Q: (Folie 2) Welche Hauptthemen behandelt die Vorlesung zur Bindungstheorie?
Die Vorlesung behandelt:
Entwicklung der Bindung vor der Geburt sowie im Säuglings- und Kleinkindalter
Attachment Theory
die vier Bindungstypen
Urvertrauen und Bindung
Ursachen von Bindungsstörungen
Q: (Folie 3) Welche Lernziele stehen im Zentrum der Vorlesung?
Zentrale Lernziele:
Kenntnisse der Grundlagen der Bindungstheorie
Kenntnisse der Psychodynamik der Schwangerschaft
Kenntnisse der Entwicklungsphasen der Bindung nach Bowlby
Kenntnisse der vier Bindungstypen
Kenntnisse häufiger Ursachen von Bindungsstörungen
Verständnis des Begriffs „Protective Shield“
Q: (Folie 5) Welche Faktoren beeinflussen die Eltern-Kind-Beziehung bereits vor der Schwangerschaft?
Vor der Schwangerschaft wirken:
Vorgeschichte der Beziehung
Kinderwunsch
biologische Kräfte
Umweltfaktoren
Phantasien und Lebenspläne
Identifikation mit eigener Mutter/Vater
Wunsch, alte Beziehungen wiederzubeleben
Erfüllung narzisstischer Bedürfnisse
Q: (Folie 6) Wie verändert sich die Beziehung zum Kind im 1. und 2. Trimenon?
1. Trimenon
eher phantasierte Beziehung
keine direkten Hinweise auf die Existenz des Fötus
körperliche Veränderungen der Mutter
2. Trimenon
eher konkrete Beziehung
erste Kindsbewegungen
Fötus wird als getrenntes Wesen wahrgenommen
Vater nimmt Kontakt auf
Q: (Folie 7) Was verändert sich im 3. Trimenon und bei der Geburt?
Im 3. Trimenon:
Kind wird als Individuum mit eigenen Rhythmen und Bewegungen erlebt
Bei der Geburt:
Beginn der Mutter-Kind-Interaktion
körperliche Trennung von der Mutter
gleichzeitig psychische Symbiose
Beginn früher Triangulierung
Q: (Folie 8) Welche psychodynamischen Phasen der Schwangerschaft werden beschrieben?
0.–4. Monat
Baby als integraler Bestandteil des mütterlichen Körpers
4./5.–9. Monat
Baby wird als Teil des Selbst UND als abgegrenzte Person erlebt
regressive Phantasien möglich
Vorbereitung auf Geburt
Trennung verbunden mit:
Freude
Sorgen
Q: (Folie 9) Ab wann verarbeitet der Fötus sensorische Reize?
Ab etwa der 25. Schwangerschaftswoche verarbeitet der Fötus sensorische Reize einschließlich Schmerzreize auf kortikaler Ebene.
Ab der 34. Schwangerschaftswoche kann er komplexe Geräusche außerhalb des Mutterleibs unterscheiden.
Q: (Folie 10) Wie wirken sich pränatale Erfahrungen laut Vorlesung aus?
Pränatale Erfahrungen hinterlassen Spuren im affektiven Gedächtnis.
Diese Erfahrungen haben vermutlich einen prägenden Einfluss, sind aber nicht direkt abrufbar.
Sie können sich später in imaginären Visualisierungen manifestieren.
Q: (Folie 11) Wie können belastende vorgeburtliche Erfahrungen dargestellt werden?
Beispielsweise können:
Abtreibungsversuche als:
Vernichtungsangst
Bilder existenzieller Bedrohung visualisiert werden.
Q: (Folie 12) Welche Ergebnisse zeigte die qualitative Studie zu somatoformen Schmerzstörungen?
Die Patient:innen zeichneten:
häufig Behältermotive
starre und unbewegte Elemente
Diese wurden interpretiert als Hinweise auf:
Bedrohung
starke Angst
Die dargestellten Elemente wirkten oft:
tot
wehrlos
Q: (Folie 13) Was zeigt das Bildbeispiel zur pränatalen Zeit?
Dargestellt wird:
ein bewegungsloses, ungestaltetes Wesen
im Fluss
mit einem Herz auf der „falschen“ Körperseite
Das Bild stammt aus der Studie von Ruettner et al. (2025).
Q: (Folie 14) Über welche Fähigkeiten zur sozialen Kontaktaufnahme verfügen Neugeborene?
Neugeborene verfügen über:
Sehen
Hören
Geruchssinn
Geschmackssinn
Berührungs- bzw. kinästhetische Wahrnehmung
Dadurch besitzen sie alle psychophysiologischen Voraussetzungen zur sozialen Kontaktaufnahme.
Q: (Folie 15) Warum sind frühe soziale Kontakte wichtig?
Frühe soziale Kontakte sind wichtig, weil:
sie die Entwicklung des Kindes fördern
die Qualität der Beziehung zur Bezugsperson entscheidend ist
bereits Säuglinge Beziehungen zu mehreren Personen aufnehmen können
Q: (Folie 16) Welche Verhaltensweisen von Babys sind wichtig für den Bindungsprozess?
Babys:
hören auf die menschliche Stimme
interessieren sich für Gesichter
beruhigen sich beim Getragenwerden
besitzen soziale Signale wie:
weinen
lachen
schreien
brabbeln
Diese Verhaltensweisen sind wichtig für den Bindungsprozess zwischen Eltern und Kind.
Q: (Folie 17) Was zeigt die Folie „Babys in Interaktion“?
Die Folie zeigt zwei Babys in gegenseitiger Orientierung bzw. Interaktion.
Kernaussage der Darstellung:
Babys treten bereits früh in soziale Interaktion ein.
Q: (Folie 18) Wie wird Bindung definiert?
Bindung bedeutet:
ein Gefühl des Zueinandergehörens
verbunden mit:
Sicherheit
Geborgenheit
Außerdem schafft Bindung ein Gleichgewicht zwischen:
dem Bedürfnis nach Sicherheit
und dem Wunsch, die Umwelt zu erkunden
Q: (Folie 19) Welche Folgen hatte früher Hautkontakt nach der Geburt?
Neugeborene, die in den ersten 45 Minuten auf dem Bauch der Mutter lagen:
wurden häufiger gestillt
waren mit 12 Monaten:
ausgeglichener
hatten mehr Blickkontakt
Die Studie zeigt:
früher Kontakt kann die emotionale Beziehung zwischen Säugling und Umwelt fördern.
Q: (Folie 20) Wie geschieht vorsprachliche Kommunikation im Säuglingsalter?
Vorsprachliche Kommunikation geschieht vor allem über:
Stillen
Tragen
Halten
Dadurch entstehen Erfahrungen von:
Nähe
menschlicher Wärme
Q: (Folie 21) Welche typischen sozialen Signale zeigen Säuglinge?
Lächeln → Wiedererkennen und Freude
Blickabwendung / Versteifung des Körpers → soziale Abwehr
Q: (Folie 23) Wer war John Bowlby und warum ist er wichtig für die Bindungstheorie?
John Bowlby (1907–1990) war:
Psychiater
psychoanalytisch ausgebildet (u. a. bei M. Klein)
Wichtige Beiträge:
Aufbau der Kinderpsychotherapie an der Tavistock Clinic
WHO-Studie (1951) zum Einfluss mütterlicher Pflege auf die seelische Gesundheit
Entwicklung der Bindungstheorie
Q: (Folie 23) Warum war der Film „A two year old goes to Hospital“ bedeutsam?
Der Film zeigte:
ein Mädchen mit massivem realem Verlusterleben
Außerdem:
erhielt Bowlby dafür starke Kritik von M. Klein
Q: (Folie 24–25) Was gehört zur Darstellung von „A two year old goes to Hospital“?
Die Vorlesung zeigt:
ein Bild aus dem Film
zusätzlich einen YouTube-Link zum Film
Der Film dient als Beispiel für:
belastende Trennungserfahrungen im Kindesalter
Q: (Folie 26–27) Was untersuchte Harry Harlow mit Rhesusaffen?
Harlow untersuchte:
die Grundlagen der Mutter-Kind-Bindung
Die Affen konnten wählen zwischen:
einer Drahtmutter mit Milch
einer weichen Stoffmutter ohne Milch
Ergebnis:
die Affen suchten Nahrung bei der Drahtmutter
kuschelten sich aber an die weiche Attrappe
Q: (Folie 28) Welche Bedeutung hatten Harlows Studien für die Bindungstheorie?
Harlow zeigte:
soziale Bindungen sind für die emotionale Entwicklung extrem wichtig
Dadurch wurde die Bindungstheorie:
empirisch validiert
Q: (Folie 29) Welche Werke Bowlbys werden in der Vorlesung gezeigt?
Gezeigt werden die Bücher:
Bindung
Trennung
Verlust: Trauer und Depression
Q: (Folie 30) Welche Aussage zum Krippenbesuch wird dargestellt?
Die Zeitungsaussage lautet:
„Idealerweise beginnt der Krippenbesuch erst im Alter von 2 bis 3 Jahren.“
Die Folie stellt damit einen Bezug zur Bindungstheorie her.
Q: (Folie 31) Was ist die Grundannahme der Bindungstheorie?
Grundannahme:
Sicherheit bzw. Unsicherheit von Bindungen ist ein wesentlicher Aspekt zwischenmenschlicher Beziehungen.
Entwicklung standardisierter Untersuchungsverfahren
Beispiel: „Fremde Situation“ nach Ainsworth, Bell & Stayton
Q: (Folie 32) Wann wird Bindungsverhalten aktiviert?
Bindungsverhalten wird aktiviert:
in Alarmsituationen
begleitet von emotionalem Stress
Typische Verhaltensweisen:
Lächeln
Schreien
Festklammern
Zur-Mutter-Krabbeln
Sichere Nähe ermöglicht:
Explorationsverhalten
Q: (Folie 33) Was kennzeichnet die Vorbindungsphase?
0–6 Wochen: Vorbindungsphase
Merkmal:
Babys zeigen keine Aufregung, wenn sie mit einer unbekannten Person allein gelassen werden.
Q: (Folie 33) Was passiert in der Entstehungsphase der Bindung?
Ab 6–8 Wochen bis ca. 6./7. Monat
Merkmale:
unterschiedliche Reaktionen auf bekannte und unbekannte Personen
erste Anzeichen von Distress, wenn das Baby mit einer unbekannten Person allein bleibt
Q: (Folie 34) Was kennzeichnet die eindeutige Bindungsphase?
8–24 Monate
Trennungsangst
Bindung vermittelt Sicherheit
Bezugsperson wird zur sicheren Basis für die Erkundung der Umwelt
Q: (Folie 34) Was verändert sich in der Phase gegenseitiger Beziehungen?
Ab 24 Monaten
größere Mobilität
Kind verbringt zunehmend Zeit ohne Bezugsperson
Q: (Folie 35) Welche typischen Verhaltensweisen zeigen Babys zwischen dem 7. und 9. Monat?
suchen die Nähe der primären Bezugsperson
zeigen Unwohlsein bei Trennung
freuen sich beim Wiedersehen
orientieren ihre Handlungen an der Bezugsperson:
hören auf ihre Stimme
beobachten sie
Q: (Folie 36) Wann entsteht eine dauerhafte emotionale Bindung?
Eine dauerhafte emotionale Beziehung zwischen Baby und Bezugsperson entsteht:
zwischen dem 7. und 9. Monat
Zusätzlich:
Objekt- und Personenpermanenz entwickeln sich etwa ab dem 7. Monat.
Q: (Folie 37) Welche universellen Anzeichen einer Bindungsbeziehung nennt Bowlby?
Die Bindungsbeziehung zeigt sich universell durch:
Nähesuchen
Trennungsschmerz
Wiedersehensfreude
Q: (Folie 38) Was ist das „interne Arbeitsmodell“?
Definition:
eine verinnerlichte Bindungsbeziehung
basierend auf Erfahrungen mit Bezugspersonen
Funktion:
lenkt die Interaktion des Kindes mit anderen Menschen
Aufbau innerer Repräsentanzen ab dem 7. Monat
Bezug zum „inneren protektiven Schild“
Q: (Folie 40) Wie läuft die „Fremde Situation“ ab?
Die „Fremde Situation“ besteht aus mehreren Episoden:
Kind und Bezugsperson im Raum
Kind erkundet die Umgebung
Fremde Person betritt den Raum, Bezugsperson geht
Kind bleibt mit fremder Person allein
Bezugsperson kehrt zurück
Kind ist allein
Fremde Person kehrt zurück
Bezugsperson kommt erneut zurück
Q: (Folie 41) Welche vier Bindungstypen werden unterschieden?
Die vier Bindungstypen:
Typ A: unsicher-vermeidend
Typ B: sicher-gebunden
Typ C: unsicher-ambivalent
Typ D: desorganisiert/desorientiert
Q: (Folie 42) Wie verhält sich ein unsicher-vermeidendes Kind (Typ A)?
mit Bezugsperson: eher gleichgültiges Verhalten
ohne Bezugsperson: kein Distress
fremde Person kann gut trösten
bei Rückkehr der Bezugsperson:
Abwendung vom Elternteil
Q: (Folie 42) Wie verhält sich ein sicher gebundenes Kind (Typ B)?
spielt zufrieden mit Bezugsperson
reagiert positiv auf fremde Person
zeigt mäßigen Distress beim Weggehen der Bezugsperson
lässt sich bei Rückkehr rasch beruhigen
spielt danach weiter
Q: (Folie 43) Wie verhält sich ein unsicher-ambivalentes Kind (Typ C)?
anhänglich und ängstlich
großer Distress bei Trennung
sucht bei Rückkehr Nähe
lässt sich jedoch nicht beruhigen
reagiert ärgerlich
Q: (Folie 43) Was kennzeichnet den desorganisierten/desorientierten Bindungstyp (Typ D)?
widersprüchliche Bindungsstrategien
intensive Nähe-Suche UND intensive Ablehnung
Beispiele:
hinlaufen und kuscheln
gleichzeitig weglaufen oder wegsehen
Q: (Folie 44) Welche psychophysiologischen Unterschiede zeigen bestimmte Bindungstypen?
Bei:
unsicher-vermeidendem Typ (A)
desorganisiertem Typ (D)
finden sich:
erhöhte Cortisolwerte im Speichel
erhöhte Herzfrequenz
→ Hinweis auf erhöhten Stress
Q: (Folie 45) Wie stabil sind Bindungsstile über die Lebensspanne?
Die Vorlesung beschreibt:
eine transgenerationelle Weitergabe von Bindungsstilen
Langzeitstudien zeigen:
68–75 % Übereinstimmung zwischen Bindung im Kindes- und Erwachsenenalter
Mögliche Erklärung:
Encodierung im prozeduralen Gedächtnis
Q: (Folie 47) Wie definiert Erikson „Urvertrauen“?
Urvertrauen bedeutet:
ein Gefühl des Sich-Verlassen-Dürfens
Bezogen auf:
die Glaubwürdigkeit anderer
die Zuverlässigkeit der eigenen Person
Q: (Folie 48–49) Welche Begriffe werden im Zusammenhang mit Urvertrauen hervorgehoben?
Hervorgehoben werden:
Mutualität
Intersubjektivität
Q: (Folie 50) Was bedeutet „The Protective Shield“?
Das „Protective Shield“ beschreibt:
die grundlegende und ausreichende Versorgung des Kindes durch Mutter/Eltern
Schutz vor schädigenden Einflüssen
Vermittlung innerer Sicherheit
Q: (Folie 51) Welche Aufgaben erfüllt das elterliche Schutzschild?
Das Schutzschild:
ermöglicht und bewacht den psychophysischen Entwicklungsprozess
schützt das Kind vor:
unbewussten Hassgefühlen
unbewussten Liebesgefühlen der Eltern
Grundlage einer „Matrix des Vertrauens“
Q: (Folie 52) Wie unterstützt das „Protective Shield“ die psychische Entwicklung?
Durch die richtige Dosierung von:
Entsagung
Bedürfnisbefriedigung
werden möglich:
Integration von Affekten
Ausbildung stabiler Ichfunktionen
Diese Ichfunktionen vermitteln zwischen:
innerer psychischer Realität
Anforderungen der Umwelt
Q: (Folie 53) Wie entsteht laut Vorlesung Urvertrauen?
Durch ein funktionierendes Schutzschild entstehen:
Gefühle von Wohlbefinden
Gefühle von Omnipotenz
Dies gilt als:
Ursprung des Urvertrauens
Bruchstellen im Schutzschild können Ausdruck kumulativer Traumata sein.
Q: (Folie 55) Welche Faktoren werden häufig mit unsicheren Bindungen verbunden?
Unsichere Bindungen treten häufig auf bei:
depressiven Eltern oder Bezugspersonen
emotionaler Vernachlässigung
körperlicher und psychischer Misshandlung
Typ D tritt bei Misshandlung besonders häufig auf (80 %).
Q: (Folie 55) Was beeinflusst die Bindung laut Vorlesung stärker als biologische Störungen?
Stärkeren Einfluss auf die Bindung haben:
psychiatrische Erkrankungen der Eltern
Misshandlung oder Vernachlässigung
Mehr Einfluss als:
biologische Störungen wie:
Down-Syndrom
Taubheit
Q: (Folie 56) Was thematisiert die Folie zu Erziehungsratgebern?
Die Folie beschreibt:
Erziehungsratgeber als mögliche Ursache für:
Bindungsstörungen
Q: (Folie 57) Welche Aussage aus der NS-Zeit wird zitiert?
Zitiert wird:
„Jedes Kind … ist eine Schlacht … für Sein oder Nichtsein ihres Volkes.“
Die Aussage stammt:
aus einer Rede Hitlers von 1934
im Zusammenhang mit Bindungsstörungen nach Chamberlain (2016)
Q: (Folie 58) Welche Empfehlungen zur Trennung von Mutter und Kind werden dargestellt?
Die zitierte Empfehlung:
Kind möglichst getrennt von der Mutter unterbringen
Kontakt hauptsächlich zum Stillen
Begründung im Text:
dies habe angeblich „erzieherische Vorteile“
Q: (Folie 59) Wie wird Schreien des Kindes in Haarers Text interpretiert?
Der Text empfiehlt:
das Kind nicht herauszunehmen
nicht zu tragen oder zu wiegen
Begründung:
sonst werde das Kind zum „unerbittlichen Haustyrannen“
das Kind lerne angeblich, dass Schreien „nichts nützt“
Q: (Folie 60) Was beschreibt „Das verweigerte Antlitz“?
Beschrieben wird:
fehlender Blickkontakt zwischen Mutter und Kind
fehlendes Streicheln
Die Augen der Mutter werden dargestellt als:
kontrollierend
beobachtend
eindringend
Q: (Folie 61) Welche Haltung gegenüber dem Säugling beschreibt Haarer?
der Säugling sei „von Natur unreinlich“
Ekelgefühl werde als Schutz der Gesundheit dargestellt
Kindern solle ein „gesundes Ekelgefühl“ vermittelt werden
Q: (Folie 62) Was meint der Begriff „Affenliebe“?
„Affenliebe“ bezeichnet laut Text:
ein „Zuviel an Zärtlichkeit“
Behauptung:
dies „verziehe“ das Kind
Sparsamkeit mit Zärtlichkeit sei angemessener
Q: (Folie 63) Was zeigt die letzte Folie des Abschnitts zu Bindungsstörungen?
Die Folie zeigt:
schwerwiegende Unterschiede im Mutter-Kind-Kontakt
Die Aussage wird visuell durch Bilder verdeutlicht.
Q: (Folie 64) Welche Folgen kann unsicheres Bindungsverhalten haben?
Unsicheres Bindungsverhalten ist verbunden mit:
erhöhter Stress-Vulnerabilität
negativen Folgen für:
emotionale Entwicklung
soziale Entwicklung
Prädisposition für psychosomatische Erkrankungen
Q: (Folie 65) Wie funktioniert die Affektspiegelung bei gelingender Feinfühligkeit?
Ablauf:
Baby erlebt Affekte
Bezugsperson spiegelt Affekte durch:
Mimik
Stimme
Baby verknüpft gespiegelte und eigene Affekte
Folgen:
Entwicklung sekundärer Affektrepräsentationen
bessere Affektkontrolle
Entwicklung eines aktiven Selbst
Wichtige Bedingungen:
Markierung des Affektausdrucks
kongruente Affektspiegelung
Feinfühligkeit
Q: (Folie 66) Was passiert bei fehlender Markierung des Affektausdrucks?
der gespiegelte Affekt überwältigt das Kind
keine Ausbildung sekundärer Repräsentanzen
keine klare Abgrenzung zwischen:
eigener Person
anderer Person
keine Markierung des Affektausdrucks
dennoch kongruente Affektspiegelung
Q: (Folie 67) Welche Folgen hat eine nicht kongruente Affektspiegelung?
verzerrte sekundäre Repräsentation eigener Affekte
Affekte werden falsch benannt
Selbstrepräsentation basiert nicht auf eigenen Affekten
Entwicklung eines „fremden Selbst“
Markierung vorhanden
aber keine kongruente Affektspiegelung
Q: (Folie 68) Welche positiven Folgen hat sichere Bindung in der Adoleszenz?
Sichere Bindung ist verbunden mit:
aktiven Bewältigungsstrategien
höherer sozialer Kompetenz
stabileren Freundschaften
größerer Selbstzufriedenheit
geringerer Gewaltbereitschaft
besserer Balance zwischen:
Autonomie
Verbundenheit
vermutlich bessere Bewältigung ödipaler Konflikte
Q: (Folie 69) Welche Faktoren beeinflussen laut Modell das interne Arbeitsmodell?
Das Modell zeigt Wechselwirkungen zwischen:
Verhalten der Mutter
Verhalten des Kindes
internem Arbeitsmodell von Mutter und Kind
Kindheitserfahrungen der Mutter
Verhalten anderer Bezugspersonen
kulturellen Erziehungsnormen
Temperament von Mutter und Kind
Q: (Folie 70) Welche Kernaussagen fasst die Vorlesung zusammen?
Zusammenfassung:
Beziehungsmodelle werden verinnerlicht und transgenerationell weitergegeben
Bindungsverhalten ist operationalisierbar
Bindungsverhalten sagt körperliche und psychische Gesundheit voraus
Affektspiegelung und Feinfühligkeit fördern die psychische Entwicklung
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