1.die Faktoren (Dynamik eines Sturzes), die zu einer verminderten Haltungskontrolle führen aufzählen
• Verminderte Schnellkraft der Muskulatur
• Koordinationsprobleme bei Alltagsbewegungen
• Mangelnde Gleichgewichtskontrolle, besonders seitlich (lateral)
2.eine Einteilung des Sturzrisikos, -ursachen und Einflussfaktoren
Intrinsische (personenbezogene) Risikofaktoren:
Das sind Ursachen, die von der Person selbst ausgehen.
• Höheres Alter
• Sturzangst
• Erkrankungen (Muskelschwäche, Parkinson oder Schlaganfall)
• Eingeschränkte Mobilität
• Seh- oder Hörstörungen
• Inkontinenz (häufiges, schnelles Aufstehen)
Medikamentenbezogene Risikofaktoren:
• Polypharmazie (viele Medikamente)
• Antihypertensiva (blutdrucksenkende Medikamente)
Extrinsische (umgebungsbezogene) Risikofaktoren:
Extrinsisch = alles, was mit der Umgebung zu tun hat.
• Freiheitsentziehende Maßnahmen
• Schlechte Beleuchtung
• Rutschige Böden
• Teppiche oder Kabel als Stolperfallen
• Ungeeignetes Schuhwerk
• Fehlende Haltegriffe
• Falsch eingestellte Gehhilfen
• Unordnung im Zimmer
• Bett oder Stuhl zu hoch oder zu niedrig
3.mögliche Folgen eines Sturzes nennen
Körperlich:
• Verletzungen
• Schonhaltungen
• Tod
Psychisch:
• Vermeidungsverhalten
Sozial:
• Rückzug
• Isolation
• Weniger Aktivitäten
4.den Begriff „Post Fall Syndrom“ erläutern und mögliche Auswirkungen nennen
Was ist das Post-Fall-Syndrom?
• Das Post-Fall-Syndrom ist die Angst vor einem weiteren Sturz nach einem bereits erlebten Sturz.
• Die betroffene Person verliert das Vertrauen in ihre Bewegungen und vermeidet oft das Gehen oder Aufstehen.
Auswirkungen
• Angst vor erneutem Stürzen
• Unsicherheit beim Gehen und Stehen
• Weniger Bewegung
• Verlust der Selbstständigkeit
• Rückzug aus sozialen Aktivitäten
• Muskelschwäche durch Bewegungsmangel
• Erhöhtes Risiko für weitere Stürze
Oder
• Schmerzen und Sturzangst
• Abbau von Muskelkraft und Gleichgewicht
• Erhöhte Sturzgefahr
• Erneute Stürze (Teufelskreis)
5.Maßnahmen zur Sturzprophylaxe nennen.
• Sich regelmäßig bewegen und üben zu gehen.
• Feste Schuhe tragen, die nicht rutschen.
• Dinge entfernen, über die man stolpern kann (z. B. Teppiche oder Kabel).
• Für gutes Licht sorgen.
• Gehhilfen richtig benutzen (z. B. Rollator oder Gehstock).
• Beim Aufstehen und Gehen Hilfe geben.
• Das Bett auf die richtige Höhe stellen und die Bremsen festmachen.
• Brille und Hörgerät benutzen, wenn nötig.
• Medikamente vom Arzt prüfen lassen, wenn sie Schwindel machen.
• Die Klingel und wichtige Dinge in die Nähe legen, damit sie leicht erreichbar sind.
6.das pflegerische Vorgehen nach einem Sturzereignis nennen
Sofortmaßnahmen:
• Bewusstsein kontrollieren
• Atmung prüfen
• Auf Verletzungen untersuchen
• Erste Hilfe leisten, wenn nötig
• Bewohner: in sicher lagern oder aufhelfen
• Sturz dokumentieren (Seite 24)
Sturzprotokoll dokumentieren:
• Zeitpunkt des Sturzes
• Ort des Sturzes
• Situationsbeschreibung
• Aktivitäten vor dem Sturz
• Sturzfolgen
• Eingeleitete Maßnahmen
Sofortmaßnahmen nach einem Sturz (einfach)
• Schauen, ob die Person bei Bewusstsein ist.
• Atmung kontrollieren.
• Auf Verletzungen achten.
• Wenn nötig, Erste Hilfe leisten.
• Die Person sicher lagern oder beim Aufstehen helfen.
• Den Sturz dokumentieren.
Was gehört ins Sturzprotokoll?
• Wann ist der Sturz passiert? (Zeitpunkt)
• Wo ist der Sturz passiert? (Ort)
• Wie ist der Sturz passiert? (Beschreibung)
• Was hat die Person vorher gemacht?
• Welche Folgen hatte der Sturz? (z. B. Schmerzen, Verletzungen)
• Welche Maßnahmen wurden durchgeführt?
Zuletzt geändertvor 9 Tagen