"Wie verläuft der Weg eines akustischen Reizes vom Außenohr bis zum Gehirn?"
"Der Schall wird von der Ohrmuschel aufgefangen, über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss, Steigbügel) verstärkt und in der Cochlea durch Haarzellen auf der Basilarmembran in elektrische Impulse umgewandelt (Transduktion)
die über den Hörnerv zum auditorischen Cortex gelangen [1-4]."
"Was versteht man unter dem Prinzip der Divergenz beim Hören?"
"Dass eine starke Aufspreizung der Information stattfindet
bei der etwa 40.000 Nervenfasern des Hörnervs Signale an Milliarden von Nervenzellen im Gehirn weiterleiten [5
6]."
"Wie funktioniert die Schallortung durch das menschliche Gehör?"
"Das Gehirn verarbeitet minimale Laufzeit- und Intensitätsunterschiede zwischen beiden Ohren
die durch den Schallschatten des Kopfes entstehen [5
7]."
"Welche vier Verknüpfungsprinzipien beschreibt das klassische Assoziationsmodell nach Aristoteles?"
"Ähnlichkeit (Similanz), Gegensatz (Kontrast)
raum-zeitliche Nähe (Kontiguität) und Zusammenhang (Kohärenz) [8-11]."
"Was ist der Unterschied zwischen dem autobiografischen und dem semantischen Gedächtnis?"
"Das autobiografische (episodische) Gedächtnis speichert persönliche Erlebnisse oft als Bilder mit starkem Selbstbezug
sogenannte Chunks
begrenzt [20]."
"Welche vier Aspekte kennzeichnen das Arbeitsgedächtnismodell nach Baddeley?"
"Den visuell-räumlichen Notizblock
die phonologische Schleife
den episodischen Puffer und die steuernde Zentrale Exekutive [21-23]."
"Was ist der Unterschied zwischen proaktiver und retroaktiver Interferenz?"
"Proaktive Interferenz bedeutet
dass altes Wissen das Lernen von neuem stört
retroaktive Interferenz bedeutet
dass neue Informationen das Erinnern an bereits Gelerntes behindern [24-26]."
"Was beschreibt der Primacy- und der Recency-Effekt?"
"Elemente am Anfang (Primacy) und am Ende (Recency) einer Liste werden signifikant besser behalten als Elemente in der Mitte [27]."
"Wie unterscheiden sich retrograde und anterograde Amnesie?"
nach einem Trauma neue Informationen dauerhaft zu speichern [28-30]."
"Was besagt die Gesamtzeit-Hypothese von Hermann Ebbinghaus?"
"Es gibt einen linearen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Wiederholungen am ersten Tag und der Gedächtnisleistung 24 Stunden später [31]."
"Erklären Sie die Jost’schen Sätze und deren Bedeutung für das Lernen."
strukturierende Strategien (Beziehungen setzen) und generative/elaborierende Strategien (Analogien bilden und Sinn hinzufügen) [35]."
"Was sind metakognitive Strategien beim Lernen?"
"Übergeordnete Kontrollprozesse zur Planung
Überwachung
Bewertung und Regulation des eigenen Lernvorgangs (Meta-Gedächtnis) [36-38]."
"Wie funktioniert die LOCI-Technik?"
"Begriffe werden gedanklich an eine feste geografische Abfolge von Orten gebunden und beim Abrufen geistig abgegangen [23
39]."
"Worin liegt der Unterschied zwischen Schemata und Skripten?"
"Schemata sind gedankliche Kategorisierungen für Objekte (z. B. 'Keks')
die Wissen in kleinsten Bedeutungseinheiten (Propositionen) darstellt [43
44]."
"Wie unterscheiden sich freie Reproduktion
unterstützte Reproduktion und Wiedererkennen?"
"Freie Reproduktion erfolgt ohne Hilfe
46]."
"Was besagt Bartletts Theorie des rekonstruktiven Gedächtnisses?"
"Erinnern ist kein passives Abrufen von Kopien
sondern ein aktiver Prozess
bei dem Lücken mithilfe von Schemata und Vorwissen oft vereinfachend oder verzerrend gefüllt werden [45
47-49]."
"Was sind die 'sieben Sünden' des Gedächtnisses nach Schacter?"
"Alltägliche Gedächtnisschwächen wie Zerfall
Geistesabwesenheit
Blockierung
Fehlattribution
Beeinflussbarkeit
Verzerrung und Persistenz [30
50
51]."
"Was belegt Elizabeth Loftus durch ihre Forschung zu Suggestionen?"
"Dass durch die Wortwahl bei Befragungen oder gezielte Fehlinformationen falsche Erinnerungen ('False Memories') eingepflanzt oder reale Erinnerungen verzerrt werden können [52
53]."
"Was ist der Unterschied zwischen 'Nichtwissen' und 'Unwissenheit'?"
"Nichtwissen (Ahnung) bedeutet
dass man sich einer Wissenslücke bewusst ist
Unwissenheit (Ahnungslosigkeit) bedeutet
dass man nicht weiß
dass man etwas nicht weiß [54-56]."
"Was beschreibt der Begriff 'Wissensillusion' nach Sloman & Fernbach?"
"Das Phänomen
dass Menschen ihr eigenes Wissen über komplexe Themen massiv überschätzen
bis sie aufgefordert werden
die Details verbal zu erklären [57-59]."
"Wie unterscheidet Noam Chomsky Kompetenz und Performanz in der Sprache?"
"Kompetenz ist das interne
unbewusste Wissens- und Regelsystem
Performanz ist das tatsächlich beobachtbare Sprechverhalten in sozialen Kontexten [60]."
"Welche vier Seiten einer Nachricht beschreibt Schulz von Thun?"
Selbstoffenbarung (Selbstkundgabe)
Beziehung und Appell [61
62]."
"Beschreiben Sie das Organon-Modell von Karl Bühler."
"Sprache ist ein Werkzeug mit drei Funktionen: Ausdruck (Symptom des Senders)
Darstellung (Symbol für Gegenstände) und Appell (Signal an den Empfänger) [63
64]."
"Was sind Phoneme
Morpheme und Grapheme?"
"Phoneme sind kleinste Lauteinheiten
67]."
"Was ist das 'Holzweg-Modell' (Garden-Path) bei der Satzverarbeitung?"
"Wir weisen Sätzen zuerst die einfachste Struktur zu (Minimal Attachment)
muss das Gehirn den Satz mühsam reanalysieren [68
69]."
"Nennen Sie die vier Dimensionen des Hamburger Verständlichkeitsmodells."
"Einfachheit
Gliederung/Ordnung
Kürze/Prägnanz und Stimulanz [30
70]."
"Wie unterscheiden sich die Vergleichs-
Substitutions- und Interaktionstheorie der Metapher?"
"Vergleich: verkürzter Vergleich
72]."
"Wann produzieren Kleinkinder in der Regel ihr erstes Wort?"
"Im Alter von etwa 12 Monaten
gefolgt von einer Benennungsexplosion ab dem 18. Monat [73
74]."
"Was ist die Pivot-Grammatik (Ankerpunkt-Grammatik) nach Martin Braine?"
"Kleinkinder nutzen feste Ankerwörter (Pivots wie 'zu') und kombinieren sie mit variablen Leerstellen (z. B. 'Tür zu') [75]."
"Warum ist der Fall 'Genie' für die Sprachforschung wichtig?"
nach deren Ende (ca. Pubertät/Hirnlateralisation) der Grammatikerwerb kaum noch möglich ist [76
77]."
"Was ist die zentrale Ursache für Dyslexie (Legasthenie)?"
"Ein mangelndes phonologisches Bewusstsein
also die Schwierigkeit
Wörter in einzelne Laute (Phoneme) zu zerlegen [29
78]."
"Wie unterscheiden sich Broca- und Wernicke-Aphasie?"
"Broca: Gestörte Produktion (Telegrammstil)
Verständnis intakt. Wernicke: Gestörtes Verständnis
Sprache flüssig
aber inhaltsleer [79-82]."
"Was zeigt das Experiment mit Split-Brain-Patienten?"
"Dass Informationen aus der rechten Gehirnhälfte (linkes Gesichtsfeld) nicht benannt werden können
wenn der Balken (Corpus callosum) zum Sprachzentrum in der linken Hälfte durchtrennt ist [83
84]."
"Was ist der Unterschied zwischen Zielanalyse und Konfliktanalyse nach Duncker?"
"Die Zielanalyse klärt den gewünschten Endzustand ('Wo will ich hin?')
86]."
"Warum scheitern Menschen oft bei komplexen Problemen wie im 'Lohhausen'-Experiment?"
"Durch mangelnde Vernetztheit im Denken
'Reparaturdienstverhalten' unter Stress und fehlende Selbstreflexion [87]."
"Was ist die Critical-Incident-Technique (CIT)?"
"Eine Methode zur Untersuchung von Problemlösestrategien in kritischen beruflichen Situationen (z. B. bei Piloten) durch qualitative Interviews oder Szenarien [51
88
89]."
"Was ist der Stroop-Effekt?"
"Ein Beleg für die automatische Sprachverarbeitung: Das Lesen eines Wortes (z. B. 'Blau') stört die Benennung der Druckfarbe (z. B. Rot)
wenn diese inkongruent sind [90
91]."
"Wie unterscheiden sich fMRT und EEG in der Forschung?"
"fMRT hat eine hohe räumliche Auflösung (Wo?)
EEG eine exzellente zeitliche Auflösung (Wann?) [92-94]."
"Was versteht man unter Akkommodation des Auges?"
"Die dynamische Anpassung der Brechkraft der Linse durch den Ziliarmuskel
um Objekte in unterschiedlichen Entfernungen scharf abzubilden [95]."
"Welche Sinne werden als 'chemische Sinne' zusammengefasst?"
"Geruchs- und Geschmackssinn
die psychologisch kaum zu trennen sind [56
"Was zeigt das Brown-Peterson-Experiment?"
"Den raschen Zerfall von Informationen im Kurzzeitgedächtnis
wenn durch eine Distraktoraufgabe (Rückwärtszählen) das Wiederholen verhindert wird [96]."
"Wie unterscheiden sich psychologische von mathematischen Problemen?"
"Mathematische Probleme sind sachbezogen und logisch lösbar
wertebasiert und erfordern Kommunikation sowie Kompromisse [97-99]."
"Nennen Sie 5 Gruppen kritischer Lebensereignisse nach Benesch."
"Todesfälle
Frage
Antwort
über das Trommelfell und die Gehörknöchelchen (Hammer
Amboss
Steigbügel) verstärkt und in der Cochlea durch Haarzellen auf der Basilarmembran in elektrische Impulse umgewandelt (Transduktion)
7
8]."
"Welche vier Verknüpfungsprinzipien beschreibt das klassische Assoziationsmodell?"
"Ähnlichkeit (Similanz)
Gegensatz (Kontrast)
raum-zeitliche Nähe (Kontiguität) und Zusammenhang (Kohärenz) [9-11]."
dass neue Informationen das Erinnern an bereits Gelerntes behindern [21-23]."
"Retrograde Amnesie betrifft den Verlust von Erinnerungen vor einem Trauma
nach einem Trauma neue Informationen dauerhaft zu speichern [24
25]."
"Welche drei Arten kognitiver Lernstrategien werden unterschieden?"
"Mnemonische Strategien (Wiederholen)
strukturierende Strategien (Beziehungen setzen) und generative/elaborierende Strategien (Analogien bilden und Sinn hinzufügen) [26-28]."
Bewertung und Regulation des eigenen Lernvorgangs [27-30]."
bei dem Lücken mithilfe von Schemata und Vorwissen oft vereinfachend oder verzerrend gefüllt werden [35-37]."
Verzerrung und Persistenz [25
38
dass man nicht einmal weiß
dass man etwas nicht weiß [40
41]."
unbewusste Wissens- und Regelsystem einer Person
Performanz ist das tatsächlich beobachtbare Sprechverhalten in sozialen Kontexten [42]."
Selbstoffenbarung (oder Selbstkundgabe)
Beziehung und Appell [43
"Was erklärt das Kohorten-Modell der Worterkennung?"
"Das Gehirn aktiviert beim Hören eines Wortanfangs alle passenden Wörter im mentalen Lexikon und filtert durch gegenseitige Hemmung (Inhibition) schließlich das Zielwort heraus [45
"Es beschreibt
dass wir Sätzen zunächst die einfachste syntaktische Struktur zuweisen
ergibt diese keinen Sinn
muss das Gehirn den Satz mühsam reanalysieren [47
48]."
Kürze/Prägnanz und Stimulanz [25
49]."
"Welche Symptome sind typisch für eine Broca-Aphasie?"
"Mühsame
langsame Sprachproduktion im Telegrammstil
oft mit fehlerhafter Grammatik
während das Sprachverständnis meist erhalten bleibt [50
"Worin unterscheidet sich die Wernicke-Aphasie von der Broca-Aphasie?"
"Bei der Wernicke-Aphasie ist primär das Sprachverständnis gestört
aber oft inhaltsleer
verwirrt oder in hastigen Themenwechseln [50
52]."
Wörter in ihre einzelnen Laute (Phoneme) zu zerlegen [39
"Was zeigt das Experiment mit Split-Brain-Patienten zur Lateralisierung?"
"Dass Informationen aus der rechten Gehirnhälfte (linkes Gesichtsfeld) nicht sprachlich benannt werden können
wenn der Balken zum Sprachzentrum in der linken Hemisphäre durchtrennt ist [54
55]."
57]."
das Übersehen von Nebenwirkungen
'Reparaturdienstverhalten' unter Stress und fehlende Selbstreflexion [58
59]."
"Eine Methode zur Untersuchung von Problemlösestrategien in kritischen beruflichen Situationen durch qualitative Interviews oder Szenario-Beurteilungen [60-63]."
"Was beschreibt der Begriff 'Wissensillusion'?"
die Details verbal zu erklären [17
64
65]."
"Warum schneidet in einem Experiment die Gruppe
die Städte und Flüsse lernt
besser ab als die Gruppe
die zwei Listen mit Städten lernt?"
"Weil das Lernen unterschiedlicher Kategorien weniger retroaktive Interferenzen erzeugt
während die gleiche Kategorie bei der zweiten Gruppe zu einer starken Überlagerung im Gedächtnis führt [23
66].""Was besagt die 'Gesamtzeit-Hypothese' von Hermann Ebbinghaus?"
"Sie postuliert einen linearen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Wiederholungen am ersten Tag und der Gedächtnisleistung nach 24 Stunden
desto besser ist die Reproduktion am Folgetag [1]."
"Erklären Sie das 'Segmentierungsproblem' und das 'Variabilitätsproblem' in der Sprachwahrnehmung."
"Das Segmentierungsproblem beschreibt die Schwierigkeit
einen kontinuierlichen Sprachfluss in Wörter zu zerlegen
das Variabilitätsproblem die Notwendigkeit
Wörter trotz unterschiedlicher Intonation und Aussprache korrekt zu identifizieren [2]."
"Was ist der 'Marbe-Effekt' (Geläufigkeitsgesetz)?"
"Er besagt
dass die Reaktionszeit für das Aussprechen eines Assoziationswortes umso kürzer ist
je bekannter (geläufiger) das Wort in einer Sprachgemeinschaft allgemein ist [3
4]."
"Beschreiben Sie den Unterschied zwischen der 'Denotation' und der 'Konnotation' eines Wortes."
"Denotation ist die sachliche Grundbedeutung (Lexikon-Definition)
emotionsgeladene Nebenbedeutungen
die von Sprecher und Situation abhängen [5]."
"Was versteht man unter 'Priming' im Langzeitgedächtnis?"
"Priming ist ein impliziter Gedächtnisinhalt
der unbewusst ins Bewusstsein gelangt
wenn er durch einen passenden Reiz stimuliert wird [6
"Wie erklärt die 'Interaktionstheorie' das Verstehen von Metaphern?"
"Sie definiert die Metapher als Interaktion zwischen verschiedenen Bildfeldern
die Analogiebildungen ermöglicht
welche sich ganzheitlich auf menschliche Wahrnehmungs- und Erfahrungsbestände beziehen [8]."
"Was charakterisiert die 'sensible Periode' des Spracherwerbs?"
"In dieser Phase erfolgt der Spracherwerb mühelos und unbewusst
wonach der Erwerb von Grammatik extrem mühsam wird [9]."
"Was besagt der 'Gut-genug-Ansatz' (Good-enough Approach) in der Satzverarbeitung?"
"Rezipienten nehmen oft nur eine oberflächliche Sichtweise auf einen Satz ein und lassen sich von einem vagen inneren Bedeutungsbild leiten
um kognitiven Aufwand zu sparen [10]."
"Unterscheiden Sie den 'topologischen' vom 'anatomischen' Zugang in der Gehirnforschung."
"Der topologische Zugang fokussiert auf Netzwerke und das Zusammenwirken verschiedener Regionen
Lernstrategien/metakognitive Regulation und das entscheidende Vorwissen als Bezugsrahmen für neue Informationen [12]."
"Wie unterscheiden sich fMRT und EEG in der Denkforschung?"
"Die fMRT bietet eine hohe räumliche Auflösung (wo im Gehirn etwas passiert)
während das EEG eine exzellente zeitliche Auflösung bietet (wann etwas passiert) [13-15]."
"Was ist die zentrale Erkenntnis aus dem 'Neun-Punkte-Problem'?"
"Es testet die Kreativität beim Problemlösen und erfordert eine kognitive Umstrukturierung
um die gedachte Grenze eines Quadrats zu durchbrechen [16]."
"Was kennzeichnet die Entscheidungsstrategie erfolgreicher Problemlöser im 'Lohhausen'-Szenario?"
"Ihre Strategie ist konsistent
die konsequent in die gleiche Richtung gehen
anstatt nur auf Notfälle zu reagieren [17
18]."
"Warum ist die 'Critical-Incident-Technique' (CIT) besonders für die Berufswelt geeignet?"
"Weil sie auf realen
kritischen Situationen basiert und durch Berichte oder Szenarien die spezifischen kognitiven Strategien erfassbar macht
die in einer Fachdomäne zum Erfolg führen [19-21].""Was ist die spezifische Aufgabe des Gyrus angularis beim Leseprozess?"
"Er fungiert als neuronale Schnittstelle
die visuelle Reize aus der Sehrinde in einen auditiven Code übersetzt
bevor diese zur weiteren Verarbeitung an das Wernicke-Areal geleitet werden [1]."
"Wie unterscheiden sich assoziatives und nichtassoziatives Gedächtnis laut den Quellen?"
"Assoziatives Gedächtnis (Konditionierung) bildet dauerhafte Verbindungen durch Belohnung oder Bestrafung
das Variabilitätsproblem ist die Notwendigkeit
Wörter trotz unterschiedlicher Intonation und Aussprache korrekt zu identifizieren [3]."
"Was ist der Unterschied zwischen 'Kritischen Lebensereignissen' und der 'Critical-Incident-Technique' (CIT)?"
"Kritische Lebensereignisse sind Ereignisse
die die Lebenssituation nachhaltig verändern (z. B. Unfälle) [4]
die CIT untersucht spezifische
problemhaltige berufliche Situationen und deren Bewältigungsstrategien [5]."
"Wie grenzen sich kognitive von metakognitiven Lernstrategien ab?"
"Kognitive Strategien helfen direkt beim Einprägen (z. B. Strukturieren oder Wiederholen) [6
7]
metakognitive Strategien (Kontrollstrategien) überwachen
planen und bewerten diesen Lernprozess von einer übergeordneten Meta-Ebene aus [8
9]."
"Beschreiben Sie die Bottom-up- und Top-down-Prozesse bei der Worterkennung."
"Bottom-up bedeutet
dass sich das Wort aus den kleinsten Einheiten (Lauten/Buchstaben) zusammensetzt
Top-down bedeutet
dass der Kontext oder das bereits aktivierte Wortkonzept beeinflussen
wie die Einzelteile wahrgenommen werden [10]."
"Was besagt das 'Prinzip der minimalen Hinzufügung' (Minimal Attachment) beim Satzverstehen?"
"Dass Rezipienten einem Satz zunächst die einfachste syntaktische Struktur mit den wenigsten Verzweigungen im Strukturbaum zuweisen
um kognitiven Aufwand zu sparen [11]."
"Welchen Unterschied gibt es zwischen retrograder und anterograder Amnesie?"
"Bei der retrograden Amnesie wird die Zeit vor einem Trauma nicht mehr erinnert
neue Sachverhalte nach einem Trauma dauerhaft zu speichern [12]."
"Worin liegt der Kernunterschied zwischen 'Nichtwissen' und 'Unwissenheit' nach Gottschalk-Mazouz?"
Unwissenheit (Ahnungslosigkeit) liegt vor
wenn man in keiner Weise weiß
dass man nichts weiß [13
14]."
"Was kennzeichnet 'Einschränkungsmodelle' (Constraint-based Models) im Vergleich zum 'Gartenweg-Modell'?"
"Einschränkungsmodelle begreifen Sprachverstehen als simultanen Prozess
bei dem Mehrdeutigkeiten bereits ab der ersten Phrase durch Vorwissen eingeschränkt werden
statt erst rein syntaktisch zu analysieren [15]."
"Was ist das neurophysiologische Prinzip der Konvergenz im visuellen System?"
"Konvergenz bedeutet
dass Informationen von sehr vielen Sinneszellen (z. B. 100 Mio. Rezeptoren) auf wesentlich weniger Nervenbahnen (ca. 1 Mio. Fasern) verdichtet werden [16
17]."
"Warum ist die 'Zentrale Exekutive' für das Arbeitsgedächtnis so wichtig?"
"Sie ist die steuernde Instanz
welche die Teilsysteme (visuell-räumlich
episodisch
phonologisch) koordiniert und das bewusste Einprägen über kognitive Strategien kontrolliert [18
19]."
"Was belegt der Stroop-Effekt in Bezug auf die Sprachverarbeitung?"
"Er zeigt
dass Sprachverarbeitung hochgradig automatisiert ist
die semantische Bedeutung eines Wortes stört die Farbbennung so stark
dass dieser Prozess nicht einfach 'ausgeschaltet' werden kann [20
21]."
"Welche drei Rollen nimmt ein sprachliches Zeichen im Organon-Modell gleichzeitig ein?"
"Es ist ein Symbol für eine Sache (Darstellung)
ein Symptom für den Zustand des Senders (Ausdruck) und ein Signal für den Hörer (Appell) [22
23]."
"Wie unterscheiden sich topologische und anatomische Zugänge in der Gehirnforschung?"
"Der topologische Zugang konzentriert sich auf Netzwerke und das Zusammenwirken Regionen
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