Inflation
Prozess langandauernder Preisniveausteigerungen über mehrere Perioden. Nicht ein einmaliger Anstieg eines Einzelpreises. Gegenteil: Deflation (langandauernde Preisniveausenkungen).
Inflationsrate
π = (Pt − Pt-1) / Pt-1 Prozentuale Veränderung des Preisniveaus zwischen zwei Perioden. Entspricht der Wachstumsrate des Preisniveaus.
BIP-Deflator
P = nominales BIP / reales BIP. Misst das durchschnittliche Preisniveau aller produzierten Endgüter einer Periode.
Wie kann man Inflationserwartungen messen?
Marktbasiert: Vergleich der Renditen von inflationsindexierten und nicht-indexierten Anleihen – die Differenz approximiert die Inflationserwartungen. Umfragebasiert: Befragung von Unternehmen, Wissenschaftlern oder Haushalten. Standardabweichung der Antworten als Maß für Unsicherheit.
Statische (exogene) Erwartungen
Erwartungen sind exogen – nicht durch das Modell erklärbar und ändern sich im Zeitablauf nicht. Ökonomische Prozesse haben keinen Einfluss auf die Erwartungsbildung. Inflationserwartung ist politikinvariant.
Autoregressive (adaptive) Erwartungen
Wirtschaftssubjekte schließen aus Vergangenheitswerten der Inflation auf die Zukunft. Erwartungsfehler werden schrittweise abgebaut. Formel: πᵉt = πᵉt-1 + λ·(πt-1 − πᵉt-1) mit 0 ≤ λ ≤ 1
Was bedeuten die verschiedenen Werte von λ bei adaptiven Erwartungen?
λ = 0: Keine Korrektur → faktisch statische Erwartung. λ = 1: Vollständige Anpassung → tatsächliche Inflation der Vorperiode wird als Erwartung übernommen. 0 < λ < 1: Graduelle Anpassung → systematischer Erwartungsfehler wird über Zeit abgebaut.
Rationale Erwartungen
Wirtschaftssubjekte nutzen alle verfügbaren Informationen und das relevante ökonomische Modell für ihre Prognosen. Erwartungen entsprechen dem mathematischen Erwartungswert aus dem Modell. Formel: πᵉt = E(πt | It-1) = Et-1πt
Erwartungsfehler bei rationalen Erwartungen
πt − Et-1πt = εt mit E(εt) = 0 Erwartungsfehler sind nur rein zufällig (kein systematischer Fehler). Im Durchschnitt liegen Wirtschaftssubjekte richtig.
Gesetz der iterierten Erwartungen
Et-1(Etπt+i) = Et-1πt+i mit i > 0. Wirtschaftssubjekte erwarten nicht, dass sie ihre Erwartungen in Zukunft ändern werden – sonst würden sie die Änderung sofort vornehmen.
Was ist der Unterschied zwischen den drei Erwartungshypothesen?
Statisch: Erwartung exogen, ändert sich nie, kein Abbau von Erwartungsfehlern. Adaptiv: Erwartung aus Vergangenheit, systematischer Fehler wird graduell abgebaut. Rational: Erwartung = Modellprognose, nur zufällige Fehler, kein systematischer Irrtum.
Schocks in makroökonomischen Modellen
Exogene stochastische Störgrößen, die Verhaltensgleichungen additiv hinzugefügt werden. Erfassen Angebots- und Nachfrageschocks (Produktivitätsschocks, Ölpreisschocks, Präferenzschocks usw.). Meist modelliert als „white noise" mit Erwartungswert = 0.
Warum führen rationale Erwartungen zu einer strategischen Entscheidungssituation für die Wirtschaftspolitik?
Weil Politiker die Auswirkungen ihrer Maßnahmen auf die Erwartungen der Privaten einkalkulieren müssen, während das Verhalten der Privaten von ihren Erwartungen über die Wirtschaftspolitik abhängt. Diese Interdependenz führt zu einem „Spiel" zwischen Politik und Privaten – mit möglicher Folge unnötig hoher Inflation bei diskretionärer Geldpolitik.
Nominalzinssatz (it)
Rate, mit der der Nominalwert eines Anlagebetrags in einer Periode wächst. -> Formel: Vt+1 = (1 + it) · Vt
Realzinssatz (rt)
Rate, mit der der Realwert (gemessen in Warenkorb-Einheiten) des Anlagebetrags in einer Periode wächst. Formel (exakt): rt = (1 + it)/(1 + πt+1) − 1 Formel (Approximation): rt ≈ it − πt+1
Was ist der Unterschied zwischen ex-ante und ex-post Realzins?
Ex-post Realzins: tatsächliche reale Ertragsrate, bekannt nach Ablauf der Periode. rt ≈ it − πt+1 Ex-ante Realzins: erwartete reale Ertragsrate zum Zeitpunkt der Entscheidung, basiert auf Inflationserwartungen. rt ≈ it − πᵉt+1
Fisher-Gleichung (ex-ante Realzins)
r ≈ i − πᵉ Der Realzins entspricht dem Nominalzins minus der erwarteten Inflationsrate. Grundlage für alle Nachfrageentscheidungen im erweiterten Modell.
Modifizierte Konsumfunktion
C = C(Y − T, r) mit Cr < 0 und 0 < CY−T < 1. Konsum hängt vom verfügbaren Realeinkommen und vom Realzins ab. Realzins statt Nominalzins, weil rationale Konsumenten frei von Geldwertillusion sind.
Modifizierte Investitionsfunktion
I = I(r) mit Ir < 0. Investitionen hängen vom Realzins ab, da reale Finanzierungskosten entscheidend sind. Bei positiver Inflation sind reale Finanzierungskosten geringer als nominale.
Warum hängt die Geldnachfrage weiterhin vom Nominalzins ab?
Weil die Opportunitätskosten der Geldhaltung die Differenz zwischen Nominalverzinsung der Geldhaltung (= 0) und der Wertpapierverzinsung (= i) sind. Die reale Verzinsung beider Anlageformen wird gleichermaßen durch die erwartete Inflation geschmälert – sie kürzt sich heraus. Formel: L = L(Y, i) mit Li < 0 < LY (unverändert!)
Erweitertes keynesianisches Grundmodell (4 Gleichungen)
(3.8) Y = C(Y−T, r) + I(r) + Ḡ → Gütermarkt (IS). (3.9) M = P·L(Y, i) → Geldmarkt (LM) (3.10) r = i − πᵉ → Fisher-Gleichung (3.11) P = P(Y, W, K) mit PY, PW > 0 > PK → AS-Kurve
Wie wirkt ein Anstieg der Inflationserwartungen im Y-i-Diagramm?
IS-Kurve verschiebt sich nach rechts/oben (Lageparameter!), LM-Kurve bleibt unverändert. Ergebnis: Y↑, i↑. Realzins sinkt jedoch (r = i − πᵉ, da i weniger stark steigt als πᵉ).
Wie wirkt ein Anstieg der Inflationserwartungen im Y-r-Diagramm?
LM-Kurve verschiebt sich nach rechts/unten (Lageparameter!), IS-Kurve bleibt unverändert. Ergebnis: Y↑, r↓. Begründung: Gestiegene Inflationserwartungen erhöhen Alternativkosten der Kassenhaltung → Transaktionskasse muss steigen → Einkommen steigt oder Realzins sinkt.
Was passiert im erweiterten Grundmodell (mit flexiblen Preisen) bei steigender Inflationserwartung?
AD-Kurve verschiebt sich nach rechts/oben → P↑ → LM-Kurve verschiebt sich zurück nach links. Ergebnis: Y↑ (aber weniger als bei festem P), i↑ (stärker), r↓ (weniger stark), P↑. Wichtig: Erwartete zukünftige Preissteigerungen führen bereits heute zu Preissteigerungen!
Was sind die Realzinseffekte von Fiskal- und Geldpolitik im erweiterten Modell?
Fiskalpolitik (G↑ oder T↓): Zusätzlich zu den bekannten Effekten → Realzins↑ (Crowding-Out auch über Realzins). Geldpolitik (M↑): Nur wenn Realzinsen sinken, entstehen Beschäftigungseffekte. Bei exogenen Inflationserwartungen: i↓ → r↓ → Investitionen↑ → Y↑.
AS-Kurve im erweiterten Modell
P = P(Y, W, K) mit PY > 0, PW > 0, PK < 0 Steigend weil: Mehr Output → mehr Arbeit nötig → abnehmende Grenzproduktivität → Reallohn muss sinken → bei starren Nominallöhnen nur über Preiserhöhung möglich. Lageparameter: W↑ → AS nach links/oben. K↑ → AS nach rechts/unten. (Unverändert gegenüber Einheit 2!)
Warum ist es problematisch, von exogenen Inflationserwartungen bei der Analyse von Geldpolitik auszugehen?
Weil expansive Geldpolitik die Inflationserwartungen der Privaten beeinflussen kann – entweder nach oben (wenn sie dauerhaft expansive Politik erwarten) oder nach unten (wenn sie erwarten, dass die Zentralbank später gegensteuert). Exogene Erwartungen ignorieren diese Interdependenz zwischen Politik und Erwartungsbildung.
Leitzins (konventionelle Geldpolitik)
Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank Geld leihen können. EZB-Leitzins = Hauptrefinanzierungssatz. Expansive Geldpolitik = Leitzinssenkung. Restriktive Geldpolitik = Leitzinserhöhung.
Geldmenge
M = BG + DP Bargeld (BG) + Depositen/Buchgeld der Geschäftsbanken (DP). Bargeld macht nur ca. 10% der Geldmenge M3 im Euroraum aus!
Zentralbankgeldmenge (ZBG)
ZBG = BG + RE Bargeld + Reserven (Zentralbankguthaben der Geschäftsbanken). RE = MR (Mindestreserven) + ÜL (Überschussliquidität).
Zinskanal der Geldpolitik
Transmissionskanal: Leitzinsänderung → Interbanken-Geldmarktzins → Kredit- und Einlagenzinsen → Konsum/Investitionen → Einkommen/Preise. Gilt für konventionelle Geldpolitik bei gegebenen Inflationserwartungen.
MP-Kurve (Monetary Policy)
Stellt die Leitzinspolitik dar – zeigt alle Gleichgewichtspositionen, bei denen Wertpapierzins = Leitzins. Bei Leitzinspolitik ersetzt sie die LM-Kurve als aktives Instrument. Geldmenge wird endogen.
Was ist der Unterschied zwischen Zinssteuerung und Geldmengensteuerung bei Güternachfragestörungen?
Zinssteuerung (Leitzins fix): Realzins bleibt konstant → Nachfragestörungen schlagen voll durch (stärkere Effekte auf Y und P). - Geldmengensteuerung (M fix): Realzins passt sich an → Nachfragestörungen werden gedämpft. - Umgekehrt bei monetären Störungen: Zinssteuerung verhindert Übertragung auf Y und P, Geldmengensteuerung nicht.
Taylor-Regel
iL = rn + π + θπ·(π − π*) + θY·((Y−Yn)/Yn). mit θπ > 0, θY > 0 rn = natürlicher Realzins, π* = Zielinflationsrate, Yn = natürliches Outputniveau. Taylor verwendete θπ = θY = ½.
Taylor-Prinzip
Der Leitzins muss überproportional auf Inflationsänderungen reagieren: Reaktionskoeffizient (1 + θπ) > 1. Garantiert, dass der Realzins sich in dieselbe Richtung bewegt wie der Leitzins – auch wenn Inflationserwartungen steigen.
Vereinfachte Taylor-Regel
iL = Λ(π, Y) mit Λπ > 1, ΛY > 0 Leitzins reagiert überproportional auf Inflation und positiv auf Output. Grundlage der EAD-Kurve.
EAD-Kurve (Erweiterte Aggregierte Nachfrage)
Zeigt den inversen Zusammenhang zwischen Inflationsrate π und aggregierter Güternachfrage Y bei Einhaltung der Taylor-Regel. Ähnlich wie AD-Kurve, aber: Verlauf hängt von geldpolitischer Reaktion auf Inflation ab.
Effektive Nominalzinsuntergrenze (Zero Lower Bound)
Nominalzins kann nicht beliebig weit gesenkt werden, da Marktteilnehmer sonst in zinslose Bargeldhaltung flüchten. Praktische Untergrenze ca. 0% (oder leicht negativ bis ca. -1%). Formel: iL = max[0, Λ(π, Y)]
Was ist die Untergrenze für den Realzins an der Nominalzinsuntergrenze?
Realzins-Untergrenze = −πᵉ. Bei positiven Inflationserwartungen kann ein negativer Realzins erreicht werden. Bei Deflationserwartungen (πᵉ < 0) ist die Realzinsuntergrenze bereits positiv → Geldpolitik noch stärker eingeschränkt.
Deflationsspirale
Gefahr bei adaptiven Erwartungen und bindender Zinsuntergrenze: Sinkende Inflation → πᵉ sinkt → Realzins steigt → Y sinkt → Preisdruck↓ → Inflation sinkt weiter. Selbstverstärkender Prozess.
Güternachfrage und erwarteter Realzinspfad
Yt = EtYt+T − (1/σ)·Et·Σ(rt+j) Güternachfrage hängt nicht nur vom aktuellen, sondern vom gesamten erwarteten zukünftigen Realzinspfad ab. Grundlage für unkonventionelle Geldpolitik.
Langfristiger Zins (Erwartungstheorie)
itᵀ = (1/T)·Et·Σ iL(t+j) + RP(t,T,...). Risikoloser Zins = Durchschnitt erwarteter Leitzinsen. Plus Risikoprämie (RP) für Laufzeit- und Bonitätsrisiken.
Quantitative Easing (QE)
Massiver Ankauf langfristiger, risikobehafteter Wertpapiere durch die Zentralbank. Wirkt über zwei Kanäle: Signalkanal: Senkung der Erwartungen über zukünftige Leitzinsen → langfristige Zinsen sinken. Vermögensumschichtungskanal: Senkung der Risikoprämien → langfristige Zinsen sinken. Ziel: IS-Kurve nach rechts verschieben.
Forward Guidance (FG)
Zielgerichtete Kommunikation der Zentralbank über zukünftige Leitzinspolitik. Ziel: Erwartungen über zukünftige Leitzinsen senken → langfristige Zinsen sinken → IS-Kurve nach rechts. Problem: Zeitinkonsistenz – Zentralbank hat Anreiz, Versprechen später zu brechen.
Definition Negativzinspolitik
Geldmarktzins wird in den negativen Bereich geführt. Wirkt über Zinskanal (Refinanzierungskosten sinken) und Erwartungskanal (negative Zinsen werden als dauerhaft erwartet). Risiko: Umkehrzins – bei zu negativen Zinsen wirkt die Politik restriktiv statt expansiv (Bankenprofitabilität leidet).
Was unterscheidet Nominalzins- von Realzinssteuerung bei veränderten Inflationserwartungen?
Nominalzinssteuerung (iL fix): Sinken die Inflationserwartungen → Realzins steigt → Y sinkt → Preisniveau fällt. Realzinssteuerung (r fix): Zentralbank senkt Leitzins proportional zur Änderung der Inflationserwartung → Realzins bleibt konstant → Y und P unverändert.
Konventionelle vs. unkonventionelle Geldpolitik
Konventionell: Steuerung des kurzfristigen Interbanken-Geldmarktzinses über den Leitzins – gilt für „normale Zeiten". Unkonventionell: Maßnahmen die über reine Leitzinsänderungen hinausgehen (QE, FG, Negativzinspolitik) – eingesetzt wenn Zinsuntergrenze erreicht ist.
Interbanken-Geldmarkt vs. makroökonomischer Geldmarkt
Interbanken-Geldmarkt (institutionell): Handel von Zentralbankguthaben zwischen Geschäftsbanken. Zins hier = Geldmarktzins. Makroökonomischer Geldmarkt (theoretisch): Geldangebot des Bankensektors trifft auf Geldnachfrage der Nichtbanken. Grafisch: LM-Kurve.
IS-Kurve mit Erwartungen über zukünftiges Einkommen
Yt = EtYt+1 − (1/σ)·rt. Güternachfrage steigt, wenn höheres zukünftiges Einkommen erwartet wird (Konsumglättung). Grundlage der neukeynesianischen IS-Kurve.
Warum ist Geldpolitik an der Zinsuntergrenze nach Krugman nicht zwingend wirkungslos
Weil Geldpolitik auch die Erwartungen der Marktteilnehmer über die zukünftige Geldpolitik beeinflussen kann. Gelingt es der Zentralbank, Erwartungen über zukünftige Leitzinsen zu senken oder Inflationserwartungen zu erhöhen, sinkt der erwartete Realzinspfad → IS-Kurve verschiebt sich nach rechts.
EAS-Kurve (Erweiterte Angebotskurve)
Angebotskurve für gegebene Erwartungen der Marktteilnehmer über das Preisniveau/die Inflation. Verläuft steigend im Y-P-Diagramm. Gilt für kurze/mittlere Frist. Unterschied zur AS-Kurve: AS gilt bei richtiger Antizipation der Inflation und flexiblen Preisen/Löhnen → verläuft senkrecht bei Yn.
Natürlicher Output / Produktionspotenzial (Yn)
Produktionsniveau bei richtiger Antizipation der Inflation sowie vollständig flexiblen Preisen und Löhnen. Entspricht normaler Auslastung der Produktionsfaktoren – nicht zwingend der Kapazitätsgrenze.
Was ist der Kernunterschied zwischen neoklassischem und keynesianischem Ansatz bei der EAS-Kurve?
Neoklassisch (sticky information): Preise und Löhne vollständig flexibel, aber Marktteilnehmer haben unvollständige Informationen über aktuelles Preisniveau → Erwartungsirrtümer erklären EAS-Kurve. Keynesianisch (sticky prices): Vollständige Informationen über kontemporäre Daten, aber Preise/Löhne nicht vollständig flexibel → Preis-/Lohnstarrheiten erklären EAS-Kurve.
Linearisierte Angebotsfunktion (Preisniveau)
p = pᵉ + κ·(y − yn) mit κ > 0 Preisniveau liegt über dem erwarteten Preisniveau, wenn Output über dem Produktionspotenzial liegt. Grundlage für Phillipskurve.
Angebotsfunktion / Phillipskurve (Inflation)
π = πᵉ + κ·(y − yn) mit κ > 0 Positive Produktionslücke → Inflation über Inflationserwartung. Negative Produktionslücke → Inflation unter Inflationserwartung.
Phillipskurve (Arbeitslosenquote)
π = πᵉ − α·(U − Un) mit α > 0 U < Un → π > πᵉ (Unterbeschäftigung der natürlichen Rate → Inflation über Erwartung).
Okunsches Gesetz
y − yn = −a·(U − Un) mit 1 > a > 0 Produktionslücke und Abweichung der Arbeitslosenquote von der natürlichen Rate sind negativ korreliert. Verbindet Phillipskurve mit Angebotsfunktion.
Natürliche Arbeitslosenquote (Un)
Arbeitslosenquote bei vollständig flexiblen Preisen/Löhnen und Abwesenheit von Erwartungsirrtümern. Wird bestimmt durch: Kapitalstock (K↑ → Un↓), Preisaufschlag μ (μ↑ → Un↑), Lohnaufschlag z (z↑ → Un↑).
Preissetzungsfunktion (unvollständige Konkurrenz)
P = (1+μ)·W / (a·N^(a-1)·K^b). oder aufgelöst nach Reallohn: W/P = a·N^(a-1)·K^b / (1+μ) Preisaufschlag μ wirkt wie Senkung der Grenzproduktivität → geringere Arbeitsnachfrage.
Lohnsetzungsfunktion
W = Pᵉ·F(U, z) mit FU < 0 < Fz Löhne hängen vom erwarteten Preisniveau, der Arbeitslosenquote und Sammelparameter z (Arbeitslosenversicherung, Steuern, Mindestlohn) ab.
Ursprüngliche Phillipskurve (Phillips 1958)
Negative Beziehung zwischen Lohnsteigerungsrate und Arbeitslosenquote: Ẇ/W = −μ·U Samuelson/Solow: ersetzten Lohnsteigerungsrate durch Inflationsrate → π = −α·U
Erweiterte Phillipskurve (Phelps/Friedman)
π = πᵉ − α·(U − Un) Berücksichtigt Inflationserwartungen und natürliche Arbeitslosenquote. Langfristig keine stabile Austauschbeziehung zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit → langfristige Phillipskurve senkrecht bei Un.
NAIRU
Non-Accelerating Inflation Rate of Unemployment = natürliche Arbeitslosenquote. Minimale Arbeitslosigkeit, die nicht zu einer Beschleunigung der Inflation führt. Bei U < NAIRU steigt die Inflationsrate im Zeitablauf an.
Akzelerationshypothese
Nur durch ständig steigende Inflationsraten kann eine dauerhaft unter der natürlichen Rate liegende Arbeitslosigkeit realisiert werden. Je höher λ (Anpassungsgeschwindigkeit der Erwartungen), desto schneller muss die Inflation erhöht werden.
Phillipskurve bei adaptiven Erwartungen (λ = 1)
πt − πt-1 = −α·(U − Un) Bei vollständiger Anpassung wird aus dem Trade-off zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit ein Trade-off zwischen Inflationsänderung und Arbeitslosigkeit.
Neukeynesianische Phillipskurve
π = β·Etπt+1 + κ·(y − yn) mit κ > 0 und 0 < β ≤ 1 Unterschiede zur neoklassischen Version: Inflationserwartung bezieht sich auf zukünftige Periode (nicht aktuelle). β = Diskontierungsfaktor. Gilt wegen Preisinflexibilität auch bei vollständigen Informationen.
Was sagt die Phillipskurve bei rationalen Erwartungen aus?
Abweichungen der Arbeitslosigkeit von Un können nur rein zufällig entstehen (Erwartungsfehler hat E = 0). Systematische Wirtschaftspolitik zur Senkung der Arbeitslosigkeit über Inflation ist zum Scheitern verurteilt – weder kurz- noch langfristig nutzbar (neoklassisch). Bei Preisinflexibilitäten (keynesianisch) sind kurzfristige Effekte auch bei rationalen Erwartungen möglich.
Warum flacht die Phillipskurve seit den 1980er Jahren ab?
Zentralbanken haben Inflationserwartungen erfolgreicher „verankert" durch: größere rechtliche Unabhängigkeit, klare Kommunikation von Inflationszielen. Bei gut verankerten Erwartungen orientieren sich Preis-/Lohnsetzer mehr an Inflationszielen als an zyklischen Schwankungen → Zusammenhang zwischen Arbeitslosenquote und Inflation schwächer.
Was ist der Unterschied zwischen kurz- und langfristiger Phillipskurve?
Kurzfristig: fallend im π-U-Diagramm, gilt für gegebene Inflationserwartungen. Bei höherer (niedrigerer) Inflation als erwartet → U < Un (U > Un). Langfristig: senkrecht bei Un, gilt wenn Inflationserwartungen richtig sind. Keine stabile Austauschbeziehung zwischen Inflation und Arbeitslosigkeit.
Warum führt ein Anstieg des Preisaufschlags μ zu höherer natürlicher Arbeitslosigkeit?
Höherer Preisaufschlag → Preissetzungsfunktion (PS) verschiebt sich nach links → geringerer gleichgewichtiger Reallohn → Unternehmen stellen weniger ein → Beschäftigung sinkt → natürliche Arbeitslosenquote steigt. Steigende Arbeitslosigkeit trotz sinkender Reallöhne!
Stagflation
Gleichzeitiges Auftreten steigender Inflationsraten und steigender Arbeitslosenquoten – empirisch beobachtet in den 1970er Jahren. Widerspruch zur ursprünglichen Phillipskurve, erklärbar durch Verschiebung der Phillipskurve nach oben infolge gestiegener Inflationserwartungen.
Real Business Cycle Theory
Konjunkturtheorie bei vollständigen Informationen und flexiblen Preisen/Löhnen: Angebotsseite wird durch Abfolge ständiger Arbeitsmarktgleichgewichte beschrieben. Monetäre Faktoren haben überhaupt keinen Einfluss auf den Konjunkturverlauf – nur reale Angebotsschocks erklären Schwankungen.
Gesellschaftliche Verlustfunktion
"Misst Wohlfahrtsverluste durch Nichterreichen gesellschaftlicher Ziele für Inflation und Arbeitslosigkeit.Formel: min L = (π − π*)² + λ·(U − U*)²
π* = Zielinflationsrate, U* = Zielarbeitslosenquote, λ = relatives Gewicht des Arbeitslosigkeitsziels."
Was bedeutet λ in der Verlustfunktion?
λ = 0: Gesellschaft bewertet nur Inflationsziel (inflationsfeindlich). λ → ∞: Gesellschaft bewertet nur Arbeitslosigkeitsziel. 0 < λ < ∞: Gesellschaft möchte beide Ziele erreichen.
Phillipskurve im Optimierungsmodell
π = πᵉ − α·(U − Un) mit α > 0 Nebenbedingung der Verlustminimierung. Bei richtigen Erwartungen: U = Un.
Zielarbeitslosenquote vs. natürliche Arbeitslosenquote
U* = k·Un mit 0 ≤ k < 1 Zielarbeitslosenquote liegt unter natürlicher Rate, weil Marktunvollkommenheiten (Preisaufschläge, ineffiziente Steuern) die natürliche Rate künstlich erhöhen.
Diskretionäre Geldpolitik
Geldpolitik ohne feste Regelbindung. Ablauf: Lohnsetzer bilden Inflationserwartungen → dann legt Zentralbank Inflationsrate gewinnmaximierend fest. Zentralbank kennt fixierte Löhne und reagiert optimal.
Geldpolitische Reaktionsfunktion (diskretionär)
π = [α²/(α²+λ)]·π* + [λ/(α²+λ)]·[(1−k)·Un + α·πᵉ] Zeigt: Zentralbank reagiert auf Inflationserwartungen der Lohnsetzer – höhere Erwartungen → höhere Inflation.
Gleichgewichtige Inflation bei diskretionärer Geldpolitik (Inflation Bias)
πD = π* + [λ·α·(1−k)/α²]·Un = π* + [λ·(1−k)/α]·Un Gleichgewichtige Arbeitslosenquote: UD = Un Inflation liegt über Zielinflationsrate! Keine Beschäftigungsvorteile – nur unnötig hohe Inflation.
Inflation Bias
Systematisch zu hohe Inflation bei diskretionärer Geldpolitik. Entsteht weil: Zentralbank hat Anreiz, Inflation über Erwartungen zu setzen → rationale Lohnsetzer antizipieren das → erwarten höhere Inflation → Gleichgewicht bei zu hoher Inflation ohne Beschäftigungsgewinn.
Zeitliche Inkonsistenz (Time Inconsistency)
Problem: Zentralbank kündigt Regel π = π* an, hat aber nach Bildung der Erwartungen Anreiz, davon abzuweichen. Ankündigung ohne echte Bindung ist unglaubwürdig → Lohnsetzer erwarten dennoch diskretionäre Inflation → Regel kann nicht realisiert werden.
Was sind die Ergebnisse bei regelgebundener Geldpolitik?
Inflationsrate: πR = π* (Zielinflation wird erreicht) Arbeitslosenquote: UR = Un (wie bei diskretionärer Politik) Aber: Keine zusätzlichen Inflationsverluste → gesellschaftliche Verluste geringer als bei diskretionärer Politik.
Rogoff-Ansatz / Konservativer Zentralbanker
Delegation der Geldpolitik an eine unabhängige Zentralbank, die Preisstabilität stärker gewichtet als gesellschaftlich erwünscht (λCB < λ). Formel Zielfunktion ZB: min LCB = (π − π*)² + λCB·(U − U*)². Optimaler Wert bei Schocks: 0 < λCB* < λ
Warum sollte λCB nicht gleich 0 sein (bei Schocks)?
Bei reiner Inflationsorientierung (λCB = 0) würde die Volatilität der Inflation stark sinken, aber die Volatilität der Arbeitslosenquote zu stark steigen – das entspricht nicht den gesellschaftlichen Präferenzen. Ein kleines positives λCB ist besser.
Was ist die „Free-Lunch"-These zur Zentralbankunabhängigkeit?
Empirische Studien zeigen: Zentralbankunabhängigkeit senkt Inflation, ohne die realwirtschaftliche Volatilität (Arbeitslosigkeit) zu erhöhen. Geringere Inflation muss also nicht mit höheren Beschäftigungsschwankungen erkauft werden.
Warum ist eine schlichte Ankündigung einer Regelregel ohne Bindung wirkungslos?
Weil rationale Lohnsetzer den Anreiz der Zentralbank kennen, nach Erwartungsbildung abzuweichen. Eine nicht bindende Ankündigung ist zeitlich inkonsistent → unglaubwürdig → Lohnsetzer erwarten diskretionäre Inflation → Ankündigung hat keine Wirkung.
Zahlungsbilanz
Systematische Erfassung aller wirtschaftlichen Transaktionen zwischen Inländern und Ausländern in einer Periode. Enthält Stromgrößen (keine Bestandsgrößen). Besteht aus: Leistungsbilanz (I), Vermögensänderungsbilanz (II), Kapitalbilanz (III) + Restposten.
Buchhalterischer Zusammenhang der Zahlungsbilanz
SLB + SVB + STAT = SKB. bzw. SLB + SVB + STAT = NK + ΔR SLB = Leistungsbilanzsaldo, SVB = Vermögensänderungsbilanz, SKB = Kapitalbilanzsaldo, NK = privater Netto-Kapitalexport, ΔR = Devisenbilanzsaldo (Veränderung Währungsreserven).
Was sind die vier Bestandteile der Leistungsbilanz?
Warenhandel (Handelsbilanzsaldo), Dienstleistungen, Primäreinkommen (Zins-/Dividendenzahlungen, Erwerbseinkommen), Sekundäreinkommen (regelmäßige Transferzahlungen ohne Gegenleistung).
Außenbeitrag
Saldo aus Dienstleistungsbilanz und Handelsbilanzsaldo. Entspricht bei vereinfachenden Annahmen dem Leistungsbilanzsaldo. Ist Komponente der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage in der offenen Volkswirtschaft. Real: A = EX − IM.
Kapitalbilanzsaldo (SKB)
SK > 0: Netto-Kapitalexport (Zunahme Netto-Auslandsvermögen). SK < 0: Netto-Kapitalimport (Abnahme Netto-Auslandsvermögen). Enthält: Direktinvestitionen, Wertpapieranlagen, Finanzderivate, übriger Kapitalverkehr, Veränderung Währungsreserven.
Wechselkurs: Mengen- vs. Preisnotierung
Mengennotierung: Einheiten Auslandswährung pro Einheit Inlandswährung (z.B. 1,09 $/€). Aufwertung → Kurs steigt. Preisnotierung: Einheiten Inlandswährung pro Einheit Auslandswährung (z.B. 0,92 €/$). Aufwertung → Kurs sinkt.
Effektiver Wechselkurs
Gewichteter Durchschnitt der Wechselkurse zu den wichtigsten Handelspartnern. Zeigt, ob eine Währung gegenüber allen Haupthandelspartnern auf- oder abgewertet hat.
Was passiert bei flexiblen vs. festen Wechselkursen bei einer Überschussnachfrage nach Devisen?
Flexibel: Wechselkurs steigt (Inlandswährung wertet ab) → neues Marktgleichgewicht ohne Intervention. Fest: Zentralbank verkauft Devisen aus Währungsreserven → Währungsreserven sinken, Geldmenge sinkt. Autonome Geldpolitik nicht möglich!
Realer Wechselkurs
q = (e · P*) / P e = nominaler Wechselkurs (Preisnotierung), P* = ausländisches Preisniveau, P = inländisches Preisniveau. q↑ = reale Abwertung (Auslandsgüter relativ teurer) → Exporte↑.
Kaufkraftparität (KKP / PPP)
Bei homogenen Gütern und Abwesenheit von Transaktionskosten gilt q = 1 (Gesetz des einheitlichen Preises). Gilt eher langfristig. Im Mundell-Fleming-Modell (kurzfristig): q ≠ 1 möglich wegen inhomogener Güter.
IS-Kurve der offenen Volkswirtschaft
Y = C(Y−T) + I(i) + Ḡ + A(q, Y, Y*). mit Aq > 0, AY* > 0, AY < 0 Neue Lageparameter: realer Wechselkurs q (q↑ → IS rechts) und Auslandseinkommen Y* (Y*↑ → IS rechts).
Normalreaktion des Außenbeitrags
Bei realer Abwertung (q↑) steigt der Außenbeitrag A. Setzt voraus, dass der Exporteffekt den (ambivalenten) Importeffekt dominiert.
Zinsparitätenbedingung (IRP)
Exakt: (1+i) = (Ee+1/e)·(1+i*). Approximiert: i = i* + (Ee+1 − e)/e. Inlandszins = Auslandszins + erwartete Wechselkursänderungsrate. Bei i > i*: Abwertungserwartung nötig.
Zinsparitätentheorie des Wechselkurses (Blanchard)
e = Ee+1 / (1 + i − i*) Wechselkurs bestimmt sich aus Zinsdifferenz und erwartetem zukünftigen Wechselkurs. i↑ → e↓ (Aufwertung). i↓ → e↑ (Abwertung).
Wie wirkt eine Leitzinssenkung in der kleinen offenen Volkswirtschaft bei flexiblen Wechselkursen?
iL↓ → i↓ → Zinskanal: Investitionen↑, Y↑. Zusätzlich: i < i* → Kapitalexporte↑ → Devisennachfrage↑ → e↑ (Abwertung) → q↑ → Außenbeitrag A↑ → IS rechts → Y↑ noch stärker. Wechselkurskanal verstärkt den Zinskanal!
Geldpolitisches Trilemma
Eine kleine offene Volkswirtschaft kann nicht gleichzeitig alle drei Ziele erreichen: Autonome Geldpolitik, Feste Wechselkurse, Freier Kapitalverkehr Nur zwei der drei Ziele sind gleichzeitig erreichbar.
Warum ist autonome Geldpolitik bei festen Wechselkursen und vollkommener Kapitalmobilität unmöglich?
Bei festem Wechselkurs muss i = i* gelten (Zinsparitätenbedingung). Jede Abweichung führt zu massiven Kapitalzu- oder -abflüssen → Verlust der Währungsreserven oder Überschussliquidität → Zentralbank muss i anpassen. Einziger Ausweg: Kapitalverkehrskontrollen.
Wirtschaftliches Wachstum (sehr lange Frist)
Beschäftigt sich mit der langfristigen Entwicklung des realen BIP-pro-Kopf über Jahrzehnte/Jahrhunderte. Unterscheidet sich von kurz-/mittelfristiger Analyse (Konjunktur, Inflation, Arbeitslosigkeit).
Solow-Wachstumsmodell
Neoklassischer Ansatz zur Erklärung von Wachstum. Geht von langfristiger Vollbeschäftigung aller Produktionsfaktoren und substituierbaren Produktionsfaktoren aus. Basis für viele Weiterentwicklungen der Wachstumstheorie.
Steady-State (Wachstumsgleichgewicht)
Zustand, in dem alle endogenen Variablen mit konstanten Raten wachsen. Im Solow-Modell: k̇ = 0 → Kapitalstock pro Effizienzeinheit Arbeit ist konstant. Ist stabil – Volkswirtschaft konvergiert immer zum Gleichgewicht.
Produktionsfunktion (Solow)
Y(t) = A(t) · N(t)^a · K(t)^b Cobb-Douglas mit konstanten Skalenerträgen. A = technischer Fortschritt, N = Arbeit, K = Kapitalstock.
Effektive Arbeit (Effizienzeinheiten)
A(t) · N(t) = Arbeit gemessen in Effizienzeinheiten. Technischer Fortschritt wirkt wie eine Vermehrung des Faktors Arbeit. Wächst mit Rate gA + gN.
Produktionsfunktion pro Effizienzeinheit Arbeit
y(t) = k(t)^b y = Y/(A·N) = Output pro Effizienzeinheit, k = K/(A·N) = Kapital pro Effizienzeinheit.
Zentrale Bewegungsgleichung (Solow)
k̇(t) = s·y(k) − (gA + gN + δ)·k(t) Bruttoinvestitionen pro Effizienzeinheit = s·y(k) Benötigte Investitionen ("break-even") = (gA + gN + δ)·k k̇ > 0 wenn tatsächliche > benötigte Investitionen → k steigt.
Gleichgewichtsbedingung (Steady-State)
k̇ = 0 → gk = 0 Kapitalstock pro Effizienzeinheit ist konstant. Daraus folgen alle gleichgewichtigen Wachstumsraten.
Gleichgewichtige Wachstumsraten
gK = gY = gA + gN (Kapital und Output wachsen gleich schnell) gY/N = gA (Pro-Kopf-Wachstum = technischer Fortschritt)
Was ist die zentrale Aussage des Solow-Modells?
Nur technischer Fortschritt erklärt langfristiges Wachstum des BIP-pro-Kopf. Weder Kapitalwachstum noch Bevölkerungswachstum allein können dauerhaftes Pro-Kopf-Wachstum erzeugen. Ohne technischen Fortschritt konvergiert die Volkswirtschaft zu konstantem BIP-pro-Kopf.
Welchen Einfluss hat die Sparquote im Solow-Modell?
Höhere Sparquote s → höheres Gleichgewichtsniveau k* und y* (höherer Wachstumspfad). Aber: die gleichgewichtigen Wachstumsraten bleiben unverändert! Nur temporär höhere Wachstumsraten während der Anpassung.
Endogene Wachstumstheorie
Erweiterung des Solow-Modells: technischer Fortschritt und Humankapital werden nicht mehr als exogen unterstellt, sondern aus dem Rationalverhalten der Wirtschaftssubjekte hergeleitet. Erklärt die Bestimmungsgründe für den zentralen Wachstumsfaktor.
Zuletzt geändertvor einem Monat