Wie nennt man die übliche Antriebsquelle für Motoren?
Motoren mit innerer Verbrennung (Wärmekraftmaschinen)
Welche Kraftstoffe werden hier eingesetzt?
Aus Erdöl gewonnene Kraftstoffe (Benzin/Diesel)
Erdgas
Biokraftstoffe
Was passiert bei der Verbrennung?
Es wird Chemische Energie in mechanische Arbeit umgewandelt.
Welche Motoren sind üblich?
Wie arbeiten diese zusammen?
Hubkolbenmotoren
Die Kolben arbeiten grundsätzlich unabhängig voneinander
Es gibt einen Kolben je Zylinder
Welche Elemente der Motorsteuerung gewährleisten das optimale öffnen und schließen der Ventile ?
Ein - und Auslassventile
Nockenwelle
Zahnriemen/Steuerkette
Steuerräder
Unterscheidungsmerkmale
Arbeitsweise
Zwei- oder Viertaktmotoren
Kraftstoffart
Benzin, Diesel, Erdgas
Gemischbildung
innere oder äußere Gemischbildung
Zündung
Fremdzündung oder Selbstzündung
Bauform
Reihenmotoren, V Motoren, Boxermotoren,
Kühlsystem
Flüssigkeitskühlung oder Luftkühlung
Hubraum
Größe und Art (Languber, Kurzhuber)
Was ist ein Hubraum?
Das Volumen eines Zylinders zwischen dem OT und dem unteren UT des Kolbens
Was ist ein Kolbenhub?
Der Weg des Kolbens zwischen OT und UT
Was ist ein Drehmoment?
Ein Drehmoment entsteht, wenn eine Kraft auf einen Hebel wirkt und dadurch etwas gedreht wird
Ein Drehmoment ist verantwortlich für die Elastizität des Motors
Bei Niedrigen Drehzahlen sorgt ein hohes Drehmment für gute Beschleunigungswerte und geringen Kraftstoffverbrauch
Was ist die Leisrtung?
Die Leistung ist eine physikalische Größe
ergibt sich aus der in einer bestimmten Zeit umgewandelten Energie (Energie des Kraftstoffs) in mechanische Arbeit
Die Motorleistung wird angegeben in KW (Kilowatt)
Oder in PS (Pferdestärke)
1 KW entspricht 1,36 PS
Was ist ein Kurbeltrieb?
Was sind die Bauteile eines Kurbeltriebs?
Der Kurbeltrieb hat die Aufgabe, die durch die Verbrennung des Kraftstoff-Luft Gemischs erzeugte Kraft und die einhergehende auf und abwärts gehende Bewegung des Kolbens in eine Drehbewegung der Kurbelwelle umzuwandeln.
Kolben
Pleulstange
Kurbelwelle
Schwunggrad
Was meint man mit Quantitätsregelung ?
Da eine Drosselklappe vorhanden ist verändert sich die Luftmenge je nach Stellung dieser Drosselklappe
Natürlich wird bei modernen Otto Motoren auch die Kraftstoffmenge durch Einspritzanlagen angepasst.
4 Takte beim Motor
Takt: Ansaugen: Der Kolben bewegt sich nach unten. Das Einlassventil öffnet sich. Frischgas (Sauerstoff-Kraftstoff-Gemisch oder reine Luft) strömt in den Zylinder
2. Takt: Verdichten: Das Einlassventil schließt sich. Der Kolben bewegt sich wieder nach oben. Das Gas wird stark komprimiert und erwärmt sich dabei.
3. Takt: Arbeiten: Kurz vor dem obersten Punkt entzündet eine Zündkerze (beim Benziner) oder die Hitze durch Eigenzündung (beim Diesel) das Gemisch. Die Explosion drückt den Kolben mit großer Kraft nach unten. Dies ist der einzige Takt, der Antriebsenergie liefert.
4. Takt: Ausstoßen: Das Auslassventil öffnet sich. Der Kolben bewegt sich wieder nach oben. Er drückt die verbrannten Abgase aus dem Zylinder in den Auspufftrakt.
Der Luftmassenmesser (LMM)
Der Luftmassenmesser (LMM) ist ein zentraler Sensor im Ansaugtrakt eines Verbrennungsmotors, der die exakte Masse der einströmenden Luft pro Zeitspanne misst.
Auf Basis dieser Werte berechnet das Motorsteuergerät kontinuierlich die exakte Menge an Kraftstoff, die eingespritzt werden muss, um ein optimales Verbrennungsverhältnis zu garantieren
Was ist ein Verdichtungsverhältnis?
Das Volumen des gesamten Raumes über dem Kolben bei UT zu dem Restvolumen über dem Kolben bei OT (Verbrennungsraum)
Hubraum (Vh) + Verdichtungsraum (Vc) : Verdichtungsraum (Vc)
Verdichtungsverhältnis bei Otto Motoren und Dieselmotoren ?
Otto Motoren -> zwischen 10:1 und 14:1
Diesel Motoren -> zwischen 14:1. und 23:1
Was ist eine Ventilüberschneidung?
Zwischen dem 4 Takt und dem darauf wieder folgenden 1 Takt sind kurzzeitig EV und AV zeitgleich geöffnet.
Die Abgase werden herausgedrückt, Frischluft wird angesaugt
Durch die daraus entstehende Sogwirkung (ziehende Kraft) wird das Kraftstoff Luftgemisch besser in den Verbrennungsraum eingesaugt
Es entsteht eine bessere Befüllung, bessere Verbrennung, höheres Drehmoment, mehr Leistung
Was ist das Stöchiometrische Luftverhältnis?
Das stöchiometrische Luftverhältnis (oft als Lambda = 1 bezeichnet) ist das perfekte Mischungsverhältnis zwischen Luft und Kraftstoff, bei dem der Kraftstoff bei der Verbrennung vollständig und sauber verbrennt ohne übrig zu bleiben
Es ist genau so viel Luft vorhanden, wie chemisch nötig ist, um jeden Tropfen Kraftstoff ohne Reste zu verbrennen. Es bleibt weder Kraftstoff übrig noch ungenutzter Sauerstoff.
Für normalen Ottokraftstoff (Benzin) liegt dieses ideale Verhältnis bei 14,7 Kilogramm Luft auf 1 Kilogramm Benzin.
Beim Dieselkraftstoff sind es 14,5 Kg Luft auf 1 Kilo Diesel
Es ist also das optimale Verbrennungsverhältnis, um so wenig schädliche Abgase zu produzieren wie möglich.
Was unterstützt ein Turbolader?
Die optimale Füllung des Verbrennungaraums, in dem er die erforderliche Menge der Luft/des KS Gemischs in den jeweiligen Verbrennungsraum drückt.
—> Dadurch werden Drehmoment und Leistung erhöht
Wie Funktioniert ein Turbolader?
Das Funktionsprinzip in Schritten
Abgasstrom: Die aus dem Motor strömenden Abgase werden in das Turbinengehäuse des Turboladers geleitet.
Turbinenantrieb: Der Abgasstrom versetzt ein Turbinenrad in extrem schnelle Drehung (bis zu 300.000 Umdrehungen pro Minute).
Wellenübertragung: Das Turbinenrad ist über eine starre Welle direkt mit einem Verdichterrad auf der anderen Seite verbunden.
Luftverdichtung: Das rotierende Verdichterrad saugt frische Außenluft an, komprimiert diese und presst sie mit hohem Druck in die Zylinder.
Ladeluftkühlung: Da sich Luft beim Komprimieren stark erhitzt, wird sie oft vor dem Motor durch einen Ladeluftkühler abgekühlt, da kalte Luft mehr Sauerstoff enthält.
Welche Vorteile bietet ein Turbolader?
Warum macht man das?
Mehr Sauerstoff: Durch den Überdruck gelangt deutlich mehr Sauerstoff in den Zylinder als durch reines Ansaugen.
Mehr Kraftstoff: Mehr Sauerstoff erlaubt die saubere Verbrennung von mehr Kraftstoff pro Arbeitstakt.
Mehr Leistung: Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Motorleistung bei gleichem Hubraum (Downsizing).
Was bedeutet Turboloch?
Ein Turboloch ist die zeitliche Verzögerung zwischen dem Tritt aufs Gaspedal und der spürbaren Beschleunigung bei einem Turbomotor.
Es entsteht, weil der Turbolader Abgase braucht, um Druck aufzubauen. Bei niedrigen Drehzahlen produziert der Motor zu wenig Abgas, sodass der Turbo sich nicht schnell genug dreht.
Welche Lösung gibt es bzgl. dem Turboloch?
VTG-Lader (Variable Turbinen-Geometrie): Verstellbare Leitschaufeln leiten auch geringe Abgasmengen optimal auf das Turbinenrad
Twin-Turbo: Ein kleiner, leichter Turbo reagiert schnell bei niedrigen Drehzahlen; ein großer Turbo übernimmt bei hohen Drehzahlen.
. Der Abgas-Bypass (Das Wastegate)
1. Der Abgas-Bypass (Das Wastegate)
Wenn der Motor hohe Drehzahlen erreicht, entsteht zu viel Abgas. Würde der gesamte Strom ungebremst durch den Turbolader fließen, würde der Ladedruck unkontrolliert ansteigen und den Motor zerstören.
Funktion: Sobald der maximale Ladedruck erreicht ist, öffnet sich ein Ventil – das sogenannte Wastegate.
Wirkung: Ein Teil der heißen Abgase wird über diesen Bypass an der Turbine vorbeigeleitet und strömt direkt in den Auspuff. Die Turbine dreht sich nicht weiter schneller, und der Ladedruck wird stabilisiert
Was bedeutet Downsizing ?
Downsizing (Verkleinerung) bezeichnet das Konzept, den Hubraum eines Motors zu verkleinern, um Kraftstoffverbrauch und CO₂-Ausstoß zu senken.
Die fehlende Leistung wird durch eine Aufladung (meist per Turbolader oder Kompressor) ausgeglichen.
Das Ziel ist es, aus einem kleinen, leichten Motor die gleiche oder sogar mehr Leistung wie aus einem großen Saugmotor herauszuholen.
Was bedeutet Overboost?
Overboost bezeichnet eine kurzzeitige Erhöhung des Ladedrucks über das normale Maximum hinaus, um dem Motor für wenige Sekunden zusätzliche Leistung zu verleihen.
Diese Funktion wird meistens beim plötzlichen, vollständigen Durchtreten des Gaspedals (Kickdown oder Vollgas) aktiviert, um beispielsweise Überholvorgänge sicherer zu machen.
Wie Overboost funktioniert
Elektronische Regelung: Das Motorsteuergerät (ECU) schließt das Ladedruckregelventil für einen Moment weiter als gewöhnlich.
Mehr Luft und Kraftstoff: Der Turbolader presst kurzzeitig mehr Luft in die Zylinder, und es wird entsprechend mehr Kraftstoff eingespritzt.
Zeitliche Begrenzung: Die Funktion ist fast immer zeitlich begrenzt (meist auf 10 bis 30 Sekunden), um den Motor vor Schäden zu schützen.
Welche Aufgabe hat der Ladeluftkühler?
die durch die Verdichtung im Turbolader oder Kompressor erhitzte Ansaugluft herunterzukühlen, bevor sie in den Verbrennungsraum des Motors gelangt
Erhöhung der Luftdichte: Kalte Luft besitzt eine höhere Dichte als warme Luft. Durch das Abkühlen zieht sich die Luft zusammen. Dadurch befindet sich im selben Volumen eine deutlich größere Sauerstoffmasse.
Steigerung der Motorleistung: Da mehr Sauerstoff im Zylinder bereitsteht, kann proportional auch mehr Kraftstoff sauber verbrannt werden. Dies sorgt für eine spürbare Steigerung von Leistung und Drehmoment.
Senkung des Kraftstoffverbrauchs: Der Wirkungsgrad des Motors verbessert sich durch die kühlere Anfangstemperatur im Verbrennungszyklus. Das Triebwerk arbeitet effizienter.
Thermische Entlastung: Ein Ladeluftkühler senkt die Temperaturen im Brennraum. Dies schützt Kolben, Ventile und den Zylinderkopf vor Überhitzung und mechanischen Schäden.
Was ist die Lambda Wert?
Lambda = 1,0 (Stöchiometrisch): Das Verhältnis ist perfekt. Der Katalysator im Auto arbeitet hier am effizientesten und reinigt die Abgase am besten.
Lambda < 1,0 (Fettes Gemisch): Es ist zu viel Kraftstoff oder zu wenig Luft vorhanden. Der Motor hat maximal Kraft (wichtig beim Overboost), verbraucht aber mehr und rußt.
Lambda > 1,0 (Mageres Gemisch): Es ist zu viel Luft oder zu wenig Kraftstoff vorhanden. (Downsizing)
Erkläre die Funktion der Lambdasonde
Die Lambdasonde sitzt im Abgasrohr (vor dem Katalysator) und misst den Restsauerstoffgehalt im Abgas. Sie vergleicht diesen permanent mit dem Sauerstoffgehalt der Umgebungsluft.
Die Messung: Ist viel Restsauerstoff im Abgas, war das Gemisch zu mager. Ist kaum Sauerstoff vorhanden, war es zu fett
Das Signal: Die Sonde sendet diese Information als elektrische Spannung an das Motorsteuergerät.
Die Korrektur: Das Steuergerät passt die Einspritzmenge in Millisekunden an. Bei zu fettem Gemisch spritzt es weniger Kraftstoff ein, bei zu magerem Gemisch mehr.
Dieser Kreislauf wiederholt sich während der Fahrt viele Male pro Sekunde, um den Katalysator im optimalen Bereich zu halten.
Was gibt es für indirekte Benzineinspritzeinlagen ?
Benzin - Sugrohreinspritzung
Benzin - Direkteinspritzung
Wie funktioniert die Saugrohreinspritzung ?
Vorteile + Nachteile
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Bei der Saugrohreinspritzung wird das Benzin vor dem Zylinder in den Ansaugtrakt (das Saugrohr) gespritzt.
Dort vermischt sich der Kraftstoff mit der einströmenden Luft, noch bevor das Einlassventil öffnet. Erst dieses fertige Kraftstoff-Luft-Gemisch wird dann in den Zylinder gesaugt und verbrannt.
Die wichtigsten Vorteile
Saubere Verbrennung: Der Kraftstoff hat viel Zeit, sich mit der Luft zu vermischen. Das sorgt für minimale Rußbildung (oft ist kein Partikelfilter nötig).
Selbstreinigung: Das vorbeiströmende Benzin reinigt die Einlassventile permanent von Ablagerungen.
Der größte Nachteil
Weniger effizient:
Wie funktioniert die Benzin direkteinspritzung ?
Bei der Direkteinspritzung wird das Benzin mit extrem hohem Druck direkt in den Zylinder (Brennraum) gespritzt – nicht wie bei der Saugrohreinspritzung in den Ansaugtrakt davor.
Erst im Zylinder trifft der feine Kraftstoffnebel auf die Luft und bildet in Millisekunden das zündfähige Gemisch.
Maximale Effizienz: Durch den hohen Druck (bis zu 350 bar und mehr) wird das Benzin extrem fein zerstäubt und verbrennt optimal.
Kühlungseffekt: Das direkt im Zylinder verdampfende Benzin kühlt den Brennraum ab. Das schützt den Motor vor unkontrollierter Zündung ("Klopfen") und ermöglicht eine höhere Verdichtung.
Die größten Nachteile
Feinstaub und Ruß: Weil Kraftstoff und Luft weniger Zeit haben, sich perfekt zu vermischen, entstehen winzige Rußpartikel. Moderne Benziner mit Direkteinspritzung benötigen daher einen Ottopartikelfilter (OPF).
Verkokung: Da kein Benzin mehr an den Einlassventilen vorbeiströmt, fehlt der Reinigungseffekt. Mit der Zeit können sich dort Ölkohle-Ablagerungen bilden.
Welche Aufgabe hat die Zündanlage?
Die Zündanlage hat bei Benzinmotoren (Ottomotoren) die Aufgabe, das komprimierte Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder im exakt richtigen Moment durch einen elektrischen Funken zu entzünden
Die Hauptkomponenten einer modernen Zündanlage
Zündkerze: Sie ragt in den Brennraum und erzeugt den eigentlichen Funken zwischen ihren Elektroden.
Zündspule: Sie funktioniert wie ein Transformator. Sie macht aus der niedrigen 12-Volt-Spannung der Autobatterie die extrem hohe Zündspannung von bis zu 40.000 Volt
Motorsteuergerät (ECU): Der digitale Chef des Motors. Es berechnet anhand von Sensoren (wie Drehzahl und Last) auf die Millisekunde genau, wann der Funke springen muss.
Direkte Einspritzarten beim Diesel Motor
Common Rail System
Verteiler Einspritzung
Pumpen Düse Einspritzung
Indirekte Einspritzarten beim Diesel
Vorkammereinspritzung
Der Kraftstoff wird nicht direkt in den Hauptbrennraum gespritzt, sondern in eine kleine, vorgelagerte Kammer – die Vorkammer.
Die Verdichtung: Der Kolben fährt nach oben und presst die heiße Luft durch kleine Kanäle in die Vorkammer.
Die Einspritzung: Die Einspritzdüse spritzt den Diesel mit relativ geringem Druck (ca. 100 bis 150 bar) in diese heiße Vorkammer.
Die Zündung: In der Vorkammer beginnt die Verbrennung. Da dort aber zu wenig Sauerstoff für eine vollständige Verbrennung ist, entsteht ein hoher Druck.
Die Hauptverbrennung: Dieser Druck schießt das brennende Kraftstoff-Luft-Gemisch durch feine Bohrungen (Schusskanäle) in den eigentlichen Zylinder (Hauptbrennraum), wo es mit dem restlichen Sauerstoff sauber und vollständig ausbrennt.
Wirbelkammereinspritzung
Der entscheidende Unterschied liegt in der Form der Kammer und der Art, wie die Luft darin in Bewegung versetzt wird.
Der Wirbel: Die Wirbelkammer ist meist kugelförmig gestaltet. Wenn der Kolben nach oben fährt, presst er die Luft durch einen relativ großen, tangential angeordneten Kanal in diese Kammer. Dadurch entsteht in der Kammer ein extrem schneller, rotierender Luftwirbel.
Die Einspritzung: Der Diesel wird nun genau in diesen rotierenden Luftwirbel hineingespritzt.
Die Zündung: Durch die starke Rotation vermischen sich Kraftstoff und heiße Luft blitzschnell. Die Verbrennung startet in der Kammer und der Druck treibt das Gemisch durch den Schusskanal in den Hauptbrennraum über den Kolben, wo es fertig brennt.
Wie schädlich sind Betriebsmittel für die Umwelt?
Betriebsmittel eines Verbrennungsmotors sind extrem schädlich für die Umwelt, wenn sie unkontrolliert in die Natur gelangen.
Bereits kleinste Mengen können riesige Flächen Boden und Wasser kontaminieren, weshalb sie rechtlich als gefährliche Abfälle (Sonderabfall) eingestuft sind
1L Altöl im Erdboden = Verunreinigt 1 Mio Liter Grundwasser
Wer Altöl verbrennt, begeht eine Straftat (Umwelt Bußgeldkatalog)
Entsorgung von 1 L Altöl = 100 Euro - 5000 Euro
Was ist die Aufgabe der Kraftstoffanlage?
Den Motor mit einem zündfähigen Kraftstoff-Luft-Gemisch in allen Betriebszuständen und allen Lagen sicher zu versorgen.
Was sind Kraftstoffe?
Welche Unterschieden sich?
Kohlenwasserstoffverbindungen
fossile
alternative
gasförmige
+
elektrische Energie
Was ist E-Fuel
E-Fuels (synthetische Kraftstoffe) sind künstlich hergestellte, flüssige oder gasförmige Kraftstoffe. Sie dienen als direkter, CO₂-neutraler Ersatz für fossiles Benzin, Diesel oder Kerosin.
Was bedeutet ROZ ?
Research Oktanzahl
Klopffestigkeit
Ottokraftstoffe
Super E10 (Oktanzahl 95 ROZ)
Zu jedem 2 Beispiele
Flüssige fossile Kraftstoffe
Benzin: Für Ottomotoren, bestehend aus leichten Kohlenwasserstoffen.
Diesel: Für Dieselmotoren, zündwilliger und schwerer als Benzin.
Gasförmige Kraftstoffe
Autogas (LPG): Flüssiggas aus Propan und Butan, das bei der Erdölförderung abfällt.
Erdgas (CNG/LNG): Komprimiertes (CNG) oder tiefgekühlt verflüssigtes (LNG) Methan.
Wasserstoff: Wird in Brennstoffzellenautos genutzt oder direkt im Motor verbrannt.
Biokraftstoffe (Alternative Kraftstoffe)
Biodiesel: Wird meist aus Pflanzenölen (wie Raps) durch Umesterung gewonnen.
Bioethanol: Alkohol aus vergorener Biomasse (z.B. Getreide, Zuckerrüben), oft Benzin beigemischt (E10).
Synthetische Kraftstoffe & Strom
E-Fuels: Synthetischer Sprit, der künstlich aus CO₂ und Wasserstoff mittels Strom hergestellt wird.
Strom: Elektrische Energie für batterieelektrische Fahrzeuge (BEV)
Was ist die Oktanzahl ?
Die Oktanzahl definiert die Klopffestigkeit eines Ottokraftstoffs (Benzin).
Sie gibt an, wie widerstandsfähig das Benzin gegen eine ungewollte, unkontrollierte Selbstentzündung im Motorzylinder ist.
Je höher die Oktanzahl ist, desto druck- und temperaturbeständiger ist der Kraftstoff.
Elektrische Kraftstoffpumpe
Die elektrische Kraftstoffpumpe (EKP) versorgt das Einspritzsystem oder den Vergaser eines Motors zuverlässig mit Kraftstoff aus dem Tank.
Aufgaben und Funktionsprinzip
Förderung: Sie saugt den Kraftstoff an und pumpt ihn durch den Kraftstofffilter zur Einspritzleiste oder zur mechanischen Hochdruckpumpe.
Kühlung und Schmierung: Die Pumpe wird permanent vom Kraftstoff durchströmt, was sie gleichzeitig kühlt und schmiert.
Sicherheit: Bei einem Unfall schaltet das Motorsteuergerät oder ein Crash-Sensor die Stromzufuhr der Pumpe sofort ab, um Brände zu verhindern
Kraftstofffilter
Der Kraftstofffilter reinigt den Kraftstoff von Schmutzpartikeln, Rost und Wasser, bevor dieser den Motor oder die Einspritzanlage erreicht.
—> Er schützt die empfindlichen Bauteile vor Verschleiß und Verstopfung.
Symptome eines verstopften Filters
Ein zugesetzter Filter lässt zu wenig Kraftstoff durch. Das führt zu folgenden Problemen:
Leistungsverlust bei hohen Drehzahlen.
Ruckeln des Motors beim Beschleunigen.
Der Motor springt schlecht an.
Die Motorkontrollleuchte leuchtet auf.
Viskosität
Die Viskosität ist das Maß für die Zähflüssigkeit eines Stoffes. Sie beschreibt, wie dickflüssig oder dünnflüssig eine Flüssigkeit oder ein Gas ist und wie stark sich die Teilchen gegenseitig an der Bewegung hindern.
Das Prinzip einfach erklärt
Hohe Viskosität: Der Stoff ist dickflüssig. Die Teilchen kleben stark aneinander. Sie fließt langsam (Beispiel: Honig, Teer, dickes Motoröl).
Niedrige Viskosität: Der Stoff ist dünnflüssig. Die Teilchen gleiten leicht aneinander vorbei. Sie fließt schnell (Beispiel: Wasser, Benzin)
Warum änder sich die Viskosität?
Warum ändert sich die Viskosität?
Die Viskosität ist extrem von der Temperatur abhängig:
Bei Wärme: Flüssigkeiten werden dünnflüssiger (die Viskosität sinkt). Honig oder Motoröl fließen im heißen Zustand sehr schnell.
Bei Kälte: Flüssigkeiten werden dickflüssiger (die Viskosität steigt).
Motoröle werden in 2 Bereiche unterteilt:
Mehrbereichsöle (mehrere Viskositätsklassen der 2)
Einbereichsöle (Sommer oder Winteröle)
Sommeröle —> Viskoklasse 16 (dünnflüssig) - 60 (sehr dick)
Winteröle —> 10 W (sehr dünnflüssig) bis 25 W
Bedeutung im Auto (Motoröl & Kraftstoff)
Da wir zuvor über Kraftstoffsysteme gesprochen haben, ist die Viskosität hier besonders wichtig:
Motoröl (z. B. 5W-30): Die Zahlen beschreiben die Viskosität bei Kälte (5W) und Hitze (30). Das Öl muss im Winter dünn genug sein, um sofort überall hinzukommen, und im Sommer dick genug, damit der Schmierfilm nicht abreißt.
Diesel im Winter: Bei starkem Frost wird Diesel zu zähflüssig (die Viskosität steigt extrem). Es bilden sich Paraffinkristalle, die den Kraftstofffilter verstopfen. Deshalb gibt es im Winter den speziellen „Winterdiesel“.
Wo steht der Umgang mit Öl ?
—> In der Altölverordnung 27.10.1987
Wegen dieser immensen Risiken gelten für Werkstätten und Privatpersonen strenge Regeln zur Handhabung:
Lagerung: Alle Flüssigkeiten müssen in luftdichten, chemikalienbeständigen und speziell dafür zugelassenen Behältern aufbewahrt werden.
Entsorgung: Die Entsorgung im Restmüll oder über das Abwasser ist strengstens verboten und zieht empfindliche Bußgelder nach sich. Altöl muss vom Verkäufer des neuen Öls kostenlos zurückgenommen werden. Andere Flüssigkeiten gehören zum Wertstoffhof oder Schadstoffmobil.
Leckagen: Verliert ein Fahrzeug im öffentlichen Raum Öl oder andere Betriebsmittel, muss sofort die Feuerwehr oder ein Fachbetrieb zur Ölbeseitigung alarmiert werden, um ein Einsickern in den Asphalt oder das Erdreich zu verhindern
Aufgabe der Schmierung:
Vermindert die Reibung zwischen sich bewegenden Teilen
Das Schmieröl hilft bei der Abdichtung zwischen aufeinander gleitenden Bauteilen
reinigt
dämpft Geräusche
Schutz vor Korrision
kühlt
mindert den Verschleiß
Was ist bei der Erhaltung der Fließfähigkeit zu beachten ?
darf bei hohen Temperaturen nicht zu dünnflüssig werden
bei niedrigen Temperaturen nicht zu dickflüssig
—> Damit alle Schmierstellen mit Öl versorgt werden können.
Welche Schmiersysteme gibt es ?
Druckumlaufschmierung (am häufigsten)
Das Öl sammelt sich unten in der Ölwanne (dem „nassen Sumpf“). Eine Ölpumpe saugt es von dort an und presst es durch den Ölfilter direkt zu den Lagerstellen des Motors (Kurbelwelle, Nockenwelle etc.). Danach tropft das Öl durch die Schwerkraft wieder zurück in die Ölwanne.
Trockensupfschmierung (Sportwagen)
Das aus dem Motor tropfende Öl wird sofort von einer ersten Pumpe (Rückförderpumpe) abgesaugt und in einen separaten Öltank befördert. Eine zweite Pumpe (Druckpumpe) holt das Öl aus diesem Tank und versorgt damit die Schmierstellen.
Gemischschmierung
2 Takt Motoren (Gartengeräte etc.)
Was ist ein Ölkühler
Ein Ölkühler ist ein Wärmeübertrager, der die Temperatur von Motor-, Getriebe- oder Hydrauliköl senkt, um eine Überhitzung des Schmierstoffs zu verhindern und die Lebensdauer von Aggregaten zu verlängern.
Was ist der 3 Wege Katalysator?
Ein 3-Wege-Katalysator reinigt die Abgase von Benzinmotoren, indem er die drei wichtigsten Schadstoffe gleichzeitig in ungiftige Stoffe umwandelt.
—> Er funktioniert nur optimal bei einem exakten Luft-Kraftstoff-Verhältnis, das von der Lambdasonde geregelt wird.
Kohlenmonoxid zu Kohlendioxid.
Stickoxide wird zu Stickstoff.
unverbrannte Kohlenwasserstoffe werden zu Wasser.
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