Wer war der (angeblich) erste Philosoph ?
Thales von Milet đŠ
âder Wasser-Philosophâ
⊠behauptet, der Ursprung âvon allemâ sei Wasser
Was sagt die Flusslehre von Heraklit ? đ§
Idee: alles ist stĂ€ndig im Wandel đ
âMan kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.â
Das Wasser flieĂt > Der Fluss ist nie exakt derselbe.
Der Mensch verÀndert sich stÀndig > Erfahrungen, Gedanken, Körper
Was sagt Parmenides ?
Wirkliches Sein entsteht nicht.
Wirkliches Sein vergeht nicht.
(= ewig, unverÀnderlich, eins)
Warum kann nichts entstehen?
Wenn etwas entsteht, mĂŒsste es:
entweder aus dem Sein entstehen
oder aus dem Nichtsein
Aber:
Aus Sein entsteht nichts Neues â es ist ja schon da.
Aus Nichtsein kann nichts entstehen â denn Nichtsein âistâ gar nicht.
Parmenides hĂ€lt VerĂ€nderung fĂŒr eine TĂ€uschung der Sinne
Was sagt Zenon von Elea ?
> wollte die Lehre seines Lehrers Parmenides verteidigen
Ziel: zeigen, dass wenn man Bewegung annimmt, gerĂ€t man in WidersprĂŒche
> dafĂŒr entwickelte er Paradoxien
Ein LĂ€ufer will von A nach B gelangen.
Zenon sagt:
Bevor er das Ziel erreicht, muss er zuerst die HĂ€lfte der Strecke zurĂŒcklegen.
Doch bevor er diese HĂ€lfte zurĂŒcklegt, muss er zuerst die HĂ€lfte dieser HĂ€lfte zurĂŒcklegen.
Und davor wieder die HĂ€lfte davon.
Das geht endlos weiter:
1/2
1/4
1/8
1/16
âŠ
Also gibt es unendlich viele Teilstrecken.
Zenons Schluss:
Unendlich viele Schritte kann man niemals vollstÀndig durchlaufen.
Also kann der LĂ€ufer nie ankommen.
Bewegung ist unmöglich.
Der schnelle Achilles lÀuft gegen eine Schildkröte. Die Schildkröte bekommt einen Vorsprung.
Zenons Argument:
Bevor Achilles die Schildkröte einholt, muss er zuerst den Punkt erreichen, an dem sie gestartet ist.
Aber wĂ€hrenddessen ist die Schildkröte schon ein kleines StĂŒck weiter.
Dann muss Achilles wieder diesen neuen Punkt erreichen.
Doch inzwischen ist sie erneut weitergerĂŒckt.
Also mĂŒsste Achilles unendlich viele Strecken ĂŒberwinden > Achilles kann Schildkröte nie einholen > Bewegung ist unmöglich
In jedem einzelnen Augenblick nimmt der Pfeil genau einen Ort ein.
In diesem einzelnen Moment bewegt er sich also nicht.
Wenn jeder Moment unbewegt ist, wie soll dann Bewegung entstehen?
Bewegung ist unmöglich
Wie versucht Demokrit das Problem von Parmenides und Zenon von Elea zu lösen ? đą đââïž đ
Demokrit sagt: âïž
VerÀnderung und Bewegung sind real
Aber sie funktionieren nur, wenn es kleinste unteilbare Einheiten gibt = Atome (âatomosâ = unteilbar)
Grundidee:
Die Wirklichkeit besteht aus: Atomen + leerem Raum
Die Atome: sind ewig, unverÀnderlich, unteilbar, entstehen nicht und vergehen nicht
(> damit ĂŒbernimmt Demokrit einen Teil von Parmenides: Das wahre Sein bleibt stabil)
Aber: Die Atome bewegen sich im leeren Raum und verbinden sich unterschiedlich.
> Dadurch entstehen: Dinge, VerÀnderungen, Bewegung, Geburt und Tod
Also: Nicht das Sein selbst verĂ€ndert sich, sondern nur die Anordnung der Atome âïž
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