Was beschreibt die 3. Phase?
Entwurf eines Produktes
Allg. Ablauf der Bewertung?
Bewertungen werden eingesetzt, wo Anforderungen priorisiert, Lösungsvarianten verglichen und Risiken beurteilt oder Zielerreichung überprüft werden
Welche Bewertungsmethoden gibt es?
(Wichtigen aussagen markiert)
Argumentenbilanz
—> qualitativ
—> Vor & Nachteile gegenüberstellen
—> einfach und schnel
—> eher für Vorauswahl
techn-wirtschaftliche Bewertung
—> nach techn. wirt. Kriterien bewertet
—> oft Punktskala verwendet
—> tech. & wirt. Wertigkeit getrennt betrachten
—> gesamtvergleich der Lösungen am Ende
Rangfolgeverfahren
—> Varianten in Reihenfolge bringen
—> oft durch paarweisen Vergleich
—> gut bei mehreren Alternativen
Welche weitere Bewertungsmethode gibt es? (1.)
Präferenzmatrix
Die Präferenzmatrix dient dazu, Bewertungskriterien zu gewichten.
Ermittlung der Gewichtung
—> Bewertungkriterien werden Paarweise verglichen
—> Am Ende wird gezählt, wie häufig jedes Kriterium gewonnen
—> je öfter gewonnen, desto wichtiger
Daraus: Gewichtungsfaktor:
eigentliche Bewertung der Lösungsvarianten
—> Gewichtung aus 1., dem Paarvergleich
—> Best case: vorher festgelegt was max ist
—> Bewertung losgelöst von Gewichtung + Bestcase (tlw. subjektiv oder messwerte)
—> Wertigkeit = erreichte Summe / Best-Case-Summe
Pro:
mehrere Kriterien gleichzeig berücksichtigbar
unterschiedliche Wichtigkeit der Kriterien fließt ein
Con:
Gewichtung und Punktvergabe subjektiv
Kriterien müssen sinnvoll gewählt sein
Welche weitere Bewertungsmethode gibt es? (2.)
Nutzwertanalyse:
Die Nutzwertanalyse macht Varianten vergleichbar, indem Bewertungskriterien gewichtet und mit Punkten bewertet werden.
Welche Qualitätsmethoden gibt es?
Qualität in der Produktentwicklung:
—> Grad der Erfüllung von Anforderungen
TRIZ ( Theory of Inventive Problem Solving)
DoE (Design of Experiments)
VE (Wertanalyse)
Ishikawa Diagramm
—> mögliche Ursachen eines Problems werden ermittelt
Welche weitere Qualitätsmethode gibt es?
FMEA (Fehler möglichkeits- und Einflussanalyse)
Arten:
Art
Bedeutung
System-FMEA
Fehler im Gesamtsystem
Konzept-FMEA
Fehler im Konzept
Produkt-FMEA
Fehler in Aufbau, Funktion, Auslegung
Prozess-FMEA
Fehler im Herstellungs- oder Montageprozess
Vorgehen:
System abgrenzen
Mögliche Fehler, Ursachen und Folgen sammeln
Fehler tabellarisch erfassen
Bewerten mit B, A und E
—> Bedeutung = wie schwer ist die Folge?
—> Auftreten = wie wahrscheinlich ist die Ursache/der Fehler?
—> Entdeckung = wie wahrscheinlich wird der Fehler rechzeitig erkannt?
RPZ berechnen (Risikoprioritätszahl)
—> B*A*E —> wenn Gesamt >=12s oder
Einzelbewertung >= g —> Fehler untersuchen, Abhilfe schaffen
Nach Maßnahme neu bewerten
Was beschreibt der PDCA-Zyklus?
Qualität planen
umsetzen/steuern
prüfen
verbessern
—> von vorne
Welche Baustrukturen gibt es?
Differentialbauweise
—>komplexes Teil in mehrere zerlegen
—> einfache Fertigung von Einzelteilen
—> einzelne Teile leicht austauschbar
—> Qualität einzelner Teile leicht Prüfbar
—> mehr Montageaufwand
—> mehr Fügestellen = mehr mögl. Fehlerstellen
—> höherer logistischer Aufwand
Integralbauweise
—> mehrere Zerlegte in ein komplexes
Pro/Con:
—> gegenteil zu oben
Verbund/Hybridbauweise (kombinieren)
—> unlösbare Verbindung mehrer unterschiedlicher gefertigter Rohteile
—> zu einem zu bearbeitenden Werkstück
—> Verbindung meist über Kleben, Fügen etc.
—> Bspw. faserverstärkter Kunstoff mit Metalleinsatz
Was beschreibt die Modularisierung?
Lösung, wenn QFD aufdeckt, dass Anforderungen verschieden sind
Gliederung eines Produkts in funktional und konstruktiv abgegrenzte Baugruppen mit definierten Schnittstellen
Beispiel Akkuschrauber:
Akkumodul
Antriebsmodul
Getriebemodul
Gehäusemodul
Bedienmodul
Gründe Modularisierung:
Beherrschung von Komplexität
Vielfalt ermöglichen
entwicklung vereinfachen
wiederverwendung von Lösungen
—> kürzere Entwicklungszeit
—> geringere Kosten
—> höhere Flexibilität
—> klare Schnittstellen
—> einfachere Produktion
Wozu dienen Baukastensysteme?
besteht aus standardisierten, wiederverwendbaren Bausteinen
entstehen durch Aufteilung eines System in Teilsysteme/Module
besitzen definierte Schnittstellen
können zu verschiedenen Produkten/Varianten zusammengesetzt werden
Welche Arten von Bausteinen gibt es?
Funktionsbaustein:
—> Gliederung nach technischer Funktion
—> jeder Baustein erfüllt eine bestimmte Aufgabe
Mussbaustein:
—> Grundbaustein für wiederkehrende/notwendige Funktionen
—> Hilfsbaustein für verbindende Funktionen
Kannbaustein:
—> Zusatz/Sonderbaustein
—> für optimale o. spez. Funktion
Anpassbaustein:
—> zur Anpassung an andere Systeme/Schnittstellen
Fertigungsbausteine:
—> nach fertigungstechnischen Gesichtspunkten festgelegt Bsp.: Betonfertigteile wie Wände
Entwurf Baukastensystem?
Marktrecherche
Anforderungsliste
Funktionsstruktur
Lösungsvariblen bilden
bewertung und auswählen
erster Gesamtentwurf
Vor/Nachteile Baukastensystem?
Vorteile:
geringerer Konstruktionsaufwand bei Wiederverwendung
schnellere Angebotserstellung
kürzere Lieferzeit
bessere Wartung
einfache Variantenbildung
Nachteile:
hoher Anfangsaufwand (Entwicklung)
Kundenwünsche nicht immer optimal erfüllbar
starke Standardisierung kann Innovation begrenzen
Was beschreiben Baureihen?
Baureihen sind technisch ähnliche Produkte, die dieselbe Funktion erfüllen, aber in verschiedenen Größen oder Leistungsstufen
geringere Entwicklungsaufwand
weniger Konstruktionsaufwand
gleiche oder ähliche Werkstoffe/Teile/Fertigungsverfahren
größere Stückzahlen möglich
günstiger für Kunde
eingeschränkte Größenauswahl
nicht immer an jeden Einzelfall angepasst
—> Entwicklung:
Grundentwurf - Ausgangsbaugröße
Folgeentwürfe - abgeleitete Baugrößen
Wichtig ist Ähnlichkeit: Verhältnis mindestens einer physikalischen Größe zwischen Grundentwurf und Folgeentwurf bleibt konstant; z.B.: Form, Proportionen
Wozu dient Normgerechtes Konstruieren?
Aufwand senken
Sicherheit, Qualitätssicherung
Grundlage Rechtssprechung
Ebenen:
international
europäisch
national
firmintern
—> beachtung von Normen Richtlinien und Standards
Was bedeutet Gestaltung?
Die Prinziplösung wird geometrisch und stofflich konkretisiert.
legt Form, Abmessung, Anordnung, Werkstoff, Wirkflächen, Bewegung und Verbindungen fest
Gestaltung beeinflusst maßgeblich Funktion, Sicherheit und Kosten
Vorgaben für Gestaltung?
qualitatives gestalten:
—> Grundform, Gestaltelemente und Anordnung festlegen
quantitatives gestalten:
—> genaue maße, Winkel, Radien, Toleranzen festlegen
Welche Gestaltungsgrundregeln gibt es?
Regel
eindeutig
klare Zuordnung und klare Funktionen
einfach
geringe Komplexität, wirtschaftlich
sicher
Schutz von Mensch, Maschine, Umwelt
Welche Gestaltungsprinzipien gibt es?
Kraftleitung (um Verformung zu vermeiden)
Aufgabenteilung (funktion sinnvoll auf Elemente verteilen)
selbsthilfe (sichere Funktionserfüllung auch bei Überlast)
Stabilität/Beständigkeit
fehlerarme Gestaltung -> reduktion der Fehlerwahrscheinlichkeit
Welche Gestaltungsrichtlinien gibt es?
Werkstoffgerecht
Fertigungsgerecht
Montagegerecht
Maß & Prüfgerecht
Instandhaltungsgerecht
Recyclinggerecht
demontagegerecht
verpackungsgerecht
Welche Produktkosten gibt es?
Kostenart
Herstellkosten
Material-, Fertigungs- und Montagekosten
Einzelkosten
direkt zurechenbar
Gemeinkosten
nicht direkt zurechenbar
variable Kosten
abhängig von Stückzahl
fixe Kosten
kurzfristig unabhängig von Stückzahl
Lebenszykluskosten
Kosten über Herstellung, Nutzung, Wartung und Entsorgung
Was beschreibt das Target Costing?
zulässige Produktkosten aus:
Marktpreis - Zielgewinn = Target Costing
Welche Sicherheitstechniken gibt es?
Gefahr wird konstruktiv vermieden
Beispiel:
Keine scharfen Kanten
Gefahr wird durch Schutzeinrichtungen beherrscht
Schutzhaube, Not-Aus
Warnen und Informieren
Warnschild, Bedienungsanleitung
—> beste Sicherheit ist die unmittelbare Sicherheit, weil die Gefahr konstruktiv vermieden wird.
Nachhaltigkeit?
besteht aus drei Säulen:
Ökologie
Ökonomie
Soziales
Strategien:
Strategie
Effizienz
weniger Ressourcen für gleiche Leistung
Konsistenz
naturverträgliche Kreisläufe
Suffizienz
weniger Verbrauch
Kreislaufstrategien
Wiederverwendung, Recycling, Reparatur
Modelle: planetare Grenzen, SDGs (Sustainable Development Goals), Donut
Anforderungen kommen von Gesetzgeber, Kunde, Wettbewerb, Technologie, Unternehmen
—> Bewertung: LCA (Life Cycle Assessment) , Carbon Footprint
—> Nachhaltigkeit in der Produktentwicklung bedeutet, ökologische, ökonomische und soziale Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus zu berücksichtigen.
Was bedeutet Systems Engineering?
Model-Based Systems Engineering, also modellbasierte statt dokumentenbasierte Entwicklung.
Komplexität beherrschen
konsistente Systembeschreibung
bessere Kommunikation
frühe Fehlererkennung
Automatisierung von Analysen
Typische Viewpoints:
Requirement Viewpoint
Functional Viewpoint
Logical Viewpoint
Technical Viewpoint
—> MBSE beschreibt komplexe Systeme modellbasiert und konsistent, um Anforderungen, Funktionen, Struktur und Verhalten besser miteinander zu verknüpfen.
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