1.den Begriff Kontraktur definieren und mögliche Ursachen nennen
Definition:
Eine Kontraktur ist eine dauerhafte Bewegungseinschränkung eines Gelenks bis hin zur Gelenksteife. Sie entsteht durch Veränderungen an Muskeln, Sehnen, Bändern, Gelenkkapseln oder Nerven. Schmerzen können, müssen aber nicht auftreten.
(Eine Kontraktur ist eine dauerhafte Bewegungseinschränkung eines Gelenks. Das Gelenk kann nicht mehr richtig bewegt oder gestreckt werde)
Ursachen:
• Zu wenig Bewegung
• Bettlägerigkeit
• Längere Ruhigstellung (z. B. Gipsverband)
• Gips oder Schienen
• Verletzungen
• Schmerzen und Schonhaltung
• Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson oder Arthrose
• Verbrennungen und Narbenbildung
2.Kontrakturen nach ihrer Entstehung unterscheiden
(Arten )
Dermatogene Kontraktur
• Entsteht durch Hautschäden, Verbrennungen oder Narben.
• Die Haut schrumpft und schränkt die Bewegung ein.
Tendomyogene Kontraktur
• ensteht durch Veränderungen von Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenkkapsel
• Ursache sind z. B. Ruhigstellung, Verletzungen oder Schonhaltungen.
Arthrogene Kontraktur
• Entsteht durch Veränderungen am Gelenk.
• Ursachen: Arthrose, Arthritis, Rheuma.
Neurogene Kontraktur
• entsteht durch Erkrankungen des Nervensystems.
• Beispiele: Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, Querschnittlähmung
• Syndrom der reaktionslosen Wachheit
3.Aktivierende und passive Maßnahmen zur Kontakturprophylaxe beschreiben
Aktivierende Maßnahmen
Ziel: Selbstständigkeit und Bewegung fördern.
• Patientinnen zur Bewegung ermutigen.
• Regelmäßig einfache Bewegungsübungen durchführen.
• Beim Aufstehen, Sitzen und Gehen unterstützen.
• Eine sichere und bewegungsfreundliche Umgebung schaffen.
• Passende Hilfsmittel verwenden (z. B. Rollator).
• Auf eine aufrechte Körperhaltung achten und diese fördern.
Passive Maßnahmen
Werden angewendet, wenn Patientinnen sich nicht selbst bewegen können.
Regelmäßiger Lagewechsel
Gelenke in unterschiedlichen physiologischen Stellungen positionieren
Passives Durchbewegen der Gelenke
Dehnübungen
Zusammenarbeit mit Physiotherapie
Wahrnehmungsfördernde Maßnahmen (z. B. Basale Stimulation) �.
Ziel: Der Patient soll so viel wie möglich selbst machen.
Zur Bewegung motivieren.
Einfache Übungen machen.
Beim Aufstehen, Sitzen und Gehen helfen.
Für eine sichere Umgebung sorgen.
Hilfsmittel nutzen (z. B. Rollator).
Auf eine gute Körperhaltung achten.
Werden gemacht, wenn der Patient sich nicht selbst bewegen kann.
Regelmäßig die Lage ändern.
Arme und Beine richtig lagern.
Gelenke bewegen.
Dehnübungen machen.
Mit der Physiotherapie zusammenarbeiten.
Die Wahrnehmung fördern (z. B. Basale Stimulation)
4.Positionierung der Gelenke in physiologischer Mittelstellung beschreiben
• Schultergelenk: Oberarm in 30° Obduktion zum Oberkörper
• Ellenbogengelenk: Arm leicht gebeugt (ca. 100°), Handfläche nach unten.
• Handgelenk und Finger: Hand leicht nach oben gebeugt, Finger leicht gebeugt (Schalengriff).
• Hüftgelenk: Bein gestreckt lagern, nach außen Drehen vermeiden.also keine Außenrotation
• Kniegelenk: Bein gestreckt lagern, bei Bedarf kleines Kissen unter die Kniekehle.
• Sprunggelenk:Positionierung in 100grad , z. B. mit einem weichen Kissen.
5..den Begriff „Spitzfuß“ definieren und mögliche Ursachen sowie prophylaktische Pflegemaßnahmen nennen!
Ein Spitzfuß ist eine Beugekontraktur im oberen Sprunggelenk. Die Fußspitze zeigt dauerhaft nach unten, das Anheben des Fußes ist eingeschränkt.
• Längere Bettlägerigkeit
• Druck der Bettdecke auf die Füße
• Fehlende Bewegung
• Lähmungen
• Fehlende Belastung der Füße beim Sitzen
• Verlängerter Muskelzug in Richtung Fußsohle
Prophylaktische Pflegemaßnahmen
• Regelmäßige Mobilisation
• Aktive und passive Bewegungsübungen
• Füße in 90–100°-Stellung positionieren
• Bettdecke vom Fuß fernhalten
• Physiotherapie fördern
• Häufige Lagewechsel
• Auf sicheren Bodenkontakt der Füße beim Sitzen achten
6.die Stellung der Gelenke bei Positionierung nennen
• Schulter: 30° Abduktion
• Ellenbogen: 100° Flexion
• Unterarm/Hand: Pronationsstellung, Finger leicht gebeugt
• Hüfte: gestreckt, keine Außenrotation
• Knie: gestreckt
• Sprunggelenk: 100° Dorsalflexion (nahezu 90°-Stellung)
Zuletzt geändertvor 7 Tagen