Welche Expertise braucht ein Fahrlehrer?
Ein Fahrlehrer benötigt Fachlichkeit und spezielle Kompetenz in Fahrzeugbedienung, Regelwissen, Regelakzeptanz, Risikokontrolle, Selbsteinschätzung, Fehlerfolgeneinschätzung, Sozialverhalten, Gefühlskontrolle und Verantwortung.
Was bedeutet „Lehren“ als Aufgabe eines Fahrlehrers?
Lehren bedeutet, Wissen durch richtig eingesetzte Lehrkompetenzen zu vermitteln, den Schüler zu unterstützen und den Lernprozess zu kontrollieren.
Woran ist der Fahrlehrer beim Lehren gebunden?
Der Fahrlehrer ist an Rahmenpläne gebunden.
Welche Planungsaufgabe hat der Fahrlehrer für Schüler?
Er erstellt Ausbildungspläne für die Schüler.
Was versteht man unter Unterrichtskompetenz?
Unterrichtskompetenz bedeutet, im Unterricht Fachwissen so aufzubereiten und zu vermitteln, dass der Schüler die Inhalte verstehen und anwenden kann.
Warum braucht ein Fahrlehrer Fachkompetenz?
Um unterrichten zu können, braucht der Fahrlehrer Fachwissen auf seinem Gebiet.
Was bedeutet didaktische Reduktion im Fahrunterricht?
Inhalte werden so aufgearbeitet und vereinfacht, dass sie für den Schüler verständlich werden, ohne den fachlichen Kern zu verlieren.
Warum soll der Fahrlehrer Zusammenhänge zu anderen Themen aufzeigen?
Damit der Schüler Inhalte besser versteht, vernetzt und in verschiedenen Verkehrssituationen anwenden kann.
Was bedeutet Kompetenzgefälle?
Der Fahrlehrer muss auf dem jeweiligen Gebiet eine deutlich höhere Kompetenz haben als der Schüler.
Was bedeutet Vermittlungskompetenz?
Vermittlungskompetenz ist die Fähigkeit, Lerninhalte verständlich, passend und wirksam an den Schüler weiterzugeben.
Was gehört zur didaktischen Kompetenz?
Lernsituationen arrangieren, geeignete Methoden auswählen und diese kompetent anwenden.
Warum müssen Methoden im Unterricht richtig ausgewählt werden?
Damit das Lernen für den Schüler erleichtert und der Unterricht wirksam gestaltet wird.
Was bedeutet „Erziehen“ im Rahmen der Fahrlehrertätigkeit?
Durch das Anstreben bestimmter Ziele nimmt der Fahrlehrer Einfluss auf die Persönlichkeit des Schülers, um Verantwortung, Verständnis, Höflichkeit und Rücksicht zu fördern.
Welches wichtige Ziel hat Erziehung im Fahrunterricht?
Die Leistungsentwicklung des Schülers zu fördern, also das sichere Fahrenkönnen.
Wie hängen Persönlichkeit und Ausbildungsziele zusammen?
Sie sind eng miteinander verknüpft, weil sich verantwortungsvolles Verhalten direkt auf die Fahrkompetenz auswirkt.
Hat der Fahrlehrer einen allgemeinen Erziehungsauftrag?
Nein. Der allgemeine Erziehungsauftrag liegt bei den Eltern, nicht beim Fahrlehrer.
Was bedeutet Selbstentwicklung beim Fahrschüler?
Der Schüler soll durch Besprechungen und Zielkontrollen zur Selbstbeurteilung angeregt werden, damit er ein realistisches Bild von sich selbst erhält.
Was bedeutet Grenzbewusstsein?
Man wird sich seiner eigenen Möglichkeiten und Grenzen bewusst.
Was bedeutet „Beurteilen“ als Aufgabe des Fahrlehrers?
Der Fahrlehrer gibt ein Urteil über den Schüler ab, zum Beispiel über Leistungen, Leistungsfolgen, Leistungsstände und Fortschritte.
Welche Aufgaben gehören zum Beurteilen?
Leistungen beurteilen, Fortschritte einschätzen, Prüfungen durchführen, Berechtigungen aussprechen und passende Lernaufgaben ableiten.
Was bedeutet Diagnoseaufgabe beim Beurteilen?
Der Fahrlehrer erkennt, was der Schüler gelernt hat, was besser geworden ist und welche Lernaufgaben für das nächste Mal angemessen sind.
Warum betrifft Beurteilung sowohl Schüler als auch Lehrer?
Weil die Leistung des Schülers auch mit der Unterrichtsqualität zusammenhängt. Der Schüler kann dem Fahrlehrer Rückmeldung geben, damit der Unterricht verbessert wird.
Welche drei Bezugsformen gibt es beim Beurteilen?
Die kriteriale Bezugsform, die individuelle Bezugsform und die soziale Bezugsnorm.
Was ist die kriteriale Bezugsform?
Die Leistung des Einzelnen wird an festgelegten Zielen oder Anforderungen gemessen.
Welche anderen Bezeichnungen gibt es für die kriteriale Bezugsform?
Curriculare, lernzielorientierte oder kriterienorientierte Bezugsnorm.
Was wird bei der kriterialen Bezugsform geprüft?
Ob gesetzte Ziele erreicht oder nicht erreicht wurden.
Was ist die individuelle Bezugsform?
Der Lernfortschritt eines einzelnen Schülers wird anhand seiner vorherigen Leistung bewertet.
Was wird bei der individuellen Bezugsform verglichen?
Ob sich der Schüler im Vergleich zu seiner eigenen früheren Leistung verbessert, verschlechtert oder nicht verändert hat.
Welche Begriffe passen zur individuellen Bezugsform?
Sachnormorientierung und Lernentwicklung.
Warum können interindividuelle Vergleiche motivierend sein?
Aus motivationspsychologischer Sicht können Vergleiche zwischen Schülern die Motivation steigern.
Was muss im Beurteilungszeitraum eingeschätzt werden?
Der Leistungsstand muss gehoben und das Leistungsvermögen des Schülers eingeschätzt werden.
Was ist die soziale Bezugsnorm?
Die Leistung eines Einzelnen wird mit der Leistung einer Gruppe verglichen, zum Beispiel Kurs, Klasse oder Lerngruppe.
Welche Begriffe passen zur sozialen Bezugsnorm?
Überdurchschnittlich, durchschnittlich oder unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gruppe.
Welche Chancen und Risiken hat die soziale Bezugsnorm?
Sie kann Motivation steigern, aber auch Konkurrenzdruck erzeugen und negativ wirken.
Wann sollte die soziale Bezugsnorm angewendet werden?
Wenn eine Klasse oder Gruppe ungefähr denselben Leistungsstand hat und dadurch Motivation entstehen kann.
Wann sollte die soziale Bezugsnorm nicht angewendet werden?
Wenn die Schüler unterschiedliche Leistungsstände haben, weil schwächere Schüler dadurch Motivation verlieren könnten.
Was bedeutet Diagnostizieren im Fahrunterricht?
Diagnostizieren bedeutet, Lernstände, Probleme, Potenziale und Entwicklungsbedarf zu erkennen, um den Unterricht passend zu gestalten.
Was bedeutet Passung bei der Diagnose?
Die Einschätzung des Schülers wird genutzt, um den Unterricht an seinen Leistungsstand anzupassen.
Was bedeutet Prävention bei der Diagnose?
Diagnose dient als Frühwarnsystem, um Schüler mit Lern- oder Entwicklungsdefiziten rechtzeitig zu unterstützen.
Was bedeutet Intervention bei der Diagnose?
Bei erkannten Lern- oder Leistungsproblemen werden gezielte Lösungswege erarbeitet.
Gib ein Beispiel für Intervention im Fahrunterricht.
Wenn ein Schüler nicht einparken kann, wird der Grund gesucht und eine passende Lösung erarbeitet.
Was bedeutet Begabtenförderung?
Besondere Potenziale eines Schülers werden erkannt und gezielt gefördert.
Warum ist Diagnose für Begabtenförderung wichtig?
Wenn besondere Potenziale nicht erkannt werden, können sie auch nicht gefördert werden.
Gib ein Beispiel für Begabtenförderung im Fahrunterricht.
Ein Schüler kann von Anfang an gut parken. Das muss erkannt und weiter gefördert werden, damit er sich weiterentwickelt.
Welche Beurteilungsformen gibt es?
Leistungsbeurteilung, Potentialbeurteilung, Persönlichkeitsbeurteilung, systematische Beurteilung, systemlose Beurteilung, regelmäßige oder anlassbedingte Beurteilung und Selbstbeurteilung.
Was ist eine Leistungsbeurteilung?
Die aktuelle Leistung des Schülers wird beurteilt.
Was ist eine Potentialbeurteilung?
Es wird eingeschätzt, welches Entwicklungspotenzial ein Schüler hat.
Was ist eine Persönlichkeitsbeurteilung?
Eigenschaften und Verhaltensweisen des Schülers werden beurteilt, soweit sie für die Ausbildung relevant sind.
Was ist eine systematische Beurteilung?
Die Beurteilung erfolgt anhand festgelegter Leistungskriterien.
Was ist eine systemlose Beurteilung?
Die Beurteilung erfolgt frei und individuell, ohne festes Kriteriensystem.
Was bedeutet regelmäßige oder anlassbedingte Beurteilung?
Beurteilung kann entweder regelmäßig stattfinden oder aufgrund eines bestimmten Ereignisses beziehungsweise Anlasses.
Warum ist Selbstbeurteilung wichtig?
Sie dient Fahrlehrer und Fahrschüler zur Erfolgssicherung und Erfolgskontrolle.
Was bedeutet Beratung?
Beratung ist eine freiwillige, kurzfristige soziale Interaktion zwischen Ratsuchendem und Berater mit dem Ziel, Hilfe für Entscheidungen oder aktuelle Probleme zu geben.
Welche Rolle hat der Berater?
Der Berater bietet Möglichkeiten, Wege und Ideen an, entscheidet aber nicht für den Ratsuchenden.
Welche Beratungsanlässe kann es in der Fahrschule geben?
FE-Klassen, Lernschwierigkeiten, Versicherung, Auto- oder Motorradkauf, Hochbegabung und Erziehungsfragen.
Welche Distanzzonen gibt es?
Intime Zone, persönliche Zone, soziale Zone und öffentliche Zone
Wie groß ist die öffentliche Zone?
Mehr als 360 cm.
Wie groß ist die soziale Zone?
120 cm bis 360 cm.
Wie groß ist die persönliche Zone?
60 cm bis 120 cm.
Wie groß ist die intime Zone?
Bis etwa 60 cm.
Was kennzeichnet eine Beratung?
Freiwilligkeit, Nicht-Direktivität, Ergebnisoffenheit und Kompetenzgefälle.
Was bedeutet Freiwilligkeit in der Beratung?
Der Ratsuchende nimmt freiwillig an der Beratung teil.
Was bedeutet Nichtdirektivität?
Der Berater gibt keine fertigen Entscheidungen vor, sondern unterstützt den Ratsuchenden beim Finden eigener Lösungen.
Was bedeutet Ergebnisoffenheit?
Das Ergebnis der Beratung steht vorher nicht fest.
Was bedeutet Kompetenzgefälle in der Beratung?
Der Berater verfügt über mehr Fachwissen oder Beratungskompetenz als der Ratsuchende.
Welche Arten der Beratung gibt es?
Beratung zum Ausbildungsstand, Gespräch mit den Eltern, informative Beratung beziehungsweise Informationsgespräch und klientzentrierte oder individuelle Lernberatung.
Was ist eine Beratung zum Ausbildungsstand?
Der Schüler wird über seinen aktuellen Lern- und Leistungsstand informiert.
Was ist ein Gespräch mit den Eltern?
Eine Beratungsform, bei der Eltern in relevante Ausbildungs- oder Erziehungsfragen einbezogen werden.
Was ist informative Beratung?
Ein Informationsgespräch, bei dem der Ratsuchende sachliche Informationen erhält.
Was ist klientzentrierte Beratung oder individuelle Lernberatung?
Der Schüler erhält Anregungen, Tipps und Hilfen, um Entscheidungen zu treffen oder Lernprobleme zu bewältigen.
Wie läuft eine Beratung ab?
Vertrauen schaffen, Problem definieren, neue Sichtweise gewinnen, Lösungen erarbeiten und Lösungen anwenden.
Was bedeutet „Vertrauen schaffen“ in der Beratung?
Zu Beginn wird eine positive Gesprächsatmosphäre hergestellt, damit der Ratsuchende offen über sein Problem sprechen kann.
Was bedeutet „Problem definieren“?
Das Problem wird gesammelt, geklärt und konkret benannt.
Was bedeutet „neue Sichtweise gewinnen“?
Das Problem wird bearbeitet, sodass der Ratsuchende es aus einer anderen Perspektive betrachten kann.
Was bedeutet „Lösungen erarbeiten“?
Es werden mögliche Wege zur Bewältigung des Problems geplant.
Was bedeutet „Lösungen anwenden“?
Die geplanten Lösungen werden in der Praxis umgesetzt.
Welche Kompetenzen und Haltungen braucht Beratungskompetenz?
Fachkompetenz, Methodenkompetenz, Unabhängigkeit vom Klienten, Echtheit, Empathie, Rollendistanz, aktives Zuhören und Grenzenbewusstsein.
Was bedeutet Echtheit in der Beratung?
Der Berater ist ehrlich und wirkt authentisch.
Was bedeutet Empathie in der Beratung?
Empathie bedeutet Einfühlungsvermögen, Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber dem Ratsuchenden.
Was bedeutet Rollendistanz?
Der Fahrlehrer kann den Schüler verstehen und sich in ihn hineinversetzen, bleibt aber in seiner professionellen Rolle.
Was bedeutet aktives Zuhören?
Der Empfänger (Fahrlehrer) zeigt durch Gestik, Mimik und Zwischenfragen, dass er aufmerksam zuhört und den Sender (Schüler) verstehen will.
Was bedeutet Grenzenbewusstsein in der Beratung?
Der Berater erkennt die Grenzen seiner eigenen Möglichkeiten und der Beratungssituation.
Welche Verhaltensweisen sollte man in der Beratung vermeiden?
Unterstellungen, Beschuldigungen, Befehle, pauschale Lösungen, Moralisieren, Warnen, Belehren und Ablenken vom Problem.
Warum sollte man Unterstellungen und Beschuldigungen vermeiden?
Weil sich der Schüler dadurch verschließen kann.
Warum sind pauschale Lösungen problematisch?
Weil sie nicht individuell auf das konkrete Problem des Schülers eingehen.
Was bedeutet Moralisieren?
Dem Schüler moralische Vorwürfe machen, zum Beispiel: „So etwas macht man aber auch nicht.“
Welche Methoden gehören zur Beratung?
Aktives Zuhören, Auffordern, Gehörtes wiedergeben, Gefühle wiedergeben, Zusammenfassen, Nachfragen und zum Nachdenken anregen.
Was bedeutet Auffordern in der Beratung?
Der Schüler wird angeregt, Problemsituationen zu schildern.
Was bedeutet „das Gehörte wiedergeben“?
Der Berater wiederholt sinngemäß, was er verstanden hat, und überprüft damit das Verständnis.
Warum sollte man Gefühle wiedergeben?
Dadurch wird der Schüler entspannter und negative Gefühle können abnehmen.
Wozu dient Zusammenfassen in der Beratung?
Es hilft dem Schüler, das Problem knapp und präzise darzustellen.
Wozu dient Nachfragen?
Nachfragen unterstützt den Schüler dabei, in die richtige Richtung zu denken und eigene Kenntnisse und Fähigkeiten richtig einzuschätzen.
Was bedeutet „zum Nachdenken anregen“?
Der Berater gibt Impulse, damit der Schüler tiefer über sein Problem nachdenkt.
Was bedeutet das Eisberg-Prinzip in der Beratung?
Hinter sichtbaren Aussagen oder Problemen können tiefere Ursachen, Gefühle oder Motive liegen, die durch Nachdenken und Gespräch sichtbar werden.
Was gehört zu einer gelungenen Beratung?
Zeitrahmen festlegen, äußere Störungen vermeiden, genau beobachten, Missverständnisse vermeiden und Abstand halten.
Warum sollte in der Beratung ein Zeitrahmen festgelegt werden?
Damit klar ist, wie lange das Gespräch dauert und die Beratung strukturiert bleibt.
Was sollte man beim Zeitrahmen vermeiden?
Während des Gesprächs ständig auf die Uhr zu schauen.
Welche äußeren Störungen sollten in der Beratung vermieden werden?
Telefon, ungeeignete Örtlichkeit und fehlende Privatsphäre.
Warum sollte Beratung unter vier Augen stattfinden?
Damit der Schüler offen sprechen kann und die Vertraulichkeit gewahrt bleibt.
Was sollte der Fahrlehrer während der Beratung genau beobachten?
Körperhaltung, Mimik und Gestik des Schülers.
Wie vermeidet man Missverständnisse in der Beratung?
Durch Rückversichern, Verständnisfragen und aktives Zuhören.
Welche Arten von Abstand sind in der Beratung wichtig?
Emotionaler, persönlicher und räumlicher Abstand.
Was sind „Türöffner“ in der Kommunikation?
Gesprächsfördernde Signale wie Lob, das Ansprechen von Wünschen und Problemen sowie Wertschätzung und Verständnis.
Welche Beispiele gibt es für Türöffner?
Lob, Interesse an Wünschen und Problemen, Wertschätzung und Verständnis.
Was sind „Straßensperren“ in der Kommunikation?
Gesprächshemmende Verhaltensweisen wie Schimpfen, Spotten, Ironie und Du-Botschaften.
Welche Beispiele gibt es für Straßensperren?
Schimpfen, Spotten, Ironie und Du-Botschaften.
Warum sind Du-Botschaften problematisch?
Sie wirken oft vorwurfsvoll und können den Schüler in eine Abwehrhaltung bringen.
Gib ein Beispiel für eine Du-Botschaft.
„Du bist heute nicht bei der Sache.“
Was ist eine Ich-Botschaft?
Eine Aussage, bei dem der Sprecher seine eigene Wahrnehmung ausdrückt, ohne den anderen direkt anzugreifen.
Gib ein Beispiel für eine Ich-Botschaft.
„Ich finde, dass du heute nicht bei der Sache bist.“
Zuletzt geändertvor 5 Tagen