Woher beziehen die Pflanzen in einem Buchenwald ihren Stickstoff, abgesehen von dem Drittel atmosphärischer Fixierung? Erklären + Prozess benennen
aus dem bodeninternen Stickstoffkreislauf durch Mineralisation
Ausgangsmaterial: Laub und Totholz
Abbau (Mineralisation): Destruenten (Bodenpilze und Bakterien) zersetzen die Streu und wandeln den organisch gebundenen Stickstoff in pflanzenverfügbare, anorganische Ionen um – zunächst zu Ammonium ($NH_4^+$) und anschließend durch Nitrifikation zu Nitrat ($NO_3^-$).
Aufnahme: Die Buchen nehmen diese mineralischen Stickstoffformen über ihre Wurzeln (oft unterstützt durch Mykorrhizapilze) wieder auf, wodurch der Kreislauf geschlossen wird.
Einfluss auf die Zersetzung im Boden bei 1°C Erhöhung der Temperatur arktisch vs. tropisch
Arktis:
Zersetzung drastisch beschleunigt
(Q10-Effekt = Verdopplung Stoffwechselbei ∆T+10 °C) Auftauen von Permafrost setzt riesige Mengen konservierter Biomasse frei.
Tropen: Effekt minimal, da die Mikroben bereits nahe ihrem Aktivitätsoptimum arbeiten und organisches Material ohnehin direkt vollständig abgebaut wird.
Moorböden und Feuchtgebiete in CH wird zu Acker umgewandelt. Klimakonsequenzen und Prozesse im Boden?
Die Entwässerung von Mooren für den Ackerbau führt im Boden zu einem
-> Wechsel von anaeroben zu aeroben Bedingungen
wodurch Mikroorganismen den gespeicherten Torf rasant oxidieren (Torfzehrung). Die Klimakonsequenz ist eine massive Freisetzung von CO2 und N2O (Lachgas), wodurch der Boden von einer Kohlenstoffsenke zu einer starken Klimabelastung wird.
Wieso trägt Sulfat zur Versauerung des Bodens bei, obwohl es keine Säure ist?
Sulfat (SO42−) = negativ geladenes Gegenion, erzwingt die Auswaschung basischer Nährstoffe
wie ein „Vehikel“: Wenn Sulfat nach unten wandert, reisst es positiv geladene Kationen wie Calcium (Ca2+) und Magnesium (Mg2+) mit. Basische Nährstoffe gehen verloren, während H+ im Boden zurückbleiben -> Versauerung
Zuletzt geändertvor 14 Tagen