin (ab 2012)
Massenproteste gegen Wahlbetrug 2011/12
Weitere Einschränkung polit. Grundrechte
-Massiver polizeilicher Druck auf Straßenproteste
-Gesetz gegen „Diskreditierung der Armee“→Haftstrafen
Verfolgung d. Opposition (z.B. Navalnyj)
Totale Medienkontrolle Kontrolle d. Internets
-Abschaffung der Pressefreiheit
-Verbot Instagram, YT, VPN Strafen
Verteufelung Westlicher Ideologie
Militarisierung des öffentlichen Lebens
Putins Außenpolitik ab 2012
Militärinterventionen im Ausland
Ukraine, Syrischer Bürgerkrieg
Ausbau der Militärmacht
Militärmodernisierung • Praxiserfahrung im Sy rien-Einsatz • Aufbau von Proxies (z.B. Gruppe Wagner)
Verdeckte Militäroperationen (Libyen, Subsahara-Raum)
hybride Kriegsführung
Desinformation, Cyber Attacken, Wahlbeeinflussung
Russki Mir
Unterstützung d. im Ausland lebenden Landsleute, Bewahrung kulturelle Identität
→offenen Krieg gegen die europäische Sicherheitsordnung
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